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Kategorien > Alltag > Abenteuer

Eine gefährliche Schneefahrt

von Linda Rottler

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Als ich eines Morgens aufwachte und aus dem Fenster schaute, stockte mir der Atem. Schnee! Der ganze Boden war von einer frostigen, weißen Decke überzogen, die Tannen schimmerten grün-weiß, Flocken rieselten vom Himmel. Der erste Schnee! Als ich genauer hinsah, war doch nicht alles so fröhlich winterlich. Es rieselten keine Schneeflöckchen, sondern es tobten die riesigen Flocken im eiskalten Herbstwind wild umher. Die Bäume schimmerten zwar grün-weiß, doch krachten sie unter den extremen Schneemassen beinahe zusammen. Auch war der Boden von einer frostigen, weißen Decke überzogen, aber die war höher als gedacht. Meine Augen wurden groß wie Bratäpfel. Von heute auf morgen so viel Schnee? Das hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Kurz darauf hörte ich die Stimme meiner Mutter von unten. "Tabea, kommst du?" Ich rannte die kalte Marmortreppe hinunter und setzte mich an den Frühstückstisch. "Tabea, ich fänd es besser, du fährst heute nicht mit dem Bus. Das ist zu gefährlich!", meinte Papa. Ich schluckte. "Ist der Schnee wirklich so schlimm?", fragte ich. Doofe Frage, ich hatte es ja selbst gesehen. "Ich kann dich fahren!", meinte mein 18-jähriger Bruder Tobi. Schock! Der? Da wollte ich nun wirklich einen besseren Fahrer und sah meine Eltern hilflos an. "Tut mir leid, wir müssen zur Arbeit! Tobi, das ist wirklich eine super Idee!" Damit war das Gespräch beendet. Als ich mich gerichtet hatte ging es auch schon los. "Komm, Tabbie!", rief Tobi und hielt mir die Beifahrertüre auf. "Und du bist sicher dass du das hinkriegst? Ich meine, es liegt wirklich viel Schnee und..." Ich hörte auf zu reden als ich sah, das mein Brunder mich verständnislos ansah. "Vertraust du mir nicht?", fragte er. Ich setzte mich ins Auto.
Wir waren schon eine Weile gefahren, aber nicht unbedingt vom Fleck gekommen, denn man musste wirklich gut aufpassen. Als wir den Berg über den wir fahren mussten, erreicht hatten, wurde mir allmählig mulmig zu mute. Der Schneesturm wurde immer schlimmer und außerhalb der Stadt leuchteten ja keine Straßenlaternen. Als mein Bruder auch noch sagte: "Ach, verdammt, ich kann gar nichts sehen!" Wurde mir erst recht ganz anders. Er rutschte kurz und ich zitterte vor Angst. "Mist, jetzt läuft auch noch die Scheibe an!", rief er und schaltete das Gebläse an. Mein Herz klopfte als wir die scharfe Kurve vor der nächsten Ortschaft erreichten. Und als Tobi wieder kurz rutschte erschrak ich fürchterlich. "Keine Angst, wir packen das!", versuchte mich Tobi zu beruhigen, aber ich merkte, dass ihm auch nicht mehr so wohl bei der Sache war. Und dann waren wir über den Berg, doch das Übel lauerte hinter der nächsten Hecke. Tobi rutschte und raste mit rasantem Tempo auf einen Baum zu. Ich schrie und hörte ganz leise in meinem Ohr schon ein Trauerlied. Doch kurz vor dem Baum konnte Tobi den Wagen unter Kontrolle bringen und fuhr erleichtert weiter. Wie er da so ruhig bleiben konnte, war mir ein Rätsel. Als wir durch die Ortschaft fuhren, beruhigte ich mich wieder etwas, doch an dem Kreisverkehr vor der Schule ging das Ganze wieder von vorne los. "Stopp!", rief ich, als Tobi immer weiter geradeaus fuhr. "Es wäre da lang gegangen!" Er brummte irgendeinen Fluch vor sich hin und versuchte umzudrehen. Doch das Auto blieb stecken und bewegte sich keinen Millimeter. "So, Schluss, Ende, das wars!", rief er und sah ganz schön verzweifelt aus. Dann versuchte er es nochmal. Und letztendlich hatte er es doch geschafft den Wagen aus dem Matsch zu befreien. Als wir kurz darauf vor der Schule hielten, atmete ich erleichtert auf. Ich stieg aus und meinte: "Fahr vorsichtig!" Dann rannte ich in Richtung Schule und stieg erlöst die Treppe zum Klassenzimmer nach oben. Was für eine turbulente Fahrt, dachte ich und hoffte, dass Tobi heil an seinem Arbeitsplatz, der ja nur einen Kilometer entfernt war, angelangt war. Ich lächelte, denn der Rest der Klasse sah ganz schön vertört aus. "Was ist denn los?", fragte ich Maggie. "Der Busfahrer, der war so unvorsichtig, wir hatten ja solche Angst!" Ich wollte ihr von meiner gefährlichen Fahrt berichten, aber irgendwie sagte ich dann doch nichts und setze mich neben Melissa.

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Kommentare

andi.fraunhofer@freenet.de schrieb am 2007-11-27 17:33:55:
habt ihr auch noch andere geschichten????
Linda schrieb am 2007-11-26 14:04:35:
Ihr könnt auch gerne ein paar Kommis schreiben! Danke!

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