Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Fantasy > Dämonen

Dunkelheit

von Jeiy

1 2

Dunkelheit…
Das war alles, was ihn umgab. Ungebrochene Finsternis, ohne auch nur einen einzigen Funken Licht. Das absolute Nichts, die Vergessenheit…der Tod.
Ja, er sah nichts...gar nichts.
Schwerfällig hob er den Kopf.
Er sah gar nichts? Nein…das stimmte nicht.
Obwohl es noch so schwach war, konnte er das silbrige Leuchten des Pentagramms erkennen. Das Pentagramm, welches sich hinter ihm an der Wand befand und ihn hier gefangen hielt…
Er konnte seine Macht spüren. Diese leuchtend helle, lähmende Macht…
Seine Sinne waren geschwächt, das wusste er und sein Geist umnebelt, doch dieses Leuchten würde er immer sehen können, egal wie lange er hier bleiben würde.
Aber…wie lange war er eigentlich schon hier? Viele Tage mussten schon vergangen sein, oder Wochen…oder vielleicht auch Monate, er wusste es nicht mehr.
Er spürte die Schwäche, die sich über ihn legte und der Wunsch einfach aufzugeben wurde immer stärker…es war schier unerträglich für ihn und er wollte nur noch einschlafen…
Er schloss die Augen und versuchte seine Umgebung, seine Situation und auch sich selber einfach zu vergessen.
Doch dann durchbrach ein ungewohntes Geräusch die Stille. Er hörte plötzlich Schritte und Stimmen, die von irgendwoher zu ihm hindurch drangen. Unweigerlich schärften sich seine Sinne wieder und insgeheim verfluchte er denjenigen, der ihn zurück in diese verdammte Welt gerufen hatte!
„Ist er wach?“, fragte eine männliche Stimme undefinierbaren Alters.
„Sir, er kann nicht schlafen…wenn er nicht wach sein würde bedeutete das, er wäre tot!“, antwortete eine andere, älter klingende Stimme.
„Ah ja, richtig. Das Siegel des Pentagramms, ich vergaß. Verzeiht, ich bin nun mal einfach kein Gelehrter.“
Er konnte hören, wie sich eine Tür öffnete, die Schritte wurden lauter und dann sprach ihn jemand direkt an.
„Seyne Kra’Shira, Dämon ersten Ranges und Angehöriger der Kyrous. Wärest du wohl so freundlich mich anzusehen?“
Langsam öffnete Seyne die Augen. Er war es zwar eigentlich überhaupt nicht gewohnt irgendwem direkt zu gehorchen, doch was für einen Unterschied machte das schon? Ob er seinen zwangsläufigen Gesprächspartner nun ansah oder nicht war vollkommen egal…
Er blickte kurz darauf in das Gesicht eines jungen Mannes mit kurzen, schwarzen Haaren, dessen dunkle Augen ihn schon fast zu freundlich ansahen. In dem flackernden Licht einer Kerze, die dieser in der rechten Hand hielt konnte er zudem noch erkennen, dass es sich bei seinem Gegenüber keineswegs um einen Menschen, sondern um einen Elfen handelte.
Die langen, spitzen Ohren waren einfach ein zu markantes Merkmal dieser Rasse…
Irgendwie schaffte es Seyne dann sich von seiner halb knienden, halb stehenden Position wieder aufzurichten.
Seine Beine zitterten. Er hatte eigentlich schon längst keine Kraft mehr für eine solche Aktion, doch das Letzte, was er wollte war vor einem Elfen zu knien! Egal, was passieren würde, so tief würde er nicht sinken!
Dann zuckte jedoch auch noch ein brennender Schmerz durch seine Handgelenke und unsanft wurde ihm auch deren schlechter Zustand wieder bewusst.
Die schweren, eisernen Ketten, die seine Arme an die Wand hinter ihm fesselten, machten es ihm unmöglich sich wirklich zu bewegen. Sie schnitten sich regelrecht in seine Haut und Seyne wusste, dass sein rechter Unterarm gebrochen sein musste. Anders konnte er sich diesen stechenden Schmerz nicht erklären.
