Eine Geschichte des Wahnsinns!!!!
von
Griddy
Es war schon spät und ich lag immer noch hellwach in meinem Bett. Obwohl ich die Decke schon weit über meinen Kopf gezogen hatte, hörte ich das Hämmern der Stereoanlage meines Bruders. Ich merkte, wie ich wieder in diesen eigenartigen Zustand verfiel, ich konnte nicht mehr klar denken. Diesem Druck konnte ich diesmal nicht widerstehen. Ich sprang aus dem Bett und rannte mit dem Kopf gegen die Wand. Irgendetwas war in mir, es überflutete mich von innen hinaus. Was hat es nur mit mir vor? Es wurde dunkel...
Das Klingeln des Weckers riss mich aus meinem Schlaf. Ich öffnete die Augen, ein Lichtstrahl schien durch einen Schlitz in dem zugezogenen Rollo. "Frühstück!", rief meine Mutter aus der Küche. Wie jeden Morgen zog ich mich an und ging zum Zimmer meines Bruders. Nachdem ich geklopft hatte, wartete ich auf das gewohnte "Herein". Doch nichts!! Ein komischer Geruch kam mir entgegen, als ich die Tür einen Spalt öffnete. Ich überlegte mir, wie ich meinen faulen Bruder wecken könne, als ich eine rote Pfütze entdeckte. BLUT!!!! Was war geschehen?? Ich stieß die Tür ganz auf, dann sah ich einen regungslosen Körper auf dem Boden liegen, aber wo war der Kopf?? Ich konnte mich nicht mehr bewegen und klappte in mich zusammen. Heulend lag ich auf dem Boden. Was sollte ich tun, ich fing an zu schreien. "Nein!!!!!!". Das Etwas war wieder da. Als ich die Augen öffnete, spürte ich den harten Griff meiner Mutter. "Was hast du getan?? MÖRDERIN!!!!!!" Ich schlug mit dem Kopf auf die Bettkante und wurde bewusstlos.
"Wie kam ich in mein Zimmer??" Ich schaute mich um und konnte nicht fassen, was ich dort sah. Vor dem geöffneten Schrank erblickte ich den blutverschmierten Kopf meines Bruders. Wie konnte sie mich nur als Mörderin bezeichnen?? Ich wusste von nichts. "Nein, nicht schon wieder!!!!!" Wie ein Wurm kroch es durch meine Adern. Meine Mutter musste geahnt haben, in was für einem Zustand ich war. Eilig lief sie aus dem Zimmer und schloss die Tür ab. Ich spürte noch deutlich den Druck ihrer Finger auf meiner Schulter, als nach einigen Stunden die Tür wieder geöffnet wurde und drei fremde Männer herein kamen. Was wollten sie von mir?? Die Männer packten mich an den Armen und schleppten mich nach draußen in ein verdunkeltes Auto. Ich wehrte mich und schrie: "Ich habe doch gar nichts getan!!" Aber keiner hörte auf mich. Das Auto fuhr los. Aber wohin? Ich verstand gar nichts mehr. Wie war ich in mein Zimmer gekommen und warum lag der Kopf von meinem Bruder vor meinem Schrank?? Der Wagen hielt und ich wurde aus dem Auto geholt.
Ich stand vor einem weißen Haus. Meine Augen suchten nach einem Hinweis, um was für ein Gebäude es sich handelte. Ich hatte Angst, wo war ich?? Die Männer brachten mich ins Haus, im Vorübergehen konnte ich ein Schild neben der Eingangstür lesen "Psychiatrische Anstalt". Ich bekam einen Schock, bin ich in einer Klapse?? Warum bringen sie mich hierher?? Sie übergaben mich einer Krankenschwester, die mich in einen kleinen Raum führte und mir befahl mich auszuziehen. Als ich stumm in der Ecke stehen blieb, kam die Krankenschwester auf mich zu und zog mich aus. Sie verschwand in einem Nebenraum. Ich fühlte mich wie Dreck. Nackt und allein in diesem kleinen Raum. Ich verstand die Welt nicht mehr. Die Schwester kam wieder mit einem Stapel Wäsche, schnell zog ich mich an. Danach führte sie mich durch die Gänge des Irrenhauses. Ich sah weiße Stahltüren, manche mit Fenstern aus Panzerglas. In den Zellen sah ich verkümmerte Gestalten, manche mit Zwangsjacken, die verzweifelt versuchten sich zu befreien. Andere saßen nur auf dem Bett und wippten monoton hin und her. Ich bekam immer mehr Angst. Plötzlich stoppten wir vor einer Gittertür. Ein Wächter kam und schloss auf. Er guckte mich missbillig an und fragte: "Die Neue??" Die Schwester nickte. "Zelle9", antwortete er. Zu dritt gingen wir weiter, der Wächter schloss eine Tür auf und die Schwester brachte mich hinein. Sie sagte: "Es gibt 3Mal Essen am Tag im großem Speisesaal, 13-15Uhr ist Mittagruhe, um 16Uhr ist 1Stunde Gemeinschaftsraum verordnet." Sie drehte sich um und ging, in der Tür schaute sie noch mal zurück und sagte:" Ach übrigens, ich bin Schwester Margret." Sie ging. Die Tür wurde hinter ihr abgeschlossen. Ich war allein. Ich setzte mich auf das Bett und sah mich in meiner Zelle um. Es gab noch einen Tisch, einen Hocker, ein Waschbecken und eine Toilette. Ich konnte nicht mehr denken. Ich legte mich hin und schlief ein.
