Die verschworenen Vier---der Schlittschuhtag am Se
von
Peter Bochanan
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Es war Winter geworden und vor zwei Wochen hatte über Nacht der Schneefall eingesetzt. Er hatte die ganze Gegend in einen weißen, bezaubernd anzusehenden Mantel gehüllt. Für diesen Samstag hatten sich unsere vier Freunde zum Schlittschuh laufen verabredet denn der See, in dem sie im Sommer immer badeten, war jetzt zugefroren und mit einer dicken Eisschicht bedeckt. Sie trafen sich alle bei Sigi denn dessen Haus lag dem See am nächsten. Von da aus wollten sie zu Fuß zum See hinuntergehen denn bei den teifverschneiten Straßen war Fahrrad fahren nicht möglich. Es fuhr zwar auch ein Bus bis fast an den See aber es war herrliches Wetter und die Sonne strahlte von einem wolkenlosen Himmel herab, das wollten sie genießen. Gegen die trotzdem herrschende Kälte hatten sie sich dick eingepackt mit fellgefütterten Jacken, Schals, Pudelmützen und Wollhandschuhen. Jeder hatte seine Schlittschuhe an den Schnürsenkeln zusammengebunden und sich locker über die Schulter geworfen. So stapften sie duch den knöcheltiefen Schnee und schwatzten vergnügt über alles mögliche. Als sie am See ankamen herrschte hier schon reger Betrieb, kein Wunder denn die Leute kamen aus der ganzen Umgebung hierher zum Schlittschuh laufen weil das weit und breit der einzige See war. Auch an dem Kiosk der Sommer wie Winter am Ufer stand und an dem es im Sommer immer so leckeres Eis gab war schon Gedränge zu sehen denn jetzt, im Winter, gab es dort für die Kinder warmen Kakao und heiße Würstchen und für die Erwachsenen Kaffee, Tee und Glühwein. Die vier setzten sich auf eine Bank nahe dem Ufer und zogen ihre Schlittschuhe an. Dann kraxelten sie die wenigen Schritte bis aufs Eis und legten los. Erst ein paar Runden zum Aufwärmen, aber dann begann die wilde Hatz. Claudia konnte von allen am besten mit den Schlittschuhen umgehen. Es sah beinahe schon graziös aus wenn sie ihre Pirouetten drehte und ab und an auch mal einen Axel sprang. Die anderen sahen ihr gerne zu und bewunderten sie ein ums andere Mal ob ihres Geschickes. Nach einer knappen Stunde beschlossen sie, eine Pause zu machen und am Kiosk einen Kakao zu trinken. Sie fuhren gemeinsam ans Ufer und zogen ihre Schlittschuhe aus und ihre Winterschuhe an. Dann stapften sie hinüber zum Kiosk. " Na ihr vier, auch mal wieder hier ? Ist aber auch herrliches Wetter heute. Was kann ich denn Gutes für euch tun ? " fragte Herr Kluge, der Besitzer des Kiosk. Herr Kluge hatte den Imbiss schon fast 30 Jahre und nicht nur jeder kannte ihn, nein, auch er kannte alle seine Kunden. " Guten Tag Herr Kluge, wir hätten gerne vier heiße Kakao " sagte Kurt, stellvertretend für alle anderen. " Mit dem größten Vergnügen die Herrschaften " antwortete Herr Kluge und machte sich sogleich an die Arbeit. Die Kinder mochten den Mann, er war immer so lustig und freundlich. Nach nicht einmal drei Minuten waren ihre Getränke fertig. Während sie Schluck für Schluck den leckeren Kakao genossen unterhielten sie sich mit Herrn Kluge über die Schule. Als ihre Becher geleert waren sagten sie zu Herrn Kluge " so, wir werden dann noch ein wenig aufs Eis gehen aber später kommen wir noch ein heißes Würstchen essen wenn sie dann noch welche haben." Herr Kluge lachte und entgegnete " Macht euch da mal keine Sorgen drum. Wenn ihr die Würstchen die ich in meinem Kühlschrank habe alle noch essen müßtet dann würdet ihr wahrscheinlich dick und rund sein wie riesige Luftballons. Ihr kriegt euere Würstchen, in jedem Fall." Alle lachten und die Kinder machten sich wieder auf den Weg zu der Bank um ihre Schlittschuhe anzuziehen. Dann tollten sie eine ganze Zeit auf dem Eis herum und hatten Spaß. Kurt wollte es Claudia nachmachen und kündigte bei seinen Freunden einen dreieinviertelfachen Kurt spezial an. Er nahm Anlauf und drehte eine Runde, dann setzte er zum Sprung an und, landete prompt auf dem Hosenboden. Die drei anderen lachten sich kringelig und dabei verlor auch noch Sigi das Gleichgewicht und gesellte sich zu Kurt der immer noch auf dem Eis saß, aber kräftig mitlachte. Sie alberten noch eine zeitlang herum aber dann bekam Kurt langsam Hunger und fragte die anderen " Ich hab Kohldampf, wollen wir eine Wurst essen gehen ? " Die drei stimmten zu und so machten sie sich wieder auf den Weg ans Ufer