Eine Langjährige Freundschaft
von
Steffen Hunsinger
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Eine Langjährige Freundschaft
Ich weiß nicht ob ihr so etwas kennt, wenn ihr vor eurem Computer sitzt und ihr
Chattet mit Leuten über MSN, ICQ, oder Skype und diese Person habt ihr in eurem
Leben noch nie zuvor gesehen, aber ihr schreibt mit ihr und vertraut ihr so als ob ihr
euch schon seit Jahren kennt. Nun, vielleicht kennt ihr euch ja schon seit dem
Sandkasten und habt immer die Sandkuchen des anderen gegessen.
Ich erzähle euch eine etwas komische Geschichte, nämlich die Geschichte von
Nagisa (kurz Nagi) und mir. Die Geschichte die aus irgendwelchen Gründen im Chat
bzw. die Idee dazu ist im Chat von ihr und mir gekommen. Die Idee das wir schon
sehr lange befreundet sind uns schon von klein auf kennen.
Kommt und hört mir zu, denn ich erzähle sie euch!
Jaja wie soll ich Anfangen kleines Dorf in Schleswig Holstein. Dessen Namen ich
nicht nennen kann weil ich den Namen nicht weiß, weil diese Geschichte nur
erfunden ist obwohl ich wünschte sie wäre wahr. Einerlei, auf jedenfall beginnt
unsere Geschichte in Schleswig Holstein. Ein schöner sonniger Tag, es ist schön
warm und Nagi war schon draußen. Es war 11 Uhr in der früh, ich bin erst
aufgestanden und rieb mir den Schlaf aus den Augen. Ich konnte Nagi's schöne
Stimme hören ich wusste, wenn ich jetzt das Fenster öffnen würde, wäre Nagi als
erstes davor, nicht der Wind nein nein Nagi würde dann vor meinem Fenster stehen
und mir in die Augen schauen.
Ich wollte es darauf anlegen so wie jeden morgen, Fenster auf, Nagi merkt es und
stürmt vorwärts. Wir schauten uns in die Augen, unsere Nasen konnten sich schon
fast berühren, dann fingen wir beide an zu lachen. Ich sagte zu ihr: „Ich zieh mich
schnell an, esse etwas und dann komm ich zu dir raus!“ „Okay, aber lass mich nicht
zu lange warten!“ „Dich doch nicht!“
Ich schlüpfte schnell in meine Hose, das T-Shirt schon in der Hand und das
herausspringende Toast das eigentlich meiner Schwester gehörte unter den Nagel
gerissen. Tür auf, Schlüssel eingesteckt, T-Shrit übergestreift und ab nach draußen.
Das trockene Stück Toast mit einem Happen in den Mund gestopft und Nagi gesucht.
Sie stand nicht mehr vor meinem Fenster, doch plötzlich kamen ihre zarten Hände
von hinten und packten mich an den Schultern. Ich fing an zu Lachen und Nagi sagte:
„Komm ab in den Wald so wie immer!“ Sie lief vor. Sie hatte ein gutes Tempo drauf,
ich musste manchmal hetzen um hinterher zu kommen, aber letzten Endes wartete sie
immer auf mich, was ich sehr entgegenkommend von ihr fand. Wie immer unsere
kleinen Spaziergänge im Wald. Wir genossen die Stille, die Stille wurde ab und zu
von einem singenden Vögelchen gestört, aber das machte uns nichts aus. Wir liefen
über das Laub und erzählten.Wir lachten und erzählten uns einfach alles. Ihr konnte
ich einfach alles anvertrauen und so konnte sie mir natürlich auch alles Anvertrauen.
Wir waren wie die besten Freunde auf der Welt unzertrennlich, wir machten einfach
alles miteinander. Von der Schule, bis hin zum Sport und natürlich wohnten wir
nebeneinander, doch irgendwann zerreißt es auch die besten Freunde. Es war kein
Streit oder so, es war der Fakt, dass mein Vater einen neuen Job in Rheinland Pfalz
gefunden hatte und wir nach Otterbach ein kleines Dorf in der nähe von
Kaiserslautern ziehen mussten.
