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Kategorien > Fantasy > Fantastisches

Drachentochter (27)

von Anariel, die Nomadin

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(Dieses Mal eine komplette Zwischenüberschrift am Stück. Hoffe, es wird euch nicht zu lang.

Mit Grüßen
eure Nomadin, Anariel)


Erste Offenbarungen


Inabeth stand am Fenster ihres Zimmers und blickte hinaus in einen zwielichtigen Morgen. Dicke, weiße Flocken schwebten vom Himmel. Alles war in ein seltsames blaues Licht getaucht. Winterlicht nannten die Drako es. Sie nahm die Gegenwart von Belar wahr bevor er sie berührte. Dennoch genoss sie es, als er seine warmen Hände um ihre Hüften legte. Einen Moment später trat er noch einen Schritt näher und umarmte sie von hinten. Die Frau lies sich etwas zurücksinken und genoss die Wärme auf ihrer Haut.
Die letzten Wochen waren wie im Fluge vergangen. Mittlerweile lagen die Abassaberge unter einer dicken Schneeschicht begraben und eine seltsame Stille hatte die ganze Gegend umschlungen. Heute war Mittwinter und am Abend würden sie alle zusammen in der großen Halle feiern. Inabeth freute sich sehr darauf.
Seit Sinsin diesen geheimen Raum entdeckt hatte, waren sie alle damit beschäftigt die Bücher, die sie darin gefunden hatten zu lesen und die Geräte zu untersuchen. Sie hatten herausgefunden das diese Kammer früher wohl nicht einmal geheim gewesen war, sondern als man Nabarels Hort vergrößerte einfach zugemauert worden war. Ob dies absichtlich geschehen war oder aus einfacher Unachtsamkeit, das blieb ihnen verborgen. Bei den Büchern handelte es sich um Tagebücher und Abschriften noch viel älterer Bücher. Ihr Verfasser nannte sich Tamarel und dieser Raum musste wohl ein privates Labor gewesen sein. Wer Tamarel war, das blieb ihnen bisher auch noch verborgen, doch die Bücher erwiesen sich als echter Glücksgriff. Schon in der dritten dieser Schriften wurde die Mondkrone und die Legende darum zum ersten Mal erwähnt. Noch war kaum etwas dabei, was sie nicht schon wussten, doch es war mehr als möglich, das sie in Tamarels Büchern noch am ehesten etwas brauchbares finden würden. Vor allem Inabeth , Belar und Narael beschäftigten sich mit den Büchern, während Maleck und Feder fasziniert die Gerätschaften untersuchten. Bran, der alte Wagenführer und Zalaya hingegen verbrachten viel ihrer Zeit mit Niriel, der greisen Drako. Die alte Frau hatte sich über die langen Jahre, die sie schon lebte, ein unheimlich großes Wissen über Pflanzen und ihre Wirkungen angeeignet und gab dieses nun vor allem an Zalaya weiter. Nur Ben, der große Hund Wolf, Sinsin und Ranna wurden von Unruhe geplagt. Der meterhohe Schnee zwang die Gruppe dazu die meiste Zeit drinnen zu verbringen, da draußen kaum ein durchkommen war. Etwas, was weder die zwei Raubtierhaften Frauen, noch der große Mann mit seinem Hund gewohnt waren. In ihrer Bewegungsfreiheit so eingeschränkt hatten es sich die drei zur Aufgabe gemacht das weite, labyrinthartige System aus Geheimgängen zu erkunden. Inabeth musste lächeln. Es war schön zu sehen, wie zwischen Sinsin und Ranna eine enge Freundschaft entstand.
Sie wandte sich in Belars Umarmung um und sah bewundernd zu seinem Gesicht auf. Zalaya hatte Recht behalten. Die Albträume des Mannes waren nach und nach weniger geworden und seit fast zwei Wochen hatte er überhaupt keinen mehr gehabt. Belar lächelte sanft, dann zog er die Frau noch ein wenig näher an sich, beugte sich über sie und küsste sie zart auf den Mund. Inabeth hatte das Gefühl, als würde eine elektrische Entladung durch ihre Nerven rasen, die allerdings nicht weh tat. Ihr Herzschlag beschleunigte sich schlagartig. Als er sich wieder von ihr löste blieb Inabeth atemlos zurück. Sie verstand nicht wie es möglich war, das dieser Mann mit einer so kleinen Geste eine so heftige Reaktion in ihrem Körper hervorrufen konnte und wenn sie ganz ehrlich war, dann war ihr das wie auch herzlich egal. Sie genoss es einfach. Schließlich schlang sie die Arme um seine Hüften und schmiegte sich vertrauensvoll an seine Brust. Belar entfaltete seine Schwingen und umhüllte sie beide damit.

