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Kategorien > Psycho > Surreales

Ein Trip ( ! nur für Verrückte ! )

von Celine


". und deswegen sehe ich es als erzwungen an. sozusagen als Notwenigkeit, das wir weitere 100 Arbeitsstellen kürzen, um das überleben der Firma." ----
Eben noch in der Dienstbesprechung der Chefetage, schon verrückt! Der Wahnsinn kam so plötzlich, das ich unmöglich glauben kann, das sich so was über Jahre hinweg entwickeln will. Ich weiß auch gar nicht warum ich verrückt sein sollte! Ich habe bis jetzt ein normales Leben geführt. Meine Kindheit war glücklich, das belegen Photos, ich hatte keine Eltern die mich mißhandelten oder ist mir sonst irgendwas widerfahren, das Traumas auslöse könnte. Aber jetzt bin ich verrückt, ich, der Autor dieses Textes. Verrückt und ein Fall für die Geschlossene trotz meines normalen Lebens:
Als Kind habe ich all die Sachen gemacht, die kleine Menschen nun mal tun. Aber an den Großteil dieser Dinge kann ich mich gar nicht mehr erinnern, vielleicht eben weil sie so normal waren. Ich hatte keine Geschwister, und daran wird sich bis zu meinen Tode und darüber hinaus nichts ändern, ich bin ein Einzelkind, als solches gestorben und als solches geboren. Freunde hatte ich aber ein paar, es waren Kinderfreunde, heute sehe ich sie überhaupt nicht mehr. Ansonsten hatte ich eine ruhige Kindheit. Ich habe mich nie geschlagen oder war sonst irgendwie auffällig, negativ wie positiv. Meine Jugendzeit verlief ganz ähnlich. Nur hatte ich jetzt eigentlich schon keine Freunde mehr, in der Schule war ich in jeden Fach Mittelmaß und Interessen für Sport oder Kunst oder der gleichen hatte ich nie. Auch heute nicht. Eine Freundin hatte ich mal für eine Zeit lang, aber sehr bald ging das in die Brüche. Ich weiß nicht genau, wie es dazu kam. Seitdem bin ich solo.
Mein Job, den ich habe seit dem ich 24 bin, ist nun ein normaler Büro Job. Ich habe es geschafft, mich innerhalb von 10 Jahren vom Kurier dieser Firma bis zum Chefsekretär hochzuarbeiten. Aber das ist mir wohl nie richtig bewußt geworden. Das erinnert mich an den amerikanischen Traum. wo ist eigentlich Amerika?
Aber was soll`s, ich will nicht weiter in meinen Erinnerungen nach Antworten forschen, denn jetzt bin ich Verrückt geworden und meine erste Handlung als neuer Verrückter ist, das ich einfach jetzt mitten in der Besprechung aufstehe und auf den Tisch springe. . Alle schauen mich völlig entgeistert an, mit großen fragenden Augen, mit teils offenen Mündern. Es vergehen zwei Minuten des Schweigens und Glotzens bis mich endlich mein Chef fragt, warum ich das getan habe. Nun, ich frage mich erst gar nicht, warum. Ich habe keine Kontrolle über mich selber, das ist mir klar und das Warum interessiert mich jetzt auch nicht, denn vor etwa fünf Minuten hat der Wahnsinn die Kontrolle über mein Selbst errungen. Ich bin nur noch Zuschauer, in der ersten Reihe! Den letzten Satz sage ich zu meinen Chef, als Antwort. Und als Erkenntnis.
