Drachenträne-Kapitel 10
von
Dragoneye
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Hallo zusammen
nun gehts weiter....
viel Spaß
Dragoneye
Kapitel 10
Hinter dem Strauch verbarg sich ein dunkler und enger Tunnel. Mehr als einmal stieß er mit seiner Schulter gegen die Wände. Er wunderte sich, wie die Stute hier durch passen konnte. Vor sich vernahm er das Klappern der Hufe und das leise Gespräche der Elben. Am Ende des Tunnels angekommen betraten sie eine größere Höhle, in der sie von vier bewaffneten Elben erwartet wurden. Noch einmal wurde er nach Waffen durchsucht. Mittlerweile war er so müde, das er einfach nur noch seine Arme hängen ließ, während sie ihn abtasteten. Fast wäre er im stehen eingeschlafen und umgekippt, doch eine Hand an der Schulter hinderte in daran. Müde blinzelte Elion ein paarmal und sah die Hand auf seiner Schulter überrascht an. Dankbar nickte er dem Elb, neben ihm zu bevor er suchend umher blickte und den Anführer, der ihn beobachtete, an sah. „Wenn der Weg noch sehr weit ist, lasst mich einfach hier auf den Boden liegen. Weit schaffe ich es nicht mehr. Durch die Verfolgung und jetzt diesen Gewaltmarsch hab ich keine Kraft mehr übrig. Von mir aus fesselt mich und schmeißt mich in eine Ecke, Hauptsache ich kann endlich schlafen.“ „Wir haben unser Ziel schon fast erreicht. Loren stütz ihn ein wenig. Wir waren zwei Tage ununterbrochen unterwegs, also pass auf das er nicht stürzt.“ Der Elb, dessen Hand auf seiner Schulter ruhte, nickte zustimmend. An der einen Wand der Höhle wurde eine große Tür geöffnet, die den Blick in ein kleines Tal frei gab. Überall standen riesige Bäume und ein Fluss schlängelte sich durch das Tal. Doch Elion hatte keinen Blick für die Schönheit des Tals. Mit schleppenden Schritten folgte er den Elben. Immer wieder strauchelte er und wurde nur von der Hand an der Schulter daran gehindert, den Abhang an der einen Seite des Weges hinab zu stürzen. Sie waren fast unten, als ein Stein Elion ausrutschen lies und er zusammensackte. Nur die zwei starken Hände unter seinen Armen verhinderten, dass er den Rest des Weges hinab rollte.
Loren konnte gerade noch den strauchelnden Mann unter die Arme greifen, bevor der in sich zusammen sackte. Mit festem Griff packte er einen Arm und legte ihn sich um den Nacken, während er mit dem anderen Arm den erschöpften Mann um die Hüfte packte. Dieser blickte mit fast vollständig geschlossenen Augen zu ihm auf und murmelte etwas. Loren verstand kein Wort, doch konnte er sich denken was der Mann sagen wollte. Als er noch etwas fester zupackte, spürte er, dass die Muskeln vor Erschöpfung stark zitterten und nur mit Mühe hielt sich der Mann einigermaßen aufrecht.
Am Ende des Weges warteten weitere Elben und begleiteten die Gruppe in den Wald hinein. Als man Elion in ein Haus brachte, waren seine Augen vollständig geschlossen und er wurde so wie er war auf ein Bett gelegt.
