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Kategorien > Fantasie > Fantasy

Drachenträne-Kapitel 1

von Dragoneye

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Kapitel1: Wie alles begann

Es war ein schöner und sonniger Morgen. Die Vögel sangen ihre Lieder in den höchsten Baumkronen, als eine junge Frau verträumt durch den Wald ritt.
Es war ein großer und alter Wald in dem man die Last der Jahre spüren konnte. Keiner sonst mochte so tief in ihn eindringen, wie diese Frau. Ihr Name war Anita.

Anita wohnte auf einer der größeren Inseln im Atlantischen Ozean mit Namen Taukenau.
Die Insel war zwar groß, doch auf ihr befand sich nur ein Dorf. Dieses Dorf war mit seinen rund 850 Einwohnern recht klein, aber da nur selten größere Schiffe anlegten, stieg die Anzahl derer, die sich hier niederließen nicht schnell.
Heute war ein besonderer Tag für Anita, den es war ihr 16. Geburtstag.
Nachdem sie am Morgen aufgestanden war, erwarteten sie ihre Eltern schon im Wohnraum ihres Hauses, den sie wollten ihr noch die Geschenke geben, bevor sie an die Arbeit gingen. Sie war gerade beim Auspacken, als es an der Tür klopfte. Ihre Mutter öffnete sie und im Eingang stand ein junger Mann mit Raben schwarzem Haar. Er war gut zwei Köpfe größer als ihr Mutter und seine dunkel grünen Augen glänzten. Lächelnd nickte er ihrem Vater zu und als er Anita erblickte, leuchteten seine Augen auf.
„Hallo meine Süße, wie geht es dir?“ „Hallo Djego. Schön das du da bist.“ „Natürlich denkst du, dass ich diesen Tag vergessen würde?“ Anita strahlte ihn an. Langsam trat er auf sie zu. Immer wieder war sie überrascht, wie geschmeidig er sich für so einen großen und muskulösen Menschen bewegen konnte.
„Ich hab dir auch was mitgebracht. Hier pack es aus.“
Djego reichte Anita ein in blauen Samt eingeschlagenes Bündel. „Oh, danke. Der Stoff ist ja schön.“ „Ja und es war nicht leicht ihn zu bekommen, das kannst du mir glauben. Es ist übrigens ein Umhang. Aber du musst noch dein Geschenk auspacken.“ Vorsichtig löste Anita die goldene Kordel die das Packet zusammenhielt. Zum Vorschein kam eine schwarze mit silbernen Nieten verzierte Trense. „Djego, das kann ich nicht annehmen. Die ist viel zu wertvoll.“ „Für dich ist mir nichts zu teuer, das weißt du doch.“
Mit einem Grinsen beugte er sich über sie und gab ihr einen Kuss. Als er sich wieder aufrichtete, hatte Anita ihre Augen geschlossen und über ihre Wangen legte sich ein roter Hauch. Verlegen öffnete Anita ihre Augen und blickte sich um. Ihre Eltern hatten sich etwas zurückgezogen und standen Arm in Arm am Kamin. Beide lächelten sie an, was sie nur noch mehr in Verlegenheit brachte.
Um ihre Tochter aus dieser Situation zu helfen, löste sich ihre Mutter aus der Umarmung und ging zum Tisch. Dort hatte Anita das halb ausgepackte Geschenk ihrer Eltern abgelegt.
„Komm Anita. Du musst noch unser Geschenk zu Ende auspacken.“
Ihr Vater ließ sich auf einen Stuhl nieder und als sich auch alle anderen um den Tisch versammelt hatten, öffnete Anita das Päckchen. Zum Vorschein kam eine silberne Kette mit einem Anhänger, der die Form eines Engels hatte. Der Engel hielt eine kleine dunkelblaue Kugel in den Händen.
Staunend betrachtete Anita die Kette. „Diese Kette gehört doch dir Mutter. Ich kann sie nicht nehmen.“ „Oh doch, das kannst du. Diese Kette wird schon seit Generationen von der Mutter an die Tochter weitergegeben.“
Anita sah sie strahlend an. „Danke. Sie ist wundervoll.“ Gerade als sie sie anlegen wollte nahm Djego sie ihr aus der Hand. „Las mich das machen.“
Lächelnd sah sie ihn an. Vorsichtig streifte er ihre langen rot braunen Haare aus ihrem Nacken und legte ihr die Kette um. Leicht beugte er sich über sie und flüsterte ihr ins Ohr.
„Einen Engel für einen Engel.“
Etwas lauter sagte er, als er sich wieder aufgerichtet hatte: „So, jetzt muss ich aber an die Arbeit.“
Nachdem Djego gegangen war, stand auch ihr Vater vom Stuhl auf und streckte sich.
„So, dann will ich wohl auch mal an die Arbeit gehen.“ „Kann ich dir irgendwie helfen Dad?“
„Was redest du den da? Die heutige Arbeit schaffen deine Mutter und ich auch alleine. Nimm dir mal lieber Seewave und reite etwas aus. Es ist doch dein Geburtstag. Heute brauchst du uns nicht helfen. Hab lieber etwas Spaß.“ „Oh, danke Dad. Das werde ich machen.“ Schnell umarmte sie noch ihren Vater und ihre Mutter und schon rannte sie aus dem Haus um Seewave fertig zu machen.
Der Stall stand hinter dem Haus und als Anita die Tür öffnete wurde sie auch schon mit einem Wiehern begrüßt.
„Auch dir einen guten Morgen Seewave. Hast du gut geschlafen? Heute machen wir einen schönen langen Ausritt.“
Lange striegelte sie Seewave und nach einiger Zeit legte sie den Sattel auf.
Als sie zu der neuen Trense griff und sich an den Morgen erinnerte, kribbelte es in ihrem Bauch.
Gerade als sie aufsteigen wollte, trat ihr Mutter um die Hausecke. „Warte noch kurz, ich habe dir was zu essen eingepackt und hier ist auch noch ein Trinkschlauch mit Wasser. Möchtest du auch den Umhang von Djego mitnehmen?“ „Danke. Daran hätte ich jetzt nicht gedacht.“ Mit einer schnellen Bewegung befestigte sie die Satteltasche, die ihre Mutter ihr reichte hinter dem Sattel und den Schlauch am Sattelknauf. Dann nahm sie den Umhang und überlegte kurz, ob sie ihn hier lassen sollte, doch dann legte sie sich ihn um. Vor der Brust wurde er mit zwei silbernen Hacken geschlossen. Mit einem geschmeidigen Sprung saß Anita auf. Im Trab entfernte sie sich von ihrer Mutter. Kurz bevor sie um die Ecke ritt, winkte sie ihr noch schnell zu.

