Dunkle Gedanken (Kapitel 14: Erster Kuss)
von
Elina
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„B… Ben…?“, murmelte ich entsetzt. Wieso hatte ich seine Gedanken nicht bemerkt? Wahrscheinlich war ich so auf Hannah fixiert gewesen, dass ich es nicht gemerkt hatte.
Er kam näher uns flüsterte: „Ihr könnt Gedanken lesen?!“
Hannah und ich zuckten etwas zusammen. Er hat uns also wirklich gehört!!!
Das ist doch… unmöglich! So was geht doch gar nicht… oder…?
Seine Gedanken zeigten Zweifel, doch er schien es wirklich zu glauben.
„Deswegen… hast du mich gehört, obwohl ich nichts gesagt habe!“, murmelte er und sah Hannah an.
Er schien den Vorfall am Kindergartenzaun zu denken…
Hannah lächelte ihn an und nickte.
Wie süß, dachte er sich daraufhin.
Ich zog Hannah näher an mich heran. Wehe, er kam ihr zu nahe!
„Ganz ruhig… das meinte ich nicht!“, beleidigt verzog er den Mund.
Hm… Ich ließ sie wieder etwas los. Hannah nahm seine Hand und lächelte mich an.
„Er ist mein Freund!“ Sie strahlte.
Ähm… gut, dass sie noch nicht weiß, was ein richtiger „Freund“ ist.
Sie sieht mich aus ihren Kulleraugen an und entschuldigt sich. Ben und ich sehen sie fragend an.
„Ich wusste nicht, dass er schon dein Freund ist… tut mir Leid, Zaza!“
HÄH?! Ich sprang entsetzt auf und starrte sie mit hochrotem Kopf an.
Ben lachte und wuschelte der Kleinen über die Haare. Die Kleine ist ja cool drauf! , dachte er und grinste mich an.
„Er ist nicht…!“, setzte ich an, doch Ben stand auch auf und nahm mich in den Arm.
„Hör auf die Kleine, sie hat ganz Recht!“
Er sah mir in die Augen und dachte sich mal wieder, wie gut ich ohne Brille aussah. Oh Mann…
„Du bist doof!“, bemerkte ich mal wieder und nahm Hannah bei der Hand.
Komm Hannah, dachte ich und sie nickte.
Sie winkte ihm zu und dann fiel mir noch etwas ein.
Ich trat an Ben heran und sah ihm tief in die Augen. Vielleicht sollte ich es mal mit Hypnose versuchen?
Er sah mich verwirrt an. Diese Situation kam uns beiden wohl bekannt vor. Hihi!
Ich kam also wieder nahe und sah ihn forschend an.
„Wehe du erzählst irgendjemanden davon!“ Meine Stimme hörte sich nicht gerade nett an, aber was soll‘s.
Er grinste mich an und ich zog meinen Kopf zurück. Was hat er vor?
Er packte mich am Nacken und zog meinen Kopf zu sich.
Dann küsst er mich.
...
Wa… Was?! Ich stoße ihn schreiend von mir weg und wische mir über den Mund.
„Spinnst du?!“, schrie ich ihn entsetzt an.
Er lachte und dachte sich wohl nichts dabei. Wie konnte er das einfach machen?!
„Das war für mein Schweigen.“, lachte er.
Meine Augen wurden schmal und mein Mund verzog sich.
Was sollte das?
Er grinste und nahm mich wieder in den Arm. Ich wollte ihn wieder wegstoßen, doch er flüsterte mir ins Ohr: „Du willst doch nicht, dass dein Geheimnis jemand erfährt?“
Ich starrte ihn entgeistert an.
„Machen wir einen Deal. Wenn ich es schaffen sollte, in der Mathe Schulaufgabe einen zweier zu schreiben, dann gehst du nicht nur mit mir auf ein Date, sondern bist meine Freundin. Dann erfährt dein kleines süßes Geheimnis niemand.“
„WAS?! Spinnst du?! Warum sollte ich so etwas machen?!“, kreischte ich hysterisch.
„Was ist ein Date…?“, fragte Hannah.
„Das erklär ich dir ein andres Mal!“ Ich funkelte Ben an. Was fiel ihm ein, mich zu erpressen?!
„Gut, machen wir es so, du bist für eine Woche meine Freundin und dann darfst du Schluss machen, ok?“, bot er mit einem Grinsen an. Am liebsten hätte ich ihm eine rein gehauen, aber ich riss mich zusammen. Wer wüsste, was er alles machen würde!
„Aber nur, wenn du eine zwei schaffst, richtig?“, fragte ich, wahrscheinlich völlig weiß im Gesicht.
Er nickte stumm und nun wurde mir bewusst, dass ich damit eigentlich noch glimpflich davon gekommen war. Er hätte es noch mehr ausnutzen können…
So gingen Hannah und ich nach Hause. Immer noch wischte ich mir über meine Lippen, die inzwischen schon völlig trocken waren, wobei auch die Kälte nicht gerade unschuldig war.
Das war mein erster Kuss gewesen! Dieser Idiot, das zahle ich ihm irgendwann heim!
„Ist es denn schlimm, was er gemacht hat? Ich sehe das oft bei großen Leuten!“, murmelte Hannah und sah mich an.
„Eigentlich sollte es schön sein, aber da ich Ben nicht mag ist es nicht schön.“, erwiderte ich kalt. Dieser Idiot!!!
Hannah kicherte. „Also ist es nur bei denen schön, die man mag?“
„Ja, genau.“ Ich starrte starr in den Schnee. Diese paar Wochen waren einfach nicht meine Zeit gewesen.
„Dann darf Hannah es bei Ben machen? Hannah mag Ben. Er ist mein Freund!“ Sie lächelte mich an.
Oh mein Gott, allein der Gedanke daran...
„Äh… das macht man aber erst, wenn man groß ist!“, lachte ich.
Die Kleine war einfach noch zu unschuldig!
„Und ich bin noch nicht groß genug? Soll ich mich auf einen Tisch stellen?“, fragte sie ernst.
Ich konnte nicht verhindern zu lachen. Mein Gott, wie süß!
„Mit groß meinte ich eher älter. Z.B. so alt wie Nadine.“, sagte ich.
„Oh… ach so…“, entgegnete sie und nickte verständnisvoll.
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Kommentare
lulu schrieb am 2009-09-11 10:24:16:
bitte weiter
!!! schrieb am 2009-09-09 17:12:42:
Bitte bitte ganz schnell weiter!!
Lg
Nessi schrieb am 2009-09-09 17:07:53:
Super Geschichte, echt schön geschrieben.
Liest sich auch gut, bis auf ein paar vergessene Buchstaben.
Mir ist nur noch aufgefallen, dass Du manchmal die Zeitform änderst. Also z.B. bei: "[...] stoße ihn [ ...] schrie ich ihn entsetzt an[...]"in Kapitel 14. Die Vergangenheitsform lässt sich leichter lesen, finde ich. Die wendest Du ja sowieso schon meistens an, müsste nur noch etwas konsequenter sein. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung!!! :-)
Lg
... schrieb am 2009-09-09 17:07:27:
super, freu mich schon auf die nächsten Kapitel...
die gibts doch hoffentlich bald??
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