Nagi wusste nichts davon, ich wollte es lange Geheimhalten solang wie ich nur
konnte, doch sie merkte sofort das mit mir irgendetwas nicht stimmte und fragte
mich: „Sag mal, du siehst so bedrückt aus ist irgendetwas mit dir?“ „Glaubst du, dass
unsere Freundschaft lange anhält?“ „Was redest du da, natürlich tut sie das, wir sind
beste Freunde Steffen, diese Freundschaft wird niemals zerbrechen!“ „Wie Lang ist
das Band der Freundschaft zwischen uns?“ „Was, wieso fragst du das?“ „Wird es
denn über mehrere Kilometer halten?“ „Ich verstehe nicht was du meinst, was ist
denn los?“ „Nagi, ich und meine Familie... wir werden... umziehen!“ Nagi ging
einige Schritte zurück und starrte mich mit einem kalten Blick an. „Du willst mich
verarschen oder? Wir kennen uns seit 11 Jahren und du ziehst von hier Weg?? Aber
wieso?“ „Mein Vater hat Arbeit in Rheinland Pfalz bekommen und weil das Pendeln
zwischen den Orten schwer ist, ziehen wir um!“ Nagi kamen die Tränen, aber sie
versuchte es zu unterdrücken. Schließlich ließ sie mich alleine im Wald stehen und
ging.
Eine Woche später:
Der Umzugslaster war schon da und ich sollte mich beeilen. Ich habe Nagi schon die
ganze Woche nicht mehr gesehen, ich habe es vermisst, wie sie vor meinem Fenster
steht und mit mir lacht. Ich konnte sehen wie sie aus dem Fenster schaut. Ich ging auf
sie zu und sie verschwand vom Fenster. Ich ging mit gesunkenem Kopf in Richtung
Auto, doch in diesem Moment öffnete sich eine Tür, die Tür von Nagi's Haus. Sie trat
heraus. Ich rannte auf sie zu, brachte aber keinen Ton aus mir heraus. Sie umarmte
mich und gab mir einen Ring, auf dem das Wort „Freundschaft“ auf Japanisch stand,
mit auf den Weg. Ich zog meine Kette aus, die ich um den Hals trug und legte sie in
ihre zarten Hände. Auf der Kette Stand: „Die beste Zeit“
Eine letzte Umarmung und ein freundschaftlicher Kuss auf die Wange des jeweils
anderen ließ uns gehen. Die Freundschaft schien gebrochen.
2 Jahre später:
Es vergeht kein Tag wo ich an Nagi denke, ich trage ihren Ring an meinem
Mittelfinger, weil er für mein Ringfinger zu groß ist. Jeden Abend schaute ich mir
den Ring an und dachte an die schöne Zeit mit Nagi. Ich vermisste sie, jeden Abend
musste ich weinen. Ich würde nur zu gerne Wissen wie es ihr geht, doch leider
erreiche ich sie nicht. Sie scheint eine neue Telefonnummer zu haben, denn auf der
alten kann ich sie nicht erreichen. Im Internet keine Spur von ihr, davon mal
abgesehen das wir sehr lange kein Internet hatten.
Doch eines Tages fand ich auf You Tube eine gewisse Userin mit dem Namen
„BlackLadyNagisa“ ich musste sofort an Nagi denken und schrieb, den User über
eine Mail an. Ich schrieb so etwas über Schleswig Holstein, alte Zeiten und gute
Freunde.
2 Tage später kam die Antwort, ich war so Nervös als ich sah „1 neue Persönliche
Nachricht“ Tatsächlich es war Nagi. Sie erinnerte sich und es war wieder ein tolles
Gefühl. Ich hatte sie wieder gefunden. Ich war total aus dem Häuschen und so nahm
der lauf seine Dinge und wir Chatten regelmäßig, reden über Headset und auch ab
und zu mit Webcam. Es ist zwar nicht dasselbe wie damals, aber irgendwann fahre
ich zu ihr und wir werden noch einmal den Spaß haben wie damals!
Danke an Nagi für diese Inspiration, obwohl ich dich nicht persönlich kenne mag ich
dich und hab dich Lieb, es ist unerklärlich wieso. Und deshalb schreib ich diese
Geschichte!
Steffen Hunsinger
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