Dunkle Gasse
von
Laluu
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ich ging durch eine dunkle Gasse. es war kalt und ein feiner nieselregen rieselte in mein Gesicht. ich hörte nur die Geräusche einer fernen Autobahn und zwischendurch ein rascheln in den Büschen was mich immer wieder zusammen zucken lies. mich fröstelte, der regen wurde stärker und von meiner nasenspitze tropfte ein kleiner Wassertropfen auf die Straße. dann ging ich einen schritt schneller denn ich wollte schnell nach hause kommen, in mein warmes bett. Plötzlich hörte ich ein grässliches Geräusch was mir das blut in den Adern gefrieren ließ. es hörte sich an als wenn jemand mit den Fingernägeln über eine Tafel kratzen würde, nur noch viel schlimmer. das Geräusch schien von allen Seiten zu kommen und ich wurden den Gedanken nicht los, dass dieses ekelhafte Geräusch von einem mehr oder weniger lebendigem wesen kam. Ich bemerkte, dass ich vor schreck stehen geblieben war und hastete weiter. das Geräusch wurde leiser mit jedem schritt den ich tat. schließlich hörte ich nur noch die Autobahn und das prasseln des regen. dann sah ich einige lichter vor mir auftauchen. Erleichtert atmete ich auf. Es waren die Straßenlaternen der Straße in der ich wohnte. Jetzt war es nicht mehr weit bis nach hause und ich beschloss mir zu hause einen schönen heißen Tee zu genehmigen der mich wieder aufwärmen sollte.
Als ich zu hause ankam zog ich meinen nassen Mantel aus, ging in die Küche und setzte Wasser für einen Tee auf. Dann machte ich ein Feuer im Kamin und ging zurück in die Küche. Wenig später saß ich mit einer Tasse heißem, dampfendem Pfefferminztee in meinem Lieblinssessel vor dem Kamin und genoss das Gefühl der Wärme die zurück in meinen Körper strömte. Meine Gedanken kehrten zurück zu dem Geräusch was mich vorhin so erschaudern lassen hatte. was könnte es wohl gewesen sein? Ich versuchte eine vernünftige Erklärung zu finden. an Geister und den ganzen kram glaubte ich nicht. Vielleicht waren es nur zwei Katzen die gekämpft hatten. aber wäre das so laut gewesen und hätte sich das nicht anders angehört, nicht so grässlich und lang gezogen? weiter kam ich nicht mit meiner Überlegung, etwas großes Schwarzes klopfte gegen meine Fensterscheibe. vor schreck blieb ich wie erstarrt sitzen und starrte bestimmt noch zehn weitere Minuten auf mein Fenster, nichts rührte sich mehr.
ein knallen ließ mich aufschrecken, ich musste eingeschlafen sein. eine Windböe zerrte an meinen haaren und meinen Kleidern, das Feuer wurde ausgeblasen. Eine Windböe? woher kam in meinem Zimmer eine Windböe? etwas nasses tropfte auf meinen kopf. war mein dach undicht? Dann ertönte in meinen Ohren wieder dieses Geräusch, das Geräusch was ich noch vor kurzem in der Gasse gehört hatte. Panik überfiel mich. Ich wollte flüchten, doch wohin? Und vor allem wovor eigentlich? Ich blieb einfach in meinem Sessel sitzen und rührte mich nicht. Plötzlich fuhr etwas durch mein haar, es fühlte sich etwa so an wie eine hand, eine sehr knochige hand. Die hand, oder was auch immer, krabbelte an meinem Ohr vorbei auf meinen hals zu. Ich wollte schreien, meine ganze angst heraus schreien, doch aus meiner kehle kam nur ein leises wimmern. Dann zuckte die hand, ich war mir jetzt sicher, dass es eine hand war zurück. Erleichtert wollte ich aufatmen, doch bevor ich dazu kam wurde alles noch viel schlimmer. Eine gestalt in einen dunklen umhang mit Kapuze gehüllt sprang von der Zimmerdecke direkt vor meine Füße und blies mir ihren, nach verwesendem stinkenden Atem ins Gesicht. .Aus den Ärmeln des Umhangs schauten knochige Finger heraus. Füße konnte ich nicht sehen, denn das wesen schwebte ein gutes stück über dem Boden. was unter der Kapuze verborgen war, konnte ich nicht erkennen.