Meine Beine fangen an sich zu bewegen und ich laufe los. Vorbei an all den Gesichtern, die mich noch nie so sahen, und die ich noch nie so sah. Raus aus dem Büro, weg von all den Leuten hier, die mich scheißfreundlich Grüßen und pseudobesorgt fragen, ob den alles in Ordnung sein. Wenn sie wüßten wie verzehrt sie sind, würden sie sich selber aus ihrer Haut pellen und für ewig als Matsch zu Kreuze kriechen, nur um nicht noch mal so beschissen sein zu müssen, wie jetzt. Ich hasse sie, seit all den Jahren. Sie und die ganze Firma. Wir stellen Miniroboter her. Keine Spielzeugsachen, sie erfüllen schon einen gewichtigeren Zweck als nur die Unterhaltungssucht der "Menschen" zu befriedigen, obgleich das seit Jahren immer noch das größte Geschäft ist. Nein, unsere Superroboter können die Straßen sauber machen, können Briefe austragen, den Müll wegschaffen, mit den Hund "Gassi" gehen, was wohl das gräßlichste Wort für einen Spaziergang ist, bei dem der Hund in irgendeine Ecke oder auf irgendeinen Fußweg kacken soll, ganz gleich wohin, bloß mindestens einen Block weiter als dort, wo man selber wohnt. Ich hasse sie! Nicht die Hunde, die sind von Natur aus so blöd und rennen uns hinterher, aber die "Herrchen". Ich hasse sie alle!
Ja ja, unsere Roboter zumindest machen all die dreckigen kleinen Aufgaben, die der Mensch nicht mehr machen will. Ich laufe eben zum Fahrstuhl um endlich raus aus diesen Gebäude zu kommen und bin schon mächtig gespannt, wohin mich mein eigener Wahnsinn führen will. Die Tür des Fahrstuhls öffnet sich und gibt dabei ein Geräusch ab, das mir vorher noch nie aufgefallen ist. Ein "Bing", sie werden es wohl kennen. Ich stehe im Fahrstuhl und beantworte die freundliche, alltägliche Frage dieser Maschine mit einen heftigen Schlag auf die Taste "E", wo ich den hin will.
E wie Ekel. E wie emsiges Auflehnen, E wir ABSTURZ!
Die blöde Digitalanzeige über der Tür rast die Zahlen runter, wie ein Countdown, der zu spät eingeschaltet wurde, aber dennoch versucht genau bei Null anzukommen, wenn die Atomrakete gestartet werden soll. Ich spüre die Beschleunigung und denke an Newton. Ich bin der Apfel, wo ist der Kopf?
Ich stürze also nun mit den Fahrstuhl in die endlosen Tiefen dieses beschissenen Gebäudes, in dem ich schon seit 14 Jahren arbeite. Ich bin noch nie mit einen oder gar diesem Fahrstuhl in die unergründlichen Tiefen gestürzt und dem entsprechen verhalte ich mich auch:
Ich sitze in einer der lukrativen vier Ecken des Raumes und denke an die 9,81 Meter pro Sekunde, denke an die schon gefallenen 12 Sekunden und denke an eine geschätzte Gebäudehöhe von 500 Metern und an die Tatsache, das noch 30 Stockwerke von der panischen Digitalanzeige zu bewältigen sind. Werde ich eher unten sein, oder schafft sie es noch, bis die Raketen gezündet werden? Ich errechne mir eine momentane Reisegeschwindigkeit von etwas mehr als 1800 Kilometern pro Stunde. Der Kurzschluß in meinen Kopf läßt mich erst gar nicht an diesen Ergebnis zweifeln, warum auch?
So langsam setzte ich mich mit den Tod auseinander. Unausweichlich wird dieser nämlich bald eintreten. Aber noch ehe dieses Faktum die Verstandsblockade meines nunmehr kranken Hirnes zu durchbohren vermag, fällt mir die "Hilfe!! Hilfe!! Der Fahrstuhl steckt fest!!!"-Anlage in die Augen. Und jetzt versuche ich hinzugreifen um mich auch gleich darüber informieren zu lassen, warum eigentlich die Notbremsen von diesen verdammten Ding nicht funktionieren, oder scheinbar gänzlich versagen!!
Das Leben ist voller Überraschungen! So war ich heute morgen überrascht, als mein Wecker mich aus dem Bett schrie, oder vielmehr prügelte, dann überraschte mich der Bus, welcher 30 Minuten später kam, danach die U-Bahn, welche 20 Minuten eher fuhr, dann die unsägliche Hilfnichtbereitschaft der Autofahrer und dann wurde ich von den plötzlichen Wahnsinn völlig überrascht und nun muß ich verwundert feststellen, das ich an der Decke klebe, und mich nicht auf dem Boden gehockt hatte, wie ich eigentlich annahm. Ich versuche aufzustehen, aber als ich merke, das sich mein Körper nicht gegen eine solche Beschleunigung stemmen kann, setzte ich mich wieder auf die Decke und rechne noch mal.
