Dunkle Gedanken (Kapitel 24)
von
Elina
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„W… Was ist?“, murmelte ich verwirrt. Sein Blick brachte mich immer wieder außer Fassung…
„Ich wollte dir nur sagen, dass du dir wegen den anderen keinen Kopf machen musst. Es ist mir egal… was sie denken.“
Wow. Einen Moment lang dachte ich wirklich, dass er unglaublich cool war, doch im nächsten Moment erinnerte ich mich daran, dass alles nur gespielt war…
Mein Herz hüpfte trotzdem unentwegt auf und ab.
Wie schön wäre es, wenn ich nicht nur das Vorzeigeobjekt wäre! , dachte ich mir und sah Ben von der Seite an.
Er sah wirklich gut aus… aber das war nicht alles. Er konnte durchaus einfühlsam sein, er kam immer, wenn ich Hilfe brauchte und zudem hatte er, so ungern ich das zugeben wollte, auch einen unwiderstehlichen Charme.
„Aha, so ist das also.“ Pit stand vor uns und grinste.
Äh… nein, so war das leider nicht.
„Guten Morgen…“, begrüßte ich ihn und konnte nicht anders als verunsichert lächeln. Er grinste so wissend…
Bens Blick wandelte sich sofort wieder in ein böses Starren.
Was hat er nur gegen ihn? Ich verstand es nicht.
„Wunderschönen guten Morgen, mein Freund!“, lachte Pit und klopfte ihm auf die Schulter.
Oh oh… Ben war schon ganz starr.
Dieser Idiot Pit, ich bringe ihn um!
Bens Gedanken kreisten um die vielen verschiedenen Möglichkeiten eines qualsamen Todes.
„Ben!“, zischte ich ihm zu und gab ihm einen Stoß in die Rippen.
Das einzig Gute an Bens Gedanken war, dass er ihn nicht wirklich hasste, sonst würde ich seine Gedanken ja nicht hören.
Diese Tatsache beruhigte mich ungemein.
„G… G… Guten… Morgen.“, würgte er mühsam hervor.
Haha, man kann ihn so schön ärgern! , dachte Pit mit einem zufriedenem Grinsen und wand sich an mich.
„Hey, der Rundgang am Freitag war schön! Können wir mal wiederholen, nicht wahr?“ Er warf einen Blick auf Ben.
Was sollte das?
„Äh… ja… von mir aus schon.“, meinte ich und zuckte die Achseln.
Bens Gedanken brachen plötzlich ab und es herrschte absolute Stille neben mir.
Was dachte er jetzt? Hasste er Pit etwa wirklich…?
Erschreckt blickte ich ihn an und zuckte zusammen. Er wirkte vollkommen verstört und schockiert.
„Ben…? Was ist – ?“ Unser Mathelehrer, der wirklich immer das beste Timing hatte, klatschte hinter uns in die Hände.
„So, nachdem ihr nun alle Neuigkeiten ausgetauscht habt, könnt ihr euch ja setzen.“
So langsam fing ich wirklich an, meinen Lehrer immer mehr zu verwünschen.
Ben ließ meine Hand los und stapfte an seinen Platz.
Das erste Mal in meinem Leben brannte ich darauf, seine Gedanken zu hören, wurde allerdings bitter enttäuscht.
Wieso konnte ich sie nicht hören? Warum musste ich jeden möglichen Schmarrn im Umkreis von drei Kilometern hören, aber nicht das, was ich eigentlich hören wollte?!
Wie mich das aufregte!
Wieder einmal verzog ich genervt den Mund und setzte mich auch an meinen Platz.
Aus den Augenwinkeln schielte ich immer zu Ben, doch es war, als wäre er außerhalb meiner Reichweite.
Nach einiger Zeit, in der ich mal wieder nichts vom Unterricht mitbekam, bemerkte ich Bens Blicke, die er mir immer mal wieder zuwarf.
Aus seinen Blicken wollte ich entnehmen, was in seinem Kopf vorging, doch auch seine Augen waren wie verschlossen.
Ich liebe dich, Ben… wieso kannst du das nicht auch? , dachte ich verzweifelt.
„Zahra…?“ Alle starrten mich an. Woah, hatte der Lehrer gerade etwas gefragt? Mich?
„Äh… also…“, stammelte ich, um Zeit zu gewinnen. Er dachte nicht an seine Frage, sondern wunderte sich, warum ich so planlos war.
Denken Sie die Frage noch mal! , flehte ich innerlich.
Die Lösung der Aufgabe ist: 13,2 , kam mir Emilie zur Hilfe.
