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Kategorien > Fantasy > Fantastisches

Drachentochter (4) Überarbeitete Version

von Anariel, die Nomadin

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(So nun hier also die überarbeitete Version von Drachentochter 4. Ich habe hier ziemlich in der Mitte einen Teil eingefügt, der sich um Ben, Feder, Malek und den großen Hund namens wolf dreht.Da in Drachentochter 8 Bezug auf eben diesen eingefügten Textteil genommen wird, wäre es sinnvoll, diese Überarbeitete Fassung erst zu lesen.
Der Einfachheit halber habe ich den ganzen Teil nochmals rein, und nicht nur die eingefügte Textstelle.
Ich hoffe ihr kommt noch mit.
Mit Grüßen....
Anariel, die Nomadin.)

Sinsin, die kleine Felide kauerte angsterfüllt zwischen den dichtebelaubten Ästen eines Baumes. Sie war im Zickzack durch den Wald gelaufen, dann einen Bachlauf entlang gesprintet und an einem kleinem See angekommen. Das Bellen der Hunde hinter ihr wurde aber schon wieder lauter. Ihre Nackenhaare stellten sich auf und sie fauchte angstvoll. Dabei zeigten sich ihre kleinen spitzen Eckzähne, die ansonsten kaum auffielen. In ihrer verzweifelten Angst überwand sie sogar ihre Abscheu gegenüber dem kaltem Nass und sprang in den See. So schnell sie konnte paddelte sie ans andere Ufer. Dort angekommen schüttelte sie sich kurz und rannte sofort weiter. Dann kam sie in ein Gebiet, wo große alte Bäume standen, deren Äste einander berührten. Plötzlich hatte sie eine Idee. Die Hunde hinter ihr bellten verunsichert, aber schon heulten sie wieder auf, hatten wieder ihre Fährte aufgenommen. Sie zog schnell ihre Handschuhe und auch die Stiefel aus, stopfte die Handschuhe in einen hinein, verknotete die Schnürsenkel und hängte sich so die Schuhe an den Gürtel. Außerdem griff sie hinab und griff sich den Saum ihres Rockes, den sie dann im Bund fest stopfte. So war ihr das leidige Ding nicht im Weg. Ihr Kopftuch hatte sie beim Sprung in den See verloren. So vorbereitet kletterte Sinsin schnell und geschickt auf den nächstbesten Baum. Dort verharrte sie einen Augenblick und lies das Astgewirr auf sich einwirken. Schnell entdeckte sie einen möglichen Weg. Die kleine Katzenfrau balancierte einen breiten Ast entlang, sprang auf einen anderen Ast und balancierte auch diesen entlang. Am nächsten Baum kletterte sie ein kleines Stück höher, lief wieder über einen Ast und sprang von dort direkt an den Stamm eines anderen Baumes. So durchquerte sie das Gebiet, wo die alten Bäume so dicht beieinander standen. Hinter ihr wurde das Gebell endlich leiser. Doch schon bald hatte sie das Ende des Gebietes erreicht und vor ihr lag eine Lichtung. Dahinter befand sich lichter Wald. Sinsin lief einfach quer über die Lichtung , hinter ihr konnte sie immer noch leises Hundgebell wahrnehmen. Sie erreichte heil die Bäume und nach einigen Minuten weiterlaufen fand sie einen weiteren Bachlauf. Obwohl sie es verabscheute nass zu werden lief sie einige Zeit im Wasser entgegen der Strömung dahin. Schließlich entdeckte sie was sie gesucht hatte. Über den Bachlauf hing ein großer Ast sehr tief. Mit einem Sprung erreichte sie ihn und zog sich hoch. Dann wagte sie einen riskanten Sprung in den nächsten Baum und konnte sich gerade noch so eben festkrallen. Von dort konnte sie aber direkt auf den nächsten Baum klettern und von da kam sie auch ziemlich leicht auf den übernächsten. Mit einem großem Sprung erreichte sie die große Linde und von dort ging es auf diesem Weg nicht mehr weiter. Das Hundegebell hinter ihr wurde wieder lauter, dann heulten sie auf. Sie hatten also den Ort gefunden, wo sie die Lichtung überquert hatte. Wurde sie denn diese Hunde gar nicht los? Sinsins Atem ging mittlerweile schnell, heftig und stoßweise. Sie