Die Anzeige fetzt die Zahlen durch den Raum, das ich nur knapp noch die verbleibenden 15 Stockwerke erkennen kann. Ich habe jetzt eine errechnete Geschwindigkeit von ungefähr 3500 Kilometern in der Stunde drauf und eben sehe ich, das aus dem "E" wie Erdgeschoß oder Endstation sich ein "H" wie Hurra, gleich bin ich unten! oder HÖLLE geformt hat. Unmittelbar nach dieser Synopsenverstrickung, die der Wahnsinn zuzulassen scheint, fängt der Fahrstuhl an zu glühen und sich stromlinienförmig zu verändern. Meine Augen rutschen von diesen noch nie gesehenen Anblick, der mir das Gefühl gibt, ein Dreckteilchen in einen Regentropfen zu sein, auf die Anzeige, die galoppierend mir noch ein "E" präsentiert, als ich mit einen freundlichen "Bing" darauf hingewiesen werde, das ich mein Zielort erreicht habe, als mir der Gedanke durch den Kopf schießt, das der Fahrstuhl das selbige mit etwa 4000 Kilometern Pro Stunde zu tun scheint.
Und tatsächlich, der Fahrstuhl ist durch meinen Kopf gegangen, ich konnte die Hitze in meinen Gehirn spüren, als ich aufprallte und liege jetzt etwas verdattert irgendwo in der Hölle, oder im Erdgeschoß. Vermutlich bin ich Tod.

".und deswegen sehe ich es als erzwungen an. sozusagen als Notwendigkeit, das wir weiter 100 Arbeiter hier rein schicken, um mit unseren Vorhaben." ----
Eben noch in einen Wassertropfen, jetzt schon in der Hölle. Sehe mich um und sehe Horror. Ob ich nun wirklich Tod bin, weiß ich nicht genau, ist aber auch nicht so wichtig, denn ich bin Verrückt, oder war es zu Lebzeiten und damit kann ich nicht nur alles Entschuldigen, ich kann auch alles damit Begründen und jede Frage damit beantworten. Es interessiert mich auch nicht sonderlich. Auch die Frage, ob ich im Erdgeschoß oder in der Hölle bin hat sich von selbst gelöst, denn das Erdgeschoß sieht anders aus, nicht so:
Zwei Männer mit Bauhelmen stehen nicht weit vor mir und einer zeigt auf einen Tunneleingang, den ich jetzt noch nicht weiter beleuchten kann. Ringsrum scheint es dunkel, etwas Feuer brennt in fast regelmäßigen Abständen an der Wand, wohl Fackeln, und das in der Zeit der Sonnentaschenlampen?!
Der Boden, die Wände und die Decke, durch die ich mit dem Fahrstuhl krache bestehen scheinbar aus Stein, Felsen oder dergleichen. Vor und unter mir, ich bin auf einer Art Plato, sind einige Tunneleingänge, die meisten sind beleuchtet, mit Feuer, andere zugeschüttet, oder bloß dunkel.
Die Luft ist stickig und feucht, aber auch angenehm kühl, etwas klamm. Zu hören ist allerhand. da hätten wir das Knattern von Maschinen, Preßlufthämmern, Bohrern, Zischen von Druckausgleichhandlungen, Schreie von Leuten, von Menschen und das Klatschen von Peitschen, vielen Peitschen. Auf jedes Schreien kommt ein Hieb, kommt ein Schrei, kommt ein Hieb, kommt ein Schrei, kommt ein Hieb, kommt ein Schrei, kommt ein Schrei, kommt ein Hieb, kommt ein Schrei, kommt ein Schrei, kommt ein Hieb, kommt ein Schrei. meine Gedanken verlieren sich.
