Ein ungewöhnlicher Wunsch Teil 8
von
malli
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sehen. Er machte den Mund auf, um etwas zu sagen und Sybilla sah ihn an, aber die richtigen Worte wollten einfach nicht von seiner Zunge.
„Ich werde mir etwas anziehen.“, sagte Sybilla, blieb aber stehen und sah Caleb an.
„Ich warte hier.“, erwiderte Caleb nach einer Minute – er hatte sich entschieden, sich jetzt noch nicht von Sybilla zu trennen und bemerkte, wie Sybilla sich entspannte. Dann rannte sie davon, ihre dunklen Locken wehten hinter ihr her.
Als Sybilla wieder kam, sah Caleb sie nur schweigend an, er hatte sich die Worte nicht zurecht gelegt; aber ganz plötzlich wusste er, was er sagen sollte.
„Wie soll es jetzt weiter gehen, Sybilla?“, fragte der junge Mann ruhig und die beiden gingen aus dem Gebüsch heraus und schlenderten die Straße entlang.
Sybilla wusste was er meinte, sie war aber ganz durch einander und wäre am liebsten davon gerannt – nur hätte sie Caleb dann wohl nie wieder gesehen.
„Ich bin nicht sicher…“
„Ich werde nach hause fahren.“, sagte Caleb und wartete auf eine Reaktion.
„Das ist sicher das Beste.“
Caleb drehte sich zu Sybilla und sah sie an, er streifte mit dem Finger leicht über ihre Hand; beide zuckten zusammen.
„Es sind unsere Körper.“, Caleb sah auf Sybillas Hand hinunter, „Sie wollen nicht, dass wir zusammen sind.“
Sybilla atmete langsam aus und nickte dann: „Ich habe meinem Körper immer alles entscheiden lassen. Ich renne nach Süden. Ich trinke Blut. Ich schwimme über Seen. Mein Körper entschied immer über mich.“ Sybilla legte ihre Hand aufs Herz: „Einmal in meinem Leben soll mein Herz entscheiden.“
Caleb schluckte und sah auf Sybillas Hand – Jetzt war es raus. Sybilla schwieg und versuchte Calebs Blick zu fangen.
„Wir können ja mal etwas versuchen.“, Caleb bot Sybilla seine offene Hand, sie sollte ihre Hand dann in seine legen. Sybilla versteifte sich und berührte Caleb nur ganz kurz, doch er fasste sie am Handgelenk und schloss dann seine Hand um ihre. Beide durchfuhr ein Kribbeln und ihre Hände schienen wie flüssiges Wachs. Sybilla und Caleb sahen sich in die Augen.
Langsam nahm Caleb seine andere Hand und legte sie auf Sybillas Oberarm, es fühlte sich warm an und ungewohnt.
Das Hupen eines vorbeifahrenden Autos riss die beiden aus ihrer Trance und beide sprangen von einander weg. Sie sahen sich erschrocken an und Caleb atmete schwer, weil er die Luft angehalten hatte.
Plötzlich mussten beide lachen und die Situation begann sich zu entspannen; sie gingen weiter die Straße entlang.
„Ich möchte ein Mensch sein.“, sagte Sybilla plötzlich und Caleb hörte auf zu lachen. Er hatte Sybilla noch nie so bitter gesehen.
„Du wirst sterben. Ich werde ewig sein. Wir sind sogar getrennt, wenn wir zusammen sind.“, Sybilla biss sich auf die Lippe. „Das ist schwierig.“
Caleb nickte: „Ich verstehe was du meinst. Wir werden niemals Händchen haltend durch die Stadt bummeln. Du wirst nie meine Freunde kennen lernen. Wir werden nie so sein.“ Caleb zeigte auf eine junge Familie, die in einem parkenden Auto saß. Die Mutter war vom Beifahrersitz aufgestanden und zog ein weinendes Mädchen vom Hintersitz. Liebevoll streichelte sie dem Kind übers Gesicht und wischte die Tränen weg. Sybilla und Caleb hörten das leise Flüstern des Mädchens, das sich langsam im Arm der Mutter beruhigte. Der Vater saß am Fahrersitz und lehnte sich nach hinten zu seinem Sohn, der aufgeregt von einem Spiel erzählte.
Sybilla biss die Zähne zusammen und schüttelte den Kopf: „So wird es nicht sein.“
Caleb berührte zitternd Sybillas Arm: „Ist das Liebe?“
„Unsere Körper wollen sich hassen. Unsere Herzen wollen sich lieben.“, erwiderte Sybilla, die es nicht wahr haben wollte, dass Caleb zu weit entfernt war.
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Kommentare
Laura.w.@web.de schrieb am 2011-03-06 20:54:42:
Mehr, mehr, mehr!
thrustworthy schrieb am 2010-05-04 22:49:56:
mann, mein herz blutet... so traurig... sehr ungewöhnlich und sehr interessant zu lesen! würde gerne mehr lesen^^
jenny schrieb am 2010-01-24 14:06:09:
schnell weiter schreiben. die story ist echt toll=) du machst das super!! weiter so.
lg
faraday schrieb am 2010-01-13 17:41:06:
schnell weiter....
ich lese das total gerne...
macht richtig spaß und ist sehr fesselnd....
lg fara
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