Erst einen ganzen Tag später kam Elion wieder zu sich und blickte sich verwirrt um. In seinem Kopf herrschte das komplette Chaos und jeder Muskel in seinem Körper schmerzte auf eine bestialische Art. Mit einem Stöhnen griffe er sich an den Kopf und setzte sich mühsam auf. Einige Male musste er blinzeln, bis sein Blick soweit klar wurde, dass er seine Umgebung in Augenschein nehmen konnte. Er lag auf einem weichen Bett in einem Raum, dessen weitere Möbel nur noch aus ein Stuhl und einem kleinen Tisch bestand. Durch die Fenster strahlte die Sonne herein und erhellte den kleinen Raum. Es raubte ihn eine Menge Kraft aufzustehen und erschöpft rieb er sich danach mit den Händen durchs Gesicht. Mit wenigen wackeligen Schritten ging er auf die einzige Tür zu und öffnete sie, was er jedoch sofort bereute. Kaum war die Tür offen wurde er von der Sonne so stark geblendet, das eine weitere Schmerzwelle durch seinen Kopf jagte. Stark wankend musste er sich erst einmal mit beiden Händen am Türrahmen festhalten um nicht umzufallen. Jetzt erst merkte er, dass anscheinend auch seine verletzte Schulter wieder Probleme machte. Diese Wunde hatte er Dararth zu verdanken, der ihn Bestrafen wollte. Aber jetzt brauchte er erst einmal einen klaren Kopf. Vor dem Haus standen zwei Krieger, die ihn misstrauisch beobachteten. Mit wackeligen Beinen ging er auf das Glitzern des nahen Flusses zu, doch bevor er sich hinkniete blickte er über seine Schulter und sah die beiden Krieger an. „Eine Frage. Ist dieser Fluss was besonderes, oder kann ihn jeder nach Belieben nutzen?“ Etwas überrascht blickten ihn die Elben an, ehe einer von ihnen antwortete. „Dieser Fluss ist wie viele andere auch. Sein Wasser ist kalt, da es von den Bergen kommt, doch kann jeder ihn nach Belieben nutzen.“ „Genau das wollte ich hören.“ Ohne noch länger zu warten entledigte er sich mühsam seines Hemds und seiner Schuhe, um sich kurz darauf in das kühle Nass gleiten zu lassen. Das Wasser war wirklich sehr kalt, doch genoss er die betäubende Wirkung. Sofort linderte die Kälte den Schmerz in seinen geschundenen Muskeln und mit Freude nahm er war, das auch seine Kopfschmerzen leicht nachließen. Mit einem leichten Lächeln legte er sich in den seichten Bereich des Ufers und schloss seine Augen.
Loren sah sofort, dass etwas nicht stimmte, als einer der Wachen auf ihn zu gelaufen kam. Mit einem Nicken grüßte er ihn und gleich darauf erfuhr er, dass es dem Menschen anscheinend nicht gut ging. Während sie nebeneinander zum Fluss liefen, erzählte die Wache von der schlimmen Wunde an der Schulter und Loren wunderte sich etwas, denn Gestern hatte er nichts dergleichen bemerkt. Am Fluss angekommen sah er mit Schrecken, was der Krieger meinte und konnte ein leichtes Erschauern nicht unterdrücken. Dem Menschen hatte man anscheinend einen Dolch durch die Schulter getrieben und ihn danach so heftig bewegt, dass die Wundränder erweitert wurden. Die Wunde schien schon etwas geheilt gewesen zu sein, doch nun schimmerte sie in den verschiedensten Farben. Der Mensch musste sofort zu den Heilern. Mit ein paar kurzen Worten schickte er die Wache direkt weiter zu den Heilern, um ihnen die Situation zu erklären.
Elion war wohl etwas eingeschlafen, denn als eine warme Hand ihn berührte, zuckte er erschrocken zusammen. Blinzeln öffnete er seine Augen und blickte in das Gesicht des Elb, der ihn auf den Weg hierhin gestützt hatte. Dieser betrachtete seine verwundete Schulter und blickte danach in sein Gesicht. „Ihr solltet jetzt lieber wieder aus dem Wasser kommen. Ihr seid schon ganz blau und eure Wunde sollte so schnell wie möglich versorgt werden.“ Elion war nicht so begeistert darüber das kühle Nass zu verlassen, doch ergriff er die ihm gereichte Hand und ließ sich aufhelfen. Bald nachdem er aufrecht stand, kamen die Schmerzen zurück und so wankte er mit zusammengebissenen Zähnen zum Ufer und ließ sich zu Boden sinken.
Elion ließ sich ebenfalls nieder und betrachtete den Menschen von der Seite. Mit geschlossenen Augen blickte der in die Sonne und ließ sich von ihr wärmen. „Wie ist euer Name Mensch?“ Nach kurzen zögern blickte Elion den Elben an. „Elion McLaos. Und
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