Tareck blickte finster drein. Vor wenigen Tagen waren er und seine Männer endlich in der Burg Nimared angekommen. In diesem Jahr war es früh Winter geworden und zudem blieb der Schnee sofort liegen. So hatten sie sich durch immer höheren Schnee ihren Weg bahnen müssen und dementsprechend lange gebraucht. Viel länger als die zehn Tage, die er angenommen hatte.
Ohne eine Rast einzulegen war der finstere Hauptmann sofort vor den König getreten und hatte Bericht erstattet. Hasaral hatte wie erwartet nicht unbedingt erfreut reagiert, war aber erstaunlicherweise doch sehr gelassen geblieben.
Später erfuhr Tareck das es dem König gelungen war den Loopan, den sie schon vor vielen Wochen gefangen hatten zu einem Bannschwur zu bewegen. Sobald es möglich war wieder in die Berge vorzudringen sollten Tareck, seine Männer und eben dieser Loopan dorthin zurückkehren wo sie die Spur der Drako verloren hatten. Der Hauptmann war alles andere als begeistert einen Loopan in seine Truppe zu bekommen. Ebenso wie der König selbst verachtete er die nichtmenschlichen Wesen. Besonders Loopan und Felide waren dem Mann nicht geheuer. Er trug einen unerklärlichen Hass auf diese Geschöpfe in sich. Warum dies so war, darüber sprach er nicht und nur König Hasaral wusste, das Tarecks Vater im Kampf gegen einen Loopan den Tod gefunden hatte.
Der Hauptmann stand oben auf der Mauer, direkt über dem großen Tor und blickte finster zu der breiten Straße, die in die nahe Stadt am Fuße des Berges führte. Die breite, kurvige Straße war mit einer Vielzahl an großen und kleinen Ständen gesäumt. Viele der Händler waren noch mit dem Aufbau beschäftigt, doch mancher hatte schon seine Waren bereitgelegt. So wie hier sah es wohl auch auf den Plätzen in und vor der Stadt aus, die den selben Namen trug wie die Burg. Am Abend würden überall große Feuer entzündet und die Menschen würden feiern. Es war Mittwinter. Selbst auf dem Burghof würde man ein Feuer entzünden und feiern. Viele der Soldaten und Wächter hatten heute und den nächsten Tag frei bekommen und würden wohl einen Teil ihres Soldes für Alkohohl und Frauen verprassen.
Frustriert trat Tareck einen kleinen Stein fort und blickte düster auf die Straße hinab. Er mochte Feste nicht und Mittwinter konnte er von allen Festen am allerwenigsten leiden. Verärgert wandte er sich ab und verließ die Burgmauer.