Unaufgefordert und nicht von mir selbst angeordert stehe ich auf und beginne meine Reise in die Hölle. Ich steige von der Anhöhe ab, werde von den beiden Leuten nicht beachtet, welche nun beide auf den einen Eingang zeigen und sabbernd unverständliches Zeug brabbeln und dabei sich selbst mit wuchtigen Hieben auf ihre Helme schlagen. Ich finde dieses Verhalten etwas absurd und unangemessen. Aber dennoch lenken sich meine Beine und Füße in Richtung des gedeuteten Eingangs, der Kleinste von allen, und nehmen dadurch unwillkürlich meinen Körper mit. Als ich näher an den Eingang komme, des Stollen, denn Tunnel möchte ich jetzt nicht mehr sagen, sehe ich wieder Horror. Horror steht auf den stählenden, protzigen, muskulösen, verschwitzten Körper eines Mannes, eingebrannt mit einen glühenden Eisen, es zischt aber er spürt keine Schmerzen, er ist hart, ein richtiger Mann.sweib!! mir stockt der Atem!! und stand auch auf den Helmen der beiden Herren, welche jetzt umhergehen und Kreuze in ihren Block machen.
In der Hand dieser Frau, ist eine große schwarze Peitsche und damit fetzt sie in die Masse, die ich mir jetzt noch nicht anschauen kann, weil meine ganze Aufmerksamkeit meines kranken Hirnes sich auf die Metamorphose dieser Frau zu einen bullenartigen, schnaufenden Monster bezieht. Ich zwinkere kurz und da ist aus der Frau ein Monster und daraus wieder ein Mann geworden. Ein fürchterliches Quietschen zerreißt mich und lenkt meine Blicke auf die Masse, die sich in und aus den Stollen bewegt. Es sind Menschen, mal gewesen. Mir offenbart sich ein Bild, welches ich noch nie sah. Skelette, mit Haut, oder nur noch mit teilweiser Haut, mit und vielmehr ohne Sachen, alte und viele junge schleppen ein Wagen mit glänzenden Gestein raus und den nächsten wieder rein. Alle paar Sekunden kommt die Peitsche und schneidet die völlig verschmutzte Haut auf, so das Blut spritzt, Schreie ertönen und die Arbeit schneller geht. Diese Wesen, Menschen, oder Sklaven sind ausgemergelt, krank und hilflos. Sie zeigen keine Emotionen in ihren Gesichtern, sie arbeiten von früh bis spät, Tags, Nachts, am Wochenende, das ist hier unten ja egal. Ich sehe kein Tageslicht, ich sehe Horror. Dieser ist genau so emotionslos, prügelt in die Masse, der Arm ist schon geschwollen, die Peitsche spröde und die Handflächen raufgerieben, so das sie bluten. Keinen scheint hier irgendwas Spaß zu machen. Jeder geht seiner Arbeit dennoch nach. Ich folge dem Sklavenzug in das innere des Stollens, tief rein in das Bergwerk. Aller 100 Meter steht ein Horror, und peitscht in die Menge, blutet an den Handflächen, zeigt keine Gefühle. Die Leute, die Sklaven klagen nicht, sie humpeln, oder kriechen, oder laufen normal in den Stollen weiter, keiner von ihnen bemerkt mich, nie trifft mich die Peitsche. An den Seiten der Höhle liegen Körper, die vergammeln, die noch frisch sind, oder schon längst nur noch Knochen. Kinder, und Jugendliche fallen einfach um, auf die Seite, an den Rand und vergammeln. Stehen sie nicht schnell genug wieder auf, kommen andere Leute und zerfetzen ihre Körper um an das frische Fleisch zu kommen und um das warme Blut trinken zu können. Ich sehe das und will es nicht glauben. Ohne zu denken stürze ich mich auf ein solchen Toten und reiße ihn die Leber aus den noch warmen Körper und beiße mit all meiner Kraft und Begierde, ja Appetit!, rein, Ich spüre das warme Blut, es läuft mit an den Mundwinkeln runter und ich spüre das Fleische auf der Zunge und kaue es, und schlucke es runter. Nach der Leber gönne ich mir noch ein Stück vom Oberschenkel, dann gehe ich weiter. Nach ein paar weiteren Hundert Metern kommen wir in eine Art Halle, ein großer Raum, sehr hoch und geräumig.
