Eine Liebesgeschichte
von
BSK
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Eine Liebesgeschichte
Teil 1
Tief blickte Julia Martin in die Augen. Sie empfand schon so lange etwas für ihn, hatte sich aber nie getraut ihm etwas davon zu sagen. Außerdem war sie sich nicht sicher, ob ihre Gefühle auf Gegenseitigkeit beruhten. Auch wenn ihr Martin oft Komplimente machte, ihr zuzwinkerte oder ihr tief in die Augen sah, scheute sie sich wie ein Reh vor dem Jäger ihre Gefühle zu zeigen. Wie immer brach sie den Augenkontakt ab und grinste schief, schnellte auch schon aus ihrem ungemütlichen Sitz auf, der auf den warmen Sommerboden im Schneidersitz gewesen war, und verabschiedete sich mit einer schnellen Umarmung, weil sie dringend zum Bus musste. Im gleichen Augenblick, als sie noch einmal über ihre Schulter zurücksah, drehte sich auch Martin um und beiden huschte ein Lächeln übers Gesicht.
Im Bus setzte sich Julia, wie sie gewöhnt war, in die vorletzte Reihe und drehte die Musik ihres MP-3 Players voll auf. Wieder und wieder spielte sie ihre Lieblingslieder ab, die zu dieser Situation passten. Ihr kamen wieder die Augen und die Art wie er mit ihr sprach in den Sinn und sie musste sich zugestehen, dass die Chancen noch nie so gut ausgesehen hatten. Aber eigentlich wäre es doch zu schön um wahr zu sein, dachte sie sich.
Zu Hause angekommen, verputzte sie erst einmal etwas Schokolade und ging dann in ihr Zimmer um Tagebuch zu schreiben. Sie tat dies schon seit der Grundschule und hatte immer noch, obwohl sie jetzt in der neunten Klasse war, das Bedürfnis an dem kleinen Buch in das man Geheimnisse und Gedanken hineinschreibt. Manchmal hatte sie Gefühle, die sie niemandem erzählen konnte, aber irgendwie loswerden musste. Meistens jedoch war es einfach nur der Mitteilungsdrang unter dem sie oft litt, denn bevor sie es nicht niedergeschrieben hatte, konnte sie auch nicht vergessen, was sich abgespielt hatte und es half gleichzeitig ihre Gedanken etwas zu ordnen. Außerdem ergaben ihre Erlebnisse, die meist lustig waren, selber eine kleine Geschichte und weckten alle Erinnerungen in ihr. Deshalb nahm sie auch oft eines ihrer alten Bücher zur Hand und träumte von der Vergangenheit, die mit vielen Tränen aber auch mit Sonnenschein bestickt war. Eigentlich wusste sie selber (sie sagte es sich auch immer wieder) das es sinnlos war etwas an der Vergangenheit ändern zu wollen, aber sie erinnerte sich auch gerne an die ganzen Schuljahre, in denen sie mit ihren Freunden viel angestellt hatte. Aus den paar Wörtern, die in ihr Tagebuch gekritzelt waren, ergaben sich für sie die damaligen Situationen und oft musste sie dabei immer noch lachen.
Als sie ihren Eintrag beendet hatte, setzte sie sich vor ein leeres Blatt Papier und begann Gedichte darauf zu schreiben. Das war der eindeutige Beweis dafür, dass es sie richtig erwischt hatte. Denn nur wenn sie verliebt war, hatte sie die Begabung Gedichte zu schreiben.
Ihr Traumberuf war schon immer der eine Autorin zu sein, denn sie konnte gar nicht so schnell schreiben, wie ihr Geschichten einfielen. Meist fing sie eine tolle Geschichte an, legte diese aber dann nach drei Monaten wieder zur Seite, weil sie sich Notizen zu ihren neuen Ideen machen musste. So ging das immer weiter und aus dem Grunde wurde auch nie eine Geschichte richtig lange oder fertig gestellt.
Früher hatte sie überhaupt kein Selbstbewusstsein gehabt, jedoch hatte sich dieses Problem mit der Zeit etwas gelöst, denn in den letzten Wochen war sie ziemlich häufig mit Jungs unterwegs, die ihr den Umgang mit den verwirrenden Menschen leichter machten und auch ein sichereres Gefühl dabei gaben. Bloß wenn es dann wieder um dieses Thema geht ...
Als sie ein Gedicht auf das Blatt geschrieben hatte, dass mittlerweile schon von Herzen umrahmt war, nahm sie noch einmal ihr Tagebuch zur Hand:
Regensburg, den 15. Juni 2005
Liebes Tagebuch!
