Eine Nacht mit Sandra
von
Jürgen Haidvogl
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Die Musik dröhnte in meinen Ohren. Meinetwegen hätte man sie auch ein Stückchen leiser machen können. Es ist zwar schön, wenn man in einer Bar sitzt, wo auch gute Musik gespielt wird, aber man muss es mit der Lautstärke wirklich nicht übertreiben.
Ich war anfangs noch alleine im Pub und saß an der Theke. Vor mir stand ein Wieselburger. Normalerweise trank ich immer ein Guinness, wenn ich in dieser Bar an der Theke saß. Aber an diesem Tag entschied ich mich anders.
Es war ein angenehm kühler Abend gegen Ende Februar. Draußen war es dunkel und nur wenige Leute waren auf den Straßen meiner Heimatstadt unterwegs. Immerhin war es Sonntag und am Tag danach sollten viele von ihnen wieder Arbeiten gehen. Zwar nicht alle, aber sehr, sehr viele.
Ich hatte mein Bier zur Hälfte geleert, als sie rein kam. Sie war so hübsch wie immer. Wenn nicht so gar noch schöner und eleganter als sonst. Sandra war eben eine fantastische Frau. Da konnte man nichts dagegen sagen.
Sie schlenderte mit ihren Stöckelschuhen und ihrem dunkelroten Kleid zu mir an die Theke. Ihre langen dunkelbraunen Haare waren mit einem Haarband zusammen gebunden. Auf ihren Lippenstiftbedeckten Lippen lag ein Lächeln, welches durch ihre strahlenden Augen noch verschönert wurde.
„Hi“, sagte ich, als sie direkt vor mir stand.
Noch immer lächelnd begrüßte sie mich und wir küssten uns. Dann fragte sie mich, ob ich unbedingt hier sitzen wollte.
„Nein“, antwortete ich, „wir können uns auch gerne irgendwo anders hinsetzen. Es wird bestimmt ein gemütlicher Tisch frei sein.“
Sie nickte und ich schaute mich im sitzen schnell um. Es schien so, als sei kein Tisch frei und ich wollte schon die Hoffnung auf einen Tisch aufgeben, doch dann sah ich hinten im Raum direkt im Eck einen kleinen freien Tisch.
Ich zeigte auf diesen und sagte: „Da wäre ein nettes Plätzchen!“
„Ja, der ist Prima“, erwiderte sie mit einem lächeln.
Ich nahm mein Bier und wir schritten mit langsamen Schritten hinüber zu dem freien Tisch. Wir setzten uns nebeneinander hin und zündeten uns ein paar Kippen an. Selbst beim Rauchen sah Sandra so verführerisch aus. Eigentlich war ihr aussehen immer so schön. So bezaubernd. Auch wenn sie gerade erst aufgestanden war.
Kaum saßen wir da, kam auch schon die Kellnerin. Sandra bestellte sich auch ein Bier. Ich hatte zwar noch mein Wieselburger, aber ich lies mir dennoch eines bringen. Für später, dachte ich mir.
Als die Getränke kamen, stießen wir an. Sie trank langsam. Ich hingegen leerte mein angefangenes Bier in schnellen Schüben runter und hörte Sandra zu, wie sie mir von ihrem anstrengenden Tag erzählte. Sie war bei einer Familienfeier. Ihre Oma hatte Geburtstag und die gesamte Familie war eingeladen.
Cousinen, Tanten, Onkel, Geschwister und viele weit entfernte Verwandte. Sie erzählte mir von ihrer Tante, die sie noch immer wie ein Kind behandelte. Wie diese Frau zu ihr sagte: „Du bist aber ein liebes Mädchen!“
Meist wurde Sandra von ihrer Tante in die Wange gezwickt. So etwas konnte sie überhaupt nicht leiden. Vor allem, da ihre Tante mit den Fingern ist und dadurch ihre Hände voller Saft und Fett war. Und dies hatte sie dann immer an der Wange.
„Einfach widerlich“, nannte Sandra dies.
