Ein Leben
von
Anariel, die Nomadin
1
Ein Leben
Schritt auf Schritt, immer weiter
auf der langen Lebensleiter.
Tritt auf Tritt, kein zurück.
Wartet doch am Ende Glück.
Schritt auf Schritt und Tritt um Tritt,
immer vorwärts, kein zurück.
Kaum Geboren ist´ s schon kalt
doch gleich erfährst du Wärme als Geschenk.
Starke Hände geben Dir den Halt,
bei ersten Schritten ungelenk.
Die Kinderspiele wild und frei.
auch erstes Unglück erstes Leid,
doch es bleibt noch einerlei,
geben doch die Eltern Geborgenheit.
Schritt auf Schritt, immer weiter
auf der langen Lebensleiter.
Tritt auf Tritt, kein zurück,
wartet doch am Ende Glück.
Schritt auf Schritt und Tritt auf tritt,
immer vorwärts kein zurück.
Die Kindheit flieht wie der Wind,
plötzlich ist man nicht mehr Kind.
Der Körper ruft was dem Geist noch verborgen.
Erster Kummer, erste Liebessorgen.
Erste Tränen , geboren aus Liebesschmerz.
Erste wunden auf dem zartem Herz.
Höhere Anforderungen und vieles mehr,
doch auch Träume und Hoffnung wachsen sehr.
Schritt auf Schritt, immer weiter
auf der langen Lebensleiter.
Tritt auf Tritt, kein zurück,
wartet doch am Ende Glück.
Schritt auf Schritt und Tritt auf tritt,
immer vorwärts kein zurück.
Weiter wachsen, man wird groß.
Doch auch Sorgen häufen sich im Leben.
Das erste mal bezweifelt man sein Los.
Fragt nehmen oder geben?
Die ersten Träume zerbrechen, zerrinnen.
Und Menschen, an denen wir hingen
verlassen uns für immer.
Und es scheint uns schlimmer.
Schritt auf Schritt, immer weiter
auf der langen Lebensleiter.
Tritt auf Tritt, kein zurück,
wartet doch am Ende Glück.
Schritt auf Schritt und Tritt auf tritt,
immer vorwärts kein zurück.
Spürst wie es dir die Seele zerreißt,
wenn du erkennst zum ersten mal,
das Abschied nicht immer Wiedersehen heißt.
Und weißt nicht umzugehen mit dieser Qual.
Und erkennst mit großem Schrecken,
wie sich die Menschen davor verstecken.
Und das all Dein Leiden und Dein Flehen
niemand wirklich will sehen.
Schritt auf Schritt, immer weiter
auf der langen Lebensleiter.
Tritt auf Tritt, kein zurück,
wartet doch am Ende Glück.
Schritt auf Schritt und Tritt auf tritt,
immer vorwärts kein zurück.
Doch auch Glück lässt Dich wieder lachen.
Wirst so manches tolles machen.
Wirst reisen vieles sehen,
wirst mir Freunden weitergehen.
Erfährst du vielleicht Mutterglück?
Findest Du ein anderes Glück?
Neues und auch Alte Dinge wieder.
singst noch manchmal die alten Lieder.
Schritt auf Schritt, immer weiter
auf der langen Lebensleiter.
Tritt auf Tritt, kein zurück,
wartet doch am Ende Glück.
Schritt auf Schritt und Tritt auf tritt,
immer vorwärts kein zurück.
Manchmal wirst du auch sinnen, denken, sorgen.
Manchmal fürchtest du den Morgen.
Manchmal wirst Du ihn kaum erwarten.
Alles hinterläst Spuren, auch Deine Taten.
Auch stellen sich dir viele Fragen.
Antworten werfen nur noch mehr auf.
Vieles musst du wohl auch wagen.
Unterwirfst dich der Zeiten Lauf.
Schritt auf Schritt, immer weiter
auf der langen Lebensleiter.
Tritt auf Tritt, kein zurück,
wartet doch am Ende Glück.
Schritt auf Schritt und Tritt auf tritt,
immer vorwärts kein zurück.
Doch auch Schmerzen
bleiben dir nicht erspart.
Hinterlassen Narben auf dem Herzen
und bauen Mauern hart.
Manche Nacht wird Schlaflos vergehen,
und manchmal wirst Du nur Dunkelheit sehen.
mancher Tag wird düster bleiben
und Du wirst ganz furchtbar leiden.
Schritt auf Schritt, immer weiter
auf der langen Lebensleiter.
Tritt auf Tritt, kein zurück,
wartet doch am Ende Glück.
Schritt auf Schritt und Tritt auf tritt,
immer vorwärts kein zurück.
Manchmal wirst du Sehen sehr,
und siehst dann Deinen Weg nicht mehr.
Dann willst du nur noch an diesen Ort.
Der so weit fort.
Und doch so nahe manchmal scheint.
Wenn alles nur noch in dir weint.
Dann hältst Du Die Welt kaum mehr aus
und willst nur noch Nachhaus.
Schritt auf Schritt, immer weiter
auf der langen Lebensleiter.
Tritt auf Tritt, kein zurück,
wartet doch am Ende Glück.
Schritt auf Schritt und Tritt auf tritt,
immer vorwärts kein zurück.
Oft möchtest du Die Zeit zurück nur drehen
um die Lieben nur noch einmal wieder zu sehen.
Doch es gibt ein Zurück in der Zeit.
Auf Tageslicht folgt Nachtdunkelheit.
Erinnerungen an die Träume,
die zerronnen sind wie Meeresschäume.
manchmal tröstet Dich nichts mehr.
Dann sehnst du dich wieder so sehr.
Schritt auf Schritt, immer weiter
auf der langen Lebensleiter.
Tritt auf Tritt, kein zurück,
wartet doch am Ende Glück.
Schritt auf Schritt und Tritt auf tritt,
immer vorwärts kein zurück.
Doch Du gehst weiter immer weiter.
Lebst Dein Leben, traurig heiter.
Bleibst nicht stehen,
wirst stets voran gehen.
Du weist, du kannst nur nach vorn.
Du hast Dir manches geschworen.
Wirst erfahren was Leben heißt.
Wirst lernen und ergänzen, was du schon weißt.
Schritt auf Schritt, immer weiter
auf der langen Lebensleiter.
Tritt auf Tritt, kein zurück,
wartet am Ende wirklich Glück?
Anariel´06
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Kommentare
Anariel schrieb am 2006-07-15 19:41:23:
Hi Sebastian,
es war auch ursprünglich als Lied gedacht, Daher auch der Refrain.
Ich hab bereits ein ähnlich langes hier veröffentlich, das auch eigentlich mal ein Lied werden sollte.
Sturmgeflüster ist der titel. Vielleicht mags ja mal jemand lesen.;)
LG Anariel
Sebastian Möbius schrieb am 2006-07-14 19:38:07:
Ist zwar schön und traurig beschreiben, aber etwas zu lang für ein Gedicht. Könnte vielleicht ein Lied werden, trotzdem gute Leistung! ;-)
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