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Kategorien > Fantasie und Liebe > Fantasie und liebe

Dunkle Gedanke (Kapitel 26)

von Elina

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Doch kurz bevor es mich erfasste, zischte ein Schatten auf mich zu und riss mich von den Füßen und auf den Bürgersteig, auf dem Zahra vollkommen schockiert hockte.
Was oder besser gesagt wer war das?
»Das... Auto...«, murmelte Zahra wie ein Gespenst.
Ich krabbelte auf allen Vieren zu ihr und zog sie zu mir. »Es ist ja gut... nichts ist geschehen...«
Sie sah kurz zur Straße, dann zu mir.
»Du IDIOOOOT!!!«, schrie sie mich plötzlich an.
Erstarrt blickte ich in ihr blasses Gesicht.
Häh?
»Wie konntest du nur...!« Ihre Stimme versagte, sie senkte den Kopf.
Was? Aber ich... ich hatte sogar mein Leben riskiert, um sie zu retten!!!
»Ja eben...«, flüsterte sie, ihre Stimme klang traurig.
Weinte sie...?
Meine Hand wanderte wie von selbst zu ihrem Gesicht und hob es an. Ihre Augen waren etwas rot und Tränen glänzten auf ihren Wangen.
»Wieso... tust du so etwas...? Wieso... für mich...?«
Wieso...? Wieso ich sie gerettet hatte?
»Ist das... nicht selbstverständlich...?« Nun war ich verwirrt.
Sie senkte wieder den Kopf.
»Ich dachte... ich dachte wirklich...« Wieder brach ihre Stimme ab.
Das Gefühl, dass mich plötzlich überfiel, konnte ich nicht beschreiben. Mit einem Mal hatte ich diesen unbändige Verlangen, sie in den Arm zu nehmen und nie wieder los zu lassen.
Doch ich tat es nicht.
Ich wusste, wenn ich es tat, würde ich sie für immer verlieren... Keine Ahnung warum, aber ich wusste es.
Vielleicht weil das alles hier nur ein Spiel war? Ein dummes Spiel, angezettelt durch mein idiotisches Verhalten.
Also strich ich ihr nur über den Kopf. »Mir geht’s gut.«
Ich hatte zwar keine Ahnung, warum, aber mir ging es wirklich gut. Verwundert musste ich an diesen Schatten denken, der mich gerettet hatte.
Was war das gewesen?
Und warum... hatte das Auto keinerlei Anstalten gemacht, zu bremsen? Wieso wirkte es so absichtlich?
»Ich habe... eine Stimme gehört. Aus der anderen Richtung. Sie sagte etwas von wegen: Nun wirst du für immer verschwinden...!«, erklärte Zahra, die meine Gedanken verfolgt hatte.
»Heißt das... es wollte dich jemand mit seinen Gedanken ablenken, damit du das Auto nicht bemerkst?«
Was für eine hirnrissige Idee! Niemand wusste, dass sie Gedanken lesen konnte... Woher auch? , fragte ich mich selbst.
»Ja, du hast Recht... das kann nicht sein.«, antwortete sie meinen unausgesprochenen Gedanken, »Niemand außer meiner Familie, meinen Freundinnen und dir weiß es.« Zähneknirschend rappelte sie sich auf.
»Wahrscheinlich war es einfach nur ein besoffener Idiot.«
Auch ich stand auf und folgte ihr. War sie nun sauer oder traurig oder beides?
»Hey, Ben.«, sagte sie auf einmal und ich blieb alarmiert stehen.
Was kam jetzt?
»...Danke.«
Damit lief sie weiter und ich starrte ihr nur noch überrascht hinterher.
Als ich dann nach Hause kam, schwirrte mein Kopf. Einerseits kehrten die Bilder des herannahenden Autos immer wieder zurück, doch jedes Mal, als ich dachte, ich wäre komplett verzweifelt, hörte ich Zahras Dank und schon war jegliches schlechtes Gefühl vergangen.
Seit wann war ich so bescheuert?
Meine Mutter hatte seit unserem Gespräch immer dieses zufriedene Grinsen auf den Lippen, immer wenn ich an ihr vorbei ging...
Augenrollend passierte ich sie jedes Mal wortlos und bereute, ihr in die Augen gesehen zu haben...
In meinem Zimmer legte ich mich dann auf mein Bett und starrte bestimmt zehn Minuten die Decke an.
Mein Handy lag neben mir. Ich sollte ihr eine SMS schreiben, wann wir ins Kino gehen können, dachte ich.
Also nahm ich mein Handy und begann zu tippen. Doch kaum hatte ich »Hallo« geschrieben, löschte ich es wieder.
»Hallo« klang wohl doch etwas zu förmlich, immerhin war sie offiziell meine Freundin.
