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Kategorien > Humor > Der andere Blickwinkel

Die wahre Geschichte des Weihnachtsmanns

von Lotus le Blanc


Mein Name ist Mann - Weihnachts Mann. Einst war es meine Berufung, Kufenschmied einer Heizungsfirma zu werden. Doch landete ich im Imbiss an der Ecke und verkaufte Curry-Wurst. Meine Frau sagte immer:" Mensch Weihnachts! Mach doch mal was aus deinem Leben!" Doch ich liebte den fettigen Geruch meiner Würste und das Gezeter der Rentiere beim Schlachten der Schenkel.
Tag ein Tag aus stand ich in meinem Büdchen und bediente vollgepackte, gestresste, doch glückliche Menschen. Es schneite und sie froren, mir war heiß und ich schwitzte. Es machte mir große Freude, diesen Hungerleidenden ihr täglich Mahl zu geben und ihre gierigen Mäuler zu stopfen. Das Schlingen, das Schmatzen, das Rülpsen und das Geräusch des Verdauens meiner Köstlichkeiten - Ich liebte es.
Ein jeder Tag war für mich wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen. Besonders mochte ich die Tage im Dezember. Eine herrliche Atmosphäre in den Straßen meiner Stadt. Alle liebten sich, alle umarmten sich und alle kotzten ob meiner ekelhaften Würste in den Schnee. Das Fest Christi stand bevor.
Alles hätte perfekt sein können, wäre nicht achtzehn Tage vor besagtem Fest, dieser heruntergekommene Penner mit seinen dämlichen Geschenken und seiner Rute aufgetaucht. Er orderte eine Rindswurst, aß sie und brach sich die Beine. Unter Schmerzensschreien biss er noch ein letztes Mal in seine Wurst und schied dahin. Mit seinen letzten Atemzügen lastete er mir die Bürde der Geschenkverteilung auf und ich musste zum Schrecken aller erkennen, dass dieser Mensch wohl seit dreißig Jahren der Mundhygiene entsagt hatte.
Ich putzte ihm die Zähne und beerdigte ihn im Schnee hinter der Bude.
Ob er wirklich gestorben war, vermag ich nicht zu sagen, denn einigen einfältigen Kindergerüchten zu Folge, soll er wieder aktiv geworden sein.
Als mir jedoch tags drauf urplötzlich mein Grill um die Ohren flog und der Imbiss leuchtend wie ein Christbaum nieder brannte, wurde mir klar, dass ich das Opfer seines Fluches geworden war.

Nun stand ich hier ich armer Brater
Und mein Imbiss ward zum Krater

So kam es, dass ich am folgenden Tag mein Büdchen schloss, um mir auf meiner Couch einen Bauch an zu saufen. Drei Tage im Vollsuff, rosa Rentiere bei mir in der Wohnung, tanzende Kobolde auf dem Tisch, Engel um de Kopp und als ich wieder zu mir kam, war mir seltsamerweise ein dicker, fettiger und weißer Rauschebart gewachsen.
Ich wunderte mich, schnappte meine Axt und rannte post wendend in den Wald. Dort angekommen, schlug ich den erst besten Baum und verwandelte ihn mit Hilfe meines alten Talents in einen wunderschönen Schlitten. Vor diesen spannte ich meine zwei letzten Rentiere und ein Karnickel, belud ihn mit den Geschenken, trank mehrere Biere, entledigte mich meiner zerrissenen Kleidung und flog von dannen. Der Wind in meinem Bart, die Musik meines Glockenspiels und das Tänzeln leichter Flocken auf meiner Haut erquickten meine Seele und schon bald brach ich in den ersten Schornstein. Freudig überrascht waren die Kinder, als sie auf Grund meines nudistischen Daseins schreiend das Weite suchten.
Heute friste ich mein Dasein in einer ein mal zwei Meter großen Gummizelle, als Persönlichkeitsdieb und heiße in Wahrheit El Vis.



Kommentare

dobby schrieb am 2009-04-03 15:02:11:
sehr witzig.. ich habs mr zwar net durchgelesen abaer kopf hoch
Gloria schrieb am 2006-05-20 00:07:16:
Diese Gescjichte habe ich heute echt gebraucht. Skurril, witzig,originell.Pure Unterhaltung vom Feinsten. Was die Ausdrucksweise angeht: da habe ich auf diesen Seiten schon Schlimmeres, aber nicht in so witzigem Zusammenhang gelesen.
Liebe Grüße, Gloria
hompf schrieb am 2006-04-05 15:03:49:
gut das mein kleiner bruder noch nich lesen kann!
WHITNEY schrieb am 2006-02-28 16:28:00:
ES WAR NEH SCHÖNE GESCHICHTE WO DER WEINACHTSMANN ERSCHÖFT WAR ERHATTE NOCH NIE PAUSE
IN SEIN LEBEN IHR SOLLT NOCH EINE GESCHICHTE VON DEN WEINACHSTMANN SCHREIBEN.

Xander1900@gmx.de schrieb:
Absolut coole Geschichte, obwohl ich sie an einigen Stellen anders geschrieben hätte.
Ich würde rauslassen das weihnachts plötzlich nackt ist und auch das mit dem kotzen sollte weggelassen werden...
ansonsten absolut lustig und überzeugend..
LeeEvanz@lycos.de schrieb:
Ich finde diese geschichte gehört in die Kathegorie "schwachsinn,die die Welt nicht braucht" !
Wo bleibt der Witz,der humor ???
Hat wohl der Weihnachtsman auf seinem halben wege verloren als er über die Schornsteine flog...
Erbärmliche geschichte ohne jegliche witzige stellen...zwar ist Humor eine Frage des Geschmacks,deine geschichte jedoch ist Geschmackslos !
clayn@aol.com schrieb:
an leeevanz@lycos.de:
Insich dermaßen widersprüchliche(!) Kommentare gehören dann allerdings in die Kathegorie "Nicht erwähnenswert". Also immer bitte schön sachlich bleiben!! (oder höre ich da einen leisen Neid der Anerkennung?)
Ich jedenfalls fand die geschichte durchaus witzig!
geheim29@freenet.de schrieb:
Echt super deie neue Geschichte. Der Jugenschutz würde sie aber nicht gerne lesen. Mit soviel Bier und Alkohol. Aber ich finde sie super. Bis ein guter Autor. Auch all deinen anderen Geschichten sind wahrlich nicht schlecht; wie z.B: Das Telefonat; Der Kreislauf; Nicht ohne meinen Alchimisten; sind alle recht witzig. Freu mich auf deine nächste!!!
J. Immanuel Rott (Autor)
calimera schrieb:
Ist eine recht witzige, kompakte Geschichte um sich in den Werbepausen im TV die Zeit zu vertreiben. Nichts weltbewegendes, aber nicht schlecht!

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