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Kategorien > Nightlife > Party

Eine Party mit Folgen

von Jürgen Haidvogl

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Ich saß am Balkon der Teeküche, als Jiri kam und mich begrüßte. Er setzte sich zu mir und wir zündeten uns eine Zigarette an. Sofort teilte er mir mit, dass es ein langer Abend werden würde.
„Schön“, sagte ich, „immerhin habe ich vor, dich unter den Tisch zu saufen.“
„Na klar!“
„Wirst du schon sehen.“
„Ja, ja, ja.“
„Na gut“, meinte ich, „wo ist denn der Alkohol?“
„In meinem Zimmer.“
„Warum nicht hier?“
„Weil sonst irgendein Arsch den ganzen Alkohol gestohlen hätte.“
„Stimmt.“
„Ich hole das ganze Zeug dann eh gleich. Sobald ich ausgeraucht habe.“
„Soll ich dir dann helfen?“
„Ja, bitte.“
„Ok.“
Wir rauchten fertig und schmissen die Stummel vom Balkon. Anschließend schlenderten wir aus der Teeküche. Jiri sperrte auf und sofort sprangen mir die Getränke ins Auge. Zwei Kisten mit jede Menge Hochprozentigem Zeug. Wodka, Tequilla, Gin, Whiskey und Rum. Zwei Balletten mit Bier. Sieben oder acht Flaschen Wein. Dazu kamen noch Orangensaft, Cola, Tonic Water und Eis Tee.
Ich schnappte mir eine Kiste und begann das Zeug hinüber zu tragen. Dank Jiris Mitbewohner dauerte es nicht lange bis wir alles in der Teeküche hatten. Jeder musste nur zwei Mal gehen.
Ich mixte mir sofort einen Gin Tonic und setzte mich an den Tisch in der Teeküche. Dann sagte ich zu Jiri: „Hey Mann, ich habe Zigarren mit.“
„Ehrlich?“
Ich nickte.
„Zeig Mal!“
Ich griff in die linke Seitentasche und holte eine dreier Packung Kubanische Zigarren raus. Mit großen Augen starrte Jiri die Schachtel an. Fast sabberte er dabei. Ich gab ihm die Zigarren und sagte: „Bloß nicht ansabbern!“
„Werde ich schon nicht!“
„Na hoffentlich“, meinte ich, „immerhin mag ich es nicht, wenn ich eine Zigarre rauche, die voll mit Spucke ist.“
„Kann ich verstehen.“
„Das sind ja Kubanische“, bemerkte Jiri.
„Natürlich, was sonst.“
„Du bist ein echter Genießer!“
„Man lebt ja nur einmal!“
Er gab mir die Zigarren zurück und holte sich ein Bier. Mit der Dose in der Hand setzte er sich zu mir, öffnete diese und nahm einen Schluck.
Schon langsam kamen ein paar Gäste. Jeder nahm sich ein Getränk. Die meisten von ihnen mixten sich etwas zusammen. Aber keinen Gin Tonic. Gut für mich, dachte ich mir, dann bleibt mehr für mich.
Eine von ihnen setzte sich zu mir. Sie sagte: „Hallo.“
„Hey.“
„Das klingt aber nicht so freundlich.“
„Tut mir leid, ich bin einfach kein freundlicher Mensch.“
„Aso, du bist also kein freundlicher Mensch.“
„Ja“, erwiderte ich.
„Und wieso?“
„Keine Ahnung. So ist `s halt.“
„Einfach so?“
„Wie einfach so?“
„Bist du einfach so ein unfreundlicher Mensch?“
„Ich denke schon.“
„Achso.“
„Yeah!“
Ich trank aus und ging mir einen neuen Gin Tonic holen. Allerdings kam ich nicht zu ihr zurück. Sie war nicht mein Typ und nervte mich. Stattdessen stellte ich mich zu ein paar Typen auf den Balkon, die gemütlich ihr Bier tranken. Ich stellte mich zu ihnen und zündete mir eine Zigarette an. Dann sagte ich: „Hey.“
„Hey“, erwiderten die Beiden.
„Was läuft?“
„Nichts“, sagte einer der Beiden.
Die Zwei langweilten mich sofort und ich schenkte ihnen keine Beachtung mehr. Ich rauchte gemütlich meinen Glimmstängel und schaute zu, wie immer mehr Leute kamen. Die Teeküche begann sich immer mehr zu füllen. Ich sah mich um und bemerkte, dass kaum jemand Bier trank. Beinahe jeder hatte einen Becher mit Whiskey, Wodka oder sonst etwas Hochprozentigen gemischt mit irgendetwas.
