Dunkle Gedanken (Kapitel 15)
von
Elina
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Bens Mathe Schulaufgabe
Hahaha. Hatte ich sie endlich soweit. Ich hatte mich gerade auf meinem Bett ausgebreitet, da musste ich über diesen verrückten Tag denken.
Zahra war wirklich etwas Besonderes. Sie konnte Gedanken lesen!
Als ich nach der Nachhilfestunde nach Hause gegangen war, kam ich am Kindergarten vorbei und hörte zwei Stimmen. Eine davon kam mir doch sehr bekannt vor. Also spähte ich hinter dem Gebüsch hervor und sah Zahra mit ihrer kleinen Schwester Hannah.
Was machten sie denn da?
„Ich kann was Zaza kann…“, schluchzte die Kleine. Häh? Was meinte sie denn damit?
Eine Weile herrschte Stille, dann schrie Zahra auf einmal los: „Du kannst auch Gedankenlesen?!“
W… WAS?! Sie kann Gendanken lesen? Ach so ein Quatsch, das kann doch kein Mensch!
Die Kleine nickte und erklärte ihrer verwirrten Schwester: „Ich kann meine Gedanken aber auch geheim halten, wenn ich will. Dann kann noch nicht mal Zaza sie hören.“
HÄH? Ich checkte erst mal gar nichts.
Die Kleine nickte. Ich wusste zwar nicht warum, aber ich hatte gerade sowieso gar keine Ahnung von nichts.
„Aber… wieso bist du deswegen weggelaufen?“, fragte Zahra sie aufgebracht.
„Weil die anderen gesagt haben, dass ich komisch bin, weil ich Stimmen höre.“, schniefte sie weiterhin betrübt.
Ich trat ein paar Schritte auf sie zu, hinter dem Gebüsch hervor und starrte die beiden an.
„Das haben sie doch nur gesagt, weil sie eifersüchtig sind!“, meinte ich.
Zahra drehte sich zu mir um und starrte mich, bleich wie ein Gespenst, an.
„B… Ben…?“, murmelte sie.
Ich trat noch näher an sie heran und flüsterte entsetzt: „Ihr könnt Gedanken lesen?!“
Die beiden zuckten erschreckt zusammen, bestimmt waren sie geschockt, dass ich alles gehört hatte.
Ich auch… Immer noch fragte ich mich, wie so etwas überhaupt möglich war.
So was ging doch gar nicht… oder…?
„Deswegen… hast du mich gehört, obwohl ich nichts gesagt habe!“, murmelte ich und sah die Kleine an.
Das mit dem Kindergarten, ich hatte mich damals schon gefragt, wie sie das gemacht hatte.
Hannah lächelte bei dem Gedanken von mir und nickte.
Wie süß, die Kleine war wirklich niedlich.
Angespannt zog Zahra die kleine Hannah näher an sich heran. Sie war ziemlich verkrampft.
„Ganz ruhig… das meinte ich nicht!“, seufzte ich und verzog gespielt beleidigt den Mund.
Sie entspannte sich wieder etwas. Dann kam plötzlich Hannah auf mich zu und nahm meine Hand. Sie sah ihre große Schwester an und lächelte ihr süßes Lächeln.
„Er ist mein Freund!“ Sie strahlte.
Zahra lachte und wurde etwas rot. Warum denn das…?
Daraufhin sah Hannah Zahra entschuldigend an und sagte, dass es ihr Leid tat. Zahra und ich sahen sie fragend an.
„Ich wusste nicht, dass er schon dein Freund ist… tut mir Leid, Zaza!“, lachte sie und strahlte übers ganze Gesicht. Zahra fielen fast die Augen aus dem Kopf und ich dachte, sie würde gleich explodieren.
Sie sprang entsetzt auf und starrte uns mit hochrotem Kopf an.
Haha, das war das erste Mal, dass ich wusste, wie sie reagieren würde. Aber diese kleine Hannah war ja ganz schön auf Zack. Echt cool.
„Er ist nicht…!“, wollte sie sagen, doch ich war schneller, stand auf und nahm sie ruck zuck in den Arm.
„Hör auf die Kleine, sie hat ganz Recht!“, meinte ich und sah ihr tief in die Augen.
Was für wunderschöne Augen, vor allem, wenn sie nicht von dieser Brille verdeckt wurden.
Genervt entgegnete sie: „Du bist doof!“
Ach ja, sie konnte ja meine Gedanken lesen. Oh Mann, das war so seltsam…
Sie nahm Hannah an die Hand und Hannah nickte ihr zu. Musste wohl irgendein Gedankendings sein.
Zum Abschied winkte mir Hannah noch mal zu. Die Kleine war wirklich zu süß.
Plötzlich kam Zahra auf mich zu und ihr Kopf war ziemlich nahe an meinem Gesicht.