Roohn blickte auf, als es an seiner Tür klopfte. Er erhob sich und öffnete sie zaghaft. Eldan lächelte ihm entgegen. “Na und bereit sich in die Festlichkeiten zu stürzen?” Wie die meisten Soldaten der Burg waren auch Eldan, Arid und Roohn für diesen und den nächsten Tag von ihren Pflichten befreit worden. Der junge Loopan hatte sich schnell in der Burg eingelebt, auch wenn er sich dort nicht wirklich wohl fühlte. Er war sich nicht sicher was er von diesen zwei freien Tagen halten sollte oder von Eldans Einladung, doch mit ihm und Arid in die Stadt zu gehen und dort zu feiern. Dennoch hatte er sich einverstanden erklärt und nun stand der Wächter tatsächlich vor seiner Tür. Erstaunt

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Kommentare

anna mai schrieb am 2010-11-15 15:08:28:
uhhh peinlich bei seinem eigenen namen einen rechtschreibfehler zu machen :D
naja, egal ob "mea" oder "mai", schreib bitte weiter.

anna (mai) <3
anna mea schrieb am 2010-11-14 21:57:28:
Gebe meiner Namensvetterin Recht...

Es ist wirklich schade nix mehr von dir zu hören :(
Wir warten alle...

gespannt,
anna <3

anna schrieb am 2010-01-31 00:20:38:
bitte...
biiiiitteeeee!
schreib bald (am besten schnell^^) weiter, ok?
deine story ist fantastisch, man versink förmlich in der geschichte, also schreib schnell weiter, ja?

LG
anna
Anariel schrieb am 2008-07-25 22:02:48:
Hallo ihr Lieben,

nicht wundern dass diese Geschichte derzeit sozusagend stillgelegt ist. Ich weiß nicht wann ich daran weiterschreibe, ich weiß nur ich werde irgendwann daran weiterschreiben.
Also nicht verzagen.

Mit lieben Grüßen
Anariel
Anariel schrieb am 2007-12-31 04:33:23:
Hi, Lucia, ne ich verzweifle nicht. Sowas passiert mir ab und an, dann hilfts nichts und ich muss die Story einige zeit liegen lassen um dann um so besser weiter schreiben zu können. Das ist mitunter auch der Grund, weshalb ich meist an mehreren Sachen gleichtzeitig schreibe.-grins-

Hmm...deine Muse hat bei mir woanders eingeschlagen, sprich bei ner anderen Geschichte.-laut lach-

Keine Angst, ich denke es wird auch hier sehr bald wieder weitergehen. Auf jeden Fall lösen sich meine Hirnverknotungen langsam auf.

Mit lieben Grüßen
Anariel
Lucia schrieb am 2007-12-27 17:05:57:
Hey ... nicht verzweifeln. Aber auch irgendwann in nächster Zeit bitte weiterschreiben. Natürlich weiß ich, dass ich dich nicht zwingen kann, deshalb lasse ich es dich einfach wissen. *Muse rüberschick* Du schaffst es!
(schreibe selbst gerade auch nicht sehr viel ...)
Liebe Grüße,
Lucia
Anariel schrieb am 2007-10-10 07:37:02:
Hi, ihr Lieben...

nicht wundern das es hier derzeit nicht weitergeht, aber im Moment steht diese Geschichte, wie fast alle anderen meiner Storys.....´s ist derzeit nicht unbedingt leicht für mich, der alltägliche Wahnsinn trifft auf einige andere Schwierigkeiten, von daher finde ich zur zeit einfach nicht die Muse, hier wirklich weiterzuschreiben....

Aber keine sorge, diese Geschichte, sowie auch meine anderen werden auf jeden Fall fortgesetzt, ist nur eine frage der Zeit!

Mit liebem Gruße
eure Nomadin
Mareike schrieb am 2007-08-29 07:29:34:
Hi,
ich bin total vernarrt in diese Geschichte, eigentlich in alle Geschichten, die du schreibst. Auch deine Gedichte sind zumeist oberklasse.
bitte,bitte schreib doch endlich hier weiter... Ich weiß Inspiritation kann man nicht erzwingen, aber ich halts kaum mehr aus vor Spannung. will wissen wie es weitergeht.