Ein paar Stunden später wachte ich auf. Ich hörte wie ein Schlüssel im Schloss gedreht wurde. Schwester Margret kam rein und forderte mich auf mitzukommen. Ich folgte ihr. Wir gingen wieder durch die Gänge des Irrenhauses. Diesmal sah ich Menschen, die auf dem Flur saßen. Sie machten einen verwirrten Eindruck. Ich bekam wieder Angst, zum Glück führte Margret mich in einen Raum. In einer Ecke standen meine Eltern. Ich war froh sie zusehen und rannte auf sie zu, aber meine Mutter schrie nur: "Bleib weg du Mörderin!!!! Du bist nicht mehr meine Tochter!!!!" Ich hielt an und traute meinen Ohren nicht. Mörderin!!! War ich eine Mörderin?? Hatte ich meinen Bruder umgebracht?? Jetzt erst sah ich, dass auch noch vier Polizisten und ein fremder Mann im Raum waren. Der Fremde ging auf mich zu und befahl mir mich zusetzten. Er sagte: "Ich bin Kommissar Schmidt von der Mordkommission. Sie wissen warum sie hier sind??" Ich blickte ihn fraglos an und schüttelte den Kopf. Meine Mutter schrie: "Lügnerin!!! Sie hat meinen Sohn umgebracht!!! Ich habe sie bei der Leiche entdeckt!!! Sie ist verrückt!!!!! Sie ist wahnsinnig!!!!!!" VERRÜCKT, WAHNSINNIG???? Diese Wörter geisterten mir im Kopf herum. Der Kommissar guckte mich eindringlich an. "Man hat sie bei der Leiche gefunden und der Kopf lag vor ihrem Kleiderschrank!!! Können sie dazu was sagen??", fragte er. Aber ich blickte nur noch auf die Wand. Ich verstand gar nichts und konnte auch nichts sagen. Schmidt stellte noch mehr fragen, aber ich blieb stumm. Nach einer halben Stunde sagte er schließlich: "Es hat keinen Zweck!! Wir haben eindeutige Beweise und die müssen für die Gerichtsverhandlung reichen, wenn sie den Mord nicht gesteht. Die Polizei wird alle rechtlichen Schritte einleiten. Auf Wiedersehen!!!!!" Margret führte mich an meinen Eltern vorbei in den Speisesaal.
Ich setzte mich und konnte nicht mehr klar denken. Das Essen wurde mir vorgesetzt, aber ich hatte keinen Hunger. Ich sah mich um. Ein kleiner Mann fing an mit seinem Essen rumzuwerfen, aber es waren sofort Pfleger zur Stelle um ihn zu beruhigen. Ich nahm meine Gabel in die Hand und guckte die Erbsen an. Sie sah aus wie meine Mutter, das gleiche hinterhältige Gesicht und die kalten Augen. Langsam begann ich mit der Gabel nach den Erbsen zu stechen und mich überkam wieder dieses Gefühl. Das Etwas war wieder da. Ich stach immer wieder auf die Erbsen ein und lachte dabei hämisch. Doch da kamen schon die Pfleger, die mich an den Armen packten. Dann spürte ich nur noch einen kleinen Stich.
