Eine schlaflose Nacht
von
Lis
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Sie sitzt am Fenster, der Regen fällt. In kleinen Sturzbächen fließt er an der Scheibe hinunter. Sie träumt von großen Wäldern, von den strahlenden Sternen und von dem endlosen Ozean. Ihr Name ist Raven. Ihr Name sagt alles. Sie ist frei, ihr Herz ist schwarz, ihre Seele ist verschollen. Sie liebt es nachts am Fenster zu sitzen und den Regentropfen zuzuschauen. Es beruhigt sie, das prasselnde Nass. Ein Schatten liegt auf ihrem Gesicht. Ein Hauch von Dunkelheit durchströmt ihre Augen. Sie ist frei, doch kann sie ihr Leben leben? Sie sieht zu den Sternen hinauf und betet zu ihnen. Haben sie Raven verlassen? Werden sie sie in den Schatten ihrer selbst ziehen?
Ein Knall schallt durch das Haus. Er hat es schonwieder versucht. Er versuchte es oft. "Ich bin dein Tod", schreit er. Immer und immer wieder. Raven lauscht in die Dunkelheit die sie umgibt. Wird er wieder die Treppen hinauf steigen um in ihr Zimmer zu gelangen? Sollte sie wieder aus dem Fenster springen um zu entkommen?Jeden mittwoch ging dieses Spiel von neuem los, jeden verdammten Mittwoch an dem er nachts aus dem Casino kommt. Er liebte das Casino, er liebte den Alkohol, er liebte es sie zu quälen.Raven steht auf und verschwindet in den Schatten ihres Zimmers.langsam öffnet sie dir Tür um zu schauen ob ihr Bruder es schon geschafft hatte die Treppen zu erklimmen. Sie schleicht hinaus und erschaudert. Ihr Bruder wollte nicht zu ihr, er war zu ihrer schwester gegangen. Die kleine zarte Fairy. Se steht dort, angstdurchströmt. Sie wagt es nicht zu weinen, sie wagt es nicht zu schreien. warum greift er nicht sie an, Raven? Warum Fairy? Er hat es noch nie getan? Raven stürzt los, die Hoffnung in ihr, Fairy seinen Händen entreißen zu können. Ein zweiter Knall. Raven bleibt stehen. Fairys lieblicher regloser Körper liegt am Boden. Lykan sieht sie an, mit seinen blutunterlaufenen Augen. Ausdruckslos schaut er ihr ins Gesicht. Entsetzen verdrängt die Finsternis der Verzweiflung aus ihrem Herzen. Niemand bewegt sich, niemand traut sich zu atmen. Lykan dreht sich stumm um. er quält sich die Treppen hinuter, schon fast kriechend. Raven rührt sich noch immer nicht. Ihr Bruder öffnet das große Portal der Eingangshalle. er stürzt in die Dunkelheit hinaus. sie betrachtet ihre kleine Fairy. Schläft sie? Wird sie morgen wieder bei ihr sein? Tränen der Einsamkeit laufen an ihren Wangen hinunter, wie ihr geliebter Regen an den Fensterscheiben. Langsam und voller Verzweiflung steigt sie die Treppen hinunter. Sie tritt hinaus. sie geht ihren Weg entlang, ihr geliebter Weg, welcher von alten Weiden gesäumt ist. Ihr Weg, der sie zu ihrem großen Wald führt. Verlassen von der Hoffnung steigt sie auf einen alten Felsen. Sie stellt sich an die Klippe, sieht noch einmal zu den Sternen hinauf und stürzt sich in den endlosen Ozean ihrer Schmerzen.
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Kommentare
jenny schrieb am 2010-02-17 17:55:10:
wow, ziemlich traurig=( aber sau gut geschrieben. mach weiter so!!
lg =)
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