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Kategorien > Tierisches > Sonstiges

Ein Kater erzählt

von Anariel, die Nomadin

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Ein Kater erzählt

Mein Name ist Lucifer und ich bin ein Kater. Ich bin jetzt schon 6 Jahre alt und mein Fell ist pechschwarz, bis auf einen kleinen weißen Fleck mitten auf der Brust. Ich habe hübsche grüne Augen und wie mein Mensch sagt, den Teufel im Leib. Vielleicht hat er mich ja deshalb so genannt, keine Ahnung. Er meint es nicht böse. Jedes mal wenn er das sagt, lacht er. Ach ja mein Mensch, den sollte ich vielleicht auch erst einmal vorstellen. Er ist groß, also finde ich. Und dünn, hat schwarze Haare, was mir sehr gut gefällt und dunkle Augen. Sein Name ist Sebastian Klein. Keine Ahnung wer ihn ausgerechnet Klein getauft hat, weil er ist doch gar nicht klein. Die meisten Leute nennen ihn Basti. Er schreibt. Nein nicht für große Zeitungen oder so was, für ein kleines Blatt schreibt er Kurzgeschichten unter nen Pseudonym. Manchmal schreibt er auch die Sachen für andere Leute. Die kommen dann, kucken dumm, drücken ihn irgendwelche Papiere in die Hand und verschwinden wieder. Nach einiger Zeit kommen sie wieder, kucken sich an was er draus gemacht hat und gehen wieder. Dann lacht Basti, klatscht in die Hände und hüpft durch unsere kleine Wohnung, als hätte er Katzenminze genascht. Ich freu mich dann auch immer, weil ich ganz genau weiß, der er am nächsten Tag einkaufen geht. Und er vergisst es nie, mir ein Stück Leber mitzubringen oder noch besser Krabben! Ich liebe Krabben! Auf den Geschmack bin ich gekommen, bevor ich Basti gefunden habe, als ich noch am Meer zuhause war.
Der Lebenstraum meines Menschen ist es aber, seinen eigenen Roman zu schreiben. Und wann immer er Zeit hat, schreibt er daran rum. Manchmal ist er davon so besessen, das er glatt vergisst mich zu füttern. Dann hüpf ich auf den Tisch und laufe über seine Tastatur, die so schön klackert. Er brummt dann zwar ein wenig, aber er hebt mich auf den Boden runter und macht mir eine Dose auf. Dabei meint er immer: “Luci, oh Lucifer. Du kleiner Teufel Du!” Manchmal, wenn er nicht mehr weiter kommt, dann beschmus ich ihn. Dann krault er mich. Ihr wisst ja gar nicht wie schön Kraulen ist. Und oft springt er dann auf, kuckt mir tief in die Augen. “Luci, das ist es,” ruft er dann und stürmt zu seinem Pc um auf der Tastatur rumzuhämmern. Ich weiß zwar nicht was es ist, aber es scheint ihn glücklich zu machen. Manchmal verhaltet ihr Menschen euch doch recht seltsam.
Nun wollt ihr sicher wissen, wie ich ausgerechnet zu Basti gekommen bin. In Ordnung ich erzähl es euch.


(Die Idee zu dieser Geschichte spuckt mir schon eine halbe Ewigkeit im Kopf herum und nun hab ich endlich mal einen Anfang geschaffen. Ich bitte euch sehr, Kritik zu üben. Es ist das erste mal das ich mich an eine Tiergeschichte heranwage und es ist mir wirklich wichtig zu erfahren, wie dieser Anfang auf euch wirkt.)

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Kommentare

Tiriki & Lynn schrieb am 2009-03-06 21:30:50:
Uns gefällt die Geschichte auch sehr und übrigens kucken ist die norddeutsche Version von gucken, also beides richtig XD
lg
Tiriki & Lynn
Leanyka schrieb am 2006-07-06 20:05:56:
Mal was anderes. Schön, dass du dich endlich entschlossen hast, diese Idee zu verwirklichen. Gefällt mir wirklich sehr.

lg Leanyka
Leeloo schrieb am 2006-07-04 12:15:32:
na das find ich mal ne tolle geschichte!
super anariel, macht spaß es zu lesen, Katzen sind sowieso genial in ihrem Dasein
freu mich auf weiteres
(und ich würde kucken mit k schreiben *grins*)
umarm, Leeloo
Anariel schrieb am 2006-07-03 17:29:31:
Minni,
vielen Dank.

Kalliope,
ich hab das Buch tatsächlich gelesen.
Da hab ich also den Ausdruck her, ich hab mich schon gefragt wo ich das aufgeschnappt habe.-lach-

LG Anariel
Minni Schnucki schrieb am 2006-07-03 15:11:06:
Fängt schon mal supa an. Und übrigens: gucken schreibt man am Anfang mit 'g' nicht mit 'k' ;-).

MfG,
Minni.
Kalliope schrieb am 2006-07-03 12:08:25:
Sehr, sehr schön! Da hat wohl jemand zuviel 'Das Katzenhaus' gelesen! (Wegen dem Ausdruck 'mein Mensch'.) Ich wollte auch schon immer eine Geschichte aus der Sicht einer Katze erzählen!
LG Kalli

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