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Kategorien > Fantasie und Liebe > Fantasie und liebe

Dunkle Gedanken (Kapitel 24)

von Elina

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Am nächsten Tag war ich schon sehr gespannt, wie die ganze Schule wohl reagieren würde.
Und zum ersten Mal in meinem Leben machte ich mir ernsthaft Gedanken um meine Klamotten. Ich stand vorm Schrank und überlegte wirklich was ich anziehen sollte!
Letztendlich seufzte ich ergeben und nahm ein enges, lila Shirt mit V-Ausschnitt und eine Jeans. Selbst wenn ich gut aussehen wollte, sah ich nicht ein, deswegen zu frieren.
Nadine musterte mich überrascht und sie musste ihre Gedanken nicht aussprechen. Ja, ich wusste, dass ich mich anders verhielt. Bescheuert… aber ich konnte nichts dagegen tun…
Meine Gedanken kreisten die ganze Zeit um ihn… das war ungewohnt und ich fühlte mich zum ersten Mal in meinem Leben von jemandem abhängig.
Doch erst einmal brachte ich Hannah zum Kindergarten. Ihre kleinen Freundinnen warteten schon auf sie und kreischend begrüßten sie sie.
Ach, kleine Kinder waren einfach zu niedlich.
Wie immer drehte sich Hannah nochmal zu mir um, bevor sie ins Gebäude ging und winkte mir zu. Das war mein Zeichen. Ich konnte beruhigt zur Schule gehen.
Als ich mich zum Gehen wand, wäre ich fast in jemanden gestoßen.
„Oh, sorry.“, murmelte ich geistesabwesend und stapfte weiter durch den knöcheltiefen Schnee. Der Schneedienst war hier wohl noch nicht vorbei gekommen…
„Hey, behandelt man so seinen Freund?“, hörte ich jemanden hinter mir sagen.
Schlagartig drehte ich mich um und starrte in Bens grinsendes Gesicht.
Ah… ich war fast in Ben gelaufen!
„Oh… tut mir Leid.“
Mehr fiel mir nicht ein. Er sah einfach zu gut aus als dass mein Gehirn normal gearbeitet hätte.
„Was machst du hier?“, fragte ich immer noch ganz geblendet von seinem Aussehen. Er hob zweifelnd eine Augenbraue und erklärte mir: „Hast du denn nie bemerkt, dass mein Weg zur Schule direkt am Kindergarten vorbei geht?“
Oh… tatsächlich?
Er lachte, anscheinend war mein Gesichtsausdruck sehr sehenswert.
Wieder bot er mir seine Hand an. Das half mir nicht gerade, mich zu beruhigen… Eine Gänsehaut breitete sich wieder einmal aus.
Ich konnte ein Lächeln nicht zurückhalten. Es war einfach unglaublich. Unglaublich schön.
Ich nahm sie, nervös wie ich war. Wie gut, dass ich die Handschuhe zu Hause gelassen hatte.
Auch er lächelte nun und überlegte, wie die Schule reagieren würde.
„Ist dir das… peinlich?“, fragte er plötzlich und sah mir direkt in die Augen.
Ach, diese Augen! Wieder musste ich mich ermahnen nicht wieder ins Schwärmen zu verfallen.
„Peinlich…?“ Ich wusste nicht genau, worauf er hinaus wollte. Meinte er die ganze „zusammen sein“ Geschichte oder das Händchenhalten?
„Ja… ich meine, du hast dir deinen ersten Freund doch sicher anders vorgestellt, oder nicht?“ Die Unsicherheit in seiner Stimme war nicht zu überhören.
Ich hatte es ihm beinahe abgekauft, dass er sich tatsächlich um mich kümmerte, wäre mir nicht klar gewesen, dass er das alles nur für seinen „guten Ruf“ tat.
Leider.
Ich nickte abwesend. Natürlich hatte ich mir das alles anders vorgestellt. Irgendwie… mit beidseitiger Liebe. Aber ich würde eher sterben als ihm das zu sagen.
„Was denkst du gerade? Dein Gesicht sieht echt witzig aus.“
Er lachte und tippte mir auf die Stirn. Ich hatte meine Stirn gerunzelt. In seinen Gedanken sah ich wie ich die Augen nach oben rollte und den Mund verzog, dabei runzelte ich die Stirn.
HAHAHA! Das Lachen brach aus mir heraus. So ein komischer Ausdruck. Und das auf MEINEM Gesicht!
Nun sah mich Ben mit offenem Mund überrascht an. „Hey… du solltest öfter lachen. Sieht richtig gut aus!“, meinte er und sah zur Seite.
„Macho…“, bemerkte ich kühl und verzog meinen Mund.
Er lachte nur und drückte meine Hand. Hach, wie gut sich das anfühlte!
Schon war die Schule in Sichtweite. Mein Herz fing schlagartig an, schneller zu klopfen. Aufgeregt war ich schon… Was würden unsere Mitschüler, vor allem Bens Fans, dazu sagen?
