Dunkle Gedanken (31)
von
Elina
1
Ben, der Beschützer
Lächelnd fiel ich in mein Bett.
Gestern noch hatte ich mein Leben gehasst, verabscheut und am liebsten weggeschmissen, doch jetzt war ich der glücklichste Mensch der Welt.
Innerlich war ich so aufgewühlt und aufgeregt, ich konnte keinen klaren Gedanken fassen.
Sie liebte mich...! Sie liebte mich wirklich!
Komisch... vor einem Jahr noch war es für mich nichts besonderes gewesen, zu wissen, dass ein Mädchen auf mich stand... aber jetzt...
Es war einfach unbeschreiblich.
Irgendwie konnte ich es immer noch nicht ganz fassen. Oder war das alles nur ein Traum gewesen?
Du bist verflucht... wenn du mit diesem Mädchen zusammen bist, wirst du sterben...!
Was war das?
Verunsichert blickte ich mich um. Was...?
Plötzlich spürte ich einen dumpfen Schlag, dann verschwamm alles vor meinen Augen.
Zahras Sorge
Mit einem leichten Lächeln auf dem Gesicht kam ich in die Küche. Nadine war schon wach und sah mich kopfschüttelnd an.
»Es ist wirklich war... Liebe macht einen schöner.« Sie lachte mich an und ich lachte erfreut zurück.
Ich konnte es kaum erwarten, endlich in die Schule zu kommen!
Die restlichen Ferien hatten wir beide keine Gelegenheit gehabt, uns zu treffen, da ich mit meinem Nebenjob beschäftigt gewesen war.
Nun ging endlich die Schule wieder los und ich konnte ihn wieder sehen!
Ich konnte es gar nicht mehr erwarten...!
Oh Mann, ich benahm mich wie ein unreifer Teenager...
»Geht eigentlich endlich dein Handy wieder?«, fragte mich Nadine und riss mich aus meinen hibbeligen Gedanken.
»Ah... ja. Raphael hat sich netterweise darum gekümmert.«
Lächelnd hob ich mein Handy in die Luft.
Komischerweise war es in den letzten Tagen nicht angegangen. Ich kam noch nicht mal zu dem Fenster, in das ich meinen Pin eingeben konnte.
Was das schon wieder sollte...?
Dadurch hatte ich keinerlei Kontakt zu Ben...
Seufzend kümmerte ich mich um alles, was in der Küche zu tun war – so automatisch, dass ich nicht mal darüber nachdenken musste.
Das hätte ich an diesem Morgen auch vergessen können.
Mit sinnvollen Gedanken, die nicht von Ben handelten, war ich weit entfernt.
Aber es war einfach toll...!
Nachdem wir alle gegessen hatten und Nadine mal wieder voraus in die Schule gestürmt war, um ihre Freunde zu treffen, zog ich Hannah ihren Mantel an und zusammen verließen wir das Haus.
Ich musste meine Schritte zügeln, um Hannah nicht zu schnell mit zu ziehen.
»Ich warte am Kindergarten auf dich.« Das waren Bens Worte gewesen, die er mir beim Gehen noch zugerufen hatte, an jenem Abend, an dem wir zusammengekommen waren.
Mein Herz flatterte jetzt schon, wenn ich an sein lächelndes Gesicht dachte, das er aufsetzen würde, wenn er uns entdeckte.
Nur noch eine Ecke! , dachte ich aufgeregt und zog Hannah herum.
Doch diese lächelte mich nur glücklich strahlend an. Anscheinend verstand sie für ihr junges Alter schon bereits sehr gut, was in mir vorging.
Was vielleicht auch an meinen ständigen Gedanken an Ben lag...
Ich blickte zum Zaun, an dem wir uns nun schon einige Male unfreiwillig getroffen hatten, doch ich sah niemand außer der bereits bekannten Tratschtanten, die sich hier immer über Gott und die Welt unterhielten, bevor sie in ihren Haushalt zurückkehrten.
Hannah ließ meine Hand los und lief zu einer ihrer Freundinnnen.
Dann drehte sie ihren Kopf noch mal zu mir, so dass ihre dunklen Locken flogen. »Tschüss Zaza!«
Mit ihrer kleinen Hand winkte sie mir noch zu, bevor sie mit einer Meute kleiner Mädchen im Kindergartengebäude verschwand.
Das war immer unser Zeichen. Ich konnte nun gehen.
Nun, ich könnte. Wenn Ben schon da wäre...
Dass er immerzu zu spät kommen musste...
Seufzend schüttelte ich den Kopf, konnte ein Lächeln jedoch nicht verhindern.
Selbst das liebte ich an ihm.
Ich wartete weitere zehn Minuten.
