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Kategorien > Krimi > Fraue/Lesbenkrimi

EINE COLT FÜR ALLE FÄLLE Fall 3

von Morgaine

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„ Liebling, kannst du mir sagen, wo der Majoran ist?“
Sabine griff in einen großen Schrank, in dem alle möglichen Gewürze standen. Sie nahm eine der Dosen, öffnete sie, und reichte sie mir. Ich nahm die Dose aus ihrer zauberhaft zarten Hand, griff in die Dose mit meinen Pranken hinein, und gab etwas in den Fleischtopf.
Sabines Küche war nicht nur sehr geräumig, sondern vor allem sehr modern eingerichtet. Ihr Kühlschrank war so groß, das meine gesamte Verwandtschaft darin Platz hätte, und der Esstisch würde die Nationalmannschaft beköstigen können.
Wir kochten gerade Wildragout mit Pfifferlingen, ein Gericht, das sich Beates Freundin Sabrina gewünscht hatte, die mit Beate zum Essen heute zu uns kam.
Wir hatten Beate kennen gelernt, als wir aus New York nach Berlin geflogen waren. Sie war unsere Taxifahrerin, der wir helfen konnten, einem Schwein, der sie erpresste, nach seinem gewaltsamen Ende, das Erpressungsmaterial aus seiner Wohnung zu klauen, und sowohl ihr als auch einigen anderen Frauen Peinlichkeiten zu ersparen.
Sabine legte die Spätzle in das kochende Wasser. Sie rührte sie um, und gab etwas Salz in den Kochtopf hinein. Sie hatte eine blütenweiße Kochschürze, die sie nach hinten zugeknotet hatte. Sie sah hinreißend in dieser Schürze aus. Ich ging auf sie zu, umarmte und küsste sie auf ihren wunderschönen Hals.
Sie drehte sich um, mit dem Kochlöffel in ihrer Hand, umarmte mich, und wollte mich küssen, als es an der Tür klingelte.
„ Kannst du mal kurz an die Tür gehen, und unsere Gästinnen begrüßen?“
Ich drehte mich um, und ging durch die Küche und die riesige Eingangshalle, zur Tür.
Ich griff zur Klinke, öffnete die Tür, und blickte in die Gesichter von zwei Frauen. Die eine war Beate, deren Erscheinung mir schon vertraut war.
Ihre langen, blonden Haare waren etwas kürzer, als ich sie in Erinnerung hatte. Aber ihr Markenzeichen, die Mütze der New York Yankees, hatte sie immer noch auf.
Ihre Stupsnase war der markanteste Punkt in ihrem ovalen und ungeschminkten Gesicht. Auch fielen mir ihre Augen auf. Sie waren blau, mit einem grauen Stich, mit solch schwungvollen Wimpern, das jede Drag Queen neidisch geworden wäre.
Die Frau an ihrer Seite musste Sabrina sein. So wie beide sich ansahen. Sie war klein und hager. So hager, das ich sie am liebsten sofort aufgepäppelt hätte.
Ihre hellgelben, gewellten Haare schmückte eine Haarspange, deren Form den eines Delphins hatte. Ihr schmales Gesicht war geschminkt, und zwar so, das sowohl ihr strahlend blauen Augen, als auch ihre hohen Wangenknochen vorteilhaft betont wurden. Ihr dunkelroter Lippenstift betonte nicht nur ihre vollen Lippen, sondern passte auch hervorragend zu ihrem roten Kleid mit der goldenen Delphinbrosche.
Sie muss Delphine sehr lieben, schoss es durch meinen Kopf. Ich bat beide hinein zu treten Beate entfernt ihre Mütze von ihrem Kopf, und trat nach ihrer Partnerin in den Flur.
Beide wirkten etwas schüchtern, so das ich zu ihnen sagte: „ Willkommen in unserer Lustgrotte! Ihr könnt euch entscheiden, welcher Form der Fleischeslust ihr hier frönen wollt. Entweder oral, oder klitoral!“
Beide lachten, nicht zuletzt wegen meiner drolligen Aussprache. Ich hatte zwar in der Zwischenzeit die deutsche Sprache fleißig geübt, aber mit der Aussprache haperte es noch etwas.
Hoffentlich haben sie meinen Witz richtig verstanden, und denken nicht, dass ich eine Einladung zu einer Sex- Party ausgesprochen hätte. Das wäre mir peinlich!