Das Arbeiten machte Djego Spaß. Seit er vor drei Jahren auf die Insel kam, hatte er sich sehr verändert. Nicht körperlich, denn auch schon vorher war er muskulös und groß, sondern sein Charakter und seine Gedanken. Früher war er ein Taugenichts. Früh hatte er seine Eltern verloren und hat sich nur durchs Leben geschnorrt. Mit seinen jungen Jahren war er schon damals in vielen Dörfern nicht mehr gern gesehen. Doch seit er das Glück hatte mit einem Schiff zu fahren und auf dieser Insel landete, veränderte sich sein Leben von Grund auf. Die Karte hatte er bei einem Kartenspiel gewonnen und war bis heute dem armen Kerl dankbar, der sie verloren hatte.
Die ersten Momente auf der Insel wird er nie vergessen.
Eigentlich wollte er mit dem Schiff zur nächsten größeren Stadt fahren. Doch als sie nach einem Sturm an dieser Insel anlegten um Wasser und Proviant aufzufüllen, sah Djego ein bezauberndes Mädchen durchs Dorf gehen. Vom ersten Moment an war er in ihrem Bann gefangen, genauso wie alle anderen Männer an Bord.
Djego entschied damals kurzer Hand den Dorfältesten aufzusuchen und um die Erlaubnis zum Bleiben zu bitten. Der stimmte zu, aber unter der Bedingung seine Felder zu bestellen und schwere Arbeiten für ihn zu erledigen. Djego willigte ein und er durfte sogar im Haus des Ältesten wohnen, da dieser ein Zimmer frei hatte.
Und so geschah es, das er beim alten Maurice und seiner Frau Bella bleiben durfte.
Beide betrachteten Djego mittlerweile wie einen Sohn und ihn freute es, denn nun hatte auch er eine Familie, die sich um ihn sorgte.
Die ersten Arbeitstage

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Kommentare

Bone1979 schrieb am 2008-04-21 18:50:07:
Schön geschrieben.
Werde weiter lesen, sobald du die Geschichte fortsetzt.
Gruß
Dragoneye schrieb am 2008-04-13 21:21:30:
Hallo Anariel,
danke für den nette Kommentar. Im zweiten Kapitel wird noch mehr die Umgebung beschrieben, versprochen. Und die Story wird auch spannender.

Gruß Dragoneye
Anariel schrieb am 2008-04-13 17:35:19:
Hallo,
ein sehr ruhiger Anfang, aber schön zu lesen.
Ganz am Anfang hatte ich aber das Gefühl eher mit einem Märchen zu beginnen, was an der Schreibe ganz am Anfang liegt.
Was du noch machen könntest um es noch besser zu gestalten ist, dass du eventuell der Umgebung noch etwas Aufmerksamkeit schenkst, sie also ein klein wenig genauer beschreibst. Dann kann man sich nicht nur von deinen Gestalten sondern auch von dem Ort ein schönes Bild machen. Aber das ist Geschmackssache.

Bin mal gespannt wie es weitergeht.
Mit liebem Gruße
Anariel

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