Drachenreiterin ( 1. Kapitel)
von
Drachenreitererin
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Roter Drache
Zuerst waren es nur ein paar schwarze Punke am Horizont. Doch dann tauchten immer mehr Soldaten auf. Niemand hätte erwartet, dass sie schon so früh zurückkehren würden, schon gar nicht mit Erfolg.
Neugierig, wie ein Haufen Ameisen, tummelten sich die Menschen auf dem Marktplatz und öffneten das schwere Holztor der Königsstadt um den Soldaten einlass zu gewähren.
Auch Seraphina stand eingekeilt in der Menschenmenge und zog ihr Kopftuch soweit in die Stirn, damit niemand ihre Haare erkennen konnte. Seraphina hatte rote Haare. Ein Zeichen der Seltenheit und des außergewöhnlichen. Doch niemand mochte außergewöhnliche Sachen, insbesondere der König nicht.
Der König, der schon das Land der Schleier regierte, aber noch viel größere Pläne hatte, die mit dem heutigen Tag seinen Anfang nehmen sollten.
Als erstes spürte man, dass der Boden bebte, erst danach hörte man sein Brüllen.
Seraphina zuckte zusammen als sie die tiefe und raue Stimme vernahm in der so viel Wut mit schwang. Auch die anderen Menschen verstummten augenblicklich als sie die rote Kreatur sahen, die in schweren Eisenketten gefesselt war.
Eine war um den Hals gebunden, die andere um seine Schnauze und jeweils vier um seine Beine. Am Ende jeder Kette zogen zwei Soldaten um den Drachen zum weitergehen zu zwingen.
Dabei merkten sie noch nicht einmal, dass die Eisenketten in die Haut des Drachen schnitten. Und obwohl er von zwölf Soldaten gezogen wurde, versuchte sich der Drache immer noch zu wehren. Ganz so als ob er sich seinem Schicksal noch nicht hingeben wollte, dabei war es doch völlig aussichtslos. Die Ketten schnitten sich nur weiter in seine Haut, sodass letztendlich Blut aus seinen Wunden rann.
Plötzlich schrie eine Menschenmenge erschrocken auf. Eine Frau war zu Boden gesunken. Zuerst dachte Seraphina, dass sie in Ohnmacht gefallen ist, doch dann merkte sie, dass die Frau eine Platzwunde am Kopf hatte. Der Drache hatte sie mit seinem Schwanz geschlagen und er schlug noch weiter wild mit ihm herum. Doch die Menschen waren vorsichtiger und wichen jetzt lieber ein paar Schritte zurück, als sich erschlagen zu lassen.
Dann vernahm Seraphina einen Befehl und die Soldaten blieben stehen, während der Drache immer noch versuchte sich zu wehren und Rauchwolken aus seiner Nase stiegen. Ehrfurchtsvoll und erstaunt stolperte Seraphina zurück. Es stimmte also wirklich, dass Drachen Feuer speien konnten. Bis jetzt hatte sie das nur für eine Legende gehalten, doch bis jetzt hatte sie ja auch noch nie einen Drachen zu Gesicht bekommen.
Aus den Augenwinkeln sah Seraphina plötzlich einen weiteren Soldatentrupp, die Leibgarde des Königs.
Jetzt wollte sich also auch der König höchstpersönlich seinen Fang anschauen. Er brauchte nur eine Hand zu heben und schon verstummten die Menschen, seine Untertanen.
Nur der Drache knurrte immer noch.
„Bringt ihn endlich zum Schweigen“, meinte der König mit dominanter Stimme, „benutzt von mir aus die Speere, aber last ihn noch am Leben! Ich brauche ihn schließlich noch … .“ Natürlich taten die Soldaten wie geheißen, zuckten ihre Speere und stachen auf den Drachen ein.
Wäre er nicht so erschöpft gewesen, hätte ihm es wahrscheinlich nichts ausgemacht. Schließlich besaß er eine dicke und zähe Haut.
Doch er war schon verletzt und hatte auch schon viel zu viel Energie verbraucht, sodass er schließlich mit einem lauten brüllen in die Knie sank.
Daraufhin fing der König an zu lachen: „Seht nur, seht nur her, der Drache ist wohl doch nicht so stark wie es scheint. Denn niemand ist stärker als ich!“
Und schon wieder demonstrierte der König seine stärke, wobei seine Untertanen in ein Jubeln und klatschen einfielen. Obwohl sie das vielleicht nur aus Angst taten, ergärte es Seraphina sehr.