Wir gingen zuerst ins Wohnzimmer, das gefüllt war mit erlesenen Möbeln. Sabrina blickte staunend auf das große Bild, das rechts neben der Wohnzimmertür an der Wand hing. Es zeigte eine ältere Frau, die auf dem Feld Kartoffeln erntete, so wie es Bäuerinnen seit Jahrhunderten getan hatten.
Sabine gefiel dieses Bild, erinnerte es sie doch an die bäuerlichen Wurzeln ihrer Großeltern. Und weil es ihr gefiel, gefiel es mir auch. Außerdem mochte ich die leuchtend gelben Farbtöne sehr, mit denen der Maler nicht gegeizt hatte.
Während Beate und ich uns in Richtung der Ledercouch machten, um darin zu versinken, stand Sabrina wie zur Salzsäule erstarrt immer noch vor dem Gemälde. Etwas schien sie zu beschäftigen. Nachdenklich gingen ihre Schritte näher an das Bild, ihre Finger berührten die weichen Linien des Gesichtes der Bauersfrau, als ihre Augen anfingen, sich mit Tränen zu füllen.
Beate, die schon saß, stand auf, und ging zu ihrer Partnerin. Sanft legte sie ihre sehnigen Butcharme um ihre schlanke Hüfte, küsste sanft ihren Nacken, und fragte: „ Was ist denn los, meine Süße? Ist etwas mit dem Bild?“
Sie nickte.
„ Und was?“
„ Vor vielen Jahren hat es mal meiner Familie gehört. Wir mussten es nach dem Krieg verkaufen, um zu überleben. Das Bild zeigt meine Ururgrossmutter, als sie schon sehr alt war.“
Beate nahm ihr Hände, führte sie zu Sabrinas Gesicht, und wischte ihre Tränen fort.
„ Bitte sag nichts Sabine“, bat sie ihre Partnerin. Beate nickte wortlos.
„ Das Essen ist fertig. Ihr könnt kommen“, ertönte es laut aus der Küche. Der Duft geschmorten Wildfleisches drang die ganze Zeit schon in unsere Nasen, und als Sabine gerufen hatte, war keine von uns mehr zu halten. Wir liefen alle in die Küche, und wurden an der Tür von Sabine in einem atemberaubend schönen Abendkleid aus rotem Chiffon empfangen.
Meine Süße muss sich umgezogen haben, durchzuckte ein Gedankenblitz meine hell erleuchtete Birne, in Fachkreisen auch „Gehirn“ oder „Kopf“ genannt.
Ich sah sie an, und brachte nur ein „Whow, siehst du hinreißend aus, Baby“, hervor.
Galant ging ich zu ihr, und bot ihr meinen rechten Arm zum Geleit an. Sabine nahm ihn dankend entgegen, und da Beate und Sabrina es uns gleich taten, ging unsere kleine Prozession zum festlich gedeckten Esstisch.
Wir hatten uns wirklich Mühe mit der Dekoration gegeben. Rosenstiele umrankten unsere Teller, die aus feinsten Meißner Porzellan, einem Erbstück ihrer Mutter, waren. Wir hatten Stunden gebraucht, sowohl das silberne Besteck als auch die große silberne Schüssel auf Hochglanz zu polieren, und die edlen Gläser aus Bleikristall waren schon mit gut temperiertem Rotwein der Loire gefüllt.
Beate rückte Sabrinas Stuhl zurecht, und nachdem sie sich hingesetzt hatte, nahm auch Beate Platz. Wir zwei Hübschen verschwanden in die Küche, und kamen mit dem Essen hinein. Ich trug die Nudeln, und Sabine das Wildragout, den sie noch mit ein paar frischen Kräutern verfeinert hatte.
Wir setzten uns, und nahmen unsere nach oben gerichteten Stoffservietten auf den Schoß.
Das Essen sah wirklich köstlich aus, und es schmeckte noch besser. Durch die Wacholderbeeren, die Lorbeerblätter und den Thymian, sowie dem kleinen Schuss Rotwein, kam der Wildgeschmack besonders gut zum Vorschein.
„Guten Appetit, Ladys“, wünschte uns Sabine.
Das Essen wanderte auf unsere Teller. Zuerst bediente sich Sabrina, gefolgt von Beate, Sabine und meiner Wenigkeit.
„ Wie war dein Tag heute Sabine? Viele Leichen im Keller verscharrt“, fragte mit leichtem Unterton

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Kommentare

fayehexe@yahoo.de schrieb am 2010-07-23 16:32:36:
Also, ich fand diese Geschichte nicht spannend, eher als Studie über lesbisches Verhalten. Als "Krimi" deplaziert.

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