Ein Einsames Haus
von
Steffen Hunsinger
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Ein Einsames Haus
Ich träume jede Nacht davon. Es ist dieses merkwürdige, verlassene Haus.
Es ist so als ob es nach mir rufen würde... jede Nacht will es mich in seinen Bann ziehen.
Es ist ganz in der nähe von mir, ich muss dort hin und muss herausfinden was mit diesem Haus nicht stimmt.
Und nun stehe ich hier vor dem Haus. Es ist von Bäumen umgeben und im Dunkeln verborgen. Der Wind lässt die Fensterläden auf und zu Schlagen. Ich will nicht hinein, aber irgendeine Macht zieht mich in das Haus hinein.
Es war verdammt dunkel innen drin, zum Glück hatte ich eine Taschenlampe und ein paar Ersatzbatterien dabei. Ich machte die Taschenlampe an und konnte den Staub und die Spinnweben schon förmlich sehen.
Der Holzboden knarrte und schien schon sehr morsch zu sein an einer Stelle gab sogar das Holz ein und ein Teil des Bodens brach in sich zusammen. Ich konnte mich gerade so noch retten. Ich fixierte den Schein meiner Taschenlampe auf das Loch, ich schaute hinunter und sah Wasser. Das Wasser war Trüb und verschmutzt. Nun wusste ich was ich in diesem Haus nicht tun sollte... Baden.
Der Wind zischte durch die ritzen des Hauses und gab ein schrilles flöten von sich. Die Einrichtung in dem Haus war zerstört. Tische waren entzwei geteilt, Stühle hatten nur noch 3 Beine und das Licht ging auch nicht mehr.
Das merkwürdige war, dass ich ein leises Flüstern vernehmen konnte. Ich hatte etwas Angst, aber ich wollte auch unbedingt wissen was sich hier befindet. Das Flüstern wurde immer deutlicher und nun konnte ich auch die Worte verstehen sie waren: „Ich lasse dich nicht gehen!“ Meine Angst wurde immer größer und ich wurde immer vorsichtiger. Ich wollte nicht mehr weiter gehen, aber meine Beine liefen wie von alleine. Ich kam in einen Raum in dem nur ein Stuhl stand und eine Kerze brannte. Ich fragte mich wie eine Kerze brennen konnte, denn hier wohnt schon lange niemand mehr... oder etwa doch??
Auf dem Stuhl saß eine kleine Puppe, ihre Augen waren ausgestochen, trotzdem konnte ich einen kalten, starren Blick vernehmen. Plötzlich hörte ich Gelächter und die Kerze ging aus und die Tür fiel hinter mir zu. Etwas kam von der Decke gestürzt, es war ein Menschlicher Körper, welcher an Stacheldraht auf gehangen war. Das Blut tropfte auf den Boden und der Mann stöhnte gequält: „Hilf...Mir...“ Meine Augen wurden groß und meine Atmung wurde immer schneller, ich bekam Panik und versuchte die Tür hinter mir zu öffnen. Es ging nicht, etwas schien die Tür zu blockieren. Ich drehte mich um, der Mann hing nicht mehr da, Erleichterung fuhr durch meinen Körper, doch dann griff mich etwas am Bein. Es war dieser Mann. Ich versuchte mich zu wehren, doch er zog sich an meinem Körper nach oben und schaute mir tief in die Augen.
Ich kniff meine Augen zusammen und konnte fühlen wie seine Nasse Hand mein Gesicht berührte, doch aus heiterem Himmel ging die Tür hinter mir auf und ich fiel nach hinten. Der Mann war verschwunden. Ich rannte zum Ausgang, ich wollte nur noch weg von hier, doch irgendetwas hielt die Tür verschlossen. Ich trat und schlug wie wild dagegen, ich war verzweifelt und wollte nur noch nach Hause. Ich sackte zu Boden und fing an zu weinen. Doch genau in diesem Moment griff mich etwas an meinem Fuß und zog mich mit voller Kraft in das Loch im Boden. Ich wurde quer durch das Wasser gestreift. Dann lies es mich los und ich schaute mich panisch um. Ich hatte meine Taschenlampe nicht mehr, was sollte ich nur tun? Ich konnte im Wasser etwas vernehmen, plötzlich kam eine Hand aus dem Wasser geschossen und griff mein Gesicht. Die langen Fingernägel bohrten sich in meine Haut. Ich zog an der Hand und riss sie vom Arm. Ich löste die Hand von meinem Kopf und warf sie weg. Auf jedenfall war dieses Etwas im Wasser nun verschwunden. Ich versuchte einen Weg aus dem Wasser zu finden. Wieder fingen Stimmen an mit mir zu reden. Ich wurde so langsam wahnsinnig alle sagten das selbe... alle sagten: Stirb, Stirb, Stirb!“ Ich schrie aus Wut und Verzweiflung und ging durch das Wasser. Ich wollte hier nur noch Weg, mir war scheiß egal wie, Hauptsache nur noch aus diesem Gott verdammten Haus raus. Irgendwann fand ich eine Klappe über mir. Ich wendete all meine Kräfte an, um sie zu öffnen und es funktionierte.
Ich wusste nicht wo ich war, aber ich konnte etwas erkennen. Eine brennende Öllampe stand auf dem Tisch, ich nahm sie in die Hand und versuchte einen Weg hinaus zu finden.
Endlich! Der Ausgang, ich rannte gegen die Tür und öffnete sie. Endlich draußen, doch als ich draußen war fiel ich zu Boden und das letzte was meine Augen sahen, war am Dachbodenfenster ein lachendes Gesicht und das letzte was ich hörte war: „Jetzt bist du auf ewig bei mir!“
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Kommentare
Katja W. schrieb am 2010-10-05 19:52:57:
Die Geschcihte war echt gut und gruselig auch.
Aber das Ende hätte schauerlicher und schlimmer sein müssen !
Ein fürchterliches langes Ende wäre fantastisch, sonst war diese Geschichte echt prima..
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