„Es ist… 13,2?“ Hoffentlich hatte Emilie das richtig ausgerechnet…
Verwundert kratzte er sich am Kopf. Wie machte sie das immer wieder? Immer habe ich das Gefühl sie passt nicht auf, aber dann hat sie immer die richtige Lösung parat.
In seinem Kopf sah ich mich, wie ich immer wieder aus dem Fenster starrte und nicht im Geringsten auf das Geschehen an der Tafel achtete.
„Das stimmt.“, murmelte er immer noch in Gedanken und wand sich wieder der Tafel zu.
Wo hast du deinen Kopf?! , schimpfte mich Tessa entrüstet. Ihr gefiel die ganze Sache mit Ben nicht.
Was ist los? , sprach mich Ben diesmal mit seiner inneren Stimme an.
Ich hatte wohl seine verschlossenen Gedanken gestört.
Gott sei Dank… endlich konnte ich seine Gedanken wieder hören.
„An was hast du vorhin die ganze Zeit gedacht?“, flüsterte ich ihm zu.
Sein Gesicht lief rot an und beinahe wäre er mitsamt Stuhl umgefallen. Sein Kopf war wieder leer.
So ein Mist…
„Nichts…“, murmelte er.
Was tuscheln die zwei? , wollte Jan wissen.
Das sage ich dir garantiert nicht, dachte ich zähneknirschend.
Doch wieder fiel mir auf, wie er sich anstrengte, seine Gedanken zu verwischen.
Was hatte er nur vor? Wusste er, dass ich Gedanken lesen konnte und versuchte daher, sie vor mir zu verstecken?
Ach, egal! Was ging Jan mich an? Ich hatte andere Sorgen...
Zum Beispiel, herauszufinden, was Ben im Sinn hatte.
Mal wieder verfluchte ich meine defekte Fähigkeit, nur begrenzt Gedanken lesen zu können.
Grr...
Woher kamen plötzlich diese ganzen Gefühle? Was war nur mit mir los?
Ich war hibbelig, aufgeregt und konnte von Wut zu Freude und Glück wechseln und das innerhalb von wenigen Sekunden...
Und das alles nur wegen diesem Idioten Ben. Diesem absolut idiotischen Chaoten, der mein Herz geklaut hat.
Und das schlimme daran war, dass ich ganz genau wusste, dass er es absolut nicht ernst meinte.
Schon durchfuhr mich eine Welle der Trauer und ich hätte jeden Moment heulend zusammenbrechen können, hätte nicht in diesem Moment jemand meinen Namen gerufen.
Mein Kopf schnellte in die Höhe. »Was?!«, kreischte ich viel zu laut und die gesamte Klasse starrte mich an.
»Ganz ruhig...« Beschwichtigend hob Pit die Hände und sah mich entschuldigend an.
Einatmen, ausatmen, ganz ruhig, redete ich mir selbst ein und versuchte, mein geschocktes Herz zu beruhigen.
Dabei wusste ich doch ganz genau, dass mir dies nie gelingen würde.
»Bringt dich Ben heute nach Hause?«
Was sollte denn diese Frage?
»Ähm...« Ich warf einen Blick hinter mich und hoffte innerlich, dass Ben nicken würde.
Doch was ich dann sah, lies mich auf der Stelle erstarren.
Ben lächelte sein Lächeln. Sein richtiges Lächeln. Dies und sein strahlender Ausdruck in den Augen...
Anm.: Ab jetzt werde ich versuchen, wöchentlich ein neues Kapitel rein zu stellen ;) (hasst mich bitte nicht, falls es ausnahmsweise nicht klappen sollte^^)
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Kommentare
tweety schrieb am 2010-02-09 17:29:28:
Hey, deine geschichte ist wirklich super :-)!
hast wieder mal ein tolles kapitel reingestellt, bitte mach weiter so...
LG tweety
Lu schrieb am 2010-02-09 13:15:05:
Also ich sag mal was zur Story,ich find sie immernoch Hamma xD
Moon Dancer schrieb am 2010-02-08 14:33:17:
echt gut!! mach weiter so xD
lg
Ein-guter-Tipp schrieb am 2010-02-07 21:08:50:
Hallo, daß hat zwar nichts mit der Geschichte zu tun, aber ich muß hier mal was loswerden:
Nervt das euch nicht auch, wenn man in den Suchmaschinen nur Angaben findet,
die man nicht gebrauchen kann? Wenn man ein Suchwort eingibt, werden meistens
auf den forderen Plätzen nur irgendwelche Müllseiten angezeigt.
Das muß aber nicht sein, ich kenne jetzt eine Seite, wo man mit einem Klick
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