Eine Fantasiegeschichte - Kapitel 3
von
Julian Wust
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Selbst nach zwei Wochen weiß ich immer noch nicht, was da neulich im Park los war. Ich zerbreche mir den Kopf, ja, mache mir sogar Vorwürde, dass ich nicht sofort zu meinem Chef gegangen bin und ihm von den Vofrällen berichtet habe. "Du musst ihm bei der nächsten Gelegenheit davon erzäheln", geht es mir durch den Kopf. Und damit brauchte ich gar nicht lange zu warten: fünf Mintuen später klopft es an meiner Tür und herein kommt Mr. Coult. "Mr. Walker, ich brauche ihre Hilfe", beginnt mein Chef. "Vielleicht haben Sie es auch schon gehört, dass der Vater des Besitzers vom Schloss O´Collog ermordet wurde." Ich glaube, ich höre nicht recht: da sagt der Mann doch tatsächlich das, was ich mir vor zwei Wochen gedacht habe und gemeint habe, dass es nur bläde Fantasien seien. "Mr. Coulot, ich weiss, dass sie mich jetzt wahrscheinlich für dumm verkaufen, wenn Sie hören, was ich Ihnen jetzt erzähle: Vor genau zwei Wochen, vielleicht erinnern Sie sich noch, war ich bei Ihnen im Büro und habe darum gebeten, dass ich etwas an die frische Luft gehen dürfte. Meine Schritte führten mich nach ihrer Erlaubnis in den Park. Dort steh eine Bank, auf der ich für gewöhnlich meine Mittagspause verbringe. Auf dieser Bankd saß ich genau an diesem Morgen und wunderte mich darüber, dass es im Park so still war. Ich fragte mich, warum niemand im Park unterwegs war. Von den Malen zuvor wusste ich ja, dass der Park zu den ja meist besuchtesten Bereichen hier in der Gegend gehört. Außerdem fiel mir auf, dass sich im privaten Garten der O´Collogs nicht der Gärtner herumtrieb, der sich sonst für gewöhnlich immer um die Rasenpflege kümmerte oder die Rosen schnitt. Da kam mir die Idee, dass es doch möglich sein könnte, dass jemand aus der Familie O´Collog ermordet worden war. Ich kehrte in mein Büro zurück und setzte mich an meinen Computer und schrieb meine Beobachtungen. die ich an diesem Morgen machte, sofort auf und speicherte sie." Da haben Sie ja genau das Richtige getan, Mr. Walker. Ich bin stolz auf Sie." Mr. Coulot erhebt sich und streckt mir seine Hand entgegen. Ich drücke sie und setze mich danach wieder in meinen Sessel. Mr. Coulot verlässt mein Büro und versichert mir, dass er sich das als positive Tätigkeit merken will. Ich könnte mir selbst auf die Schulter klopfen, so stolz bin ich auf mich, dass ich, der sonst alles versemmelt und falsch macht, endlich mal etwas richtig gemacht hat.
Als ich am Abend nach Hause komme, merke ich, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist: Das Verhalten von Jacquelie und Eileen kommt mir sehr seltsam vor. Ich bitte Jacqueline, mir zu erzählen, was denn los sei. Wir gehen in mein Büro, wo wir uns in Ruhe unterhalten können. Als Sie eingetreten ist, schließe ich die Tür. "Was ist denn mit euch los?", frage ich Jacqueline, nachdem Sie auf meinem Stuhl Platz genommen hat. "Ach, es ist das miserable Verhalten von Eileen. Sie ist...!" "Ist was?", dränge ich ungeduldig. "Bitte reg dich nicht auf, ja? Also, Eileen ist vom Internat geflogen. Man hat sie auf der Toilette beim Rauchen erwischt. Daraufhin musste sie wohl zum Direktor, der sie sofort gebeten hat, ihre Sachen zu packen und das Internat umgehend zu verlassen."
Ich sitze da und weiß nicht, was ich sagen oder denken soll. "Also, noch einmal ganz langsam zum Mitschreiben: Eileen ist wegen Rauchens vom Internat geflogen, richtig?" "Ja, genauso ist es." "Wie kann das denn sein? Wie kann man sich nur so seine besten Chancen verspielen? Ich verstehe das nicht ganz." "Wenn du dich mit ihr darüber unterhälst. sei nicht so streng mit ihr - sie ist bereits von mir gut gerügt worden." "Ich werde mich bemühen", sage ich in einem noch ruhigen Ton. "Lass uns jetzt erst einmal zu Abend essen, ja?", sagt Jacqueline und gibt mir einen leichten Kuss. Sie öffnet die Bürotür udn geht in die Küche. Wenige Minuten später folge ich ihr. Als ich in der Küche angekommen bin, stelle ich fest, dass der Abendbrottisch schon gedeckt ist. Ich gehe noch einmal in den Keller, denn ich möchte heute Abend ein Bier trinken. Das habe ich mir nach dem langen Arbeitstag wirklich redlich verdient. Nachdem ich zurück gekommen bin, sitzen Jacqueline und Eillen schon am Tisch. Ich nehme ebenfalls Platz und greife nach einem Körnerbrötchen. Mit einem scharfen Messer schneide ich es in der Hälfte durch und bestreiche es anschließend mit Butter. Ich belege die eine Hälfte mit Käse, die andere wird mit Wurst belegt. Jetzt klappe ich beide Hälften übereinander und beiße schließlich genüsslich hinein. Nachdem ich den Mund geleert habe, trinke ich einen großen Schluck Bier. Jacqueline und Eileen haben beide eine Scheibe Weißbrot vor sich liegen, rühren diese jedoch nicht an. "Wollt ihr denn gar nichts essen?", frage ich in die Runde. "Nein", sagt Jacqueline, "mir zumidest ist der Appetit vergangen. Und Eileen geht es, glaube ich, genauso. "Ja, mir würde es genauso gehen", denke ich bei mir.
Nach dem Abendessen beschließe ich, noch ein bisschen Fernseh zu gucken. Ich nehme meine noch halb volle Flasche Bier und gehe ins Wohnzimmer, sezte mich in meinen Sessel und schalte den Fernseher an und "sappe" durch die Programme, bis ich eine s gefunden habe, auf dem ein interessanter Film läuft. Ich fühle mich irgendwie total niedergeschlagen. jetzt weiß ich auch, wie sie ein Boxer nach der ersten Runde fühlt, der kurz vo dem K.O. steht. Spontan entscheide ich mich, den Fernseher auszuschalten und ins Bett zu gehen. Ich sehe noch einmal auf die Uhr: 22.45 p.m. "Es ist auch wirklich spät genug", geht es mir durch den Kopf. Mit langsamen Schirtten gehe ich die Wendeltreppe, die nach oben zu den Schlafimmer führt, nach oben, gehe ins Schlafzimmer meine Sachen holen und verschwinde noch einmal für zehn Minuten im Badezimmer. Nachdem ich mir die Zähe geputzt und alles andere erledigt habe, gehe ich ins Bett. Ich lege mich hin, ziehe die Decke bis unters Kinn und bin innerhalb von fünf Minuten eingeschlafen. ich bin so fest am schlafen, dass ich nicht einmal mitbekomme, wie Jacqueline zehn Minuten später ebenfalls ins Bett kommt. In dieser Nacht schlafe ich sehr unruhig.
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