Dunkler Engel...
von
Yve
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Es war ein wirklich schöner, sonniger Tag. Genauso wie ein Sommertag sein sollte. Anna hatte sich ein Buch geschnappt und verbrachte bereits eine Weile an ihrem Lieblingsplatz. Ein uraltes Haus, an dem bereits der Efeu sich seinen Weg bahnte. Es stand in dem Wald, nahe der Stadt. Sie lag in dem Garten zwischen den vielen, wundervollen Blumen, die sich auf der ganzen Wiese ausbreiteten. Schmetterlingspaare flatterten um die Blumen. Anna konnte sie gut verstehen. Jede einzelne Blume hatte ihren eigenen Geruch und sie rochen wirklich alle wundervoll. Ihr Fahrrad lehnte an der Hauswand, die vollends hinter einem rieseigen Busch von Buschrosen verschwunden war. Es war einfach nur herrlich. Sie konnte dort ganz unbeschwert sein. Ohne den Schulstress und ihre strengen Eltern.
Als sie nach einiger Zeit bemerkte, dass die Sonne bereits den Zenith überschritten hatte, sprang sie erschrocken auf. Ihr Vater würde ihr den Kopf abreißen. Sie durfte eigentlich gar nicht hier sein. Eigentlich hatte es gar keinen Sinn sich jetzt noch zu beeilen. Sie würde sowieso viel zu spät kommen. Seufzend nahm sie ihr Fahrrad und ging auf die Hintertür des Hauses zu. man musste durch das Haus gehen, um das Anwesen verlassen zu können. Der Garten wurde von einer hohen Steinmauer umgeben. Ein richtig kleiner, versteckter, geheimnisvoller Garten. Anna lächelte selig. Ihr geheimer Garten. Als sie ihr Fahrrad durch das zum Verfall verdammte Haus führte, stockte sie für einen Moment. Da war noch jemand anderes in dem Haus. Ein normales Mädchen wäre jetzt voller Angst davon gelaufen, aber Anna war nun mal nicht normal. Sie lehnte ihr Fahrrad wieder an eine Wand und folgte dem Poltern. Es kam von oben. Langsam ging sie die knartschende Holztreppe hinauf, ihre dünnen Finger fuhren über die Holzmaserung. Die Person die sich dort oben befinden musste, hätte sowieso nicht mehr überrascht werden können. Das Knartschen der Treppe war zu laut.
Das Geräusch, es hörte sich an, als würde jemand in irgendetwas herumwühlen, kam aus dem Schlafzimmer des Gebäudes. Anna wusste das so genau, weil sich dort noch Möbel befanden, die abgedeckt waren. Vorsichtig öffnete sie die Tür und lugte hinein. Dort hockte eine Person. Sie war schwer auszumachen, da es schon ziemlich dunkel war. Der Himmel hatte sich bereits rot-orange verfärbt und die Bäume warfen längere Schatten. Vorsichtig trat sie auf die Person zu. Sie erwischte eine knartschende Diele. Reflexartig hob der Fremde, es war ein Mann, wie Anna ausmachen konnte, seinen Kopf und fixierte sie. Er hatte irgendetwas irres an sich.
,,Was hast du hier verloren?!"
Er schrie ihr die Worte entgegen, als wenn er vor hatte, sich die Lunge aus dem Hals zu schreien. Verwirrt sah sie den Mann an.
,,Ich dachte, das Haus würde niemandem gehören und..."
,,Da hast du falsch gedacht!"
Nun kam er auf sie zu. Er war viel größer, als sie es war und jemals sein würde. Er umkreiste sie, wie ein Löwe sein Beutetier. Erschrocken machte sie langsame Schritte zu dem großen Glasfenster, das mit seinen vielen Farben, wie ein prächtiges Bild wirkte. Anna spürte das Glas, es war noch warm von der Sonne, unter ihren kühlen Fingern. Der Typ machte ihr Angst. Er fixierte sie immer noch bösartig und blieb sofort einige Zentimeter vor ihr stehen. Was hatte er gesucht? Vorsichtig ließ sie ihren Blick zur Seite schweifen. Sie entdeckte einen Revolver am Boden. Ängstlich wandte sie den Blick wieder auf den Irren und presste ihre Augen zusammen. Was würde er mit ihr anstellen? Sie vergewaltigen, oder gleich umbringen? Anna schluckte. Warum musste sie immer so furchtbar neugierig sein?
