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Kategorien > Fantasie und Liebe > Fantasie und liebe

Dunkle Gedanken (28)

von Elina

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Als ich sie schließlich nach Hause brachte, bemerkte ich, wie sie immer wieder unauffällig nach hinten und zur Seite schielte.
»Hey, ist irgendwas...?« Augenblicklich hatte ich ein mulmiges Gefühl...
»Nein... es ist... nichts.« Ihre Augen zeigten mir eindeutig, dass dies nicht der Fall war.
»Zahra wird verfolgt. Sie war das Ziel dieses Anschlags.« Wieder kamen die Worte Pits in mein Gedächtnis.
Das war nur ein Traum, redete ich mir selbst ein, auch wenn ich wusste, dass hier wirklich etwas oberfaul war...
Zahra sah mich plötzlich von der Seite an und schien einen Moment entsetzt zu sein.
Oh Mist...! Sie hatte den Gedanken gelesen...!
»Es war ja nur ein Traum.« Lachend winkte sie ab und ging weiter.
Wir kamen bei ihrem Haus an und einen Moment war sie unschlüssig. Sie blieb vor der Tür stehen und sah mich an.
Dann verzog sie genervt den Mund und murmelte: »Danke...«
Was war das für ein Dank?!
»Beschwer dich ja nicht, du hast mich schließlich eine Stunde warten lassen.«, antwortete sie wieder mal auf meine Gedanken und drehte sich zur Tür.
»Es... tut mir Leid... wirklich...« Ich hatte wirklich ein schlechtes Gewissen, auch wenn das das schönste Date meines Lebens war.
Badum. Badum. Wieder mal meldete sich mein Herz und meine Augen fixierten ihr Gesicht.
Sie war einfach so wunderschön...
»A... Also dann...« Nervös wischte sie sich eine Strähne aus dem Gesicht.
In dem Moment ging die Haustür auf und Nadine und Jan standen davor.
»Ben...?«, fragte Jan überrascht.
»Jan...?«, fragte ich zurück.
»Warum seid ihr so überrascht?« Nadine grinste. »Immerhin ist Ben Zahras Freund und Jan meiner, nicht wahr?«
Kichernd klammerte sie sich an seinen Arm während er nur nervös nickte.
Zahras Augen verengten sich und prüfend sah sie zwischen den beiden hin und her.
Was mir gar nicht gefiel, war, dass Jan Zahra interessiert und überrascht musterte.
Natürlich... wenn sie so aussah...
Reflexartig packte ich daher Jans Arm und zog ihn nach draußen. »Du wolltest doch gerade gehen, oder?«
Warnend blickte ich ihn an, er zuckte etwas zusammen, nickte allerdings wieder und wand seinen Blick von Zahra ab.
Gut so.
Nadine kicherte. »Na dann, wir müssen langsam ins Bett.« Damit zog auch sie Zahra nach drinnen, winkte kurz und ließ dann die Tür ins Schloss fallen.
»Sag mal, was sollte dieser Blick?« Wütend schubste ich ihn die Treppen hinab.
Ich musste mich zusammenreißen, ihn nicht anzuschreien...
»Sorry, Mann.« Nervös kratzte er sich am Kopf.
Wir gingen ein paar Meter, dann flüsterte er plötzlich: »Du meinst es also wirklich ernst mit ihr...«
Ich nickte langsam und wieder begann mein Herz zu rasen.
Irgendwann bekam ich noch einen Herzinfarkt, wenn das so weiter ging...
»Und hast du ihr schon gesagt, dass du sie liebst?«
Schockiert strauchelte ich und fiel beinahe über meine eigenen Füße. »W... Was?!«
Er seufzte nur. »Mann, wie soll sie es denn sonst jemals herausfinden...?«
Ein paar Schritte schwieg ich. »Gar nicht.«
»Gar nicht?!«, schrie er plötzlich und ein paar Vögel, die in den Bäumen gesessen hatten, ergriffen die Flucht.
Nervös sah ich mich um. Gut dass es schon so spät war...
»Spinnst du?«, meckerte ich ihn an. »Schrei es noch lauter!«
»Wieso willst du es ihr nicht sagen?!«
Ich blickte auf das Kopfsteinpflaster. »Weil sie mich wahrscheinlich hasst...«
Erstaunt blieb er stehen.
Dann senkte auch er den Kopf und seufzte. »Wegen dem Deal, den du ihr aufgedrückt hast?«
Langsam nickte ich. Ja... alles nur wegen meines dummen Vorschlags...
Ich hatte mir selbst alle Chancen genommen, von ihr geliebt zu werden... ich selbst hatte dafür gesorgt, dass sie mich hasste.

