Dirty Talk
von
Michael Behofsics
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Die Vögel zwitschern mich aus einem unangenehmen, erschöpfenden Schlaf.
Scheissviecher!
Verschwitzt und stinkend schäle ich mich aus der Decke, ich greife mir eine Zigarette und sehe aus dem Fenster.
Es ist Mittag und die Sonne brennt auf den Asphalt und weicht ihn auf. Auch er stinkt.
Für viele ist das wohl ein schöner Tag. Ich nenne ihn unerbittlich.
Ich Schlurfe zum Schrank und schnappe mir eine Flasche Whiskey und ein Glas das ich vielleicht erst auswaschen sollte. Drauf geschissen.
Sinnlos puste ich in das Glas und fülle es halbvoll. Ich kippe das Zeug runter und schenke nach.
Unten auf der Straße sehe ich wandelnde Modekataloge.
Brüllende Autos. Die stinken auch. Schwitzende, und stinkende, Autofahrer voll mit Scheisse.
Zur Arbeit, nach Hause, zur Arbeit, nach Hause.
Ich ziehe mir noch eine Zigarette aus dem Päckchen und leere mein Glas. Und fülle es voll.
Dann sehe ich ein zermatschtes Tier am Straßenrand, große schimmernde Fliegen sitzen darauf und fliegen drum herum. Also stinkt es wohl auch.
Die Luft flackert vor Hitze.
Ich rieche an mir, leere mein Glas, und streiche mir die Haare aus dem Gesicht.
Ich sehe eine Frau mit kurzen blonden Haaren. Sie torkelt aus einer Gasse und zieht sich ihren Slip hoch, den sie ungefähr bei den Knien trägt. Sie rückt sich noch ihren Träger zurecht und torkelt um die Ecke.
Wahrscheinlich stinkt sie auch.
Kein Grund heute die Bude zu verlassen, also setze ich mich hin, stelle Beethoven an und trinke etwa fünf Bier. Dann stelle ich fest das nur noch eine halbe Flasche Whiskey, und meine Notration Wein, da ist.
Scheisse.
Also doch raus.
Ich schlüpfe in ungewaschene Jeans und ein löchriges T-Shirt.
Dann gehe ich in den Laden die Straße runter und hole mir noch zehn Bier.
Der Typ hinter der Theke sieht aus als würde er stinken. So wie seine Preise.
Mit dem Bier im Schlepptau und Schweiß auf der Stirn gehe ich wieder nachhause.
Ich trinke noch etwa sieben von den zehn Bieren und ein Glas Whiskey.
Dann lege ich mich besoffen und stinkend wieder ins Bett.
Und träume von toten Mardern denen die Scheisse zum Maul rauskommt.
Sogar im Traum stinken die
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Kommentare
magnus.molasky@web.de schrieb am 2007-07-18 20:48:18:
Hi, Behofsics, ich finde die Story geht in Ordnung, was ich hier vermisse ist irgend eine Art Humor, selbst bei solch einem Szenario hätte Buk noch einen draufgesetzt. Die Alte mit dem Slip habe ich bemerkt, ich hätte ihr noch was angehängt. Trotzdem, dein Stil ist Klasse, das wichtigste hast Du nicht übersehnen, denn Du hast der Schreibe deinen Stempel aufgedrückt. Es grüßt Dich Magnus Molasky
thomas p schrieb am 2006-11-19 17:43:33:
that´s live!!!
michael behofsics schrieb am 2006-10-16 16:26:45:
diese geschichte ist ein Tribut an Charles Bukowski, sowie Maine ein Tribut an Stephen King ist.
Weil sie mich immerwieder inspirieren und ich glaube ohne sie hätte ich nie begonnen zu schreiben.
Aber es stimmt. Oft vergesse ich über die Bewunderung hinaus mich selbst in die Geschichten ein zu bringen.
Ich werde mich bemühen mich im Zaum zu halten.
christoph schlüter schrieb am 2006-10-10 23:47:13:
Wenn du in "Maine" noch ganz den guten Stephen King - Style kopiert hast, lässt du hier voll den Bukowski raus.
Du hast wirklich ein Talent dafür die erzählerischen Eigenheiten und den Style eines Autoren zu kopieren, aber mir fehlt da ein wenig der Michael Behofsics. Ich habe Bukowski gefunden, ich finde in anderen Stories den King, aber wo bist du?
Wo ist dein ganz ureigener Style, dein ganz persönlicher "Blues"? Versteh mich bitte richtig, ich will dich nicht niedermachen, aber ich hab einfach das Gefühl, deine Stories könnten um Klassen besser sein, wenn du Dich mehr mit einbringen würdest. Dir fehlt es doch nicht an Mut, dann zeig doch mal deine volle Palette.
Bukwski, King und die anderen kenne ich schon, ich bin an dem one and only Michael Behofsics interessiert. Und ich bin sicher, das geht manchem anderen Leser ähnlich. Lass ihn raus, Mann! Du hast doch Talent!
Coils schrieb am 2006-10-10 13:09:38:
Wow, sehr vulgär und gnadenlos - das stinkt ;-)
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