„Hm, wirklich unglaublich…nein, das meine ich ernst. Es ist beeindruckend, dass du noch stehen kannst. Das Pentagramm hinter dir müsste dich eigentlich völlig bewegungsunfähig machen und hinzu kommt ja auch noch, dass du seit…..hm…“, der Elf überlegte einen Moment, „…seit etwa drei Wochen weder Essen noch Trinken zu dir genommen hast! Tja, also ein Mensch wäre schon lange tot, das kannst du mir glauben…“, erzählte er lächelnd.
Seyne blickte ihn jedoch bloß kalt an. Was wollte dieser verfluchte Elf von ihm?
„Nun gut…ich sollte dir wohl besser erklären, weshalb ich hier bin, nicht wahr? Also, mein Name ist Elyrion, aber das musst du dir nicht merken. Du wirst mich wahrscheinlich sowieso nie wieder sehen und Namen sind in dieser Welt auch nicht mehr als Schall und Rauch, sie sind völlig unwichtig…also richte deine Aufmerksamkeit besser auf das, was ich dir jetzt sagen werde, denn das solltest du dir wirklich gut einprägen…und das meine ich ernst. Hör mir jetzt sehr gut zu, Seyne: In genau zwei Monaten, drei Tage bevor dich die Gelehrten umbringen würden, wird dich erneut jemand besuchen. Eine junge Frau, deren Augen heller leuchten als das Licht der Sterne. Sie wird dich vor eine Wahl stellen, Seyne…und auch, wenn dir ihr Vorschlag absurd vorkommen wird, solltest du sie auf keinen Fall zurückweisen! Denn sie ist deine letzte Chance. Sie kann dich retten…und damit meine ich nicht etwa vor diesen Ketten, dem Kerker oder dem Tod, nein….sie wird dir etwas zeigen, von dem du bis Heute noch nicht mal wusstest, dass es existiert…“
Der Elf wich einige Schritte zurück und näherte sich dabei dem Ausgang.
„Warte! Wer…was bist du? Woher weißt du das alles und…wie kannst du wissen….wie kannst du wissen, was passieren wird?“, fragte Seyne, wobei es ihm jedoch außerordentlich schwer fiel seine Stimme zu kontrollieren.
„Sieh mich einfach als so eine Art Schutzengel an.“, antwortete Elyrion, „ Keine Sorge, ich handle nicht im Auftrag der Götter, nein…die Götter interessieren mich nicht. Dein Schicksal ist für mich dagegen von großem Wert und auch wenn du jetzt noch nicht sonderlich viel verstehen wirst, kannst du mir glauben, dass ich auf deiner Seite stehe. Du wirst schon sehen: Alle Fragen werden sich im Laufe der Zeit von selbst klären…“
Wieder wandte Elyrion sich zum Gehen, doch Seyne verstand noch immer nicht.
„Du stehst auf meiner Seite? Wenn du wirklich auf meiner Seite bist, dann hol mich gefälligst hier raus! Warum hilfst du mir nicht?!“, fragte er und spürte dabei, wie viel Kraft ihn diese paar Worte kosteten.
„Du wirst durchhalten müssen, Seyne. Einen anderen Weg gibt es leider nicht, so Leid mir das auch tut. Ich kann dir nicht helfen…alles, was in meiner Macht steht ist dich auf das Bevorstehende vorzubereiten und dich auf den richtigen Weg zu lenken. Handeln und Entscheidungen fällen wirst du selber tun müssen. Mehr kann ich dir dazu nicht sagen. Lebe wohl, Dämon.“, sagte Elyrion und zog dann die alte, knarrende Tür hinter sich zu.
Und wieder war Seyne von Dunkelheit umgeben.
Zitternd knickten seine Beine ein und die Schmerzen an seinen Armen betäubten ihn.
Was zur Hölle war das grade gewesen? Dieser Elyrion…wer war er wirklich und stand er tatsächlich auf seiner Seite? Auf der Seite eines eigentlich mächtigen Dämons? Wie war das möglich…und was hatten seine Worte nur zu bedeuten? Ihn würde eine junge Frau besuchen?
Seyne entfloh ein kaltes, tonloses Lachen. Das war Schwachsinn!
Wer auch immer dieser Elyrion war, er hatte keine Ahnung. Niemand würde hierhin kommen, niemand würde ihn vor eine Wahl stellen und niemand würde ihn