LG
Mareike
Anariel schrieb am 2007-08-27 06:31:25:
Hallo Lucia,

freut mich das es dir immer noch gefällt.
Hmm...was du hier als dazulernen empfindest ist in vielen meiner Geschichten so. Am anfang ist nur die Idee da und eine grobe Vorstellung wie die Geschichte verlaufen soll..je weiter ich dann daran schreibe um so detailierter und flüssiger entspinnt sich die Geschichte in meinen Gedanken un um so flüssiger wird meine Schreibe...nun also so in etwa.

In letzter Zeit hab ich aber vieles um die Ohren und viele gdanken, die sich in meinem Geist in Kreise drehen, so das ich im Moment die Muse und ruhe finde um wirklich zu schreiben. von daher wird der nächste teil etwas auf sich warten lassen.

Mit liebem Gruße
Anariel
Lucia schrieb am 2007-08-14 20:15:42:
Geschafft! Das wird ja immer besser! Ich glaube auch, dass du während du diese Geschichte schreibst, etwas dazulernst, das heißt, dein Stil und deine Story werden besser und spannender. Weiter so!! :))
Lg, Lucia
Lucia schrieb am 2007-08-07 20:20:34:
Hallo Anariel!
Uh, ich ärgere mich selbst darüber, dass ich mit dem Lesen nicht mehr nachkomme. Jetzt schaff ichs aber!
Habe diesen Teil zwar noch nicht gelesen, finde 7 Seiten aber schon etwas zu lang...
Trotzdem bin ich nach wie vor ein Fan dieser wunderschönen Geschichte! :) (und versuche, sie weiter zu verfolgen)
Lg, Lucia
Anariel schrieb am 2007-07-30 20:17:15:
Hallo Wurm,

freut mich, das sie dir gefaellt.

Nun frueher oder spaeter landet man ja dann doch in irgendeinem Eck. Das Eck in dem ich gelandet bin nennt sich vermutlich -Dark Fantasy- grins.
Und nicht nur Fantasy ist schlussendlich Klischee...egal ob man einem Krimi, einen Thriller, eine Horrorgeschichte, Fantasyromane, Drama, Komoedie oder Liebesgeschichten zur Hand nimmt......die Grundhandlungen sind bei jedem Genre irgendwie immer gleich und meist schon mal da gewesen. Was eine Geschichte besonders macht sind die Details und neue Ideen für die Darsteller und Wesen und Landschaften usw.....

Wie gesagt, freut mich das dir meine Geschichte gefaellt.

Mit liebem Gruße
Anariel

Wurm schrieb am 2007-07-20 22:01:33:
Hallo Anariel,
ich finde diese Geschichte sehr gut geschrieben.
Du hast einen tollen Schreibstiel und gute Ideen. Aber am Ende ist es doch eine Fantasy-Klischeegeschichte. Na ja das sind eigentlich fast alle Fantasygeschichten (ich behaupte nicht, dass ich nicht klischeemäßig schreibe).
Im Endeffekt ist es eine super Story!
Wurm
Anariel schrieb am 2007-07-13 17:09:14:
Danke dir.
Und es freut mich, dass es dir gefaellt.

Tja nun, ich habe eine Schwäche für tragische Helden und Belar nimmt in dieser Geschichte eindeutig die Rolle desselben ein. Der arme Kerl darf noch so einiges aushalten. grins

Teil 28 ist bereits in Arbeit und wenn mich meine Musen weiterhin so deftig knutschen, dann wird er wohl bald fertig werden.

LG
Anariel
Sturmkind schrieb am 2007-07-12 11:47:53:
Uh, sehr sehr spannend!
Der arme Belar... Jetzt hat er endlich mal Ruhe und dann wird er vergiftet. Du bist ziemlich hart mit ihm ;-) Und die arme Inabeth.. uiui...
Jedenfalls ein sehr gutes, sehr langes Kapitel. ich dachte mir schon, dass es lang werden würde, aber du hast mich mal wieder überrascht =)
Nun denn, nun warte ich auf Teil 28 :D

LG
Verena

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