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Kategorien > Fantasy > Düsteres & Geheimnisvolles

Dunkelheit Kap. 1

von Jeiy

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Donnernde Hufe jagten über den schlammigen Boden eines weitläufigen Feldweges. Der aufspritzende Schlamm verdreckte das eigentlich weiße Fell des Schimmelhengstes und jeder weitere Galoppsprung glich einem unvorsichtigen Schritt auf spiegelglattem Eis. Der Regen wollte einfach kein Ende nehmen und verwandelte jeden einzelnen Meter in eine sumpfähnliche Landschaft.
Es war kompletter Leichtsinn in einem solchen Tempo über das Land zu preschen, doch Liara blieb nichts anderes übrig. Die junge Reiterin hatte sich tief über den Hals ihres Hengstes gebeugt und versuchte zwischen der Dunkelheit der Nacht und dem unbarmherzigen Regenfall den Weg nicht aus den Augen zu verlieren.
Genau wie ihre langen, goldblonden Haare war auch ihre Kleidung schon von Wasser durchnässt und sie spürte, wie die Kälte bereits in ihre Knochen kroch.
Sie brauchte dringend eine Pause, sie musste sich ausruhen und wieder aufwärmen, sonst würde sie vermutlich noch erfrieren! Doch sie konnte nicht anhalten, noch nicht…
Vorsichtig blickte sie über ihre Schulter. Sie wusste, dass sie noch immer verfolgt wurde, auch wenn sie bei diesem Wetter nichts erkennen konnte und sie trieb ihren Schimmel daher weiterhin vorwärts.
Die Sakraha gaben eine Verfolgung niemals so ohne weiteres einfach auf und sie würden es auch dieses Mal nicht tun, das wusste Liara. Aber immerhin hatte sie eine Chance zu entkommen, denn so schlimm dieses Wetter auch sein mochte, es brachte ihr auch einen Vorteil…
Da die Sakraha meist in Form von Raben oder weißen Tauben auftraten störte sie der Regen um Einiges mehr als beispielsweise ein Pferd. Sie verloren irgendwann ihre Orientierung, das Fliegen fiel ihnen schwerer und schwerer und spätestens wenn Liara die nächste Stadt erreichen würde, wüsste sie, dass ihre Flucht geglückt war. Zumindest fürs Erste…
Die junge Frau schmiegte sich noch enger an den Körper ihres Pferdes. Wenn sie doch nur wüsste, wie sie diese geflügelten Biester loswerden könnte! Es wurde immer schwieriger für sie sich vor ihnen zu verstecken und völlig gleich wie harmlos sie auch aussehen mochten, sie waren verdammt gefährlich…
Das aufgeregte Schnauben ihres Hengstes riss sie jedoch wieder aus ihren Gedanken. Langsam hob Liara ihren Kopf. Sie konnte mehrere verschwommene Lichter erkennen, die sich nur wenige hundert Meter weit entfernt befinden mussten. Eine Stadt!
Erleichtert seufzte sie auf und ließ ihren Schimmel dann in einem etwas ruhigerem Tempo auf ihr Ziel zu galoppieren. Die Sakraha würden sie nicht mehr einholen können, soviel stand fest. Sie hatte es erneut geschafft ihnen zu entkommen! Was für ein Glück…
Nach nur wenigen Minuten erreichte sie dann die dunklen Stadtmauern und fast augenblicklich kamen ihr drei Männer entgegen, die in schwarze Kapuzenmäntel gehüllt waren. Ihre Gesichter konnte man nicht erkennen und sie machten nicht grade einen freundlichen Eindruck.
Trotzdem stellte sich Liara so gefasst und ruhig vor, wie es ihr möglich war.
„Ich bitte vielmals um Entschuldigung für die späte Störung. Mein Name ist Liara. Ich bin nur eine Reisende, die nach einer Unterkunft sucht und ich wäre euch wirklich zu großem Dank verpflichtet, wenn ihr mich einlassen würdet.“, sagte sie.
Doch keiner der drei Männer rührte sich.
„Ich bitte euch! Wollt ihr mich etwa hier im Regen und der Kälte stehen lassen? Das würde meinen Tod bedeutet!“, fuhr Liara dann mit deutlich erhobener Stimme fort. Ja, sie würde tatsächlich sehr wahrscheinlich sterben, wenn sie draußen blieben würde, doch sie zweifelte stark daran, dass die Natur dafür verantwortlich sein würde…
Und endlich trat einer der drei Vermummten nach vorne.
„Wir haben gesehen, wie Ihr auf unsere Stadt zugeritten seid, junge Frau und egal für wie einfältig Ihr uns auch halten mögt uns ist sehr wohl aufgefallen, dass Ihr keine gewöhnliche Reisende sein könnt. Mit einer solchen Geschwindigkeit würde kein normaler Reisender durch die Gegend reiten, schon gar nicht wenn der Boden so gefährlich rutschig ist wie Heute. Nein, auf uns wirkte das Ganze eher wie eine Flucht…“, sagte der Mann mit erschreckend kalter Stimme, „Und auch, wenn wir bis jetzt noch keine Verfolger ausmachen konnten, werden wir Euch auf keinen Fall in unsere Stadt eintreten lassen, wenn das Gefahr für uns bedeuten könnte.“
Liara richtete sich zu ihrer voller Größen auf und funkelte den Mann böse an. Ja, es stimmte ja, dass sie verfolgt wurde, aber diese Verfolger stellten nur für sie alleine eine Gefahr dar. Nur sie alleine war bedroht und wenn sie sich dessen nicht hundertprozentig sicher gewesen wäre, hätte sie die Sakraha auch sicherlich niemals in eine voll bewohnte Stadt geführt!
„Hören Sie, ich bin absolut ungefährlich! Ich werde von niemandem verfolgt, der dieser Stadt hier schaden könnte, das versichere ich Ihnen und wollen Sie auch wissen, weshalb ich grade so verdammt schnell geritten bin? Ganz einfach: Haben Sie sich schon mal das Wetter genau angesehen? Ich bin ja jetzt schon völlig nass und durchgefroren und ich hatte eigentlich vorgehabt diese Stadt noch lebend zu erreichen! Bitte, alles was ich will ist es mich auszuruhen, meine Sachen zu trocknen und wieder halbwegs zu Kräften zu kommen und wenn Sie wollen verlasse ich eure Stadt auch schon morgen wieder. Also bitte…würdet Ihr freundlicherweise mein Leben retten?“
Liara wusste, dass sie nun viel Glück brauchte. Schon ein einziges ’Nein’ dieser Männer würde ausreichen, um sie einer gewaltigen Gefahr auszusetzen. Sie konnte nur hoffen, sie überzeugt zu haben…
Der vermummte Mann drehte sich fragend zu seinen Begleitern um und zu Liaras Erleichterung nickte einer von ihnen kaum merklich.
„Nun gut. Wir erlauben Euch diese Nacht in unserer Stadt zu verbringen. Die Gasthäuser müssten noch alle geöffnet haben und es dürften auch noch einige Zimmer leer stehen.“, erklärte er, „Und die Ställe haben auch noch genügend Platz, soweit ich weiß.“, fügte er dann noch, mit einem flüchtigen Blick auf den Schimmel hinzu.
„Aber wir können Euch wirklich nur diese eine Nacht zur Verfügung stellen. Ihr müsst verstehen, dass wir einer Fremden, die mitten in der Nacht auftaucht zwangsläufig etwas misstrauen müssen. Im Laufe des nächsten Tages solltet Ihr also besser wieder weiterreisen. Wir wollen zwar einerseits nicht für den Tod einer Reisenden verantwortlich sein, aber andererseits wollen wir unsere Stadt auch keiner unnötigen Gefahr aussetzten. Also: Ihr dürft eintreten, euch ausruhen und Eure Kräfte regenerieren…aber morgen müsst Ihr weiterreisen. Wir hoffen Ihr seid damit einverstanden, denn mehr können wir Euch leider nicht anbieten.“
Ein leichtes Lächeln erschien auf Liaras Gesicht. Eine Nacht war besser als Nichts.
„Ich danke euch wirklich und ich versichere euch, dass ich dieser Stadt in keinster Weise schaden werde.“, sagte sie.
Ihr Gesprächspartner, dessen Gesicht sie noch immer nicht erkennen konnte, nickte.
„Dann folgt mir.“, sagte er und wandte ihr dann den Rücken zu.
Liara schwang sich daraufhin von dem Rücken

