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Kategorien > Abenteuer > Fantasy

Ein schöner Traum...

von Zathia

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Fliegen ist überwältigend schön. Man kann die Freiheit neu definieren.
Das Haar weht im Wind welcher dir sanft das Gesicht streichelt.
Nur schade, dass Träume eben nur Träume sind.
Aber wer weis, vielleicht werden sie ja auch einmal wahr…

Naomi ist ein kleines Mädchen das in die fünfte Klasse geht.
Sie trägt gern ihr Haar zu zwei Rattenschwänzen und dazu trägt sie ihre Schuluniform. Auf dem Weg zur Schule musste sie sich wie jeden Morgen beeilen da sie wie so oft verschlafen hatte. Ihr braunrötliches Haar glänzte dabei in der Sonne und ihre Zöpfe wackelten beim laufen wild umher. Einen äußerst seltsamen Traum hatte sie heute. Darin flog sie auf einem schwarzen Drachen der gerade genug Platzt für sie auf seinem Rücken bot. Das Gefühl des Fliegens und diese Freiheit war einfach überwältigend dachte sie. Wie klein alles unter ihr erschien…
Gerade als sie um die Ecke in eine Gasse einbog um eine Abkürzung zu nehmen stolperte sie über etwas.
Autsch…über was bin ich denn da gestolpert, dachte Naomi.
Sie richtete sich auf und schaute sich fragend danach um, als sie etwas kleines schwarzes vor sich erblickte. In der Gasse war es dunkel und sie konnte nicht erkennen was es war. Etwa eine Katze? Es dauert eine Zeit lang bis sich Naomis Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Etwas kleines Schwarzes lag zusammengekauert am Boden. Im ersten Moment wirkte es tatsächlich wie eine Katze. Dann als Naomi sich langsam näherte blickten plötzlich zwei gelblich leuchtende Augen auf. Fast so hell und glänzend wie Gold.
Naomi wich erschrocken zurück. Konnte das wirklich eine Katze sein?
Das kleine Geschöpf versuchte sich aufzurichten. Auch jetzt konnte Naomi nicht erkennen um was genau es sich dabei handelte.
Das kleine Geschöpf konnte sich jedoch nicht lange aufrecht halten. Es schwankte kurz, sank dann nach vorne und landete unliebsam vor Naomis Füßen, die vor Schreck aus der Hocke auf den Hosenboden plumpste. Ob es verletzt ist, dachte sie und stand vorsichtig auf. Es rührte sich nicht mehr.
Naomi kostete es einige Überwindung das kleine Geschöpf vom Boden aufzuheben und aus der schmalen Seitengasse heraus zu tragen. Zu ihrer Erleichterung zeigte es dabei keine Regung. Als sie ans Tageslicht zurück kam befand sie sich noch immer in einer Gasse. Diese war aber lichter und breiter. Sie blickte auf das nun zitternde Wesen herab und erschrak sich ein weiteres Mal. Das was sie dort in Händen hielt war gewiss keine Katze. Nun fühlte sie erst die schuppige Haut, die von zahllosen Wunden und Schrammen übersät war. Das Geschöpf hatte Flügel und zwei kleine Hörner auf seinem Kopf. >>Aber das…<<, brachte sie verwirrt hervor. Was sie in Händen hielt war ein Drache. Der Selbe Drache wie in ihrem Traum,
nur um einiges kleiner. Der kleine Drache hatte nun auch aufgehört zu zittern und schien ohnmächtig zu sein. So bald würde er nicht mehr aufwachen.
Naomi dachte nach, was sollte sie jetzt tun. Sie musste schließlich zur Schule, andererseits war der kleine Drache verletzt und sie konnte ihn doch hier nicht einfach liegen lassen. Naomi fasste einen Entschluss.
Sie legte das kleine Geschöpf behutsam auf dem Boden ab und nahm ihre Tasche von der Schulter. Dann schüttete sie ihre Bücher und den gesamten Inhalt aus.
Sie nahm den kleinen Drachen wieder hoch und bettete ihn behutsam in ihre Tasche.
