Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Fanfiction > Saw

Ein neues Spiel

von Mularion

1

Jeder Atemzug war eine Qual für mich gewesen. Jede einzelne Bewegung fügte meinem Körper Schmerzen zu. Mein Kopf war gesenkt und meine Arme und Beine waren jeweils an einer Stange angekettet. Ich hing so gesagt über dem Boden und der einzige Halt waren die Ketten an meinen Handgelenken und Fußknöcheln. Ich war Klitschnass und hatte keine Ahnung wo ich war, geschweige denn wie ich hier her kam. Ich weiß nur noch, dass ich mich Abends ins Bett gelegt hatte und nun hier aufgewacht bin. Langsam hob ich den Kopf und sah mich ein weiteres Mal um. Wieder erkannte ich nichts, nur Dunkelheit. Immer wieder schaute ich zu Boden und schätzte wie tief es nach unten ging. Vielleicht Zehn Meter, vielleicht auch mehr.
Plötzlich schaltete sich in der Ferne ein Licht ein. Ich schaute zu ihm hinüber und rief nach Hilfe. Statt einer Antwort wurde das Licht immer größer. Es kam näher und blieb ungefähr vier Meter von mir entfernt stehen. Ich versuchte zu erkennen was das Licht erzeugte, bzw. wer es in Händen hielt, doch waren meine Augen dafür zu schwach.
Von der einen auf die andere Sekunde verschwand das kleine Licht und der Raum um mich herum wurde nun hell. Nun erkannte ich auch wo ich war. Es war eine alte Fabrikhalle. Sägeblätter, Hammer und anderes Werkzeug lag immer noch verstreut auf dem Boden herum. Jetzt erkannte ich auch wie hoch ich hing. Neben mir war ein Brett aufgerichtet mit Höhenangaben. Ich las genau zwanzig Meter ab. Vor mir stand wie ich gesagt hatte in vier Metern Entfernung auf einer Eisenbrücke ein Mann. Er hatte eine braune Lederjacke an, seine Hose war eine zerrissene Jeans. Sein Gesicht war voller Narben und in seiner rechten Hand hielt er eine Taschenlampe. Er schaute mich regungslos an und spuckte dann nach etwa einer Minute die zwanzig Meter in die Tiefe.
,,Wer sind Sie?”, wollte ich wissen, doch antwortete er nicht. ,,Was wollen Sie?”, fragte ich, doch wieder schwieg er. ,,Warum?”, fragte ich. Nun antwortete er: ,,Ich will mich rächen. Rächen an denen die mir Leid zugefügt haben. Ich will alle hier in dieser Halle beweisen was sie falsch gemacht haben und mir damit angetan haben.”
Ich verstand keine Silbe und schaute auch ihn nun regungslos an.
,,Sie kennen doch bestimmt die schöne Filmreihe “SAW”? Hab ich recht? Nun will ich mit ihnen allen ein Spiel spielen. Sie befinden sich in genau zwanzig Metern Höhe und werden, sobald ich diesen Knopf vor mir drücke alle zehn Sekunden in die Tiefe gezogen. Unter ihnen befinden sich jedoch ein Loch mit Kreissägen darin. Sollten sie es nicht schaffen sich von ihren Ketten zu befreien, werden sie bei 0 Metern in die Tiefe gezogen und zersägt. Um die Fesseln zu lösen müssen sie erkennen was sie mir angetan haben. Ich werde dann jede Fessel mit einer Fernsteuerung lösen, doch seien sie gewarnt. Wenn sie eingesehen haben was sie Falsch gemacht haben und ihre Fesseln sind alle gelöst, fallen sie trotzdem in die Tiefe. Wie sie sich retten ist ihre Sache, doch was werden sie tun? Leben oder Sterben? Sie müssen wählen.”
Plötzlich spürte ich wie die Fesseln langsam nach unten rutschten. Alle zehn Sekunden würde ich einen Meter fallen. Was jedoch hatte ich falsch gemacht? Wer war dieser Mann? Ich überlegte hektisch und betrachtete dabei die Höhenanzeige neben mir. Ratsch! Ein Meter fiel ich in die Tiefe. Was hatte ich nur diesem Mann angetan? Was hatte ich verbrochen? Ratsch! Wieder ein Meter tiefer. Ich schaute nun zu ihm hinauf und schrie: ,,Ich kenne Sie doch gar nicht!” Ratsch! ,,Was soll ich Ihnen denn angetan haben?” Ratsch! Er starrte mich nur an und da erkannte ich ihn wieder.
Er war einmal in meiner Praxis gewesen. Ich habe ihn operiert und dabei eine Herzkammer von ihm beschädigt. Ich habe jedoch bei einem Verfahren gegen mich meine Lizenz zum Operieren beibehalten. Ratsch! ,,Ich habe Sie damals operiert! Ich hatte eine Herzkammer beschädigt!” Kling! Eine Fessel an meinen Beinen hatte sich gelöst, doch dabei rutschte ich wieder einen Meter tiefer. ,,Ich hätte meine Lizenz nicht behalten dürfen.” Kling! Ratsch! ,,Sie haben Familie und nicht mehr lange zu Leben!, wegen meinen Fehlers.” Kling! Ratsch! Was hatte ich jedoch noch getan. Ich hing nun mit einer Hand noch an der Stange und baumelte mit großen Schmerzen vor mich hin. Ratsch! ,,Ich hätte ins Gefängnis sollen!” Ratsch! ,,Ich hätte aus dem Land gehen sollen!” Ratsch! Was hatte ich nur getan? Ratsch! ,,Ich hätte mich entschuldigen müssen!” Ratsch! Er schaute ohne jede Regung zu mir hinab, doch was wollte er nur hören? Ratsch! ,,Ich hätte an ihrer Stelle sein müssen. Ich hätte es tun müssen! Ich muss sterben!” Ratsch! Kling! Die letzte Fessel löste sich und ich hielt mich an der Stange fest. ,,Sie haben ihren Test bestanden! Nun müssen sie jedoch ein weiteres Mal wählen. Haben Sie gelernt was sie tun sollen? Haben Sie gelernt wofür ich sie hier her gebracht hatte? Haben Sie nun endlich verstanden, dass dieses Spiel nur einen Weg kennt?” Nun wurde es mir klar. Ich konnte gar nicht gewinnen. Ich musste einlösen was ich soeben eingesehen hatte. Ich ließ mit starrem Blick von der Stange los und fiel hinab ins Loch hinein. Die Sägeblätter schnitten sich in meinen Körper. Das letzte was ich sah waren meine Gedärme die dem lächelnden Entführer entgegen schossen. Dem Mann der einst mit meiner verstorbenen Schwester zusammen war.

1

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.