,,Verschwinde gefälligst und lass dich hier nie wieder blicken!"
Er holte weit aus und stieß sie mit einem gewaltigen Ruck aus dem Fenster. Anna hatte ihre Augen bereits wieder geöffnet, aber das spürte sie erst, als sie nur noch das kaputte Fenster sah, aus dem sie gerade gestoßen worden war.
,,Hier ist es Fynn!"
Fynn sah seinen Freund skeptisch an. Hier wollte er in Zukunft seine Opfer vergraben?
,,Ich weiß nicht so recht John. Hier gehen bestimmt ab und zu ebenfalls Menschen spazieren und wenn einer ihrer Hunde mal an der falschen Stelle gräbt?"
John sah ihm selbstbewusst ins Gesicht und grinste gleich darauf.
,,Das ist ja das Beste an der ganzen Sache. Die Menschen aus der Stadt werden sich niemals so weit in den Wald wagen."
Fynn hob eine seiner Augenbrauen. Skepsis lag in seinem Blick. John räusperte sich.
,,Vor einigen Jahren hat sich hier an diesem Ort ein furchtbarer Mord zugetragen. Der Mörder wurde kurz darauf eingebuchtet. Und jetzt kommt das Beste. Er durfte das Gefängnis vor kurzem verlassen, wegen guter Führung. Eins muss man dem Irren ja lassen, er konnte seine geisteskranke Seite gut verstecken."
,,Was du anscheinend immer noch nicht gelernt hast."
Es war eine ruhige Entgegnung. John zuckte lachend mit den Schultern.
,,So bin ich halt."
Sie gingen langsam weiter, bis sie zu einem verlassenen, alten Haus gelangten. Vor ihm blieben sie stehen.
,,In dem Haus hat die Mutter des Irren gelebt, sie ist vor so ungefähr 10 Jahren verstorben und seit dem ist das Haus ziemlich den Bach hinunter gegangen."
Fynn wies mit der rechten Hand auf das Haus.
,,Das Haus nennst du runtergekommen? Das ist schon eine kleine Ruine."
Glas zersplitterte und ein Mädchen fiel schreiend aus dem Fenster. John sah verwirrt nach oben und Fynn tat es ihm gleich. Reflexartig fing Fynn das Mädchen auf, sie wäre ihm ohnehin mitten in die Arme gefallen. Immer noch leicht verwundert sah er das Mädchen an und ließ sie sofort fallen. Ein dumpfes Geräusch war zu vernehmen.
,,Aua! Hättest du mich nicht ein bisschen sanfter absetzen können?"
Fynn stand ganz gelassen vor ihr und sah sie verdutzt an. Es kam ja schließlich nicht jeden Tag vor, dass ein Mädchen einem in die Arme fiel, aber das war ihm sowieso irgendwie gleichgültig. Dann verdüsterte sich seine Miene. Hatte er es denn schon wieder getan?
,,Mist."
John grinste ihn an.
,,Ja du hast es wieder einmal geschafft zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein Superman."
Fynn warf ihm einen alles vernichtenden Blick zu. Er knirschte mit den Zähnen.
,,Ich dachte wir hätten uns über solche Äußerungen unterhalten?!"
Nun sah John ziemlich entschuldigend aus, aber das Grinsen war noch nicht aus seinem Gesicht gewichen. Fynn hatte die Hand zu einer Faust geballt und machte sich auf einen Schlag bereit.
,,Halt, halt, bevor du mich schlägst, könnte es dem Mädchen", er deutete auf Anna. Nicht ein bisschen merkwürdig vorkommen, wenn irgendetwas unnatürliches passieren würde?"
,,Wir unterhalten uns zu Hause, das verspreche ich dir!"
Anna war bereits aufgestanden und musterte die beiden komisch wirkenden Typen aufmerksam. Waren sie schwul? So wie sie sich miteinander unterhielten, konnte man davon ausgehen, dass sie ein Ehepaar waren. Der Irre hatte sich aus dem Fenster gelehnt, wenn man es genau nahm, aus dem was davon noch übrig war.
John hatte seinen
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Kommentare
BlackStar schrieb am 2008-01-25 17:51:46:
Also die Geschicht finde ich nicht schlecht schreib doch bitte weiter!
Sonst ist zusagen das du es vielleicht noch einwenig ausschmücken könntest und vielleicht die Spannung ein wenig erhöhst.
Liebe Grüße Blackie
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