Eine andere Geschichte
von
Prinzesin Nata
Schon ein komischer Tag. Irgendwie stress und auch sehr entspannt. Jede
Minute hatte sie an ihn gedacht. Was soll es bedeuten? Liebt sie ihn
vielleicht? Ist er genau der Mann, den sie gerne an ihre Seite hätte?
Vielleicht. Doch jedes Mal, wenn sie sich da ziemlich sicher ist, kommt
etwas dazwischen und ihre Gefühle, ihre Gedanken fallen zusammen wie ein
Kartenhaus. So viele Gefühle, vor allem so viele unterschiedliche Gefühle
hatte sie noch nie. Liebt er sie? Warum muss sie das eigentlich auch wissen?
Warum reicht es eigentlich nicht, dass er einfach immer für sie da ist.
Warum reicht es nicht, dass er sich freut, wenn sie ihn anruft? Warum reicht
es nicht, wenn er sich freut, wenn sie ihm schreibt? Warum reicht es
eigentlich nicht, dass er sie besucht hat, obwohl er keine Zeit und vor
allem kein Führerschein gehabt hat? Warum reicht es nicht, dass er so
zärtlich zu ihr war? Warum reicht das alles nicht? Warum?
Weil sie eine Frau ist. Weil Frauen immer antworten haben müssen. Weil
Frauen in manchen Sachen ziemlich dumm sind und vor allem neugierig. Und da
wären wir wieder mal bei den Männern, die sind nämlich auch neugierig, aber
die zeigen das nicht. Weil er möchte, von ihr schon alles wissen. Es reicht
ihm nicht, das es nur vermutet was sie für ihn fühlt. Er möchte es wissen.
Aber sie wird ihm das nie sagen. Damit würde sie eine Brücke aufbauen, von
der sie ziemlich tief herunterfallen könnte. Und das würde weh tun. Damit
könnte sie nicht umgehen. Bei ihrem letzten Gespräch hat sie es wieder mal
geschafft ihn von der Arbeit abzuhalten. Sauer war er deswegen trotzdem
nicht. Es hat ihm gefallen. Selber hat er gesagt: jemand anders hätte es
nicht geschafft. Er wollte wissen, was sie in ihrem Roman alles noch
geschrieben hat. Genau wie es im Horoskop stand - neugierig, reden gerne,
Alleinunterhalter, gehen gerne Fremd - bis sie die richtige finden usw.
Und sie ist eben nicht die richtige. Und das muss sie endlich auch
akzeptieren. Sie muss all das annehmen, sowie es kommt.
Sicherlich würde sie gerne, dass er sagt: ich will das wir es zusammen
versuchen. Doch angst davor hätte sie schon. Sie steckt im Moment in eine
Beziehung, die für sie gestorben ist. Die Gefühle sind einfach nicht mehr
da. Auch gestern, ihr Mann ist von der Arbeit zurückgekommen und hat ihr
etwas mitgebracht. Früher hätte sie sich darüber gefreut, dass er an sie
gedacht hat. Aber jetzt ist einfach zu spät. Sie kann und will nicht mehr.
Doch es muss irgendwie weiter gehen, wegen der Kinder. Ihre Gedanken kreisen
nur um ihre Zukunft. Ständig macht sie sich Gedanken, wie es seien könnte
und ob sie mit manchen Sachen zu recht kommen würde. Und was ist eigentlich
der Grund, dass sie ausgerechnet an die Nordsee umziehen möchte. Macht sie
sich ins geheime doch die Hoffnungen, dass sie dann doch zusammen kommen
könnten? Manchmal schon. Aber ihr Verstand sagt ihr, dass alles beim
gleichen bleiben würde. Sie würden sich nur öfter sehen. Weil er möchte sie
auch nicht aufgeben. Auch wenn sie ihn von der Arbeit abhält, auch wenn sie
ihn mit Sachen nervt, die gar nicht so wichtig sind. Trotzdem möchte er auf
sie nicht mehr verzichten. Auf seine Art und Weise liebt er sie. Und das
spürt sie.
Er hätte gestern auch sagen können: du sollst auf keinem Fall hierher
kommen. Schließlich könnte sie ihm das Leben ziemlich schwer machen. Er
vertraut ihr eben. Und irgendwo ganz ganz tief in seinem Herzen, hat er sich
gefreut wie ein kleines Kind, dass sie doch darüber nachdenkt, umzuziehen.
Und das auch noch in seine Nähe. Aber das wird er natürlich nie zugeben.
Noch nicht. Eigentlich haben sie eine besondere Beziehung. Manche würden
sich so eine Beziehung wünschen. Keiner kennt sie so gut, wie er. Er schafft
es immer wieder sie aus der Reserve zu locken. Und ihm geht es genauso, es
gibt Sachen über die nur sie bescheid weist.
Gestern hatte er etwas gesagt, was sie ziemlich zum nachdenken bewegt hat:
was für Liebespraktiken ich mit dir mache, oder machen möchte, hat damit
nichts zu tun ob ich dich liebe oder nicht.
Gemerkt hat er es schon, dass sie damit nicht gerechnet hat. Gemerkt hat er
schon, dass sie ziemlich verletzt und fertig war. In eine Sekunde ist die
Welt zusammengebrochen. Nach dem Gespräch konnte sie lange nicht
einschlafen. Will er tatsächlich mit ihr nur ins Bett? Nein, nicht er. Sie
musste ihn noch mal anrufen. Er hat sich gefreut. Sie hatte ihm nur gesagt:
ich kann dich verstehen und ich bin nicht sauer. Du bist mir eine - Standard
Antwort mit einem lächeln. Mehr wollte sie nicht. Sie hatte ihm noch eine
gute nacht gewünscht und aufgelegt. Sie hatte schon das Gefühl, dass er noch
mehr reden wollte. Aber das wollte sie nicht. Schließlich ist er im Büro um
zu arbeiten und nicht um mit ihr zu telefonieren.
