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Kategorien > Fantasy > Geister

Ein unüblicher Unitag für Alexander

von nachteule_w

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Mit einem Hechtsprung rettete sich Alexander hinter das große Bücherregal und hörte im nächsten Moment auch schon den Knall der Pistole, die auf ihn gerichtet gewesen war. Wie zur Hölle war er in diese Schlamassel geraten, fragte er sich zum wiederholte male und spürte wie sein heftiger Herzschlag seine Kehle zuschnürte.
Sein Tag hatte doch nun wirklich nicht schlecht begonnen, und überhaupt er war noch zu jung zum Sterben!

Sein Unitag hatte nicht anders begonnen, als die übrigen. Er war aufgestanden, hatte geduscht und, hatte mal wieder viel zu spät sein Studentenheim verlassen, da er mal wieder verschlafen hatte. Der Professor würde das ganze nicht gut heißen. So hetzte er zur Straßenbahn, war erleichtert, als diese auch gleich kam und genoss die 30minütige Fahrt durch Wien. Nichts ahnend war er zur Vorlesung geeilt, hatte fleißig mitgeschrieben und auch die spätere Klausur mit ach und Krach bestanden. Hoffte er zumindest. Danach hatte er sich mit einem Freund in der Mensa verabredet um noch zu lernen. Als er die Mensa betrat vibrierte sein Handy und am Display erschien ein kleines Briefchen. Ein Zeichen, dass er eine SMS erhalten hatte.
„Tut mir leid. Ich kann nicht kommen“ stand darin. Mit einem resignierenden Seufzer schob er das Handy zurück in seine Tasche, holte sich eine Käsesemmel und machte sich auf dem Weg in die Bibliothek um dort zu lernen.
Er suchte sich, in der ansonsten leeren Bibliothek, einen Platz am Fenster und schlug seine Skripten auf. Alexander wusste nicht wie lange er dort saß doch auf einmal hörte er den spitzen Schrei einer Frau. Verwirrt sah er sich um, und sah die Bibliothekarin mit hoch gehaltenen Händen und bleichem Gesicht an ihrer Theke. Sie zitterte am ganzen Leib und starrte auf die Mündung der Pistole, die auf ihre Brust gerichtet war.
„Bitte..T…Ttt…:Tun sie …Mir nichts..“ bettelte sie und konnte ihrem Blick nicht von der Waffe wenden.
„Geld her!“ blaffte der Maskierte sie an, was ein noch heftigeres Zittern zur Folge hatte.
„Mir ham….ka ….Geld“ brachte sie hervor. Alexander war wie erstarrt. Er musste doch irgendwas tun. Noch bevor er überlegen konnte öffnete er den Mund und hörte sich selbst sagen :“Hey…!“
Der Mann mit der Pistole wirbelte herum, sah ihn und schoss. So fand sich also Alexander hinter dem Regal wieder. Er wähnte sich in Sicherheit, doch mit einem Mal wurde es dem jungen Studenten eiskalt. Seine Hände begannen zu zittern er hörte auch noch die Frau in Panik aufschreien. Doch es kam ihm vor als wäre dies alles in weiter Ferne. Er bekam auch gar nicht mehr mit, wie er seinem Körper verlies sondern wurde mit einem Mal von einem blendend weißen Licht umgeben, dass immer Heller und heller zu werden Schien. Danach konnte er sich an nichts mehr erinnern.

„Schutzengel, Poltergeist oder Schreckgespenst?“ hörte er mit einem Mal eine nörgelnde Frauenstimme. Verwirrt stellte er fest, das er sich in einem kleinen, etwas schäbigen Klassenzimmer befand. Von ihm saß eine Frau, die ihm wage bekannt vorkam, doch er konnte sich beim besten willen nicht mehr erinnern, woher.
„Schutzengel, Poltergeist oder Schreckgespenst?!“ fragte sie missmutig und ließ ihm nicht aus den Augen.
„Was..?“ fragte Alexander mit einem etwas dümmlichen Gesichtsausdruck.
„Ob du a Schutzgeist, a Poltergeist, oder a Schreckgespenst werden willst, hab i di gfragt. Hirngespinnste brauch ma keine mehr. Bist leicht derrisch durch den Schuss wuaden?2 fragte die Alte, und verzog das Gesicht wie nach sieben Tagen Regenwetter.
„Ich verstehe nicht…“ fragte Alexander, was war hier los. Warum sprach sie von Geistern. Die gab es doch gar nicht. Oder doch? Geister waren doch tote Menschen, oder nicht? War er tot? Ungläubig sah er sie an.
„Da muss ein Irrtum vorliegen, Ich bin nicht tot. Ich kann nicht tot sein,“ stotterte er und spürte wie Panik ihn übermannte.
„Doch sicher bist tot. Der Tod mocht kann föhla!“ erklärte die Alte und begann in einem großen Blätterhaufen nach etwas zu suchen. Nach kurzem Suchen hatte sie den Bescheid gefunden, säuberte ihn so gut es ging von einem großen braunen Kaffeefleck und las vor:
„Alexander Pigauer. Zwanzig Jahre alt. Geboren am 13.3.1989. Passen die Daten?“ fragte sie mit einem Blick durch ihre Hornbrille.
„Ähm, ja schon das bin ich…“bestätigte der reichlich irritierte Alexander und sah die Alte nicken.
„Jo, passt dann eh. Geboren Am 13.03.1989. Gestorben am 13.2.2009. I hob doch gsogt, der Tod mocht kane Föhla. Do unterschreiben gne Herr“ entgegnete sie trocken und reichte ihm ein Blatt Papier, welches er mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt unterschrieb.
„Ah, I sig grod, wir haben nur no Platz in der Schutzengelklasse. Haben grad vorhin a Gruppen von japanischen Reisenden eine griegt, do waren Schreckgespenster schnell weg. Also dalli in die Klass. Do auße und die dritte Tia rechts. Beeil di, die Stund hat schon angfangen!“ zischte sie ihm an, als er sich nicht rührte. Wie von alleine setzte er sich dann in Bewegung Richtung Klassenzimmer, viel zu beschäftigt mit seinen Gedanken, um zu wissen was er tat.

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Kommentare

nachteule schrieb am 2010-11-12 09:15:41:
Tja der Dieb war eben etwas verzweifelt:)
Nein, keine Fortsetung, war als Kurzgeschichte aber wenn gewünscht schreib ich weiter:p
Stephanie schrieb am 2010-11-07 12:21:57:
Wie geht die Geschichte weiter? Haha, ein Dieb, der eine Bibliothek überfällt. Sachen gibt´s...

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