Zu Hause angekommen ging ich schnurstracks in mein Zimmer.
»Nach einer Woche ist alles vorbei.«, murmelte ich und sah mich im Spiegel an.
Es hatte geschneit. Meine Haare waren ganz verklebt.
»Nur noch sechs Tage...« Schlecht gelaunt blickte ich auf meinen Kalender und stellte fest, dass genau dann Weihnachten war. Der 24. Dezember sollte also das Ende sein... Wie ironisch.
»Hey, in sechs Tagen ist Weihnachten! Was machst du für ein Gesicht?« Meine Mutter stand grinsend hinter mir.
»Ach, nichts...« Ich konnte ihr unmöglich erzählen, was los war... Sie könnte es nicht verstehen.
Schweigend sah sie mich an. »Hast du immer noch Probleme mit deinen Gedanken...?«
»Nein.«, wiegelte ich sofort ab, bereute es allerdings gleichzeitig. Das wäre die perfekte Ausrede gewesen! Wieso musste ich immer meine Gedanken aussprechen?!
Sie sah mich immer noch an und ich sah ihr deutlich an, wie ihr die Frage auf der Zunge brannte. Aber sie ließ es sein.
»Lad sie doch mal zum Abendessen ein.« Lachend boxte sie mir in die Seite und in dem Moment war ich wirklich froh, dass uns niemand sah. Mütter waren manchmal so peinlich...
Aber Moment...! »Abendessen? Bei uns...?!« Entsetzt blickte ich ihr grinsendes Gesicht an.
»Ja, warum nicht? Immerhin ist sie deine Freundin!«

»Abendessen?«, wiederholte Zahra ungläubig am nächsten Tag, als wir uns vorm Kindergarten trafen.
»Ja...«, seufzte ich, »Meine Mum besteht darauf, dich kennen zu lernen...«
Fragend hob sie eine Augenbraue und ihr Mund verzog sich skeptisch. »Du hast deiner Mutter von mir erzählt?«
Verdammt. »Ja...« Wie wollte ich da wieder raus kommen...?
»Wieso?«
Ich wusste, dass diese Frage kommen würde...
Antworte mit deinen wahren Gefühlen! , rief eine Stimme in mir.
»Ich... ich musste ihr ja schließlich sagen, wo ich immer hin gehe.«
Feigling. Elender Feigling.
»Ah... natürlich.« Einen Moment schien sie etwas enttäuscht, dann drehte sie ihren Kopf zur Seite und schwieg.
So gingen wir bis zur Schule. Ich konnte nichts mehr sagen, weil ich Angst hatte, sonst jeden Moment meine Gefühle zu verraten und sie schien aus irgendeinem Grund betrübt zu sein und nicht reden zu wollen.
Den ganzen Tag dauerte diese Stimmung zwischen uns so an.
Ich muss was machen, dachte ich während Deutsch, ich muss mit ihr reden.
»Ben!!!«, schrie mich jemand an.
Oh, meine Deutschlehrerin...
»Hallo!«, rief ich zurück und die gesamte Klasse lachte.
Alle, außer einer.
»Beantwortest du mir nun bitte die Frage?«, drängte meine Lehrerin genervt.
»Welche Frage?«
»Hast du mal wieder vor dich hingeträumt?« Sie tat so, als sei sie entrüstet, aber so langsam müsste sie das wirklich schon gewöhnt sein...
»Ja.«, antwortete ich wahrheitsgemäß und wieder ertönte vereinzeltes Gekicher.
»Willst du mich ärgern?«
Ja. Nein, sag das nicht!
»Ähm... was ist Ihre Definition von »ärgern«?«
Die Klasse flippte wieder aus.
Seufzend gab sie die Diskussion nun auf. »Beantworte einfach Frage drei auf dem Arbeitsblatt, ja?«
Ich nickte und versuchte mein Bestes.
Überrascht sah sie mich daraufhin an. »Du kannst es ja, wenn du nur willst. Träum nicht wieder so viel, ja?«
Damit widmete sie sich der Tafel und ich sah wieder nachdenklich aus dem Fenster.
Wie konnte ich es anfangen, mit ihr zu reden...?
In dem Moment segelte ein Zettel von meinem Nachbarn herüber.
Er war von

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Kommentare

lulu schrieb am 2010-04-12 19:07:09:
Ich schliesse mich absolut den beiden oberen an!
devil_cookie schrieb am 2010-04-12 18:51:09:
ich find das jetz voll gemein von dir -.-
weißt du wie lange ich deine geschichte schon verfolge und sie einfach toll finde und dann so eine stelle ohne fortsetzung ???
Bitte schreib ganz schnell weiter... :D
tweety schrieb am 2010-04-12 18:05:45:
ohh bitte bitte schreib schnell weiter ja??
wie kannst du nur an so einer stelle aufhören?
:-( soo gemein ;-)
lg tweety
Moon Dreamer schrieb am 2010-04-12 15:18:27:
bitte schnell weiter!! ich finde die Story so schön=)
lg
!!! schrieb am 2010-04-12 14:53:19:
Och wie gemein, du kannst doch an dieser Stelle nicht aufhören!!!
LG

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