Sie ist eben anders als all die anderen und das möchte er einfach nicht
aufgeben. Seine Fehler verzeiht sie ihm. Und er möchte sie einfach lieben
und verstehen, weil sie eben anders ist. Sie hat schon sein ganzes Leben
geändert, durcheinander gebracht, aber das wollte er auch so haben. Und
warum? weil sie eben für ihn etwas besonders ist.
Weil die ganze Beziehung etwas besonders ist.
Aber trotzdem möchte er sein altes Leben nicht aufgeben. Aber genauso möchte
er sie nicht aufgeben. Sie ist alles was er auf der Welt braucht, sie
alleine kann ihn verstehen, sie soll nie wieder gehen, wo sie auch ist und
egal was sie tut, begleitet er sie. Doch was sie genau für ihn ist, dass
kann er nicht sagen. Im Moment - Freundin, Geliebte. Irgendwie alles in
einem. Gestern sollte sie ihn Fragen, was sie wissen wollte - ich habe Angst
vor der Antwort - sagte sie. Ein sanftes lächeln kam von seine Seite und er
zitierte eine stelle aus ihrem Roman - aber das wird er mir nie sagen.
Immer wieder sagt er, sie soll ihr Roman lesen, weil da die ganzen Antworten
stehen.
Irgendwie ist er auch alleine. Irgendwie braucht er diese Zärtlichkeiten,
diese Begierde, die Aufmerksamkeit, die Gefühle all das was sie ihm gibt. Es
gibt bestimmt tausend Frauen auf dieser Welt, die das Gleiche für ihn
empfinden würden und die er auch haben könnte. Warum eigentlich ausgerechnet
sie? So gesehen, hat er körperlich auch nicht viel davon. Sie telefonieren
nur. Sicher sie haben sich auch mal gesehen. Das musste einfach irgendwann
passieren. Und das sie miteinander geschlafen haben, musste auch sein.
Eines Tages irgendwo auf dieser Welt, werden sie sich auf der Strasse
zufällig begegnen. Der Atem wird aussetzen. Kein Wort. Nur eine Umarmung.
Nur ein Kuss. Nur ein Blick. Und sie werden es wissen, dass sie zusammen
gehören. Eines Tages ...
Manchmal sind Träume schön. Manchmal können Träume einen richtig
wachrütteln. Manchmal können Träumen richtig weh tun.
Egal wie ihre oder seine Träume aussehen. Beide wollen auf einander nicht
verziehen. Und beide sind neugierig wie es weiter gehen wird. Vielleicht
wird eines Tages alles anders.
...
Die Nacht war kalt. Eine Strassenlaterne brachte etwas Licht in den Raum.
Ein kleines Büro. Eine Tischlampe brennt. Alles andere ist im Dunkel
verschwunden. Jemand sitzt da. Jemand ganz alleine. Jemand versucht diese
Nacht irgendwie herumzubekommen. Jemand versucht nicht an die Dunkelheit zu
denken. Jemand versucht ein Licht am ende des Tunnels zu sehen. Jemand
versucht zu arbeiten.
Ein Blick auf die Tür. Ein Blick voller Erwartungen. Ein Blick voller
Freude. Die Tür erstrahlte in schönstem Licht. Geblendet blieb er an seinem
Stuhl sitzen. Das Licht kam immer näher. Angst hatte er keine. Das Licht
drehte sein Stuhl und setzte sich auf sein Schreibtisch. Ohne zu überlegen,
legte er seine Hände um das Licht. Jetzt konnte er es fühlen. Jetzt konnte
er den Körper fühlen. Er stand auf. Sie war vor ihm gestanden. Sie küssten
sich leidenschaftlich. Seine Zunge berührte ihre. Sie setzte ihn wieder auf
sein Stuhl und sie stellte sich hinter ihm. Ihre Hände massierten seinen
Nacken. Seine Schulter. Seinen Rücken. Ein zärtlicher Kuss von hinten auf
die Schulter, auf den Nacken. Doch es nutzte alles nichts ,er musste weiter
arbeiten. Immer wieder stöhnte er auf. Doch sie sollte nicht aufhören. Ganz
langsam streichelte sie seinen Bauch. Zärtliche Küsse auf seinem Bauch. Sein
nahm sein bestes Stück in die Hand. Sie nahm ihn in den Mund. Er konnte
nicht aufhören zu arbeiten. Seine Gedanken waren aber bei ihr. Sie schluckte
alles herunter. Sah in seine Augen. Ganz tief spürte sie seine Sehnsucht
nach ihr. Ganz tief spürte sie seine Leidenschaft. Und wo sie die Liebe
gespürt hat ... verschwand sie mit dem Licht in die Dunkelheit.
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Kommentare
Iltschi2@aol.com schrieb:
Ne, die is gut, richtig klasse, wie die Gefühle beschrieben sind.
sweet-hurrican@web.de schrieb:
hm...*grübel*...irgendwie ist die geschichte cool...aba irgendwie auch langweilig, es zieht sich so sie zu lesen...
sarah.schott1@gmx.de schrieb:
wie geht die geschichte weiter
gut schrieb:
sorry, die geschichte is bestimmt gut, aba nach dem ersten absatz hatte ich schon keinen bock mehr weita zu lesen, is nich mein ding diese geschichte!! schreib interresanter, weil schreiben kannste!!!
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