Nun musste er sich aber beeilen, wenn wir noch pünktlich zur Schule kommen wollten...
Nachdem ich weitere fünf Minuten in der Kälte gestanden und mir meine Finger abgefroren hatte, beschloss ich, zu gehen.
Inzwischen war ich zwar schon zu spät, aber noch länger konnte und wollte ich nicht warten.
Ich war einfach enttäuscht.
Hatte er sein Angebot vielleicht vergessen?
So ein Idiot! , dachte ich mir wütend und stapfte Richtung Schule.
Zehn Minuten zu spät, betrat ich das Klassenzimmer. Ich war fest entschlossen, entgegen meines flatternden Herzens, Ben einen bitterbösen Blick zuzuwerfen, doch als ich zu seinem Platz blickte, war er leer.
Wo war er...?
War er etwa noch später dran wie ich?
»Ah... Miss Ellison beehrt uns auch mit ihrer Anwesenheit.« Mein Mathelehrer zog skeptisch die Augenbrauen nach oben.
Was ist mit ihr los? Sie ist doch immer so eine vorbildliche Schülerin...?
Ja, er war enttäuscht von mir... Aber das konnte ich nun auch nicht mehr ändern.
Höflich entschuldigte ich mich und ging zu meinem Platz.
Die Entschuldigung schien ihn befriedigt zu haben, seine Gedanken wurden wieder versöhnend.
Was er sich alles ausdachte, warum ich wohl zu spät kam, das ignorierte ich lieber.
Wenn er den wahren Grund wusste, würde mein Image sicher nicht mehr viel abwehren...
Was ist los? Emilie blickte mich fragend an.
In kurzen, leisen Sätzen erklärte ich ihr alles, woraufhin sie mich aufmunternd anlächelte. »Er hat sicher seine Gründe.«
Hm... wenn sie da mal Recht hatte.
Man sah Tessa, die natürlich mitgehört hatte, deutlich an, dass sie ihn am liebsten wieder in irgendeinem See versenken wollte.
»Wo bleibt eigentlich Ben? Hat ihn heute schon irgendjemand gesehen?« In dem Moment wand sich auch unser Mathelehrer dem Thema Ben zu.
Achselzucken oder unwissende Blicke waren die Antwort.
Dann blickten alle zu mir, doch auch ich konnte nichts weiter machen, als fragend den Kopf zu schütteln.
So langsam machte sich ein ungutes Gefühl in meinem Magen breit.
Es konnte ihm doch nicht etwa etwas passiert sein...?
Nein, so ein Unsinn. Wahrscheinlich hatte er nur verschlafen und kam erst später zur Schule.
Als er nach der zweiten Stunde immer noch nicht da war, schickte ich ihm besorgt eine SMS, wo er bliebe.
Dann wartete ich auf eine Antwort.
Doch nichts kam.
War mein Handy immer noch kaputt?
Ben, was ist mit dir? , fragte ich mich besorgt, als es zum Ende des Schultags klingelte und ich immer noch kein Lebenszeichen von Ben hatte.
»Besuch ihn doch mal.«, schlug Emilie vor.
»Dieser Idiot könnte dir wenigstens Bescheid geben, wenn er nicht kommt.«, murrte Tessa schon wieder mit mörderischen Gedanken.
»Ich denke, ich sehe mal nach ihm...«, murmelte ich leise.
Ich machte mir wirklich Sorgen um ihn.
Und das ungute Gefühl wurde immer stärker.
Ben... was ist nur passiert?!
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Kommentare
thrustworthy schrieb am 2010-08-17 23:39:55:
schon wieder... schon wieder habe ih zu lange gelesen! ich muss morgen um 4 aufstehen um nicht zuspät zu kommen, aber ich wollte das neue kapitel lesen... und jetzt ist es schon so spät... als entschädigung musst du jetzt gaaaaaaaanz schnell weiterschreiben, klar, ich kann nicht jedes mal alles von vorne lesen, nur weil du so lange brauchst! XD geniale story, ehrlich mal!!!
safiramaggie schrieb am 2010-08-08 20:19:38:
weiter schreiben!!! schneller!!! büdde büdde ich fleh dich an ^^
:)) schrieb am 2010-08-06 14:37:20:
weiter bittteee...
haii.. schrieb am 2010-08-05 17:47:33:
bitttteeee.. bitttteee.. schnell weiter ich finde deine story einfach hammaaa.. :))
Linea schrieb am 2010-07-24 17:04:45:
Ich hoffe auch, dass du weiter schreibst. Ich liebe diese Geschichte!!!
!! schrieb am 2010-05-23 14:17:30:
Ja beeil dich
Moon Dreamer schrieb am 2010-05-19 14:28:44:
die story ist der hamma!! mach gaaaanz schnell weiter!
glg
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