Ich rauchte fertig, schmiss den Stümmel in meinen leeren Becher und lies beides vom Balkon fallen. Dann ging ich hinein und nahm mir aus dem Kühlschrank ein Bier. Als ich gerade meinen ersten Schluck machte, kam Jiri zu mir und fragte mich: „Rauchen wir jetzt die Zigarre?“
„Ok.“
„Dann verpissen wir uns auf den Balkon!“
Wir zündeten die Zigarren an und bliesen eine dicke Rauchwolke in die dunkle Nacht hinaus. Jeder von uns lächelte dabei. Dann meinte Jiri: „Die ist gut!“
„Yeah, deswegen gönne ich mir auch hin und wieder mal eine.“
„Das ist gut so.“
„Oh ja.“
„Man muss das Leben auch genießen.“
„Ja, da hast du Recht.“
„Es ist ja auch kurz.“
„Vor allem, wenn man so lebt wie ich.“
„Oder ich.“
„Also sollten wir jeden Atemzug genießen.“
„Darauf sollten wir anstoßen.“
„Ja, aber du hast keinen Drink!“
„Dann halt mal meine Zigarre für einen Augenblick und ich hole mir mal schnell was zum trinken.“
„Ok.“
Jiri gab mir seine Zigarre und kam ein paar Sekunden später mit einer Dose Bier zurück. Jiri öffnete diese und wir stießen an. Wir tranken einen ordentlichen Schluck und zogen an unserer braunen Stange. Ein riesiges lächeln erfüllte unser Gesicht.
Ich begann ein paar Fotos zu machen. Hauptsächlich von Jiri und mir, wie wir unsere Zigarren rauchen. Von unserem Bier. Und einige Schnappschüsse von den Leuten drinnen, die um den Tisch herum saßen, sich unterhielten und hin und wieder an ihren Getränken nippten.
Als wir fertig waren, setzten wir uns rein. Ich holte mir davor noch ein neues Bier. Als ich mich neben Jiri an den Tisch setzte, schenkte jemand einen Schnaps aus. Einen Selbstgebrannten aus Serbien. Ich bekam auch einen und leerte so wie die anderen einfach runter. Es war ein echt starkes Zeug, aber dennoch ziemlich gut.
„`s gut!“, meinte ich.
„Noch einen?“
„Gerne!“
Er schenkte ein paar Stamperl voll und eine kleine Partie, die von vorher. So etwa sieben Personen schütteten sich das Zeug die Kehle runter. Dann meinte einer von ihnen: „Ich habe etwas besseres!“
„Und was?“, wollte Jiri wissen.
„Das“, sagte er und zeigte uns eine Flasche mit Selbstgebrannten Wodka aus Sibirien.
Na toll, dachte ich mir.
„Schenk ein!“, schrie Jiri laut heraus.
„Na gut!“
„Oh nein“, sagte ich.
„Doch!“, erwiderte Jiri.
„Na gut“, gab ich nach, „ausnahmsweise. Weil du es bist.“
„Du bist ein Schatzi“, meinte Jiri mit seinem tschechischen Akzent.
Ich schüttete es runter. Das Zeug schmeckte widerlich. Es war stark und ich hatte das Gefühl, das sich mein Magen umdrehen würde. Als hätte man diesen rausgerissen und mein Körper hätte noch Kontakt dazu, während eine ganze Fußballmannschaft darauf eintritt. So etwas hatte ich noch nie zuvor in meinem Leben gespürt und mir wurde sofort klar, davon sollte ich echt die Finger lassen, doch mein Mund reagierte anders: „Noch einen!“
„Ok.“
Noch einmal wurden die Gläser gefühlt und ich schüttete das Zeug runter. Und ein weiteres Mal benützte eine Fußballmannschaft meinen Magen als Fußball. Ein echt beschissenes Gefühl Aber dieses Mal sagte ich nicht noch ein weiteres Mal so einen Scheiß. Ich hielt mein Maul. Und jeder in der Runde ebenfalls. Zum Glück.
Ich trank mein Bier aus und holte mir ein neues. Eines nach dem anderen. Nachdem ich ein paar Bier getrunken hatte, stieg ich wieder auf Gin Tonic um und setzte mich zu Helmut, der mich sofort begrüßte: „Ah, hallo Jürgen, wie geht’s dir?“
„Gut, und dir?“
„Auch gut. Was macht der Erwin?“
„Arbeiten, arbeiten, arbeiten“, erwiderte ich.
„Der schuftet ja viel zu

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