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Kategorien > Fantasy > Drachen

Ein neuer Anfang

von Kaktus

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Prolog: Ein neuer Anfang

Als ich die Kalkgrotten erreichte, stand die Sonne schon tief am Himmel und der Horizont hatte sich glutrot gefärbt.
Müde preßte ich meine Hand auf den stechenden Schmerz, der sich unter meinen Rippen ausbreitet.
Ich war nichts mehr gewöhnt und meine Kondition war so schlecht, dass schon der kleinste Sprint mich zum Keuschen brachte.
Wütend stieß ich einen Stein ins Meer und strich mir die grauen Strähnen aus dem Gesicht, die der Wind jedoch gleich wieder zurück blies.
Vorsichtig lehnte ich mich gegen die weiße Wand und ignorierte die brausenden Wellen, die mir über die Schuhe lief. Ich starrte gebannt auf die See und hier spürte ich es wieder. Die magische Anziehungskraft die das Meer von jeher auf mich hatte.
Die weisen Schaumkronen tanzten auf den Wellenrücken wie Surfer auf ihren Brettern, bis sie ans Ufer schlugen und die Steine, die dort seit Jahrhunderten lagen, in einer einzigen Umarmung umspülten.
Ich merkte weder wie die Kälte in mir hinauf kroch, noch wie das Wasser immer höher stieg.
Die Flut hatte begonnen.
Tief in Gedanken versunken kroch ich nun auf allen Vieren weiter, denn die Felsen waren zu glitschig, als das ich sie ohne Gefahr hätte überqueren können.
Die Grotte war im Laufe der Jahrhunderte ausgespült und niemand hatte sich für sie interessiert und so hatte nur ich ihr mächtiges Geheimnis entdeckt.
Ich hatte den Eingang hinter mir gelassen und folgte einem engen Tunnel der immer tiefer in die Höhle führte. Die Luft roch nach salziger Meerluft und fauligen Seetank. Das Dämmerlicht ließ mich nur wenige Schritte weit gucken und so mußte ich mich langsam an den Wänden entlang tasten.
Nach ungefähr sechzig Schritten wurde der gang plötzlich breiter und endete in einer riesigen Höhle, deren Decke mit tausenden Stalagmiten überzogen war.
Ein breites Lächeln überzog mein Gesicht als ich die Erhöhung in der Mitte genauer betrachtete, die wie ein Podest geformt war.
Sie war zu einem riesigen Nest umgebaut worden, welches aus Algen, Muscheln und anderen Meeresbewohnern bestand, und wirkte wie eine mächtige Festung.
Quälend langsam folgte ich dem kleinen Weg und wartete durch brackig riechendes Wasser und je näher ich dem Nest kam, desto schwieriger konnte ich atmen und meine Arme und Beine fühlten sich an als wären sie aus Blei.
Mich über den Rand zu ziehen kostete mich meine letzte Kraft und als ich endlich festen Boden spürte, schloß ich erschöpft meine Augen und rollte mich wie eine Kugel zusammen.
„Du bist spät gekommen.“, mühsam öffnete ich meine Augen, als ich das leise Zischen vernahm.
Ein breites Lächeln breitete sich auf meinem Gesicht auf. „Aber ich bin gekommen.“
Die dunkle Gestalt kroch vorsichtig aus dem Schatten und obwohl es sich verändert hatte, erkannte ich es wieder.
Die grünen Schuppen, die einst wie Smaragden gefunkelt hatten, waren stumpf und von Dreck verklebt. Die mächtigen Flügel hingen schlaff an der Seite des Drachen, dessen mächtiger Kopf sich zärtlich an meinem kuschelte.
Der lange Schwanz wickelte sich wie eine Schlange um meinen Körper und drückte mich fest an den warmen Körper.
„Nun nach 700 Sonnenumläufen endet unser Pakt und du mußt deinen Teil erfüllen.“, die Worte waren nur noch ein leises rauschen in meinen Ohren und ich spürte weder das grüne Feuer, was sich über unsere Körper legte noch, wie die Flut vollendens herein brach und die Höhle überschwemmte.
Ich glitt hinab in die Tiefen der Meere, sah noch mal die Feuer dieser Welt und spürte die 4 Winde auf meiner Haut, ehe sich dein schwarzer, dumpfer Schatten über meinen Geist legte und in den tiefen Schlaf des leeren Seins spürte.
***
Das erste, was ich hörte als ich erwachte, war das sanfte Rauschen des Meeres, als die wilden Wellen gegen die Steine schlugen und dort zerbrachen.
Ich spürte eine wilde Freude in mir auf steigen, als ein kühler Seewind über meine Schuppen strich und schnell kroch ich aus meinen rubinenroten Ei und blickte mich neugierig in der dunklen Höhle um.
Sie war noch immer mit dem Wasser der Flut gefüllt, dass mein Nest überspült hatte.
Neben mir lagen 2 weitere Eier, deren Schale jedoch stumpf und trocken war.
Vorsichtig kroch ich über die versteinerten Überreste zweier Gestalten, die sich fest an einander gepreßt hatte. Mein Seelenträger mußte ein stattlicher Mensch gewesen und mein Brüter ein mächtiger Drache, doch das interessierte mich jetzt nicht mehr.
Nun war ich an der Reihe zu leben und als über mir die kühlen Fluten zusammen brachen und ich zusammen mit den mächtigen Fluten aus der Höhle gespült wurde, wußte ich was Glück war und mein Stern, mein Lebenslicht, blinkte so hell wie kein anderer am schwarzen Nachthimmel.