Männer wackeln unkontrolliert an Preßlufthämmern, Kinder kloppen mit Meißeln Metall auf den Steinwänden und Frauen füllen die Wagen mit diesem Metall auf. Erst jetzt wird mir bewußt, das unsere Roboter aus Metall sind, Metall, welches hier wohl abgebaut wird. Genau unter der Firma, die Firma genau über der Mine. Die Leute hier unten sehen nicht so aus, als wüßten sie von der Welt da draußen. Ich denke eher, das sie gar nicht wissen, was eine Welt ist! Solche Arbeitsumstände darf es nicht geben!! erscheint auf einer Seite der Steinhalle in großen Leuchtbuchstaben. Ich bin verwirrt. Dies war doch auch eben meine Erkenntnis! Ich greife mir eine dieser grauenvollen Peitschen und schlag in die Masse ein. Mit all meiner Kraft brenne ich diesen Sklaven meine Unkontrolliertheit auf die Leiber. Sie schreien, aber weinen nicht, sie bluten, aber arbeiten nicht weniger, noch mehr, ich breche ihnen ihre Knochen, aber sie machen weiter, ich knacke ihre Genicke, und sie fallen um und werden gegessen. Gerade als eine Gruppe Hungriger sich auf allen Vieren an die Beute ranmacht, verwandeln sie sich plötzlich in . mein Gehirn vermag es nicht benennen, meine Augen nicht sehen, mein Verstand nicht zu umschreiben, meine Hände nicht zu berühren. Ich will wegrennen, aber kann es nicht, ich fliege statt dessen, raus aus den Stollen, vorbei an den ganzen Horror, über den Köpfen der zwei Behelmten hinweg, welche sich eben unter eine Ladung Metall werfen und von den Tonnen verschüttet werden, genau auf eine Wand zu. Ich werde schnell, ich fang an zu Glühen, meine Notbremsen versagen, oben wird unten, ich verforme mich stromlinienförmig, der Wahnsinn, der mich das tun läßt, in meinen Kopf zählt die Meter, wie die Logikschaltung bei einer Lasergelenkenwaffe diese bis zum Ziel zählt, meine Nase fängt an zu glühen, meine Ohren brennen, ich muß 4000 Kilometer pro Stunde drauf haben, der Wahnsinn denkt an die Wand und an elastischer und plastischer Verformung, denkt an Kräfte und an Kraft ist gleich Masse mal Geschwindigkeit.
Ich fühle mich wie der Fahrstuhl, . ich bin der Fahrstuhl!! Und genau jetzt knalle ich durch die Wand, in die Hölle hinein? Aus ihr heraus, oben ist links, unten war gestern, ich durchfetzte das Erdreich, prügle mich durch eine Asphaltstraße nach oben, oder unten, gar gestern? Jetzt bin ich über der Straße, falle runter und sehe meine Beinknochen beim Aufprall weiß und blutig aus meiner Hose breschen, meine Füße in den Boden versinken, die Knie seitlich wegklappen, spüre meine Schulterblätter die Wirbelsäule stauchen, spüre die Selbige sich verschieben und bersten, spüre Organe im Leib umherflutschen und sacke in mich zusammen zu Boden.
Ich bin Tot!

". und deswegen sehe ich es als erzwungen an. sozusagen als Notwenigkeit, das wir weitere 100 Mann herbringen, um das überleben der Menschhe." ----
Eben noch als Matsch auf der Straße und schon mitten im Letzten Krieg der Menschen!
