Die verlorenenen Schätze
von
Angela Schlenker
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sie, seine Rose! Doch war sie mitnichten durch Ketten gebunden, nein, im Gegenteil, frei, mitten unter den Banditen ging sie umher.
Außer sich vor Wut über diese ihm zugefügte Schmach stürzte er sich mit gezogenem Schwert auf die Übermacht der Räuber. Dieser geballten Rage hatten die Überraschten anfangs nichts entgegenzusetzen, schnell schlug Ali sich eine Gasse frei und stand alsbald mit dem erhobenen, bluttriefenden Schwert vor der verlorenen Geliebten.
„Hure!“, entfuhr es dem Kompromittiertem.
„Nein, bitte tu es nicht“, bettelte da die Rose, die nie eine Chance zum Erblühen hatte, in allerhöchster Not, „keiner hat mir geholfen, was hätte ich denn tun sollen?“
Doch in Alis harten Augen erkannte sie ihr Los, der Rasende würde keine Gnade walten lassen. Sie war entehrt und für alle Zeiten wertlos.
„Dann sei verflucht“, flüsterte die geknickte Rose mit versagender Stimme angesichts des bitteren, unverdienten Schicksals, „von nun an soll dein mörderischer Geist hier ruhelos umgehen und jedem, der dich bei deinem Namen dreimal beschwört sollst du bei seiner gerechten Rache dienen. Nie soll dein Geist etwas anderes mehr empfinden als ungestillte Rachegelüste!“
Denn nicht allein ihr eigenes Los hatte die Rose von Taisz in den letzten Minuten erblickt, sondern auch die Räuber, die in endlich überwundener Bestürzung zum Gegenschlag ausholten. So fielen die beiden ehemals Liebenden nahezu gleichzeitig dem Tode anheim.
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Kommentare
Gimliy schrieb am 2008-12-10 11:24:59:
Hi. Das ist ein echt gut gelungenes Märchen. Power, Spannung und wirklich sehr angenehm zu lesen. Das gefällt mir gut. Wird es eine Fortsetzung geben? Das Ende war super überraschend und gut. Schreib weiter so.
lg: Gimliy
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