war völlig ausgelaugt und erschöpft und musste sich unbedingt etwas ausruhen. Felide konnten zwar sehr schnell laufen, aber nicht über eine lange Distanz. Schnelles Laufen über eine lange Strecke ermüdete die Katzenartigen sehr schnell. Und Sinsin konnte eindeutig nicht mehr weiter. Fast verzweifelt blickte sie zurück. Als das Bellen noch lauter wurde kletterte die Katzenfrau einfach so hoch in den Baum, wie es nur irgendwie ging. Dort kauerte sie sich in eine Astgabel, zog ihren braunen Umhang fest um den Körper, hielt sich mucksmäuschenstill und hoffte, das sie keiner entdecken würde. Als sich die Minuten hinzogen beruhigte sich der Atem der Feliden langsam und kam nicht mehr ganz so stoßweise. Sie war müde, so müde! Doch das Entsetzliche das sie gesehen hatte, lies sie nicht los. Was war mit ihrem Bruder Jack geschehen?
Konnte auch er entkommen oder war er diesem Mann mit den kalten Augen in die Hände gefallen? War Jack womöglich gefangen oder tot? Und was war mit Amylia, der netten, rundlichen Magierin? Sie hatte gesehen wie dieser kaltäugige Mann mit dem Schwert nach ihr geschlagen hatte! Und was war mit Inabeth, der schönen Drachenfrau? Hatte sie wegfliegen können? Die Gedanken wirbelten wild durch den Kopf der Katzenfrau.
Das Hundgebell wurde plötzlich lauter und lauter. Aus ihren Gedanken gerissen klammerte sich Sinsin angsterfüllt an den Baum und unterdrückte mühsam ihr zittern. Das Bellen wurde immer lauter und sie fragte sich ängstlich, ob die Hunde sie doch gerochen hatten. Schließlich ritten die Männer direkt unter ihrem Baum vorbei. Sie konnte sie undeutlich durch das dichte Blattwerk erspähen, auch die Hunde, die ziellos umherliefen und bellten. Dieses Hundegebell zerrte an ihren Nerven und ängstigte die kleine Katzenfrau zu Tode. Doch keiner der Männer blickte nach oben und keiner schien sie zu entdecken. Ihre Jäger zogen weiter. Einige Zeit später kamen sie wieder unter ihrem Baum hindurch und wieder durchlitt die Felide die schreckliche Angst, das ihre Verfolger sie doch entdecken würden. Doch nichts dergleichen geschah. Die Männer zogen weiter, ganz offensichtlich auf dem Heimweg, denn die Hunde waren nun an die Leinen gelegt worden. Das Gebell und das Hufgetrappel wurde leiser und immer leiser, bis es endlich gar nicht mehr zu hören war. Die Geräusche eines ganz normalen friedlichen Waldes begannen erneut. Vögel zwitscherten, kleine Tiere durchstöberten das Unterholz und Insekten summten in der warmen Luft. Und ganz oben in einem alten dichtbelaubten Baum kauerte sich eine kleine Katzenfrau angsterfüllt zusammen und weinte leise. Sinsin war ihr Name und sie hatte an diesem einen Tag schreckliches gesehen und erlebt und doch war es ihr besser ergangen, als so manchen anderem. Denn Sinsin hatte ihre erste Begegnung mit dem dunklen König überlebt.

Wolf, der große Hund von Ben horchte aufgeregt in den Wald. Seine Ohren waren gespitzt und drehten sich in die Richtung der Geräusche. Wolf war ein wahrhaft riesiger Hund, er war ein Mischling zwischen einem Harfhund und einem Bergwolf und er gehörte Ben, der ihn hochgepäppelt hatte, als die Feliden den Welpen zu ihm gebracht hatten. Harfhunde wurden recht groß und oft zum hüten eingesetzt. Eigentlich waren sie aber als Kriegshunde gezüchtet worden. Der Hund passte zu dem jungen Mann, denn Ben war auch nicht das, was man klein nennen würde. Über sechs Fuß groß und muskelbepackt wie er war, hatte er doch ein sanftes Wesen.

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Kommentare

RisingSun schrieb am 2006-08-16 17:38:29:
Ich kann nur wiederholen, dass diese Geschichte wirklich gut gelungen ist. Ich werde mich gleich mal an den fünften Teil machen.

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