Ich stimmte ihr zu und sie fügte noch hinzu: „Wenn mich diese dumme Frau beim nächsten Mal wie ein kleines dummes Mädchen behandelt, dann hau ich ihr eine rein!“
„Bleib Ruhig“, erwiderte ich, „so etwas bin ich von dir echt nicht gewohnt.“
„Tut mir leid, aber meine Tante ist einfach eine furchtbare Person!“
„Schon gut, du bist sie jetzt für einige Zeit los!“
„Aber nur bis zum nächsten Familientreffen. Dann muss ich sie wieder sehen. Oh Gott, das will ich nicht.“
„Kann ich mir vorstellen“, meinte ich lächelnd.
„Und dann noch Michelle“, schrie sie auf.
„Wer ist Michelle?“, fragte ich.
„Meine Cousine“, antwortete Sandra.
„Ok.“
„Die ist so eine Tussi“, erzählte mir das Mädchen, „die blöde Kuh hat keine Achtung vor sich selbst und macht alles was ihr Freund will. Und dumm ist sie, dumm bis zum geht nicht mehr.“
„Solche Menschen gibt es leider zu genüge“, teilte ich ihr mit.
„Aber die, die kriecht ihrem Freund beinahe in den Arsch. Wenn er sagt, er will einen geblasen bekommen, dann fragt sie, ob sie schlucken soll oder nicht. Das ist doch widerlich!“
„Nun ja, wenn sie sich gerne erniedrigen lassen will, dann kann man dagegen nichts machen“, sagte ich zu ihr.
„Sie ist eine Schande für jede Frau!“
Ich trank mein Bier aus und begann mit dem zweiten. Sandra fluchte währenddessen weiter über ihre Cousine, die sie für eine Schlampe hielt, die mit jedem Typen ins Bett steigt, wenn er ein cooles Auto oder viel Geld hat. Für sie sind solche Frauen der zweit schlimmste Abschaum auf der Welt. Nur Faschisten und intolerante Arschlöcher konnte sie noch weniger ausstehen, als solche Frauen, die keine Selbstachtung vor sich haben.
Als wir ausgetrunken hatten, entschieden wir zu zahlen und das Pub zu verlassen. Ihre Wohnung war ein Stück stadteinwärts. Gleich in der Lerchenfelderstraße. Obwohl die Straßenbahn gerade kam und sie etwa zwei Stationen entfernt wohnte, entschieden wir, zu Fuß zu gehen. Immerhin war es an diesem Tag nicht allzu kalt. Es war eigentlich angenehm kühl.
So gingen wir Hand in Hand gemütlich die Lerchenfelderstraße hinunter. Die ganze Zeit sprach sie. Sandra lies mich kaum zu Wort kommen. Sie war eine eher dominante Frau, die gerne und viel redete. Aber sie erzählte mit einer derartigen Begeisterung, dass man ihr einfach nur gerne zu hörte. Und dazu kam noch, dass sie eine wirklich schöne Stimme hatte, die sie wie ein Engel erklingen lies.
Sandra war auch ein Engel. Nett, Hilfsbereit und immer für einen guten Scherz zu haben. Aber am besten gefiel mir ihre offene Art und wie sie für die Probleme anderer immer gerne zu Stelle war um zu helfen. Sandra war schon immer Sozial engagiert. Schon im Kindergarten verteidigte sie die anderen Mädchen gegen die Streiche der Burschen. Sie war ein gefürchtetes Mädchen, vor dem jeder Bursche Angst hatte.
Nach etwa zehn Minuten kamen wir bei ihrem Haus an. Sandra sperrte auf und wir gingen hinein. Es war dunkel im Gebäude. Einige Lichter funktionierten nicht. Aber das erwies sich als kein großes Problem. Ich war sowieso schon in der Fummelstimmung und griff Sandra auf den Hintern. Sie hatte einen echt prächtigen Arsch. Ein wenig breit aber nicht fett. Mehr so ein Arsch den man gerne und oft knetet. Einfach geil.
Es schien ihr zu gefallen. Sie schmiedete sich an mich und begann mich zu küssen. Wir kamen beinahe die Stiegen nicht hinauf. Keine Ahnung, wie wir es schafften. Es muss wohl so eine Art Wunder gewesen sein, die in der normalen Welt eigentlich nie vorkommen. Aber das interessierte mich in diesen Minuten kein bisschen. Ich dachte nur an ihre Möse und wie ich meinen Schwanz in ihr feuchtes Loch stecken würde.
Oben im dritten Stock angekommen, machte Sandra die Tür auf. Ihre Eltern waren nicht da. Soweit ich weis, waren ihre
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