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Kategorien > Vampire > Liebe

Ein ungewöhnlicher Wunsch Teil 7

von malli

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Sybilla zischte, als die beiden Männer in sicherer Entfernung vor ihnen stehen blieben; ihre Augen zuckten von Sybilla zu dem übergroßen Wolf und wieder zurück. Anscheinend konnten sie den Wolf nicht richtig einordnen und wussten nicht wie groß die Gefahr war, die von ihm ausging. Als Caleb knurrte, machten die Vampire hektische Bewegungen.
Sybilla sah Razvan wütend in die dunklen Augen, sie wollte ihre Angst verbergen, doch der Mann mit den schwarzen Locken lächelte sie spöttisch an. Sein Blick musterte Sybilla von oben bis unten, dann sah er schnell zu seinem Gefährten, einen großen Jungen mit rotblondem Haar. Der Junge hatte die Lippen über die Vorderzähne gezogen und fixierte Caleb.
Die Spannung in der Luft war unerträglich, keiner der Beteiligten rührte sich noch, sie starrten sich nur an und warteten, dass jemand den ersten Schritt machen würde.
Plötzlich richtete sich Razvan auf und straffte seine Schultern: „Na, Sybilla.“ Er nickte ihr zu, aber Sybilla zischte nur und der Razvans Gefährte begann vor Wut zu zittern.
„Wie geht es dir? Lange nichts von dir gehört.“, fuhr Razvan fort, er schien sehr selbstsicher.
Sybilla antwortete nicht.
„Avidan, hör auf. Die Kleine traut sich ja gar nicht mir zu antworten.“, Razvan grinste Sybilla dreckig an und sein Gefährte richtete sich steif auf, ohne den Wolf aus den Augen zu lassen.
„Willst du uns nicht vorstellen?“, Caleb knurrte, als Razvan mit seinem knochigen Zeigefinger auf ihn zeigte.
„Was willst du?“, zischte Sybilla und blieb immer noch abwehrend vor den beiden Vampiren stehen.
Razvan zuckte gelangweilt mit den Schultern: „Ich möchte doch nur eine alte Freundin besuchen, aber du bist gar nicht mehr so brav wie früher Sybilla. Hast du denn keine Manieren?“
Sybillas Augen verengten sich zu Schlitzen.
„Du warst so ein liebes Ding; zwischen uns hat alles so gut geklappt. Aber hilf mir: Wieso haben wir uns noch mal getrennt?“, Razvan schürzte die Lippen und tat als würde er überlegen. Der junge Vampir neben ihm konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, doch er besann sich sofort eines Besseres und sein Gesicht wurde wieder reglos.
„Nein, warte! Ich erinnere mich! Wir haben uns ja gar nicht getrennt! Wir sind immer noch in ewiger Liebe verbunden.“, jetzt entfuhr Razvan ein lautes hässliches Lachen und Sybilla sah erschrocken zu Caleb. Der Werwolf begann zu knurren und ging ein paar Schritte in Richtung der Vampire; sofort duckte Avidan sich und zischte. Der Junge Vampir schien die Anwesenheit des Wolfes sehr nervös zu machen.
„Sybilla, dein Freund ist uns nicht gerade wohl gesonnen.“, kommentierte Razvan höhnisch. „Ich möchte aber noch mal auf uns zurückkommen, meine Liebe.“
Razvan wartete, aber Sybilla hatte sich wieder gefangen. Sie wollte sich unter keinen Umständen von Razvan in ein Gespräch verwickeln lassen; sie kannte seine Tricks nur zu gut.
„Anscheinend hast du das Sprechen verlernt.“, sagte Razvan trocken, dann sah er zu Caleb und überlegte kurz. Es war das erste Mal, dass in Razvans Blick Sorge aufschimmerte.
„Ich wusste gar nicht, dass du Tiere magst, mein Schatz. Warum hast du denn nie etwas gesagt, dann hätte ich uns ein kleines Hündchen besorgt.“, Razvan kicherte, doch dann wurde sein Blick hart.
„Genug geplaudert. Ich stelle dir jetzt nur eine einzige Frage, Sybilla. Bedenke deine Antwort gründlich.“, Razvans Stimme hörte sich kalt an und Sybilla kniff die Augen zu, weil sie wusste, was für eine Frage ihr ehemaliger Peiniger ihr stellen würde. Ihr Innerstes verkrampfte sich und in Sybillas Kopf schwirrten tausend Gedanken.
