Drachentochter(7)
von
Anariel, die Nomadin
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Worte in der Dunkelheit
Inabeth beschrieb zu erst ihre Heimat, die schwarzen Berge. Sie sprach von den den hohen zerklüfteten Felsmassiven und wie sich die Wolken manchmal an den westlichen Hängen fingen und wie ein Meer wirkten. Von den tiefen Tälern, die so fruchtbar und grün waren, von Bergbächen durchzogen und die kein Mensch jemals betreten könnte, da sie so unzugänglich seien. Sie erzählte ihm vom Schloss der Winde und den singenden Wässerfällen, der Ort, wo sie aufgewachsen war und von dem weiten blauen Himmel. “Das Schloss steht auf einem alten Vulkan. Nun eigentlich steht es nicht darauf sondern zur Hälfte darin.
Die Lava hat tiefe Höhlen und Gänge in den Berg gegraben. Das war die Grundlage, von da aus wurden Kammern und Fenster und weitere Gänge in das schwarze Lavagestein gehauen. Aber nicht so wie hier, sondern offen und weit. Die Lava, die noch immer im Berg hochsteigt wurde kanalisiert und wärmt so die Innenbereiche. Die heißen Quellen sind in große Becken gefasst. Außen hat man mit dem weißem Granit, der auch in den Bergen vorkommt angebaut und die Terrassen und Balkone mit Geländern versehen. Unterhalb des Schlosses entspringt der Silberfluss, der über eine steile Kante viele Hunderte von Schritten in den Smaragdsee fällt. Sie singen wirklich!” Belar hatte die Augen geschlossen und lauschte hingerissen. Sie erzählte von den Berghängen im Süden, wo der Wein so gut gedieh und das sie als junges Mädchen häufig mit ihren Freunden dorthin geflogen sei um von den süßen Trauben zu naschen. “Dort wo die Berge in ebenes Land übergehen sind die Hänge sanft abfallend und von wilden Wiesen gesäumt. Dort leben Menschen, die uns nicht fürchten. Viele haben selbst Drachenblut in den Adern und es gibt eine kleine Burg, die den Magiern als Schule dient. Am Fuße der Berge beginnt der Mondwald. Die Heimat der Feliden und vieler anderer Wesen.” Er fragte sich, warum sie diesen Ort wohl verlassen hatte. “Warum bist du von dort fortgegangen?”
Inabeth schwieg kurz und seufzte leise. “Um meine Welt zu retten. Plötzlich verschwanden viele der Waldwesen und keiner wusste warum oder wohin. Die Felide beklagten den Tod vieler ihrer Liebsten, der Wein an den Südhängen begann zu verdorren. Durch die Nacht schlichen plötzlich dunkle Kreaturen, die keiner beschreiben konnte. Diese Dinger haben ganze Dörfer ausgelöscht.” Inabeths Stimme klang belegt und traurig. Sie schwieg kurz, schien sich zu sammeln und fuhr dann mit leiser Stimme fort.“Bevor ich weiter erzähle muss ich Dich etwas fragen Belar. Was weißt du über die Drako, also über uns, unser Volk?” “Ich fürchte sehr wenig,” meinte Belar. Inabeth runzelte die Stirn und fragte sich, weshalb sie diese Frage gestellt hatte. Was war nur mit ihr los? Belar hatte doch gleich zu Anfang gesagt, das er noch jemanden wie ihn gesehen hätte. Sie hätte sich denken können, das er kaum etwas über die Drako wusste. “Das macht nichts,” beruhigte sie den Mann, “dann muss ich eben zwei legenden erzählen. Die erste handelt vom Ursprung unseren Volkes und die zweite von Thal und ist unter anderem einer der Gründe, warum ich überhaupt losgezogen bin. Man kann sie besser verstehen, wenn man die Geschichte unseren Ursprungs kennt. Also wenn es Dir nichts ausmacht, erzähle ich beide Legenden.”
“Nein, es macht mir nichts aus.” Belar rückte etwas herum um eine bequemere Lage zu finden. “Ich höre Dir gerne zu.” Und so begann Inabeth zu erzählen. Sie verfiel dabei in einen seltsamen singenden Tonfall, der fast hypnotisch wirkte. Belar schloss die Augen und lauschte.
“Vor langer Zeit, als die Ehlalan noch neben ihren Nachkommen, den Elfen und Elben durch die Wälder streiften, die ersten Menschen über das große Wasser kamen und die Drachen noch am Himmel flogen. Zu dieser zeit also geschah es, das eine seltsame Krankheit die Drachen befiehl und sie dahinraffte. Den Ehlalan erging es nicht besser, auch sie wurden einer nach dem anderen krank. Am Ende blieben nur noch Fünf der großen Drachenmütter übrig und deren männliche Nachkommen. All ihre Töchter aber fielen der Krankheit zum Opfer. Es heißt, die Drachenmütter hätten um jeden ihrer Art, der gestorben sei eine Träne geweint. Diese Tränen wurden noch im Fall zu Stein. Das sind die fast runden Opal, die man manchmal finden kann und sie tragen große magische Kräfte in sich. Auch die Ehlalan überlebten, doch nur Frauen, alle Männer waren gestorben. Da die jungen Drachen sehr angetan waren, von Ehlalanfrauen wurde ihnen von ihren Großmüttern die Gabe zur Wandlung geschenkt. So konnten sie eine Gestalt annehmen, die jener der Ehlalan ähnlich war. Letztere ließen sich bereitwillig auf die nun verwandelten Drachensöhne ein, ebenso wie dies darauf erpicht, das ihr blut der Welt nicht ganz verloren ginge. Die Kinder, die aus diesen Verbindungen entstanden wurden mit den schönen Gesichtszügen und der Wohlgestallt ihrer Mütter, aber mit den Schwingen und Augen ihrer Väter geboren. So entstand unser Volk, die Drako.”
