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Kategorien > Vampire > Liebe

Ein ungewöhlicher Wunsch Teil 2

von malli

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Caleb starrte auf die Straße und warf immer wieder beunruhigte Blicke zu Sybilla.
„Was ist? Ich werde dich schon nicht angreifen.“, sagte sie ruhig.
Der junge Mann schüttelte den Kopf: „Ich versteh das nicht; eigentlich solltest du mich hassen – ich meine, wir sind Feinde.“
Sybilla zuckte mit den Schultern, das war ihr ziemlich egal; schon als Mensch hatte sie nie das getan, was man vielleicht von ihr erwartet hätte. Ihr Dasein als Mensch war von einem Leben als Vampir nur perfektioniert worden, sie vermisste nichts aus ihrem alten Leben.
„Erzähl mir ein bisschen davon – hast du schon gegen andere Vampire gekämpft? Und wieso können wir nicht friedlich miteinander leben?“
Caleb fuhr auf einen kleinen Weg, der direkt in den Wald führte; nach ein paar Minuten blieb er stehen und schaltete den Motor aus.
„Es ist schon in den uralten Legenden verankert – Werwolf und Vampir können niemals Freunde sein.“
„Wieso?“, fragte Sybilla und ihre dunklen Augen wurden kleine Schlitze.
„Es war so – vor tausenden von Jahren begannen die Vampire ihr Reich im Osten Europas zu errichten. Die Zahl der Vampire wuchs ständig an und bald wurden die Jagdgebiete knapp, also begannen die Vampire neue Gebiete zu erforschen und zu besiedeln. Bis einige Vampire sich in den Norden Europas und Russlands aufmachten, hatten alle Vampire geglaubt die einzigen Geschöpfe der Nacht zu sein – sie glaubten das Recht zu besitzen, die Dunkelheit zu beherrschen.“
Sybilla nickte interessiert, sie konnte sich das Ende der Geschichte denken.
„Als die Vampire dann auf uns – Werwölfe – trafen, begann ein ewig dauernder Machtkampf zwischen den beiden Rassen. Bis heute sind wir Feinde.“, Caleb sah Sybilla unsicher an – würde sie es sich anders überlegen und ihn angreifen?
„Gab es nie einen Gewinner?“, fragte Sybilla.
Caleb schüttelte den Kopf: „Es ist eine Art Stellungskrieg; die Grenzen werden jede Nacht hin und her geschoben. Keiner kann gewinnen.“
„Sie kämpfen? Jede Nacht? Und wieso kämpfst du nicht?“, die Fragen schossen aus Sybilla heraus, sie fand die ganze Situation höchst interessant. Nachdem sie selbst vor etwa 50 Jahren von einem Unbekannten verwandelt worden war, hatte sie nichts anderes getan, als sich quer durch Europa zu ernähren. Nur zweimal war sie auf andere Nomaden gestoßen, die ein ähnliches Leben wie sie selbst führten – und gerade deshalb unglaublich langweilig gewesen waren. Von Werwölfen hatte Sybilla noch nie gehört und auch nichts von den Kriegen im Norden.
„Werwölfe können sich nach Sonnenuntergang verwandeln, sie kämpfen wirklich jede Nacht um diese spärlich besiedelten Gebiete – einfach nur um des Krieges Willen.
Ich habe mich gegen den Krieg entschieden, vielleicht hast du die Jungs gesehen mit denen ich in den Club wollte, es sind Nachkommen einiger Werwölfe, die jedoch nicht das Wolfs-Gen besitzen. Wir leben in einem der Nachbardörfer, die anderen sind wie gesagt ganz normale Menschen und ich kann mich gut verstellen. Es lebt sich einfach schöner als Mensch.“, Caleb sah in den Wald und dachte einen Moment über seine Worte nach, dann schaute er zu Sybilla.
„Ich sehe keinen Grund zu kämpfen.“, sagte sie entschieden und sah Caleb direkt an. „Wir leben schließlich nicht im Norden und ich will dir auch nicht dein Gebiet klauen. Ich bin eine Nomadin.“
Caleb lachte leise: „Vielleicht hast du recht.“ Dann wurde er ernster: „Erzähl mir von dir.“
Sybilla streckte die Beine, sie hasste es so eingepfercht in diesem kleinen Auto zu sitzen und nicht die Freiheit der frischen Luft genießen zu können. Sie liebte es, wenn sie Wälder durchrannte, wenn sie die Kraft jedes einzelnen Muskels spürte und wenn sie nur von ihren Instinkten geleitet die Welt durchstreifte.
„Ich genieße es ein Vampir zu sein.“
Caleb machte große Augen, er konnte sein Erstaunen nicht verbergen – so etwas vermochte er sich nicht vorzustellen. Wie konnte man es lieben nachts umherzustreifen und Menschen auszusaugen?