Heute habe ich mal wieder gemerkt, dass es mich richtig erwischt hat. Denn du weißt ja, dass ich dann immer einen kleinen Schuss habe und anfange Gedichte zu schreiben. Vor allem habe ich in mir auf einmal das Gefühl losjubeln zu können oder verspüre so viel Energie, dass ich Lust habe sofort loszurennen oder laut zu singen. Um ehrlich zu sein weiß ich auch nicht wie mir das schon wieder passieren konnte, da ich mir ja schon einmal vornahm mich nicht so schnell wieder zu verlieben. Na ja... ich und meine Gefühle. Im Moment fühle ich mich so glücklich wie schon lange nicht mehr und ich muss mir selber gestehen, dass ich noch nie so nahe daran war. Werde ich jedoch wieder enttäuscht, weiß ich echt nicht wie es weitergehen soll, aber daran möchte ich eigentlich noch gar nicht denken. Dafür habe ich einfach zu gute Laune, denn schon wieder fühle ich dass ich einfach ohne jeden Anlass grinsen muss...
Schnell legte sie den Stift zur Seite, betrachtet noch einmal die beiden Tagebucheinträge und bessert einen Fehler aus. Zufrieden schließt sie das Buch ab und versteckt den Schlüssel in einer kleinen Truhe, die sie in ihrem Schrank den neugierigen Blicken fernhält. Gut gelaunt versorgte sie ihre Zimmerpflanzen, die ihren Bereich gemütlich und wohlig aussehen ließen. Zart und vorsichtig strich sie über die Blätter und spürte die feinen Konturen und die leichte Feuchtigkeit. Behutsam stellte sie diese an ihren Platz zurück und fing an ihr Zimmer in Ordnung zu bringen. Dies war ihr sehr wichtig, denn nur so konnte sie sich wohlfühlen und sich vor den Anfällen etwas nicht finden zu können (wenn man in Eile ist) zu schützen. Dazu drehte sie die Musik von ihrer Lieblingsband auf, die sie immer hörte wenn sie guter Laune war. Hinzu kam der Gedanke, dass bald die Sommerferien beginnen würden und sie dann in den Urlaub fahren durfte und eine lange Zeit von der Schule befreit sein würde. Außerdem konnte sie dann tun und lassen was sie wollte, sich mit Freunden treffen und auch einfach mal gemütlich rumhängen oder zum Baden fahren würde.
Auf einmal vibrierte ihr Handy auf ihrem großen Schreibtisch. Erschrocken blickte sie darauf. Jedes Mal, wirklich jedes Mal erschrak sie, wenn sie eine Nachricht bekam und ihr Handy anfing sich im Kreis zu bewegen und diese Melodie zu spielen. Neugierig blickte sie auf den Display und ihr Herz tat einen schnellen Hüpfer als sie realisierte, dass diese SMS von Martin gekommen war. Schnell las sie die Nachricht und wiederholte dies noch mal und noch mal. Kurz darauf musste sie aus Gewohnheit wieder schnell zu ihrem Tagebuch greifen und einen Eintrag tätigen:
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Kommentare
Sandy schrieb am 2010-11-13 19:50:46:
Hi @ all!
Wollte euch einmal fragen ob ich hier auch eine Story schreiben könntee...=)
Liebe Grüße
eure Sandy
ChrisAngel schrieb am 2008-02-18 22:01:09:
Also zuerst mal an "certeinth". Schreib doch so wie dus für richtig hälst, damit meine ich wenn dir was einfällt ändere oder erweitere deine Geschichte das gibts denk ich häufiger; das is mein Tipp.
An BSK die geschichte is klasse, es ist mal eine fröhliche geschichte, die gewohnheiten von Julia passen echt gut zu Mädchen. Ich kenn auch so eine die so is.
Basti schrieb am 2007-01-09 12:27:17:
Wer sagt dass du net schreim kannst Bianca?^^
certeinth schrieb am 2007-01-05 13:00:37:
hi bsk
ein toller anfang, ich freue mich auf mehr.
aber eine frage: im bezug zum schreiben, hast du auch dieses problem? das man nach einiger zeit die notizen weglegt weil einem eine neue idee gekommen ist? denn ich habe dass auch.
manchmal schreibe ich und habe gute ideen, doch ein paar monate später fällt einem etwas ganz anderes ein. dann schreibt wieder etwas und die ganze sache wiederholt sich.
hat mir jemand einen tipp?
aber bitte bsk schreib weiter ich möchte umbedingt weiterlesen
greets
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