Ich stehe auf der Straße, auf welcher ich ein so jähes Ende fand und sehe mich um. Ich sehe nichts, die Straße ist ruhig und ich bin der Einzigste. Nicht ganz, hinter mir sind 2 Soldaten und wenn ich mich umdrehe sehe ich auch Szene vom Kampf. Ich drehe mich um und tauche in eine andere Welt ein. Ich stehe nicht weit von meinen Firmengebäude entfernt. Die Soldaten beachten mich nicht, und etwas in meinen Kopf sagt mir, das ein paar Jahre vergangen sind und meine Firma irgendwann Spaß daran fand, die Roboter mit Waffen auszustatten, um sie auch im Polizeidienst nutzen zu können. Ab diesen Tag produzieren Maschinen Maschinen! Die freundlich penetranten Roboter, die die Hundescheiße auf den Gehwegen des Nachbarblocks wegräumten haben jetzt statt Schippe und Besen, Schippanzer und Beskanonen angelegt. Die Roboter, die den Hund raus führten, zu dem Nachbarblock, damit er dort scheißen kann, haben statt einer Hundekette jetzt eine Mg-Kette in der Hand. Ich fange an zu laufen, nicht selbst gewählt, ich bin immer noch im Würgegriff des Wahnsinns. Und der schleift mich auf das Schlachtfeld mitten in der Stadt. Auf den Weg dorthin trete ich ständig in Hundehaufen, überall laufen Hunde rum und scheißen alles voll, der Müll bildet eine stinkende und eklige Barere, hinter der sich Verbrecher verstecken und die nicht ausgetragenen Briefe lesen. Ich lauf weiter und sehe allmählich Impressionen des Kriegsgeschehen. Fürchterliche Dinge, die mich an das Bergwerk erinnern. Eine Truppe Soldaten rennen an mir vorbei, und singen ein Lied über ihre Mutter, welche an ihren Sarg stehen würde und dann ganz Stolz die Ehrenmediale in die Hand gedrückt bekommt, genau wie Tausende weitere Mütter und auch nur dann, wenn es die Menschh. schaffen sollte. Ich laß meine Augen schweife und sehe ihnen zu, wie sie in die Ferne rennen. An einer Kreuzung, zu welcher in ein paar Sekunden komme, werden sie von 3 Robotern meiner Firma zusammengeschossen. Die Kugeln rennen dumpf in ihre Körper rein und verharren dort. Auf der anderen Seite ihrer Leider spritzt das Blut raus, Kopfhälften werden abgefetzt, Gehirne klatschen auf den Asphalt und ihre Körper sacken zu blutigen Massen zusammen. Auf den Metallgehäusen der Maschinen kann ich stolz blitzend den Namen meiner Firma erkennen. Die Roboter sehen mich, aber drehen sich weg, und machen weiter jagt auf Menschen. Ich laufe weiter, an den toten Körpern vorbei, weiter in die verwüstete Stadt.
Unterwegs sehe ich Autowracks, die noch brennen, ich sehe flüchtende Menschen, Soldaten, und Panzer. Die Häuser sind geschädigt und über die ganze Szene hat sich eine Art Staubglocke gebildet. Die Sonne scheint an den Tag, und ohne diesen Krieg wäre es ein herrliches Wetter.
Aber so ist es grausam. Ich höre Schreie und Schüsse, immer wieder, Schüsse, Schreie, das Brechen von Gemäuer, Explosionen und alles unterlegt mit Schüssen. Ich bin mein Ziel nahe. Mitten auf der Straße bleibe ich stehen und sehe mich um. Kinder, ohne Köpfe liegen verstreut auf der Selbigen. Soldaten bluten noch aus ihren frischen Wunden, Verletzte verbrennen langsam und unartig in ihren Autowracks, Panzer sind zerschossen, Häuser begruben ihre Menschen unter sich als sie einstürzten. Die Maschinen haben eine Krieg mit uns auszufechten, oder wir mit ihnen. Computer streikten, Autos fuhren mit Höchstgeschwindigkeit gegen Bäume oder andere Autos ohne das ihre Führer etwas ändern konnten. Hunderte wurden in Autopreßanlagen mitsamt ihren Fahrzeugen zerquetscht, Wecker weckten nicht mehr, Radios und Fernsehen brachten keine Meldungen mehr, alles brach zusammen, alles was irgendwie durch eine Maschine gesteuert wurde und mit einer Intelligenz versehen war. Ich kann das nicht glauben, ich will das nicht glauben, aber der Wahnsinn in meinen Kopf und das Faktum hier auf der Straße haben recht, müssen recht haben!
Die Menschen sterben, die können sich nicht wehren. Nicht gegen die Kampfmaschinen dieser Zukunft! Ich sehe sie kommen. Auf der Straße vor mir laufen sie lang, überqueren die Straße in der ich bin und mich aus Angst erkannt zu werden zu einen Stein mache, und marschieren weiter. Ich liege auf der Straße, kann alles sehen und werde nicht registriert. Ich bin ein Stein, mein krankes Hirn läßt mich zu einen werden. Ich will nicht wissen wie das geht, ich will nur nicht erkannt werden.