„Es ist genau das Richtige für mich – mehr muss man nicht wissen. Und mehr weiß ich auch nicht.“, das sollte keineswegs eingeschnappt klingen, aber Sybilla hatte bemerkt, wie Caleb das Gesicht verzogen hatte bei dem Gedanken an ihre Jagdgewohnheiten.
Caleb zuckte die Schultern und tat gleichgültig, aber so ganz traute er der schönen Fremden noch nicht.
„Ich verstehe nicht so recht wieso die Werwölfe gegen die Vampire kämpfen? Es gäbe doch die Möglichkeit zusammen zu leben – ich meine, sich zu akzeptieren.“, fragte Sybilla nach einiger Zeit und legte wieder ihren Kopf schief. Caleb erinnerte das an eine Raubkatze, die die absurden Fluchtversuche ihres Opfers neugierig beobachtete.
Caleb schüttelte ein wenig den Kopf, um das Bild los zu werden – jetzt kamen anscheinend sein instinktives Wolfs-Gen zum Vorschein und er betrachtete Sybilla immer noch als Feind, den es zu töten galt. Caleb schloss kurz die Augen und hielt die Luft an, dann sah er Sybilla noch mal an, um ganz unvoreingenommen zu sein und sie wie eine ganz gewöhnliche Frau zu behandeln.
Sybilla merkte wohl, dass Caleb sie musterte und sich auf etwas anderes als ihre Frage zu konzentrieren, aber es machte ihr nichts aus – Caleb war anders als die Männer im Club, er betrachtete sie nicht wie ein Stück Fleisch. Sybilla musste lächeln als sie daran dachte, wen sie schon alles für einen dieser Blicke umgebracht hatte – bei dem Gedanken lief ihr das Wasser im Mund zusammen und sie spürte ein Brennen in der Kehle. Verwundert bemerkte Sybilla jedoch im selben Moment, dass es sie nicht nach Calebs Blut dürstete; sein Geruch schien ihn zu schützen, war allerdings keineswegs unangenehm.
Caleb zwinkerte ein paar mal, dann macht er den Motor an und fuhr rückwärts wieder aus dem Wald heraus.
„Es wundert mich, dass deine Freunde mich nicht erkannt haben.“, Sybilla sah Caleb an.
Caleb schüttelte den Kopf und atmete laut aus, dann sah er Sybilla an: „Wo soll ich dich absetzten?“
Sybilla fing laut zu lachen an, so etwas Eigenartiges hatte sie noch nie gehört! Dann stockte sie, grinste aber immer noch und entblößte dabei eine Reihe perfekt geformter, weißer Zähne. Calebs Augen zuckten kurz zu den Eckzähnen, die jedoch nichts auffällig lang waren, was ihn beruhigte; dann grinste auch er schief.
„Absetzten?“, fragte Sybilla und lächelte; ihre dunklen Locken wippten hin und her.
Caleb hatte plötzlich das unbestimmte Verlangen ihr Haar anzufassen – Ob es sich wohl genauso schön anfühlte, wie es aussah?
Schnell sah er wieder auf die Fahrbahn, bis er bemerkte, dass er bereits an seinem Dorf vorbei gefahren war – dies war vielleicht das Beste, einen Vampir so weit wie möglich von seinen Freunden weg zu bringen.
„Naja, wo willst du schlafen?“, fragte Caleb und sah auf die Uhr am Armaturenbrett, die Sonne würde in zwei Stunden aufgehen.
Sybilla sah ihn fragend an: „Ich schlafe nicht – Danke.“ Etwas verwirrt sah sie aus dem Fenster und beobachtete, wie die Landschaft an ihnen vorbei sauste – es war nichts im Vergleich zu der

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Kommentare

malli schrieb am 2009-03-02 17:51:25:
Wow, ich hätte nie gedacht, dass eine Fortsetzung gelsen wird...aber wenn da wirklich Interesse besteht, dann mach ich mich doch mal gerne an die Arbeit ;)
Liebe Grüße und Danke für die Kommentare :)
Malli
jess schrieb am 2009-03-02 13:07:34:
ich finde nich, dass du an deiner geschichte noch etwas verbessern musst, sie ist der hammer!!! ich würde mich auch wahnsinnig über eine fortsetzung freuen!:)
Kyouyama schrieb am 2009-02-28 18:30:42:
Hey gut =)
an einigen wenigen stellen musst du vielleicht noch etwas arbeiten aber du hast einen tollen schreibstil und die geschichte gefällt mir die namen sind gut gewählt manchmal auch gerne noch mehr ins detail gehen =)
!!! schrieb am 2009-02-28 12:52:44:
Würde mich über eine Fortsetzung freuen!
Also bitte schnell weiterschreiben!!!
LG

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