um das Eis zu verlassen. Ein schriller, langgezogener Schrei der plötzlich ertönte ließ sie in der Bewegung erstarren. Wie auf Kommando drehten sich alle vier gleichzeitig um und sahen voller Schrecken das ein etwa achtjähriges Mädchen wohl in voller Fahrt das Gleichgewicht verloren hatte und nun auf dem Hintern sitzend ungebremst auf eine Absperrung zusauste die anzeigte das man an dieser Stelle das Eis nicht betreten darf da es hier viel zu dünn ist und die Gefahr des Einbrechens besteht. " Ach du Schande, wenn das mal gut geht " rief Kurt voller Entsetzen aus. Das Mädchen hatte die Absperrung bereits passiert und befand sich nun im gefährichen Bereich des See's. Zum Glück war die wilde Rutschpartie des Mädchens zu Ende und sie saß jetzt still. Da auf dem Eis Kinder eigentlich immer schreien und kreischen hatte soweit keiner davon Notiz genommen und die bedrohliche Situation nicht beachtet. Die Leute drehten weiter ihre Runden auf dem Eis. Als das Mädchen versuchte aufzustehen Passierte es. Das Eis unter ihren Schlittschuhen gab mit einem lauten Knacken nach und das Mädchen fiel ins Wasser. Als die vier das sahen überlegten sie nicht lange und fuhren schnell zu der Stelle hin wo das Kind um sein Leben kämpfte. Die schweren Schlittschuhe zogen das Mädchen immer wieder unter Wasser und jedesmal wenn sie wieder auftauchte schnappte sie verzweifelt nach Luft. Die vier waren kurz vor der Stelle angekommen als Kurt rief " Alle runter auf den Hosenboden. Claudia, du bist die leichteste, leg dich flach aufs Eis, Wilma dahinter und halt Claudia an den Füßen fest. Sigi, du als nächster hälst Wilma fest und ich halte dich. Claudia, robbe dich so weit es geht an das Loch heran und versuch nach dem Mädchen zu greifen." Alle folgten blind Kurt's Anweisungen und schnell hatte Claudia den Rand des im Eis klaffenden Loches erreicht. Kurt war, am Ende der Kette, der einzige der nicht auf dem Bauch lag sondern auf dem Hintern saß. Er schlug die hinteren Enden der Schlittschuhe ins Eis so das er halt hatte und nicht wegrutschen konnte. Als Claudia das Mädchen zu packen bekam rutschte Kurt Zentimeter für Zentimeter zurück und zog so die ganze Kette mit sich. Mittlerweile hatten auch andere Leute mitbekommen was passiert war und eilten den vieren zu Hilfe. Mit vereinten Kräften gelang es so schnell das vor Kälte und Schreck zitternde Mädchen aus dem eiskalten Wasser zu ziehen. Jemand hatte eine Decke besorgt und in diese wurde das Mädchen nun gewickelt. Dann trug es ein Mann schnell zu Herrn Kluges Imbiss wo dieser schon einen heißen Tee zubereitet hatte. Nun half man auch den vier Lebensrettern auf die Beine. Claudia hatte ganz nasse Arme weil sie so lange ins eisige Wasser gegriffen hatte bis sie das Mädchen zu
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Kommentare
Peter Bochanan schrieb am 2007-02-09 17:44:14:
He Pink Panther !
Das Mädchen ist vom Krankenwagen abtransportiert worden, das liest man auf der 2. Seite der Geschichte. Nur Claudia fuhr nicht mit denn die hatte ja " nur " die Arme naß bekommen. Deshalb auch sofort der Pullover von Herrn Kluge.
Schade das du noch nichts veröffentlicht hast aber kommt Zeit, kommt Rat. Ich bin weiterhin gespannt auf deine Geschchten.
Übrigens, gestern---am 8. 2. 07 ist mein Roman " Und erstens kommt es anders " von dem hier auch eine Leseprobe zu finden ist veröffentlicht worden. Mal sehen was es bringt.
Pink Panther schrieb am 2007-02-03 18:26:05:
Es ist schon okay, für eine Kindergeschichte. Aber ein Eiseinbruch ist verdammt gefährlich! Das Mädchen hätte von einem Rettungswagen geholt und ins Krankenhaus gebracht werden müssen.
Ich habe bis jetzt noch nichts veröffentlicht. Aber mal sehen vielleicht demnächst.
Peter Bochanan schrieb am 2007-01-30 10:53:15:
Hallo Pink Panther !
Ich danke dir für deinen Kommentar. Ich möchte nichts verharmlosen aber weil es ein Kinderbuch werden soll habe ich absichtlich etwas abgeschwächt, ich hoffe nicht zu viel. Ich würde gerne einmal ein paar Sachen von dir lesen aber ich kann nichts finden. Wenn du mir einen Tip geben könntest wo ich deine Beiträge finde wäre ich dir sehr dankbar.
Pink Panther schrieb am 2007-01-28 22:23:20:
Keine schlechte Geschichte. Ich hoffe du schreibst noch mehr davon. Das einzige was mich stört, ist die Tendenz die Dinge zu verharmlosen.
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