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Kommentare

Jeiy schrieb am 2007-12-05 18:04:19:
Hallo Lucia,
Vielen dank für deine Kommis (hier und auch beim Prolog von 'Dunkelheit'). Mittlerweile finde ich leider kaum die Zei tzum Schreiben aber gedanklich steht bei mir eigentlich schon die gesamte Geschichte fest ^^ (wie fast immer) - und es hängt auch alles irgendwie zusammen, auch Seyne wird noch mit einbezogen werden. Nun ja, aber dafür müsste ich erstmals wieder genügend Zeit haben. Dann werde ich auch sicherlich weiter schreiben! Versprochen ^^
Mfg
Jeiy
Lucia schrieb am 2007-12-02 19:06:56:
Hallo Jeiy,
Mir gefällt dieser Anfang einer Geschichte, er verspricht allerdings ziemlich viel - hoffentlich kannst du das halten. ;) Die drei Punkte, die oft vorkommen, haben mich nicht wirklich gestört. Auf mich machen sie eher den Eindruck von etwas Nachdenklichem. Würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen!
Lg, Lucia
Anariel schrieb am 2007-11-18 01:53:00:
Das freut mich, wirklich sehr, dass dir meine Bemerkungen und Kommis helfen und was bringen. Eigentlich kommentiere ich gerne Geschichten, nur komm ich oft nicht dazu. Bin ja selber über jeden Kommi und jeden Tipp und Vorschlag froh.

Ah, gut zu wissen was die Punkte bedeuten. Sowas muss man schon wissen;)

LG Anariel
Jeiy schrieb am 2007-11-16 14:14:14:
Wieder einmal vielen Dank für dein Kommi ^^ Deine Kritik hilft mir wirklich oft weiter und ich freu mich echt über jeden Tipp oder Verbesserungsvorschlag.
Was diese drei punkte angeht, die stehen einfach für eine Pause. Viele Leute machen ja nen Absatz wenn sie eine gedankliche Pause einfügen wollen, aber ich finde diese punkte einfach platzsparender ^^ Also: drei punkte heißt bei mir immer kleine Pause ^^
mfg
Jeiy
Anariel schrieb am 2007-11-15 23:43:49:
So, endlich komm ich dazu hier nen Kommi zu schreiben.

auf jeden Fall beginnt es sehr spannend und geheimnisvoll. Am Anfang bin ich über die Formulierung "kompleter Leichtsinn" gestolpert, weiß aber nicht so genau warum. Und irgenwo hast du anstatt bleiben blieben geschrieben. Warum hast du hinter "sie waren verdammt gefährlich.." drei Punkte gesetzt und kein Ausrufezeichen um diese Aussage zu betonen? Du hast das öfter in dem text gemacht, also diese drei Punkte. Ganz ehrlich, das gefällt mir nicht wirklich.

Nun denn, ich werde eine Fortsetzung gerne lesen.

Mit lieben Grüßen
Anariel

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