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Kategorien > Fantasy > Fantastisches

Drachentochter(2) -Überarbeitete Version

von Anariel, die Nomadin

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Da ich mit dem zweitem Teil meiner Geschichte noch nicht so ganz zufrieden war, habe ich ihn etwas überarbeitet, hauptsächlich den Teil, in dem es um Sedaran geht. bin halt Perfektionist, jedenfalls wenn es ums schreiben geht.-lach-
Mir persöhnlich gefällt es so wesentlich besser. Ich würde mich freuen, von euch zu erfahren, welche Version euch am besten gefallen hat. Über kommentare und konstruktive Kritik freu ich mich sowieso.-gruß Anariel, die Nomadin-



Gefangen und Verwundet (2)

Sedaran deckte sie wieder zu und seufzte. Er war wirklich froh, das die Frau endlich erwacht war. Sie hatte unglaubliches Glück gehabt, das er beim Kräutersammeln auf ihre schrillen Schreie aufmerksam geworden war und ihren Fall gesehen hatte. Sofort hatte der Heiler gewusst, das es Drachenblut war, das da dem Erdboden entgegenstürzte. Von seinem Standpunkt aus konnte er auch beobachten, wie die geflügelte Gestalt knapp über den Baumwipfeln noch einmal in einem Kraftakt die Schwingen ausbreitete und den Sturz ein wenig abfangen konnte. Sogleich hatte er sich auf die Suche gemacht und wäre dabei fast Hasarals Schergen in die Arme gelaufen. Zum Glück konnte der alte Mann sich noch verbergen und beobachtete wie die Krieger einen drachenblütigen Mann in Ketten legten und abführten. Auch wenn Sedaran nicht über seine besonderen Sinne verfügt hätte, die ihm Drachenblut wahrnehmen lies, hätten die großen Schwingen des Mannes dies mehr als deutlich werden lassen. Nun wusste er natürlich, das dies Belar gewesen war. Nachdem die Häscher des Königs abgezogen waren und einige Zeit verstrichen war, machte er sich erneut auf die Suche und fand das abgestürzte Geschöpf endlich. Eine junge Frau war es und er erkannte sie fast sofort. Sie war ihrer Mutter Iselda wirklich sehr ähnlich. Nur ihre Flügel und ihr haar wichen in der Färbung von denen ihrer Mutter deutlich ab. Inabeths Flügel waren silbern und schimmerten in Blau, Violett und Grüntönen. Ihre langen Haare indes waren tiefschwarz mit silbernen Strähnen darin. Die Schwingen ihrer Mutter aber hatten eine Goldtönung aufgewiesen und opalisierend in allen Rottönen geschimmert. Ihre Haare waren von einem feurigem rot. Ansonsten waren Inabeth dieselben feingezeichneten Gesichtszüge gegeben, die selbe kleine gerade Nase, die großen schrägstehenden Augen, die selben sinnlich vollen Lippen, die hohen Wangenknochen und die selbe schlanke, fast schon zierliche Gestalt, wie sie ihrer Mutter zueigen waren. Als er Iselda zuletzt gesehen hatte, war sie auf dem Weg zurück in die schwarzen Berge. Sie hatte einen Umweg in Kauf genommen um ihn zu besuchen. Ihre kleine Tochter war bereits geboren und so hatte er die Gelegenheit gehabt, die kleine Prinzessin in Augenschein zu nehmen. Daher kannte er den Namen der Kleinen und damals hatte er sich auch ihre Aura eingeprägt. Und so hatte er die junge Frau sofort als jene erkannt, die sie war. Er hätte niemals gedacht das er Inabeth wiedersehen würde und schon gar nicht in dieser Verfassung. Mühsam lud er sich die bewusstlose und schwerverletzte Frau auf die Schultern und machte sich so schnell es ging auf den Heimweg. Es war doch recht anstrengend gewesen, sie den ganzen Weg bis hier her zu tragen. Langsam wurde er wohl doch alt. Und Inabeth war tatsächlich sehr schwer verletzt . Sieben Pfeile hatte er aus ihrem Körper gezogen , allesamt natürlich vergiftet! Was ihm große sorgen gemacht hatte, da er befürchtete, das die junge Frau den Kampf gegen das Gift in ihrem Körper verlieren könnte. Fünf Tage lang hatte sie sich im Fieberwahn herumgeworfen und so heftig um sich geschlagen, das der Heiler gezwungen war sie festzubinden. Erst gestern hatte sie sich endlich etwas beruhigt und er konnte die notwendigen Fesseln wieder entfernen. Das Drachenblut, das durch Sedarans eigene Adern floss, offenbarte sich nicht in Schwingen oder den charakteristischen, mandelförmigen Pupillen. Das einzige, was ihn rein äußerlich von den Menschen unterschied, waren wohl seine hellgrünen Augen und der durchdringende Blick. Das Drachenblut verlieh ihm aber eine größere körperliche Stärke und die Fähigkeit zu heilen. In Verbindung mit seinem Wissen über den Körper und dem Wissen über Kräutern konnte er so fast jede Wunde heilen. Gegen Gift konnten aber auch seine besonderen Heilkräfte nichts ausrichten. Weiterhin konnte er starke Emotion anderer und auch die Aura wahrnehmen. So hatte er, als er Belar gesehen hatte, deutlich das Entsetzen und die Verzweiflung des Mannes wahrgenommen. Außerdem konnte er die Gedanken und den Geist anderer leicht beeinflussen. Sedaran musste lächeln. Wenn Inabeth nur halb so temperamentvoll war wie ihre Mutter und herausfand, das er sie gerade mit dieser Fähigkeit schlafen geschickt hatte, dann würde sie ihn vermutlich gehörig ausschimpfen. Der Heiler bezweifelte, das er dies ein zweites mal bei ihr anwenden konnte. Allein ihre geschwächte Verfassung hatte eine Beeinflussung zugelassen und es war trotzdem sehr anstrengend gewesen. Sobald sie sich etwas erholt hatte, würde sie wohl jedwede Beeinflussung des Willens sofort bemerken. Normalerweise tat er solches auch äußerst ungern. Aber nur zu genau hatte er ihre Angst um den Liebsten wahrgenommen und erkannt, das sie trotz aller Warnungen, blindlings losgestürmt wäre um ihn zu retten.
Dabei hätte sie sich selbst und auch ihren Belar in große Gefahr gebracht. Womöglich wäre sie selbst auch noch in Gefangenschaft geraten und einen Kampf mit dem dunklem König hätte sie in dieser Verfassung nie überlebt. Nein das hatte er nicht zulassen können. Dafür lies er sich später gerne schelten.
Liebevoll betrachtete Sedaran die schlafende Prinzessin, dann wandte er sich ab und ging in den angrenzenden Raum zu seiner Feuerstelle, um sich einen Tee aufzubrühen. Nun da sie erst einmal erwacht war, würde sie sich schnell erholen. Ihr Körper würde das restliche Gift abbauen und bald würden nur noch feine Narben von ihren Wunden bleiben. Er tat einige Kräuter in seinen irdenen Trinkkrug und goss heißes Wasser darüber, dann lies er sich in seinem altem Schaukelstuhl nieder. Genüsslich sog er den aromatischen Dampf ein, der von seinem Krug aufstieg. Ja sie würde wieder ganz gesund werden. Es würde allerdings viel Überredungskraft brauchen, sie zurückzuhalten, bis sie vollkommen genesen war. Leise lächelnd nippte der Heiler an seinem Tee.