Inabeth schwieg, reckte sich etwas und trank von dem abgestandenen Wasser. Belar indes hatte etwas Mühe sich aus dem Bann der Geschichte zu lösen. Er hatte es vor seinem inneren Auge fast sehen können. Schließlich aber fand er seine Stimme wieder. “Also sind wir tatsächlich mit den Drachen verwand und auch noch mit den Ehlalan?” Die Frau bejahte und Belar dachte noch eine Weile über die Legende nach. Plötzlich fragte er: “Was sind eigentlich Drachenmütter?”
Über Inabeths Gesicht huschte ein Lächeln. “Drachen,” so erklärte sie,” lebten in großen Familien. Während die jungen weiblichen Drachen bei ihrer Mutter blieben zogen die männlichen nach ihrer Geschlechtsreife fort und Schloßen sich anderen Familien an. Die Drachenmutter war die älteste Drachin und praktisch Mutter, Großmutter und Urgroßmutter aller weiblichen Drachen ihrer Familie. Sie wurden angeblich unglaublich groß und waren nicht nur alt, sondern auch sehr weise und mächtig. Hast du noch weitere Fragen, Belar?”
Als der Mann verneinte fuhr sie fort. “gut dann erzähle ich Dir jetzt die legende über Thal, die Drachentränen und die Mondkrone.” Belar schrak bei dem letzten Wort heftig zusammen. Diese Geschichte kannte er! Allerdings war sie für ihn mit schrecklichen Erinnerungen verbunden, die ein kaltes Entsetzen in ihm hervorriefen. Dennoch unterbrach er die Frau nicht und Inabeth, die seine Reaktion nicht hatte sehen können, begann zu erzählen.
“Während die Drachen und die Ehlalan immer weniger wurden, wuchs und gedieh unser Volk. Stolz erfüllte die beiden aussterbenden Rassen, solch schöne und starke Nachkommen gezeugt zu haben und auch das ihr Blut der Welt nicht verloren ging. Schließlich verschwanden die Ehlalan fast gänzlich und auch von den Drachen waren nur noch zwei Drachenmütter am Leben, deren Familien gewaltig geschrumpft waren. Zu dieser zeit waren seltsame Geschöpfe in die Welt der Elfen, Menschen und Drako eingedrungen. Sie kamen aus dem Ödland im Osten. An den Händen besaßen sie lange Krallen, ihre Gesichtszüge waren
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Kommentare
Sturmkind schrieb am 2007-03-10 10:31:16:
Ich habe jetzt bis Teil 7 gelesen und ich weiß gar nicht,. was ich sagen soll. Hier und da wiederholst Du Dich etwas zu oft, so wie im 6. Teil, wo Belar immer wieder von blendendem Schmerz umfangen wird, aber ansonsten eine wirklich, wirklich gelungene Geschichte.
Es macht so viel Spaß, Deinen Worten zu folgen. Ich muss weiter lesen! :-)
Anariel schrieb am 2006-08-11 01:11:04:
Hallo.
Sorry, der achte Teil braucht noch etwas. Ich leide zur Zeit an etwas, das ich akkute Hirnverknotung nenne und das andere wohl als Schreibblockade bezeichnen würden. Aber sie löst sich langsam.
Der nächste Teil kommt bald, versprochen.
LG Anariel
Marie schrieb am 2006-08-07 16:01:20:
Hey wann kommt denn endlich der achte Teil raus? Warte schon ewig...
Bitte bitte beeil dich...
Lieber Gruß Marie
Marie schrieb am 2006-07-10 21:55:34:
Hey! Bin beeindruckt und hoffe, dass du dich sofort ans Schreiben der Fortsetzung machst!
Dein großer Fan ^^
Lieber Gruß
Marie
Anariel schrieb am 2006-07-10 00:52:37:
Ok, hier haben sich einige ärgerliche Fehler eingeschlichen. Da ich diuesen Teil nochmals abgeändert habe
und wohl einige Bezeichnungen, die geändert werden sollten, überlesen habe.
Also.....
hier: ´Aber du musst vorsichtig sein. Hasaral sucht schon lange nach der Drachenkrone und diesen Stein.´
muß es heißen ----- ´Mondkrone und Schwert´
hier: ´“Du denkst also, das die Prophezeiung wahr wird und bist losgezogen, die Drachenkrone zu suchen?”´
auch wieder -----´Mondkrone´
hier: ´ meine Mutter, Königin Iselda. Sie ist mit einer großen Gruppe Krieger aufgebrochen um das Drachenauge und die Krone zu suchen. ´
--------´Schwert und Krone´
hier: ´Also hast du beschlossen los zu ziehen und nicht nur das Drachenauge sondern auch Deine Mutter....´
------´Mondkrone´
So jetzt glaub ich hab ich alles. Man sollte sich echt alles ein drittes mal durchlesen.-verlegen lach-
Mit liebem Gruße,
Anariel
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