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Kommentare

Andreas nome343@yahoo.de schrieb am 2007-02-28 09:11:45:
Wunderschön geschrieben..mit viel Liebe zum Detail..das mir die Begegnung direkt vor Augen führt..hoffe du wirst noch öfters in diese Richtung schreiben..

Lieben Gruss..Andreas
Das Zwerg schrieb am 2006-05-22 20:09:08:
tolle geschichte..........
des drachen haut die reized mich
das der drachentöter, ich mein mich
des hautes raue oberfläche
gern mit meiner klinge träfe

erst wenn der grune saft des blutes
so um mich sprizt wenn ich voll mutes
in des drachen aufgeblähtem leibe
meine geschärfte klinge treibe....


das ist nur nen ansatz um dich zu motivieren
ohne zu krabbeln auf allen vieren
ob bitte bei des drachen beiden hohlen eier
gib der geschicht der bände zweier *fg*

kralle
Julz schrieb am 2006-05-20 11:52:53:
Wow, die Geschichte ist wirklich gut! Respekt
Minni Schnucki schrieb am 2006-05-14 15:40:17:
Wow.......ich bin sprachlos. Du bist richtig talentiert. Mich hast du als Leser auf jeden Fall schon mal.
Mfg,
Minni.
Amanda schrieb am 2006-05-06 16:39:30:
Wow echt coole geschichte muss schon saagen:) Respekt. ich kann nicht so gute geschichten schreiben habs aber a^
auch noch nie wirklich versucht
jo-man schrieb am 2006-05-03 22:12:25:
Sehr schön...auch ich interessiere mich sehr für Fantasygeschichten. Und seit ich Eragon gelesen habe bin ich auch für alles was mit Drachen zu tun hat begeistert.
Deine Geschichte ist sehr ausgereift und spannend!! Ich freue mich schon auf weitere Teile!!

MfG jo-man
Elli schrieb am 2006-04-26 17:50:48:
Jeb !! Ich finds auch cool !! Seit ich Eragon gelesen hab interressieren mich Drachen auch immer mehr !!!
Nur ein Wort gefällt mir in deinem ganzen Schreibstil nicht !! Und zwar gucken !! Gibst da nicht was anderes wie z.b.
Das Dämmerlicht ließ mich nur wenige Schritte weit erkennen wie der Untergrund geschaffen war und so mußte
ich mich langsam an den Wänden entlang tasten. Na ich gebs zu so toll ist mein Satz nun auch wieder nicht
aber du findest sicher noch nen besseren Weg !! Würd mich echt über nen 2. Teil freuen und ihn mit Begeisterung
lesen !!
Ciao Elli
Ian Nightfall a.k.a. NIGHTMARE schrieb am 2006-04-24 20:35:37:
Wirklich schön und detailreich beschrieben... hier und da n paar Rechtschreibfehler, aber über die kann ich - der König der Rechtschreibfehler - hinwegsehen;-)
Auch der Schreibstil trifft voll meine Wellenlänge!

Auch ich bin von den sagenumwobenen Drachen fansziniert und finde die Geschichte daher noch "guter" als ohnehin schon...

Also: weiter so, würd mich freuen mehr davon zu lesen!
Leanyka schrieb am 2006-04-23 11:18:26:
Hallo!
Schöne Geschichte, vor allem weil ich Drachen auch sehr interessant finde. ;-)
LG Leanyka

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