1 2

Kommentare

Jeiy schrieb am 2008-04-02 16:01:06:
Hi Sturmkind,
Vielen vielen Dank ^^ So ein Kommentar freut mich wirklich!
Das Problem mit der Zeit kenn ich auch...mir geht es zurzeit genauso und ich komme auch nur noch sehr selten zum Schreiben, leider. Ich hoffe, das sich dies in nächster Zeit mal wieder ändert.
Mfg
Jeiy
Sturmkind schrieb am 2008-04-01 10:54:47:
Uh, noch so eine gute Geschichte.
Weißt du, wie sehr ich die Tatsache bedauer, dass ich jeden Tag nur so wenig Zeit habe? Ich möchte gerne am Ball bleiben und immerzu deine Geschichten verfolgen -.- Die Sucht mal wieder *kicher*

Weiter so! =)
Jeiy schrieb am 2008-02-28 15:50:53:
Hi Alucard!
Hey, vielen Dank! DIe Geschichte von 'Dunkelheit' ist in meinem Kopf schon im Groben fertig, jedoch fehlt mir im Moment einfach die Zeit, um an ihr weiterzuschreiben...ich werd mich aber bemühen und wenn ich hier nicht weiterschreibe, dann irgendwo anders, soviel steht fest ^^
Mfg
jeiy
Alucard schrieb am 2008-02-27 19:42:05:
Fantasyromane... unzählige gibt es, eigentlich sind themen wie Elfen udn dämonen ausgelutscht... jedoch... (ja, es komtm ein jedoch) .. ist deine Geshcihcte interessant. Mir persönlich gefällt sie sehr gut und ich würde serh gerne merh von deinem Dämon erfahren.
Anariel sagte bereits alles, was es zu kritisieren gäbe. Weiter so und dein Stil ist hammer, mit noch merh Erfahrung wirst du richtig richtig gut...
Gruß Raphael
Lucia schrieb am 2007-12-02 19:14:54:
Hallo Jeiy,
Ein interessanter Prolog. Im Gegensatz zu Anariel stört es mich eher, das Alter von Seyne nicht zu kennen ... keine Ahnung, wieso. Da ich schon weiß, dass es mit Liara weitergeht, habe ich mir auch nichts über seine weiteren Erlebnisse ausgemalt ... aber ich bin trotzdem gespannt. Dieses Pentagramm, und der Elf und die Frau ... sind sowas von aufregend! ^^ Freu mich auf die Fortsetzung.
Lg, Lucia
Jeiy schrieb am 2007-11-06 16:49:31:
Hallo Anariel
Wieder einmal vielen Dank für dein Kommentar und deine Tipps ^^ So etwas kann man ja immer gut gebrauchen!
Dass man nicht erfährt wie Seyne aussieht ist aber so gewollt, denn falls diese Geschichte weitergehen sollte, würde ich sehr wahrscheinlich mehr aus der Sicht einer anderen Person schreiben, Seyne würd dann wahrscheinlich sowieso erst später wieder auftauchen und dann würd ich ihn auch genauer beschreiben ^^
Tja, also dann mal sehn was draus wird
Mfg Jeiy
Anariel schrieb am 2007-11-05 20:39:31:
Hi,hi,hi..-kichert-
Das sind die Musen, Jeiy. Die sind derzeit sowas von aktiv.

Nun mir gefällt auch dieser Prolog gut. Allerdings hast du hier die eine oder andere etwas ungeschickte Formulierung drinnen wie zum Bleistift: "Essen und Trinken" "...weder Nahrung noch Wasser" würde besser klingen.
Außerdem könntest du die Gefühle usw. deines Dämonen noch etwas hervorheben. Zudem würde ihm etwas Wut auch noch gut zu Gesichte stehen. Zudem erfährt man, wenn ich mich nicht täusch, gar nicht wie Seyene aussieht? Kann sich demnach auch kein rechtes Bild von ihm machen.

Nun denn, wenn sich da eine Fortsetzung ergibt, dann werde ich de sehr gerne lesen.

Mit lieben Grüßen
Anariel

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.