Ich saß da, tief in meinen Sessel gepresst und starrte voller Grauen auf die gestalt, die sich jetzt langsam vorbeugte und mit ihrem Gesicht immer näher an meines kam. Als das Gesicht nur noch wenige Zentimeter entfernt war, sah ich in hasserfüllte Augen die so schwarz wie die Nacht waren. Sie saßen zusammen mit einer halb zerfetzten Nase und einem verkrusteten, lippenlosen mund in einem blutleeren Gesicht. Die gestalt schrie mir ins Gesicht, so schrill und hoch, dass ich glaubte mein kopf müsse zerspringen. Diesen schrei hörte ich nicht zum ersten Mal in dieser Nacht. Jetzt sah ich auch, was mir vorhin auf den kopf getropft war: Flüssigkeit, die aus Augen, Nase und mund des Ungeheuers lief. das wesen hauchte mir noch mal seinen stinkigen Atem ins Gesicht dann säuselte es mit einer hohen, kalten stimme komische Wörter vor sich hin, irgendeinen Spruch in einer fremden Sprache. Auf Einmal wurde mir kalt und kälter. so kalt, dass ich nicht einmal mehr mit den zähnen klappern konnte. ich war der Kälte und dem wesen welches diese Grabeskälte ausströmte hilflose ausgeliefert. der Spruch des Wesens endete mit einem hohen schrei und ich fiel. Ich fiel in eine bodenlose schwärze.
als ich wieder zu mir kam, fühlte ich mich seltsam verändert und ich wusste nicht wieso ich auf dem Fußboden, vor meinem Sessel lag. plötzlich überkam mich dann ein vollkommen neues Gefühl. ein sehr schönes Gefühl allerdings. ich wollte töten, gnadenlos töten
alles und jeden der mir in die quere kam. ich fing an zu lachen. Ich hatte ein sehr schönes lachen, so schrill und hoch, fast so als würde man über eine Tafel kratzen, nur noch viel schöner. Auf der suche nach einem Opfer schwebte ich aus dem offenen Fenster, in die dunkle Nacht hinaus.
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Kommentare
andji schrieb am 2009-03-05 12:49:19:
ich verschte nicht wie sie zuerst in ein loch fallen kann aber nacher wieder vor ihrem sessel liegen kann.und ich finde es eklig das die fluessigkeit auf ihrem kopf faellt .sonst ist es gut..................
Lynn! schrieb am 2009-03-02 14:06:16:
Oha, diesem Ding will ich nicht begegnen! Echt gut erzählt...
andji schrieb am 2009-03-01 14:26:33:
eine super geschichte.....mach weiter so.....schreib noch mehr....
Julia schrieb am 2009-02-02 16:55:14:
Hey :)
hast ne echt coole Geschichte geschrieben ;)
Lili schrieb am 2008-11-04 10:33:29:
Kompliment, eine super Geschichte. Du hast Talent, ich warte auf mehr Geschichten.
Schaurig liebe Grüsse, Lili
Desdemona schrieb am 2008-10-11 14:20:04:
Wow...die Geschichte hat mich ebenfalls total in ihren Bann gezogen...Ich war so ins Lesen vertieft das ich gar nicht mitbekommen habe wie meine Zimmertür aufging und mein kleiner Bruder herein kam...er fing plötzlich an zu schreien weil eine Spinne auf seinem Bett war..xD ich hab mich so verjagt ^^
Dunkle Grüße
Desdemona
1.kla$ schrieb am 2008-04-10 16:15:30:
war eine sehr gute Geschichte und sehr geholfen eine gute Note zu grigen danke vielen vielen dank
Bonita schrieb am 2007-11-18 18:32:23:
WOW!!! Deine Geschichte hat mich ebenfalls vollkommen gefesselt!!! Der Inhalt ist dir wirklich super gut gelungen! Aber an deiner Groß- und Kleinschreibung müsstest du noch gewaltig arbeiten!!!
Liebe Grüße
deine Bonita
Laluu schrieb am 2007-11-02 21:22:20:
vielen dank für die kommentare!!....die nächste geschichte ist schon fertig und landet auch bald hier.
lg laluu
Mieze95@web.de schrieb am 2007-11-02 17:40:35:
Cool schreib noch welche XD
Sille schrieb am 2007-10-27 01:52:54:
Deine Geschichte gefällt mir echt gut, wenn ich erlich bin habe ich mich auch ganz schön verjagt als die Tür, mitten beim lesen, aufging. ^^
Du hast echt Talent, gefällt mir sehr gut!!!
Mach Weiter so!!!
cali schrieb am 2007-10-19 22:41:50:
dein ansatz gefällt mir aber die umsetzung nicht so sehr
JazzMina schrieb am 2007-10-12 23:16:52:
Eine sehr schöne und fesselnde geschichte!
Hat mir super gefallen
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