Eine Geschichte von einer Geschichte
von
Tiefe Seele
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Eine Geschichte von einer Geschichte
In einer stürmischen Weihnachtsnacht:
Der Junge sitzt dort schon seit Stunden vor seinem Klavier…
Er spielt und spielt. Es scheint fast so , als ob er gar nicht mehr anwesend sei… Plötzlich kommt seine kleine Schwester herein und nimmt auf dem Sofa des Wohnzimmers platz. Sie merkt schnell, dass ihr Bruder genau weiß, dass sie da ist, sich jedoch nicht von ihrer Anwesendheit aus der Ruhe bringen lässt. Also schwieg die Schwester und lauschte einfach nur… Sie wusste zwar, dass ihr Bruder spielen kann, doch sie hätte nie gedacht, dass er so wunderschön spielt, da sie ihn nie wirklich vorher hat spielen hören. Nach ungefähr zwanzig Minuten beendete der Junge mit einem wunderschönen Abschluss seine Melodie.
Er starrt ungefähr noch eine Minute auf die Tasten des Klaviers…und dreht sich dann schließlich langsam zu seiner Schwester und schenkt ihr einen liebevollen Blick. Nun steht er auf, geht zum Sofa und nimmt seine Schwester behutsam in den Arm und gibt ihr einen Kuss auf die Wange. Seine Schwester lächelt und ist froh, dass sie einen Bruder hat, der sie sehr liebevoll behandelt und immer für sie da ist. Nachdem beide einfach ein paar Minuten dort saßen fragt die Schwester: Du? Wie hast du denn so schön spielen gelernt? Du hattest doch nie Unterricht...! Und bevor der Bruder Antworten kann merkt die Schwester das ihr Bruder ihr jetzt ein großes Geheimnis anvertraut. Der Bruder lächelt, schweigt erst einmal eine Weile und setzt nun mit einem Großen Strahlen in seinen Augen zur Antwort an: Ach das ist kein Kunststück! Sagte er in einem verträumten Ton. Schau…! Du unterhältst dich doch grade mit mir und genau dies tust du mit vielen anderen Menschen jeden Tag.
Dies mache ich auch…aber irgendwann gibt es Momente da kannst du nicht mit Menschen über etwas reden, weil er dich wohl möglich nicht verstehen würde, oder du hast vielleicht auch einfach keine Lust dich jemanden mitzuteilen. Die ersten Erfahrungen mit einer solchen Situation machte ich zum ersten Mal vor einem halben Jahr. Ich war zum ersten Mal wirklich niedergeschlagen und wusste keine Lösung auf mein Problem. Daraufhin setzte ich mich zum ersten Mal an dieses Klavier. Ich fing einfach an dem Klavier alles mitzuteilen. Mit Hilfe des Instrumentes schmiss ich meine ganze Trauer, Wut und Ratlosigkeit in den Raum. Als das Klavier merkte, dass ich mich ihm öffne, teilte es mir seine Geschichte mit.
Nun von dem Tag an tat ich dies immer wieder, aber nicht nur wenn ich Probleme hatte, sondern auch wenn ich Glücklich oder aufgeregt war. Von Tag zu Tag vertrauten wir uns immer mehr…und das hörte man auch. Naja… wir hatten natürlich nicht immer eine Lösung auf unsere Probleme doch allein sie sich uns mitzuteilen war schon eine große Hilfe. Ein weiterer Vorteil an dieser ganzen Sache ist und war keiner versteht ganz genau was wir uns sagen. Der Junge macht einen Moment Pause schenkt sich ein bisschen Wein ein nimmt einen Schluck und fährt fort. Doch das wichtigste ist!..sagte er in einem ernsten Ton: Du musst das Instrument mit viel Liebe und Respekt behandeln genauso wie man es auch mit den Menschen machen sollte. Denn behandelst du einen Mensch nicht ordentlich, so kannst du auch nichts von ihm verlangen…und so ist es bei Instrumenten auch. Genauso ist es auch, wenn du jemanden betrügst oder belügst irgendwann merkt das der Mensch. Du kannst es nicht verheimlichen. Wieder ist es genauso wie bei dem Instrument bist du nicht ehrlich mit deinen Gefühlen wird es deine Gefühle verraten. Nur wen man sich daran hält findet man Erfüllung sowohl im Umgang mit Menschen als auch mit Instrumenten. Jetzt herrscht für einen Moment Stille. Plötzlich lächelt die Schwester aus tiefstem Herzen.
Ein paar Jahre später in derselben Weihnachtsnacht stirbt der Junge urplötzlich…doch statt das das Mädchen weinte, setzte sie sich an das Klavier auf dem der Junge einst erzählte und erzählte nun ihre Geschichte.
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