Sie sah mir tief in die Augen und einen Moment war mir, als würde ich in ihren Augen untergehen.
Sie schien, als wolle sie mich hypnotisieren. Manchmal verwirrte sie mich total!
So wie das letzte Mal, vor der Schule auf der Parkbank. Wieder war ihr Gesicht so nahe wie damals.
Doch ihr Gesichtsausdruck war seltsam, anders als sonst. Nicht so freundlich wie zuvor.
„Wehe du erzählst irgendjemanden davon!“, fauchte sie mich nun an, wie eine Katze, die zum Sprung ansetzte. Wie nett…
Da kam mir eine Idee.
Ich hatte sie in der Hand…
Ich grinste sie also an und schlagartig zog sie erschreckt ihren Kopf zurück. Mit dieser Reaktion hatte sie nicht gerechnet.
Ohne darüber nachzudenken was ich tat, nahm sie am Nacken und zog ihren Kopf wieder zu mir her.
Dann küsste ich sie.
Das schien ihr nicht zu gefallen, denn sie stieß mich kreischend von sich. Wie vergiftet wischte sie sich mehrmals über den Mund. Also echt, so eklig war ich jetzt auch wieder nicht, außerdem konnte ich gut küssen, denke ich.
„Spinnst du?!“, schrie sie mich entsetzt an.
Ich musste lachen. Wieder eine Reaktion, die ich nicht erwartet hatte.
„Das war für mein Schweigen.“, sagte ich zu ihr.
Wieder verzog sie den Mund, doch diesmal war sie nicht genervt, sondern angespannt.
Immer noch grinsend nahm ich sie wieder in den Arm. Auf die Gefahr hin, wieder weggestoßen zu werden flüsterte ich ihr ins Ohr: „Du willst doch nicht, dass dein Geheimnis jemand erfährt?“
Wie eine Tote sah sie mich an. Jegliche Farbe war aus ihrem Gesicht gewichen und ihre Augen waren entsetzt.
Ohne Nachdenken flüsterte ich: „Machen wir einen Deal. Wenn ich es schaffen sollte, in der Mathe Schulaufgabe einen Zweier zu schreiben, dann gehst du nicht nur mit mir auf ein Date, sondern bist meine Freundin. Dann erfährt dein kleines süßes Geheimnis niemand.“
Über meine Aussage schreckte ich etwas zusammen. Was redete ich da?!
„WAS?! Spinnst du?! Warum sollte ich so etwas machen?!“, kreischte sie hysterisch.
„Was ist ein Date…?“, fragte Hannah.
Haha, Hannah schon wieder.
„Das erklär ich dir ein andres Mal!“, meinte Zahra und funkelte mich böse an.
Ja, tut mir Leid, aber ich wusste selbst nicht, was ich da tat.
„Gut, machen wir es so, du bist für eine Woche meine Freundin und dann darfst du Schluss machen, ok?“, bot ich mit einem Grinsen an.
Wenn ich es jetzt schon nicht mehr zurücknehmen konnte, dann wenigstens ein faires Angebot.
Sie sah aus, als würde sie mich gleich umbringen, doch sie tat es nicht.
„Aber nur, wenn du eine Zwei schaffst, richtig?“, fragte sie nun, blass und mit tonloser Stimme.
Ich nickte stumm und nun wurde mir bewusst, dass ich es vielleicht etwas übertrieben hatte.
Sie nahm Hannah bei der Hand und ging langsam.
Nun lag ich also auf grinsend auf dem Bett.
Das mit dem Gedanken lesen hatte ich vorher schon gedacht… denn manchmal benahm sie sich wirklich schon so, als würde ich ihr alles erzählen… Jetzt verstand ich es endlich.
Meine Mutter kam herein. „Es gibt Essen.“
„Komme gleich.“, murmelte ich.
Sie wollte gehen, stoppte jedoch und drehte sich wieder zu mir um.
Was hatte sie jetzt? Sie sah mich grinsend an. Was?
„Was grinst du denn so seltsam? Und warum bist du so rot?“, fragte sie, immer noch mit fettem
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Kommentare
Kitty schrieb am 2009-10-10 19:15:47:
Die Geschichte ist toll. Richtig professionell. Bitte schreib sie so schnell wie möglich weiter.
Ich kans kaum erwarten
lulu schrieb am 2009-10-08 12:37:15:
weiter
Jule schrieb am 2009-10-01 09:42:12:
Gefällt mir
Nella schrieb am 2009-09-28 21:53:54:
ohh man die geschichte ist einfach nur der hammer, ich bin begeisert, die ist irgendiwe voll lustig, musste die ganze zeit lachen oder grinsen. hoffe du schreibst ganz schnell weiter, bitte. die geschichte ist einfach nur genial :D
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