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Kategorien > Fantasy > Fantastisches

Drachentochter(2)

von Anariel, die Nomadin

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Gefangen und Verwundet(2)


Sedaran deckte Inabeth wieder zu und seufzte. Er war wirklich froh, das die Prinzessin endlich erwacht war. Sie war tatsächlich sehr schwer verletzt worden. Er hatte sieben Pfeile aus ihrem Körper gezogen , allesamt natürlich vergiftet! Und er hatte große Sorge gehabt, das sie den Kampf gegen das Gift nicht gewinnen würde. Fünf Tage lang hatte sie sich im Fieberwahn herumgeworfen und so heftig um sich geschlagen, das der Heiler gezwungen war sie festzubinden. Erst gestern hatte sie sich endlich etwas beruhigt und er konnte sie wieder losbinden. Sie hatte wirklich unglaubliches Glück gehabt, das er beim Kräutersammeln auf ihre schrillen Schrei aufmerksam geworden war und gesehen hatte, wie sie vom Himmel fiel. Und er hatte sofort gewusst, das es Drachenblut war, das dort dem Boden entgegenstürzte. So hatte er sich sogleich auf die Suche gemacht und hatte dabei Hasaral Schergen gesehen, wie sie einen drachenblütigen Mann in Ketten legten und fortbrachten. Die großen Schwingen des Mannes, der Belar gewesen war, wie er nun wusste, hatten das mehr als deutlich werden lassen. Schließlich hatte er sie gefunden und sofort erkannt. Sie war ihrer Mutter Iselda wirklich sehr ähnlich, nur die Schwingen wichen deutlich in Ihrer Färbung ab. Während Iseldas Drachenflügel goldfarben waren und opalisierend in allen Rottönen schimmerten, waren Inabeth Flügel silbern und schimmerten in Blau, Violett und Grüntönen. Als er Iselda zuletzt gesehen hatte, war sie auf dem Weg zurück in die schwarzen Berge. Sie hatte einen Umweg in kauf genommen um ihn zu besuchen. Und sie hatte ihre kleine Tochter bereits geboren und mitgebracht. Daher wusste er den Namen. Er hätte niemals gedacht das er Inabeth wiedersehen würde und schon gar nicht in dieser Verfassung. Es war doch recht anstrengend gewesen, sie den ganzen Weg bis zu seinem heim zu tragen. Langsam wurde er doch alt. Das Drachenblut, das durch Sedarans eigene Adern floss, offenbarte sich nicht in Schwingen oder den charakteristischen, mandelförmigen Pupillen. Das einzige, was ihn rein äußerlich von den Menschen unterschied, waren wohl seine hellgrünen Augen und der durchdringende Blick. Das Drachenblut verlieh ihm aber eine größere körperliche Stärke und die Fähigkeit zu heilen. In Verbindung mit seinem wissen über den Körper und dem wissen über Kräutern konnte er so fast jede wunde heilen. Gegen Gift konnten aber auch seine besonderen Heilkräfte nichts ausrichten. Weiterhin konnte er starke Emotion anderer wahrnehmen. So hatte er, als er Belar gesehen hatte, deutlich das Entsetzen und die Verzweiflung des Mannes wahrgenommen. Außerdem konnte er die Gedanken und den Geist anderer leicht beeinflussen. Sedaran musste lächeln. Wenn Inabeth nur halb so temperamentvoll war wie ihre Mutter und herausfand, das er sie gerade schlafen geschickt hatte, dann würde sie ihn vermutlich gehörig ausschimpfen. Der heiler bezweifelte, das er das ein zweites mal bei ihr anwenden konnte. Allein ihre geschwächte Verfassung hatte dies zugelassen und es war auch jetzt sehr anstrengend gewesen. Sobald sie sich etwas erholt hatte, würde sie wohl jedwede Beeinflussung des willens sofort bemerken. Normalerweise tat er solches auch äußerst ungern. Aber nur zu genau hatte er ihre angst um ihren Liebsten wahrgenommen und erkannt, das sie trotz aller Warnungen, blindlings losgestürmt wäre um ihn zu retten. Dabei hätte sie sich selbst und auch ihren Liebsten in große Gefahr gebracht. Womöglich wäre sie selbst auch noch in Gefangenschaft geraten und einen Kampf mit dem dunklem König hätte sie in dieser Verfassung nie überlebt. Nein das hatte er nicht zulassen können. Dafür lies er sich später gerne Schelten. Liebevoll betrachtete Sedaran die schlafende Prinzessin, dann wandte er sich ab und ging in den angrenzenden Raum, wo seine Feuerstelle war, um sich einen Tee aufzubrühen. Nun da sie erst einmal erwacht war, würde sie sich schnell erholen. Ihr Körper würde das restliche Gift abbauen und bald würden nur noch feine narben von ihren wunden bleiben. Er tat einige Kräuter in seinen irdenen Trinktrug und goss heißes Wasser darüber, dann lies er sich in seinem altem Schaukelstuhl nieder. Genüsslich sog er den aromatischen Dampf ein, der von seinem Krug aufstieg. Ja sie würde wieder ganz gesund werden. Es würde allerdings viel Überredungskraft brauchen, sie zurückzuhalten, bis sie vollkommen genesen war. Leise lächelnd nippte der Heiler an seinem Tee.