„Kommst du mit mir?“, und nach einer Pause fügte Razvan hinzu, „Du hast die Wahl, Sybilla. Entweder du folgst mir und wir werden eine Familie oder ihr kämpft und werdet sterben. Unverzüglich.“
Sybilla schaute hastig zu Caleb, sie wollte nicht, dass er stirbt; dann sah sie zu Razvan und rief die Jahre der Qual in ihre Erinnerung zurück.
Währenddessen sah Caleb Sybilla fragend an – Wieso überlegte sie denn so lange? Die Sache war ja wohl eindeutig! Sybilla konnte nicht zurück zu Razvan; erstens weil er ihr tiefe seelische Schmerzen zugefügt hatte und zweitens weil Sybilla Razvan womöglich unfreiwillig zu seiner ganz persönlichen Vampirarmee verhelfen könnte.
Sybilla schaute noch einmal zu Caleb, sie war sich noch immer unsicher. Sie wollte sein Leben auf keinen Fall gefährden, doch dann wurde ihr klar, dass Caleb so oder so unausweichlich in die Geschichte hineingezogen worden war. Razvan und dieser andere Vampir würden Caleb auf keinen Fall verschonen, wenn er ihr Geheimnis kannte; sie würden Calebs unweigerliche Verwandlung in einen Menschen ausnutzen.
Ich will ihn nicht verlieren, aber der Kampf ist seine einzige Chance, dachte Sybilla und sah Razvan in die Augen.
„Nein.“, sagte Sybilla mit fester Stimme. Jetzt passierte alles unglaublich schnell; Razvan seufzte und schüttelte den Kopf, fast im selben Moment sprang der rothaarige Vampir auf Caleb und Razvan begann Sybilla zu umkreisen.
Während Caleb versuchte den Hals des Blutsaugers zu erwischen, um ihm den Kopf abzureißen, fletschte der Vampir die Zähne und nutzte seine Wendigkeit geschickt aus. Immer wieder versuchte Razvans Begleiter Avidan auf den Rücken des riesigen Wolfes zu springen, damit er ihm dann seine scharfen Eckzähne in den Hals rammen konnte, als diese Taktik jedoch keinen Erfolg brachte, begann er mit seinen Händen die Pfoten zu erwischen und Caleb um zu reißen. Avidan konnte ihn dann ganz leicht die Kehle herausreißen.
Der Wolf merkte jedoch schnell, dass der junge Vampir keinerlei Erfahrung im Kampf mit einem Werwolf hatte und somit ein leichterer Gegner war, als die alten Vampire im Norden. Caleb konnte sein Kampftraining gut ausnutzen und war trotzdem in der Lage Sybilla besorgte Blicke zu zuwerfen.
So wild und ungestüm der Kampf von dem Werwolf und Avidan war, so präzise und langsam begegneten sich Sybilla und Razvan.
Der große Vampir umkreiste Sybilla wie der Geier ein entkräftetes Tier, seine schwarzen Augen fixierten Sybilla und er ließ sich keinen Moment von dem nebenher laufenden Kampf ablenken. Plötzlich knurrte er und sprang auf Sybilla zu, die Geschickt auswich, sie hatten in den Jahren der Freiheit viel über Geschicklichkeit gelernt und wusste, dass sie Razvan darin überlegen war.
Sie sprang hin und her, täuschte immer wieder einen Angriff an und Razvan und sie begannen um einander herum zu tänzeln. Beide konzentrierten sich aufs äußerste, Razvan versuchte immer wieder Sybilla mit plötzlichen Sprüngen aus der Reserve zu locken, doch sie ließ sich nicht beirren. Sybilla hatte aufmerksam beobachtet, dass der Kampf von Caleb und Avidan zu Gunsten des Werwolfes ausfallen würde und sie wusste, dass Razvan nicht gegen zwei Gegner ankommen würde.
Plötzlich schoss Razvan auf Sybilla zu und streifte sie am Unterarm, doch bevor er zubeißen konnte, sah er sich um und konnte Sybilla nicht sehen – War sie davon gelaufen?
Wie aus dem Nichts griff Sybilla

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Kommentare

Lee schrieb am 2010-01-01 23:11:13:
wann gehts es weiter ????xD
alice schrieb am 2010-01-01 20:23:01:
toll hoffe du du schreibt weiter...das ist ein meisterwerk
Mörviii schrieb am 2010-01-01 17:45:56:
endlich hast du weitergeschrieben =)
coole fortsetzung hoffe die nächste kommt auch ganz bald und ist genau som spannend
LG

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