Dunkle Gedanken (Kapitel 16)
von
Elina
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Was? Was ist jetzt? Ging es etwa über mich?
Er steckte mir den Zettel zu. Ich sollte ihn lesen?!
Hey, Zahra! Sag mal, was hältst du von Ben? Ist er dein Freund???
Ihre Antwort war in hektischer Schrift darunter: Spinnst du?! Ich hasse diesen oberflächlichen Idioten, der denkt, er sei der Beste, nur weil er einigermaßen gut aussieht!!! Aussehen ist nicht alles! Und er ist garantiert nicht mein Freund.
Aha. So war das also. Sie hatte wohl beschlossen, dass es ihr egal war, was ich mit ihrem Geheimnis anstellte?
Ich sah Zahra an und wollte wissen, was sie jetzt machte. Doch mein Blick erstarrte. Sie saß zitternd mit bleichem Gesicht da und ihr Blick war leer.
Ok, es tut mir Leid. Aber es tut mir auch weh, wenn du sowas über mich schreibst!
Ich sah auf die Tischplatte. Mein Blick trübte sich.
Sie war zwar stur, kaltherzig und echt zickig, aber ich mochte sie wirklich. Ich wusste nicht warum, vielleicht war es ja wie mit Jan und Emilie. Auf jeden Fall mochte ich sie.
Sie war nicht eine dieser Tussis, die sich meterweiße Schminke auf das Gesicht schmierten und nichts im Hirn hatten. Und gerade darum mochte ich sie.
Ich zuckte zusammen. Hatte sie meine Gedanken gehört?!
Sie sah mich an und wieder drohte ich, in ihren Augen unterzugehen. Doch sie schien nicht so, als hätte sie meine Gedanken gehört.
Warum das…?
Eine Weile sahen wir uns an und ohne etwas zu sagen. Vielleicht hasste sie mich doch nicht so stark, wie sie sagte…?
Sie riss sich aus meinem Blickfeld, denn in dem Moment gongte es zur Pause. Es waren schon zwei Stunden vergangen? Wow…
Zahra sprach kurz mit ihren Freundinnen, dann gingen sie und Zahra hielt mich zurück.
Die anderen gingen alle, nur wir zwei blieben im Zimmer.
Was hatte sie vor?
„Gleich…“, murmelte sie und schloss langsam die Tür.
Erwartend sah ich sie an.
Sie seufzte. „Es tut mir Leid…“
„Häh? Was denn?“, fragte ich leicht irritiert.
„Naja, das mit dem Zettel… es war… nicht nett von mir.“, meinte sie.
Was…? Sie entschuldigt sich?!
„Ja, wenn es dir nicht passt, dann lass ich es halt!“, schnauzte sie mich an.
Oh… Gedanken lesen… Sorry.
„Sag mal… hast du vorhin alles gehört?“, fragte ich sie und wurde etwas nervös.
„Vorhin…? Wann genau?“
„Als… als unsere Blicke sich getroffen haben…?“ Wieso war mir das so peinlich?
„Ich hab nur gehört, dass ich dich damit verletzt habe… und das tut mir Leid… und dass du denkst, dass ich dich vielleicht doch nicht hasse.“, erklärte sie mir.
„Und... warum hast du das andere nicht gehört?“, fragte ich sie.
„Hatten diese Gendanken was mit Liebe oder Hass zu tun? Die kann ich nämlich nicht hören!“, informierte sie mich.
Hass und… Liebe. Aha…
„Und hatte ich Recht… Hasst du mich oder nicht?“, fragte ich nun.
Sie spielte mit ihren Händen und sah zu Boden. „Nein… ich hasse dich nicht…“
„Wirklich?“, erfreut sah ich sie an. Sie sah mich abblockend an und meinte gleich: „Aber das heißt nicht, dass ich dich mag!“
Ja… das war klar.
Ich lächelte.
Dies schien sie sichtlich zu irritieren. Warum… war sie jetzt irritiert?
„Weißt du… wenn du öfter so lächeln würdest, dann würde ich dich viel mehr mögen… denn das ist dein wahres Lächeln. Nicht dieses Machogrinsen. Und damit… siehst du auch besser aus.“
Sie wurde rot wie eine Tomate und lachte nervös.
„Danke…“, entgegnete ich geschmeichelt, „… du solltest auch öfter lächeln, denn dann bist du unheimlich attraktiv. Selbst mit Brille.“ Das meinte ich wirklich so.
Sie drehte sich um. „Sag mal, wieso… wieso sagst du so was? Zu mir?“
Wieso…? Dieses einfache Wort löste bei mir eine Welle an Wärme aus, die über meinen ganzen Körper lief.