Vielleicht stimmte es wirklich, vielleicht war er der stärkste, aber für das Wohlergehen seiner Leute rührte er keinen Finger.
Das sah man doch schon an der Frau, die immer noch am Boden lag und von vielen längst vergessen war. Vielleicht würde sie da noch drei Tage liegen bleiben, bis sich einer erbarmte und sie begraben würde.
Seraphina war immer noch in Gedanken, hörte nicht wie der König eine Rede hielt, bemerkte wie so viele andere auch nicht, die vier düsteren Gestalten, die in schwarzen Umhängen gehüllt waren und bemerkte ebenfalls nicht, dass es langsam anfing zu dämmern.
Seraphina wurde erst wieder aus ihren Gedanken gerissen, als der Drache genau vor ihr stand und sie in sein Auge blicken konnte, dass so voller Schmerz war. Ihr kamen Tränen, als sie auch noch was anderes in seinen Augen erkennen konnte, gebrochener Stolz.
Schließlich wurde der Drache, ohne sich zu wehren, weitergezogen, bis zu dem Gefängnis das man extra für ihn erbaut hatte und nun nur noch auf ihn wartete.
Seraphina schloss die Augen. Auf einmal wurde ihr richtig schwindelig. Alles drehte sich um ihr und rückte in weiter Ferne. Dann wurde alles schwarz und sie fiel.
Fiel ohne aufzukommen… .
!!! Kritik erwünscht!!!
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Kommentare
Cora schrieb am 2009-11-19 20:15:21:
Super geschrieben geschrieben!!!
Echt gut!!!
Enrico Krabbe schrieb am 2008-09-24 16:34:22:
die Geschichte ist voll cool ich würde gerne die fortsetzung lesen
Soraya schrieb am 2008-04-09 16:11:35:
ich finde es auch supi! Flüssig und auch gute Einzelheiten! Es erweckt auch wirklich den richtengen Eindruck von dem könig, dem Drachen usw.
Bitte schreib weiter!
Freedom schrieb am 2007-03-25 03:06:44:
muss auch was sagen ^^ und zwar: würd gern die fortsetzung lesen! die geschichte ist wirklich spannend irgendwie =) gefällt mir. und ich stimme mit lucia überein. ich mag den könig auch nicht...aber den drachen irgendwie...ahh.....will wissen wies weiter geht =) wie ist das gemeint das Seraphina fällt aber nicht aufkommt? das erfährt man wohl in der fortsetzung, oder? schreib schnell weiter ^^
Neera schrieb am 2006-12-09 14:08:41:
Voll Cool !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Lucia schrieb am 2006-11-02 19:31:39:
Ja, wirklich gut geschrieben und tolle Story bis jetzt! Ich würde auf jeden Fall die Fortsetzung lesen.
Nur erfährt man in diesem Kapitel nicht viel über Seraphina, die, so wie ich es sehe, die Hauptperson ist. Ich würde schon gern mehr wissen über sie. Den Drachen hättest du näher beschreiben sollen. Man weiß ja gar nicht, wie groß er ist und wie er sonst aussieht, nur dass er rot ist. Ich finde, das ist etwas zu wenig.
Der König ist total unsympathisch!^^ Aber so soll er ja sein, oder?
Drachenreiterin schrieb am 2006-10-20 19:52:01:
hey, danke für die lieben Worte.
Darüber freue ich mich sehr, zumal es die erste geschichte ist, die ich hier veröffentliche.
Werde mich bemühen, die Fortsetzung so schnell wie möglich hier zu veröffentlichen!!!
Lg sina
Lexa schrieb am 2006-10-18 19:39:26:
Na klar weiterschreiben, sehe dem Drachen auch gerne in die Augen. Kritik : es müsste heißen"Alles drehte sich
um sie und rückte in weite Ferne." Bleib dran, ich auch. LG Lexa
Nymphe schrieb am 2006-10-18 16:49:58:
Echt gut gelungen, es ist ziemlich spannend,
Bitte beeile dich mit der Fortsetzung !
lg Nymphe
Franci schrieb am 2006-10-18 15:04:13:
cool. lese sowas sowieso gerne und wenn jemand dann noch nen guten schreibstil hat, so wie du, macht es natürlich besonders viel spaß! freue mich auf den nächsten teil!:) lg Franci
Marie schrieb am 2006-10-18 14:03:06:
Hey!
Ich kann es kaum abwarten die Fortsetzungen zu lesen!
Deine Wortwahl ist sehr gelungen. Ich sehe keinen Grund dich zu kritisieren, sondern kann dir nur mein höchstes Lob aussprechen!
Weiter so
Marie
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