Auf geht’s, dachte Ben, wir schaffen das schon!
Ich nickte nicht gerade überzeugt und wir betraten das Schulgebäude.
Natürlich Händchenhaltend.
Oh mein Gott, das konnte ja was werden…
Unsere Klassenkameraden, die in der Pausenhalle standen, glotzten uns dämlich an. Ähnlich wie gestern auch schon…
Johanna fielen beinahe die Augen aus dem Kopf.
Es stimmt also wirklich?! Er ist mit ihr zusammen?
Ihr fieser Gedanke veranlasste mich fast dazu, wieder einmal meinen Mund zu verziehen, doch diesmal verkniff ich es mir.
Ich wollte nicht mehr länger Energie an diese dumme Kuh verschwenden.
„Was ist?“ Ben blickte mich nachdenklich an.
Ich schüttelte nur den Kopf und winkte ab. „Ni… nichts…“
Er seufzte. Das ist unfair. Du kennst meine Gedanken und ich kann sie nicht mal erraten…
Auch ich seufzte. „Mädchensache…“, murmelte ich und blickte Johanna an, die wie ertappt ihren Blick abwand.
„Mädchensache…?“, wiederholte Ben perplex und folgte meinem Blick.
Ich konnte nicht anders als nervös zu kichern. Ich war in so vielen Beziehungen kein Mädchen und dann kam ich mit sowas wie „Mädchensache“.
Dann sah er Johanna und grinste plötzlich sein Machogrinsen.
„Lass es. Ich bin nicht eifersüchtig.“, stellte ich gleich klar, bevor er den Gedanken überhaupt fassen konnte.
Er sah mich überrascht an. „Weißt du jetzt sogar schon, was ich denke, bevor ich es denke?“
Ich musste lachen. So was Absurdes!
„H… Hallo ihr zwei.“, drang eine leise Stimme zu mir hindurch.
Emilie stand neben mir, gefolgt von Tess, an deren Gesicht man schon erkannte, dass sie die Mordlust unterdrückte.
Dieses Schwein…! , wiederholte sie in Gedanken so oft, dass es mir wie ein Echo vorkam.
Ben hob seine freie Hand. „Jo!“
Emilie, die zurückhaltend wirkte, ließ ihren romantischen Gedanken freien Lauf.
Ihr seht so süß zusammen aus. Mit diesem Gedanken sah sie mich lächelnd an und unsicher grinste ich zurück.
„Freut mich für euch…“, murmelte Tessa mürrisch, bekam von Emilie jedoch gleich einen Stoß in die Rippen.
Mag mich deine Freundin vielleicht nicht? Ben sah mich fragend an.
„Äh… danke…“, murmelte ich und ging nicht auf seine Frage ein.
Meine Hand, die er immer noch hielt, war inzwischen schon brennend heiß geworden…
Wieso musste ich mich so bescheuert benehmen…?
„Hey, alles in Ordnung Zahra? Du schaust irgendwie… verstört?“ Jan hatte sich zu uns gesellt und musterte mich prüfend.
Ähh… Außer der Tatsache, dass ich mich komplett irre verhielt und ich mich in den größten Macho überhaupt verliebt hatte, war alles in Ordnung.
„A… Alles okay…“, nuschelte ich. Aus den Augenwinkeln sah ich Ben, wie er stumm zu Boden blickte.
Sein Kopf war leer. Ich konnte wieder nichts hören…
Ich kaute nervös auf meiner Lippe. Was jetzt?
Der Gong befreite mich von dieser unangenehmen Atmosphäre, allerdings nicht von den unangenehmen Gedanken der anderen.
Wie ich es hasste. Sie kannten mich gar nicht richtig…
Okay, vielleicht war ich daran auch selbst schuld, so kühl wie ich mich immer verhielt.
Wir machten uns also, immer noch händchenhaltend, auf den Weg zum Klassenzimmer, als mich Ben von der Seite musterte.

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Kommentare

tweety schrieb am 2010-02-09 17:29:28:
Hey, deine geschichte ist wirklich super :-)!
hast wieder mal ein tolles kapitel reingestellt, bitte mach weiter so...
LG tweety
Lu schrieb am 2010-02-09 13:15:05:
Also ich sag mal was zur Story,ich find sie immernoch Hamma xD
Moon Dancer schrieb am 2010-02-08 14:33:17:
echt gut!! mach weiter so xD
lg
Ein-guter-Tipp schrieb am 2010-02-07 21:08:50:
Hallo, daß hat zwar nichts mit der Geschichte zu tun, aber ich muß hier mal was loswerden:
Nervt das euch nicht auch, wenn man in den Suchmaschinen nur Angaben findet,
die man nicht gebrauchen kann? Wenn man ein Suchwort eingibt, werden meistens
auf den forderen Plätzen nur irgendwelche Müllseiten angezeigt.
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