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Kategorien > Hoffnung > Ist er es wirklich?

ER Kapitel 6

von NessaH

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Dienstag(13.11)
Im Unterricht(Rest ist nicht erwähnenswert)
,,He, bekomme ich deine Handynummer““; fragte ich ihn leise.
,,Klar, aber ich kann meine Nummer nicht auswendig und ich habe mein Handy bei einem Freund
vergessen. Ich bringe sie dir morgen mit okay?“, sagte er mit Unschuldsmiene.
,,Jaja, mach du“, sagte ich mit einem kleinen tick von Ironie in der Stimme.

Mehr ist soo jetzt nicht passiert.

Mittwoch auch nicht!
Er hat mir immer noch nicht seine Handynummer gegeben!
Das frustrierte mich zwar schon ein bisschen, aber war nicht weiter wichtig.

Donnerstag (15.11)
,,Morgen ist mein Geburtstag! Da werde ich endlich 15!“, freute sich John.
,,Schön, kommst du heute Abend in ICQ on?“, fragte ich ihn vorsichtig.
Und schon wurde er ernst. ,, Ich darf wahrscheinlich nicht. Heute ist Elternsprechtag und bei mir sieht es überhaupt nicht gut aus. Ich werde wahrscheinlich fliegen“, sagte er. Ich hatte das Gefühl, er würde gleich anfangen zu heulen. ,, Morgen, an meinem Geburtstag werde ich auch nicht an den PC dürfen. Voll assi!“, sagte er sich seine Zukunft voraus.
,,Oh, und du musst zu 3 Lehrern, nicht?“, fragte ich leise.
,,Ja, die werden eh alles das gleiche Erzählen.“
Ich bekam Mitleid mit ihm. Aber eigentlich war er es ja selber Schuld. Aber ich mochte ihn
halt so sehr. Eigentlich ist er ein richtiges Ekel. Aber eigentlich auch nicht.
An diesem Nachmittag habe ich ihm eine Homepage errichtet und wenige Freunde in das Gästebuch schreiben lassen. Ich hoffte, er würde sich Freuen.

Freitag (16.11)

,,Hey, ich muss dir nach WP Bio noch was geben, ja?“, sagte ich leise und unsicher.
,,Was denn? Gebe es mir doch jetzt“, sagte er.
,,Nein, traue ich mich nicht“, sagte ich nervös.
In der 5 Stunde hatten wir Vertretung. Jeder hatte eine Aufgabe, doch fast jeder hat Hausaufgaben gemacht. Mir war das so ziemlich egal. Wir hatten was in Mathe auf, darum fing ich an, nach dem ich es hatte, auch für John abzuschreiben. Nur ich traute mich nicht, es ihm zu geben, da er bei den anderen älteren Jungs und Mädchen saß. Ich versuchte, Blickkontakt aufzunehmen, aber wenn ich ihn kurz hatte, war er dirket wieder weg. Am ende, als alle sich fertig machten für ihre WP Stunde,
stand er günstig, um ihn anzusprechen. ,,John, ich habe Mathe für dich gemacht!“, sagte ich wie ein kleines Mäuschen. Er guckte mich an, nahm das Blatt, kam auf mich zu UND umarmte MICH und sagte danke! Ich muss wirklich rot angelaufen sein, denn so, wie Chris nachher lachte, muss es wirklich schlimm gewesen sein. Auf dem Weg zum Bioraum zog ich Kevin kurtz auf Seite und erzählte ihm das (Kevin wahr inzwischen ein Freund von mir geworden, dem ich sehr vertraute).
Er guckte mich nur mit großen Augen an. Mehr Zeit blieb nicht.
Wir mussten in den Bioraum.

Als ich zu Hause saß, fiel mir ein, dass ich vergessen hatte, ihm die Adresse der Homepage zu geben. Ich rang mit mir.... Ruf ich ihn an oder nicht. Ich wählte die Nummer.
Ich guckte wie versteinert und war fieberhaft am überlegen. Dann drückte ich auf den roten Knopf.
Ich kam mir lächerlich vor, wenn ich da anrufen würde. Nach einer Zeit wählte ich die Nummer erneut und rief an. Ich sagte mir im Kopf auf, was ich sagen würde. Ich schwor mir, geht der Vater dran, leg ich auf. Zum Glück ging die Mutter dran und ich sagte ihm die Adresse. Er bedankte sich und legte auf. Ich war erleichtert und sehr stolz auf mich!

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