Die Kampfmaschinen sehen mächtig aus. Sie haben ihre Richtung gewechselt und kommen jetzt auf mich zu. Der Boden erzittert durch ihre Schritte. Soldaten kommen in Lastern und Panzer auf Ketten angefahren. Ich springe auf und renne zu einer unbeachteten Wand und werde ein Teil dieser. So habe ich die bessere Übersicht. Zivilisten rennen so schnell sie können von den Metall davon, welches ihre Opas und Omas noch selbst angebaut haben. Die Stahlkolosse sind silbrige Skelette, bestehend nur auf den Konturen des menschlichen Skeletts, nicht aus dem Fleisch. Sie sehen mächtig aus, sie sehen aus wieder der Tod. Mit einer Höhe von etwa zweiundeinhalb Metern und ihrem Metallgehäuse, mit dem gleichmäßigen, bobenerzitternden Stampfen, mit diesen starren Gesichtern und ihrer Gefühllosigkeit, mit ihren schweren Maschinengewehren, welche ein Mensch zu tragen kaum im Stande ist, mit ihrer kalten Rationalität und Mathematik, mit diesen dennoch überlegen lächelnden Gesichtern und mit ihren ganz mit schwarzer Farbe bemalten, an erster Stelle laufenden, am meisten Stampfenden, die schrecklichste Waffe tragenden, größten, kältesten und wirklich böse lächelnden Anführer und mit dem machtzeigend, glänzenden Zeichen der Roboterkampftruppe auf der Brust sind sie den Menschen weit überlegen. Die Schlacht beginnt.
Die Zivilisten werden als erste getötet. Doch noch ehe die Maschinen dies tun können, rennen ein paar stake Männer zu den Kämpfern und versuchen sie mit bloßen Händen zu vernichten. Aber Faustschläge enden mit gebrochenen Händen, alle weiteren Angriffsversuche enden in Sinnlosigkeit. Diese Aktion war sinnlos und wird den Männern alsbald bewußt. Die Maschinen holen mit ihrer freien Hand aus und zerschmettern mit einen Fausthieb die Gesichter der mutigen, dummen Menschen. Ihre Kiefer hängen runter, ihre Nasen sind blutig und bei einen weiten Schlag brechen ihre Genicke, als wären sie aus dünnen Ästen. Das Knacken dieser Aktion übertönt für einen Moment den Gefechtslärm, der kontinuierlich in meinen Ohren dröhnt. Die weiteren Zivilisten können rennen so schnell sie wollen, sie schaffen es nicht. Der Flammenwerfer des schwarzen Anführers brennt ein jeden die Haut von den fliehenden Leib. Nur als nackte Muskelmaße versuchen sie zu den Soldaten zu gelangen, fallen aber hin, wälzen sich vor Schmerzen und ihr empfindliches Fleisch auf dem Schotter der kaputten Straße. Je mehr sie sich wälzen, desto schlimmer werden die Schmerzen. Das Mg Feuer setzt ein und zerfleischt ihre hautlosen, blutigen, nackten Körper. Die Maschinen marschieren weiter, passieren die Flüchtlinge und zertreten ihre Köpf und Leiber. Mit ein Bein in einen Kopf stehend verharrt der Anführer und schaut sich die Soldaten an. Der Panzer schießt unerwartet los und knallt seine schwere Granate mitten in die Meute des Todes. Ein Roboter fällt um und brennt aus. Das nächste was brannte war der Panzer, welcher von einer bösen Salve Mg Kugeln durchlöchert und entzündet wurde.
Langsam laufen die Soldaten der Menschheit, welche sich gegen ihre Erschaffer richten, wie der Mensch gegen die Natur, weiter und schießen dabei ständig auf die menschlichen Soldaten ein, welche jetzt mit immer weiteren Lastern hergebracht werden. Kugeln fliegen, Menschen werden zerrissen, Maschinen zerstört. trotz einer zahlenmäßigen Überlegenheit der Menschen kämpfen sich die Maschinen Meter für Meter durch die Straße, lassen Schritt für Schritt die Erde erbeben und laufen langsam an mir vorbei. Diesen 16 Kämpfern stehen vielleicht 150 Soldaten oder mehr gegenüber welche es nicht schaffen. Kugeln nageln alles um, was sich ihnen in den Weg stellte.