Also tippte ich »Hey«, doch auch dies löschte ich gleich wieder. Das klang wohl irgendwie zu kumpelhaft... Aber andererseits wussten wir beide ja, dass wir nicht wirklich zusammen waren und niemand anderes las die SMS... also doch wieder »Hallo«?
Aber »Hallo« konnte ich sogar jemandem schreiben, den ich kaum kannte und so unbekannt war sie mir dann doch nicht...
Oh Gott, was machte ich denn?! Überlegte ich tatsächlich, welche Begrüßung am passendsten war?! War ich total bescheuert?
Ja, lachte eine Stimme in mir, das bist du! Das ist jeder, der verliebt ist!
Na ganz toll...
Nach fünf Minuten entschloss ich mich dann »Hi« zu schreiben. Für den Rest der SMS brauchte ich dann schließlich nochmal eine halbe Stunde, wobei die Zeit, in der ich nachsah, was derzeit im Kino lief, nicht mit eingerechnet war.
»Handle einfach nach deinen Gefühlen und hör auf, darüber nachzudenken.«
Ich erinnerte mich an Pits Worte. »Wie soll das bitte gehen?! Das ist einfach unmöglich!!!«, schrie ich die Decke an und wälzte mich im Bett umher.
Vor allem, da es Zahra war, die Klassenbeste mit dem fotografischen Gedächtnis. Wenn ich nicht mein Gehirn anstrengte, kam ich mir ihr gegenüber wie ein totaler Trottel vor...
Die Tür zu meinem Zimmer wurde geöffnet und meine Mutter stand mit besorgter Miene in der Tür. »Ist alles in Ordnung? Was schreist du denn so?«
Ich seufzte tief und ihr Gesicht veränderte sich. Nun sah sie wissend aus.
Sie setzte sich zu mir ans Bett und blickte mir in die Augen. »Ist es wegen dem Mädchen?«
Ich nickte. »Ich weiß nicht, wie ich mit ihr umgehen soll. Jemand hat mir gesagt, ich soll nicht darüber nachdenken sondern einfach nach meinen Gefühlen handeln, aber das geht einfach nicht. Ich denke viel zu viel darüber nach!!!«
Sie lachte nur. »Dass ich dich das mal sagen höre. Sonst denkst du immer zu wenig.«
Ein strafender Blick meinerseits traf sie und sie versuchte, sich etwas zusammen zu reißen. »Okay... ich weiß was du meinst. Aber du solltest einfach versuchen, zuerst auf deine Gefühle zu hören und diese dann durch ein paar Überlegungen nach außen kehren.«
Wie ein Schaf sah ich sie an. Was?!?!
»Bist du schon ihr Freund oder nicht?«, fragte sie daraufhin mit genervtem Unterton.
Als ich nickte, fasste sie ihren Kommentar einfach zusammen: »Sei einfach du selbst, okay? Sie wird wohl kaum mit dir zusammen sein, wenn du ihr nicht so gefällst, wie du bist.«
Ja toll, genau das war das Problem... Eigentlich waren wir ja gar nicht zusammen, weil sie mich genauso liebte wie ich sie.
Das alles war nur, weil ich dieses dumme Angebot gemacht hatte...!
Und wieder einmal hätte ich mich dafür ohrfeigen können.
Wie wäre es wohl gewesen, wenn ich ihr dieses dumme Angebot nie gestellt hätte?
Ich hätte mich wie ein Gentleman verhalten können und einfach sagen können: »Keine Angst, dein Geheimnis ist bei mir in Sicherheit. Mach dir keine Sorgen.«
Aber nein, stattdessen erpresste ich sie...
Bestimmt hasste sie mich mit jedem Tag, den sie meine Freundin sein musste, mehr.
Wie wäre es wohl zwischen uns gelaufen, wenn ich von Anfang an nett gewesen wäre...? Wenn ich ihr von Anfang an mein wahres Ich gezeigt hätte und nicht so machohafte Sprüche geklopft hätte...?
»Na dann viel Glück.!« Meine Mutter verließ, scheinbar zufrieden, mein

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Kommentare

Lindsay schrieb am 2010-03-08 18:32:31:
WOW!
Die Geschichte ist echt super!
lulu schrieb am 2010-03-04 17:31:50:
Cool,es wir immer besser ;D
Moon Dancer schrieb am 2010-03-04 14:36:00:
deine geschichte ist echt hamma! schnell weiter!!
lg
devil_cookie schrieb am 2010-03-03 18:00:55:
Hey
Also ich verfolge deine Geschichte schon ziemlich lange und bin immernoch begeistert :D
Respekt für deine Ideen und ich freue mich schon auf den nächsten Teil^^
!!! schrieb am 2010-03-03 17:24:31:
Du kannst doch nicht an der Stelle aufhören!!!
Schreib schnell weiter!!!

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