Diese zog sie nun wieder über die Schulter und die Bücher nahm sie in die Hand. Ein glück das ich heute verschlafen habe und die Schultertasche meiner großen Schwester mitgenommen habe da ich keine zeit mehr hatte nach meiner Schultasche zu suchen, dachte sie.
Mit großen Schritten machte sie sich nun auf den Weg in die Schule. Unterwegs wurde sie von den Leuten angestarrt. War es weil sie längst in der Schule sein sollte oder wegen der Bücher welche sie auf dem Arm und nicht in ihrer Tasche trug.
Wohl beides. Sie mied die Blicke der Leute einfach und beschleunigt ihr Tempo noch ein wenig.
In der Schule angekommen läutete die Große Schulglocke gerade zur Pause.
Naomi rannte los, denn sie wusste das die Schüler rausgestürmt kommen würden und wenn sie sie mit der Tasche und den Büchern in der Hand sehen würden, hätten sie ihre Neugier sicherlich nicht zügeln können. Sie rannte rechts an der Schule entlang zu einem großen Baum. Hier konnte sie erst einmal in Ruhe verschnaufen.
Sie legte ihre Bücher ab und setzte sich. Die Tasche zog sie auf ihren Schoß.
Hier hörte man nur wenig von dem Geschrei der anderen Kinder auf dem Pausenhof der Schule weiter vorne. Naomi wollte gerade die Tasche ein Stück weit öffnen als sie hörte, dass jemand sich näherte.
>>Naomi da bist du ja endlich<<, rief eine ihr sehr vertraute Stimme. >>Wie immer zu spät. Obwohl, so spät wie Heute kamst du eigentlich nie. Ist etwas passiert?<<
Ein Mädchen in ihrem Alter und der Selben Schuluniform wie stand vor ihr. Sie hatte kurzes schwarzes Haar und trug einen blauen Haarreif.
>>Kaori, ein glück, du bist es nur<<, sagte Naomi erleichtert.
>>Natürlich, hier kommt doch sonst nie jemand her<<, antwortete Kaori und blickte sie fragend an. >>Und warum sind deine Bücher eigentlich nicht in deiner Tasche? <<
Naomi schwieg einen Moment. Konnte sie Kaori zeigen was sich stattdessen in ihrer Tasche befand ohne dass diese lauthals aufschreien würde und so den ganzen Schulhof auf sie aufmerksam machen würde. Nach kurzer Überlegung entschied sich dafür, auch auf dieses Risiko hin und so erzählte sie Kaori was ihr am Morgen passiert ist. Kaori hörte bis zum Ende schweigend zu, doch erschien ihr das alles nicht so ganz glaubwürdig.
>>Und du bist dir sicher das es nicht doch eine Katze war?<< fragte Kaori nach.
Naomi antwortete nicht sondern sah sie mit einem ernsten fast beleidigten Ausdruck an. >>Nun und dieser kleine Drache ist jetzt also in deiner Tasche?<<, fragte Kaori weiter und deutete darauf.
>>Ja, so ist es.<< Naomi öffnete langsam die Tasche plötzlich glitt sie ihr mit einem Ruck aus der Hand und der Drache rollte heraus. Erschrocken wischen beide zurück.
Kaori rieb sich die Augen so als konnte sie nicht glauben was sie da sah.
Der kleine Drache richtete sich sichtbar schwer auf.
>>Äh, ist alles in Ordnung mit dir? Deine Wunden sehen sehr schlimm aus.<<, fragte Naomi, jedoch erwartete sie keine Antwort auf ihre Frage.
Der Drache starrte sie einige Zeit lang an. Unendlich lange hatte er seinen starren blick auf sie gerichtet. Dann endlich setzte er zu einer von allen unerwarteten Antwort an: >>Mir geht es gut, solche Kratzer machen mir nichts aus.<<
Naomi wich weiter zurück, diese Stimme die sie hörte und doch war es als würde sie nur in ihren Gedanken widerhallen.
>>D-Du kannst sprechen?<<, sprudelte es gerade aus Naomi heraus.
>>Natürlich, was dachtest du denn…<< Er schwieg einen Moment lang.
>>Du bist genauso unwissend wie alle deiner Art.<<, führte er dann fort. >>Und wie wenig du doch über deine eigene Welt weist, wirklich bedauerlich.<<
Naomi sah ihn fragend an, so als würde sie im Moment rein gar nichts mehr

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