Nach einer halben Stunde Kampf ziehen sich sie Menschen zurück, die Maschinen rücken vor. Alle Soldaten werden beim Rückwärtsgehen und Schießen selbst noch erschossen. Tote pflastern die Strafe jetzt. Überall, Blut, Rauch, tote Menschenkörper oder was von ihnen übrig blieb.
Ich warte noch, bis alle weg sind, dann werde ich wieder zu einen Mensch. Als ich dastehe, so auf dieser Straße, welche nach Tot aussieht und nach Tot riecht und mit besonders vielen Toten geschmückt ist, fühle ich Kontrolle. Kontrolle über meinen Körper, wiedererlange Kontrolle. Bin ich geheilt?? Ich glaube, der Wahnsinn hat mich verlassen, hat mir gezeigt, was ich nicht sehen wollte, ließ mich Sachen tun, dir ich nie tun würde, brachte mich an Platze, die es nicht gibt, machte aus mir Sachen, zu den ich nie werden kann, ließ mich Dinge erleben, welche nie stattfinden, oder stattfanden, und ließ mich jetzt so plötzlich los, wie er gekommen war. Und ich sehe mich um, laufe ein paar Meter und höre eine Stimme, die schon eher dagewesen ist, aber erst jetzt höre ich sie . ". und deswegen sehe ich es als erzwungen an. sozusagen als Notwenigkeit, das wir weitere 100 Arbeitsstellen kürzen, um das überleben der Firma."----
Ich schrecke auf! Hab ich wirklich geschlafen? Es scheint niemand gemerkt zu haben, zum Glück! Und was war das, Kampfroboter?! Alles nur geträumt! Alles; nichts ist passiert! Nichts von all dem ist wahr!! Nur gerecht, das ich so ein Mist träume, wenn ich schon hier bei dieser Besprechung einschlafe! Was habe ich verpaßt? Da liegt ein Zettel vor mir. . Beschlüsse Bezüglich der Mine unter der Firma . neue Aufträge für die Regierung zur Produktion von Soldaten . Instandsetzung der Aufzüge. was les ich da??
Plötzlich steht der Chefsekretär auf und springt auf den Tisch. ich bin verwirrt. Ich glotze ihn mit großen Augen und mit offenen Mund an. Er bewegt sich nicht, hockt auf dem Tisch und glotzt uns an. Wir hocken auf unseren Stühlen uns glotzen ihn an. Nach etwa zwei Minuten fragt der Chef, was das soll, aber der Sekretär sagt bloß:
"." und setzt sich. Von draußen höre ich plötzlich Schrei und das Knallen der Peitschen, aber auch Schreie und Schüsse. Ich schaue unruhig aus dem Fenster und sehe, wie Menschen Maschinen weichen, sehe, wir Menschen Metall abbauen und sehe einen Fahrstuhl, der aus der Straße geschossen kommt und beim Aufprall knüllt sich der Mann in sich selber ein. Mir wird schwarz vor Augen, ich falle um.

Kommentare

steve schrieb am 2006-07-27 00:05:03:
sorry aber die Geschichte ist reine Zeitverschwendung.
baby schrieb am 2006-06-05 02:54:59:
ich finde die geschichte auch super
kulko.rabenknecht@web.de schrieb:
verdammt realitätsnah, beim lesen wird man verrückt -very impressive
schrieb:
bitte am anfang nach den Anführungszeichen den Punkt weg lassen. Den find ich ein bißchen gruselig ;-).
anderer meinung schrieb:
klasse geschichte!!!!!!!!! hat mir sehr gut gefallen. die anderen meinungen (vor allem die von den frauen, naja:( da frag ich mich ob die schon mal was anderes gelesen haben als gedichte " viel zu viel zu lesen" bzw. etwas zuwenig fantasie besitzen "hab die geschichte nicht zuende gelesen weil sie zu langweilig ist".... mach weiter so dein stil ist klasse, sehr ausdrucksstark... top!!!!!

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