Das erste was er wahrnahm war Schmerz. Dann fühlte er die harte Unterlage auf der er lag. Wo war er? Was war geschehen? Er versuchte sich zu erinnern. Doch die Dunkelheit, aus der er gerade aufwachte schien ihn mit gierigen Fingern zu umklammern, wollte ihn nicht richtig loslassen. Schließlich gelang es ihm die Augen zu öffnen. Was er sah war Dunkelheit. Verwirrt schloss er die Augen und öffnet sie wieder. Langsam klärte sich sein Blick, trübes kaum wahrnehmbares Licht schimmerte durch Gitterstäbe hindurch. Er lag auf einer harten Holzpritsche. Vorsichtig setzte er sich auf und fasste sich stöhnend an die Stirn. Er hatte arge Kopfschmerzen! Dabei bemerkte er die Stahlringe um seine Handgelenke und das Klirren von Ketten. Ketten? Warum war er angekettet und wo war er hier? Ketten? Die Erinnerungen kehrten mit Wucht zurück und überspülten seinen Geist. Er erinnerte sich an den Kampf, ein wilder ein verzweifelter Kampf und wie ihn die Schergen des Dunklen Königs dann doch überwältigten. Sah Inabeth, wie sie mit wütendem Kreischen in den Himmel emporstieg um dann zu fallen, von Pfeilen durchbohrt. Und auch sein toben, auch an das erinnerte er sich und an den Versuch sein Leben zu beenden. Nun, sie hatten ihn am Leben erhalten, wie es schien. Sein Blick wanderte zu seinen Handgelenken. Die Stahlringe waren noch da, doch die scharfen Kanten an ihnen waren verschwunden. In dem diffusem Licht konnte er frische Narben erkennen. Schritte ließen ihn hochblicken. Die Tür seiner Zelle wurde aufgestoßen und das helle Licht einer Fackel blendete ihn. Er drehte das Gesicht schmerzerfüllt weg. Ein einzelner Mann trat in den kleinen Raum. Leise lachend musterte er den Gefangenen. “Belar, oh Belar! Dachtest du wirklich, du könntest mir entkommen? Oder das Du so einfach sterben würdest?” Die Stimme war tief, dunkel und klang irgendwie samtig. Und er kannte diese Stimme. Es war die Stimme von Hasaral, dem dunklem König. Lange Zeit hatte er Angst gehabt vor dieser Stimme, bedeutete sie doch immer Schmerzen und Leid. Doch nun war nichts geblieben von dieser Angst, heiße Wut verbrannte sie. Dieser Mann dort vor ihm hatte ihn nicht nur jahrelang gefangen gehalten und ihm unsägliche Schmerzen zugefügt, er hatte ihm auch das schönste und beste genommen, was ihm jemals zuteil geworden war. Dieser finstre König dort, dieser Tyrann hatte ihm Inabeth genommen. Als Belar den Kopf hob um dem Blick des Königs zu begegnen funkelten seine bernsteinfarbenen Augen zornig. Hasaral hob erstaunt eine Augenbraue. Dann begann er

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Kommentare

Anariel schrieb am 2006-06-21 03:37:18:
Hallo Marie.

Ich finde es schön das dir und den anderen meine Geschichte so gut gefällt.

Ja ich weiß,die Sache das manches was groß geschrieben werden sollte klein geschrieben ist. Das kommt dann,
wenn ich zu schnell tippe und meine Rechtschreibhilfe erkennt das nicht immer.
Ich hab auch ab und an Buchstabendreher drin.-lach-
Meist fällt mir das dann beim zweiten oder dritten mal lesen auf und wird korigiert, aber leider nicht alles.
Wenn ich dann schon veröffentlicht habe und entdeck wieder so was, ärgert mich das selber wohl am meisten.-lach-

Ich wäre euch allen dankbar, wenn ihr mich auf solche Sachen direkt aufmerksam macht.
Sprich, das und das und das sollte groß geschrieben sein und da hast du nen Buchstabendreher drin.

Mit liebem Gruß
Anariel
Anariel schrieb am 2006-06-13 23:12:47:
Leanyka;

es sind menschenähnliche Wesen, die drachenflügel haben, aber sie haben nicht alle flügel. Im Grunde sind diese Geschöpfe einfach mit den Drachen verwandt, was ihnen besondere Fähigkeiten verleiht. Und nein es steht noch nirgendwo.-lach- Aber im dritten Teil, der auch schon zu lesen ist wird das glaub ich eh alles nochmal deutlicher.
Es kommen auch bald noch weitere sonderbare Wesen vor.-kicher-

Angelika,
vielen Dank.-lg-
Franci schrieb am 2006-06-13 15:51:10:
mindestens genauso gut wie teil eins!! ich freu mich schon auf die fortsetzung!!!:) lg
angelika schrieb am 2006-06-13 13:10:58:
Sehr schön!!! Sehr gut, sehr gelungen!! unbedingt fortsetzen!!!

Weiter so! LG
sternenkind
Leanyka schrieb am 2006-06-11 12:39:31:
Ich finde die Idee wirklich mal toll! Irgendwie was Neues.
Eine Frage zu den Hauptdarstellern deiner Geschichte: Sind das jetzt Drache oder menschenähnliche Wesen mit Drachenflügeln? Vielleicht steht es auch irgendwo da, dann habe ich es wohl überlesen. *verlegengrins*.

lieben Gruß,
Leanyka
Marie schrieb am 2006-06-09 17:22:22:
Atemberaubend!
Als ich die Geschichte las, war ich wirklich versunken!
Schreib bitte schnell weiter!
Manchmal schreibst du Sachen klein, aber das stört beim Lesen überhaupt nicht!
Großes Lob.
Lieber Gruß Marie

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