Das erste was er wahrnahm war Schmerz. Dann fühlte er die harte Unterlage auf der er lag. Wo war er? Was war geschehen? Er versuchte sich zu erinnern. Doch die Dunkelheit, aus der er gerade erwachte schien ihn mit gierigen Fingern zu umklammern, wollte ihn nicht richtig loslassen. Schließlich gelang es ihm die Augen zu öffnen. Was er sah war Dunkelheit. Verwirrt schloss er die Augen und öffnet sie wieder. Langsam klärte sich sein Blick, trübes kaum wahrnehmbares Licht schimmerte durch Gitterstäbe hindurch. Er lag auf einer harten Holzpritsche. Vorsichtig setzte er sich auf und fasste sich stöhnend an die Stirn. Er hatte

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Kommentare

Anariel schrieb am 2006-08-15 22:34:19:
Hallo RisingSun,

vielen Dank für Deinen netten Kommentar.
Ich hoffe du schreibst mir noch viele solcher.-g-

LG Anariel
RisingSun schrieb am 2006-08-15 19:09:54:
Ich habe bisher nur die ersten beiden Teile von Drachentochter gelesen und muss sagen, dass mir die Geschichte wirklich gut gefällt. Der Schreibstil passt sehr gut zur Handlung.
Ob diese Version mir besser gefällt als die erste kann ich nicht sagen, weil ich nur diese gelesen habe.
Ich war jedenfalls von der Erklärung, weshalb Inabeth so schnell eingeschlafen war, sehr angetan. Wirklich eine sehr gute Idee, um die einzige Unstimmigkeit, die mir bisher aufgefallen ist, zu klären und aufzulösen.
Anariel schrieb am 2006-06-21 03:43:14:
Hi sternenkind,

nein hört sich nicht dumm an. Was mich an der ersten Version gestört hatte, war das der "Lesefluss"...mir fällt kein anderes wort ein....irgenwie an einigen Stellen ein wenig ins Stocken kam. In der zweiten Version ist
das besser. Es liest sich, also in meinen augen flüssiger.
Aber du hast Recht, geheimnisvoller wirkt es auch.

Mit liebem Gruße
Anariel
sternenkind schrieb am 2006-06-13 16:28:42:
Hi!
Du hast recht! Mir gefällt es so auch fast besser, irgendwie wirkt es geheimnisvoller! Kann sich jetzt dumm anhören, mir ist jedoch kein anderes wort eingefallen!
LG
sternenkind

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