Ich lächelte immer noch und antwortete: „Weil es wahr ist.“
Was redete ich da für einen Stuss?! Was war das für ein Grund?
„Danke…“, sie atmete leicht aus, „Weißt du, wenn du es schaffen solltest, eine zwei zu bekommen, dann wird die eine Woche vielleicht doch nicht so schlimm, wie ich dachte…“
Ohne sich noch mal umzudrehen verschwand sie aus dem Zimmer und ließ mich total verwirrt zurück.
Das war ja… total süß.
Ich glaube es war wirklich so… ich hatte mich… in sie verliebt.
Daraufhin gongte es und die Pause war wieder vorbei.
Wie schnell doch die Zeit verging…
Am Nachmittag beschloss ich, mit meinen Kumpels etwas in der Stadt rum zu gehen.
Als wir dann am Brunnen des Stadtplatzes ankamen, sah ich Zahra.
Was macht die denn hier?
Ich wollte sie schon rufen, da sah ich, wer neben ihr stand.
Pit.
Was… was macht sie denn mit diesem Idioten?!
Meine Kumpels wollten weiter und ich hatte nichts dagegen, denn das musste ich mir nicht freiwillig antun.
Wir zogen also weiter, doch ich war in Gedanken nicht wirklich bei der Sache…
So ließ ich mich mehr oder weniger mitschleifen.
Jan bemerkte allerdings, dass irgendwas nicht in Ordnung war.
„Wasn los, Ben?“, fragte er und schlug mir auf die Schulter.
Ich schlug ihn seitlich in die Seite und lachte. „Was soll los sein?“
„Ja keine Ahnung, irgendwie biste heut nicht grad bei der Sache!“, meinte er.
Mein Blick trübte sich. Kein Wunder, dass er das merkte, er war mein bester Freund…
Doch den anderen wollte ich die ganze Geschichte nun nicht gerade auf die Nase binden. Sie mochten Zahra nicht und ich traute ihnen nicht so sehr, als dass ich ihnen so etwas erzählt hätte.
Also packte ich Jan am Arm und zog ihn mit mir in das nächste Café. Jan sah mich irritiert an und fragte sich sicher, was ich ihm sagen wollte.
„Wasn los, Mann? Wieso schleppst du mich hierher?“, fragte er auch schon.
Ich lachte bitter und schluckte. „Ich muss dir was erzählen…“, fing ich an.
Er sah mich erwartend an.
Als ich gerade Luft holte, um ihn über meine Gefühle in Kenntnis zu setzten, kam die Kellnerin und lächelte mich etwas dümmlich an.
„Hallo, wollen Sie etwas bestellen?“, fragte sie betont höflich.
„Nein, danke, für mich nichts.“, wiegelte ich ab. Ich wollte schnell alles loswerden.
„Ich hätte gerne einen Kaffee.“, meinte Jan und sie zog wieder ab.
Wieder wand er sich mir zu. Sein Blick war fordernd und er zog eine Augenbraue nach oben. „Also…?“
„Ich hab mich verliebt…“, setzte ich an.
Er zuckte etwas zusammen und sprang auf. „Du…? Das… in… in Zahra?!“
Häh? Wie kam er jetzt sofort auf Zahra?
„Huch!“, rief jemand.
Die Kellnerin stand da, mit halb ausgeschüttetem Kaffee. Jan hatte sie geschubst, dadurch wurde der halbe Kaffee über seinem Hemd verteilt.
„Oh mein Gott, tut mir Leid! Ich bringe sofort einen neuen!“ Ihre Stimme überschlug sich und hysterisch lief sie in die Küche zurück.
Jan setzte sich wieder und wischte mit einer Serviette an dem braunen Fleck umher.
Ich versuchte, den Gesprächsfaden wieder aufzunehmen.
„Wie kommst du darauf, dass es Zahra ist?“
Er hob seinen Blick vom Fleck und sah mich wissend an.
„Ja das ist doch offensichtlich. Du hängst dauernd mit ihr rum, redest mit ihr und du lässt dir von ihr sogar Nachhilfe geben. Außerdem mag sie dich nicht, also geht es dir genauso wie mir mit Emilie.“, erklärt er und konnte ein gewisses
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Kommentare
lu schrieb am 2009-10-20 21:46:57:
Bitte schnell weiter
!!! schrieb am 2009-10-19 22:30:33:
Ach ganz ganz ganz schnell weitaaaaaaaaa!!!!!!!!
LG
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