Ich wachte in meiner Zelle auf. Schwester Margret saß auf dem Hocker. Ich fragte sie, was geschehen sei. Sie blickte mich an und sagte: "Du bist im Speisesaal wahnsinnig geworden und hast mit deiner Gabel immer auf die Erbsen eingestochen. Dabei hast du geschrieen, dass du deine Familie sowieso gehasst hast und das dein Bruder den Tod verdient hätte. Die Pfleger kamen und haben versucht dich festzuhalten. Aber du hast dich befreit und bist im Speisesaal über die Tische gesprungen, hast alle anderen Patienten aufgescheucht und ein umfassendes Geständnis abgelegt. Wir hatten alle Hände voll zu tun, um alle wieder zu beruhigen. Dann haben wir dich hierher gebracht. Jetzt sieht die Gerichtsverhandlung ziemlich schlecht für dich aus." Das waren ihre letzten Worte, sie ging hinaus und die Tür wurde wieder geschlossen. Ich dachte nach. Ich konnte es einfach nicht fassen. Habe ich wirklich meinen Bruder umgebracht und werde ich wirklich manchmal wahnsinnig?? War das das Etwas, was immer in mir hochkam?? Das was mich immer überflutete?? Ich war also eine Wahnsinnige, eine Verrückte!!!!! Ich konnte damit nicht leben. Auf dem Bett sah ich meinen Bademantel und den Gürtel dazu. Ich nahm ihn in die Hand und legte ihn mir um den Hals.
Kommentare
Aylin schrieb am 2010-11-03 14:42:29:
Ich finde die Geschichte an manchen Stelle spannend aber kurz danach auch schon wieder richtig langweilig und das Ende nicht so gut und sehr abgehackt.
Psycho.Linn schrieb am 2007-12-30 11:51:52:
Ich fand deine Geschichte einfach toll, aber du solltest es nicht mit den Satzzeichen übertereiben ;)
Schau doch mal in meine Geschiten rein, vielleciht ist ja was für dich dabei :)
lg, Alina.
iLd1991 schrieb am 2007-05-28 01:38:16:
Ich find die Geschichte sehr gelungen.
Es hat sich teilweise zwar ziemlich im Kreis gedreht,aber das bekommst du auch noch hin (:
Du solltest auf jeden Fall weiterschreiben
LENA schrieb am 2006-12-26 20:36:55:
Ich find die geschichte gut und spannend. ich finde nur, dass du nochmehr auf die situation einehen solltest, wo sie den kopf ihres bruders findet. was sie da fühlt noch genauer beschreiben vielleicht und bei ihrer wahnsinnigkeit vielleicht noch etws mehr ins detail gehen. ansonsten finde ich sie uch von der idee her ganz gut.
lieben gruss lena
hermine schrieb am 2006-05-07 19:07:06:
die die tante schizophrene????
hello there schrieb am 2006-03-05 15:27:22:
Voll cool geschrieben!!!!!!!!!!
bgftvgf.fren.@aon.at schrieb:
Ich find sie langweilig
Belong@uboot.com schrieb:
Inhaltlich finde ich die Geschichte nicht schlecht, du hättest sie nur sprachlich besser verpacken können!
msttsm@freesurf.ch schrieb:
Ich finde die Geschichte gut. Ist sicherlich nicht gerade einfach, as der sicht einer Schizofrenen zu schreiben...
d-r.neuenkirchen@web.de schrieb:
Die Geschichte ist gut gemacht, und ich und mein Kumpel sind sehr daran interessiert; wir drehen Filme in unserer Freizeit und wollten fragen, ob wir diese Idee nehmen und die Gesichte verfilmen können ( mit einigen Änderungen ). Es wäre nett, wenn du dich mal melden würdest. cu
blablabla schrieb:
eigentlich ganz gut......aber ein bisschen na ja also ohne fantasie würd ich mal sagen es it gut über sowas zu schreiben
keine@schnellschuss.de schrieb:
Die Idee ist gut, allerdings fehlt das überraschende Moment.. Außerdem geht die Handlung zu schnell los ( auch für eine Kurzgeschichte) Dafür hätte die Gerichtsverhandlung außer Acht gelassen werden können. Der Schluss ist gut, besonders, das die Geschichte mitten im Selbstmord aufhört
rancit@hotmail.com schrieb:
naja... ich hoffe nicht, dass du in deiner geschichte die schizophrenie beschreiben wolltest. denn das wäre (wie oft wird der fehler gemacht) falsch. deine beschriebene krankheit ist die dissoziative identitätsstörung.. (früher als multiple persönlichkeitsstörung bekannt gewesen)
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