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Kategorien > Romantik > Glücklichmacher

Einfach mal so

von Tiramisu

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Lilly sah auf ihre Uhr. Es war fünf vor drei. Um drei war sie mit ihrer besten Freundin verabredet. Aber zu Lillys Bedauern nicht nur mit Kara, sondern auch mit deren Schwarm Matthias und Lillys Erzfeind Noah. Allein der Name löste bei ihr Bauchkrämpfe aus. Sie konnte nicht leugnen, dass sie ihn nicht mochte. Das war schon immer so gewesen und hatte sich bis jetzt auch nicht geändert. Früher im Kindergarten hatten sie sich ständig gezankt. Noah hatte Lilly immer seine Schaufel oder einen Eimer auf den Kopf gehauen und Lilly rächte sich mit einer Landung Sand, die sie Noah in den Mund stopfte und in die Haare streute. Es war sozusagen Feindschaft auf den ersten Blick, doch es blieb nicht nur bei kleinen Sandkastenstreitereien. Kaum waren sie auf dem Gymnasium, trafen sie sich wieder und machten genauso weiter, wie sie aufgehört hatten.
Lilly seufzte. Sie hätte gut auf ein Treffen mit Noah verzichten können, doch Kara hatte sie überredet. Seit Lilly mit ihr befreundet war, hatte sich Kara kein bisschen verändert. Sie war hübsch, aber schüchtern. Verdammt schüchtern, dachte Lilly und sah wieder auf ihre Uhr. Nur eine Minute war vergangen. Kara hatte sich vor einiger Zeit in Matthias verliebt und jetzt endlich ein Date mit ihm arrangiert. Das allein war schon eine Glanzleitung, jedoch hatte sie einen fatalen Schönheitsfehler: Lilly musste mit. Aber nicht nur sie, sondern eben auch Noah.
»Sonst hätte ich ihn doch nie zu einem Date mit mir überreden können«, hatte sie verzweifelt erklärt, als sie es Lilly gestern nachmittag erzählt hatte. Lilly war sowieso überrascht, dass ihre Freundin sich getraut hatte mit ihm zu sprechen. Sonst musste sie das immer übernehmen oder wenigstens dabei stehen, doch diesmal hatte Kara es auch ohne ihre Hilfe geschafft. Nur diese Sache mit Noah gefiel ihr überhaupt nicht.
Nun stand sie seit über einer Stunde vor dem Café, in dem sie sich treffen wollten und überlegte, ob sie nicht doch lieber wieder nach Hause gehen sollte. Es war schließlich Samstag und da konnte Lilly sich etwas besseres vorstellen, als den ganze Nachmittag mit ihrem Erzfeind zu verbringen. Noch dazu hatte Kara angekündigt, sie wolle am Abend vielleicht sogar noch in die Disko gehen. Natürlich musste Lilly da auch wieder mit und falls es gut laufen würde, sogar Noah ablenken, damit Kara ein bisschen allein mit Matthias sein konnte.
Dann soll sie doch nur mit ihm ausgehen, dachte Lilly verärgert, für was braucht sie dann mich?
Lilly sah wieder auf ihre Uhr. Es war drei und von den anderen war noch immer niemand zu sehen. Sie seufzte und schlenderte zum Eingang. Zum Glück saßen nicht viele Leute im Café und vor allem niemand den sie kannte. Das hätte ihr gerade noch gefehlt. Sie ging hinein, setzte sich an einen Tisch am Fenster und bestellte sich schon mal eine Cola. Normalerweise trank sie so gut wie nie Cola. Eigentlich nur, wenn sie schlechte Laune hatte oder nervös war und heute war sogar beides der Fall. Sie sah sich ein bisschen um. Es war zwar verhältnismäßig warm, sogar ziemlich warm, doch draußen sitzen wollte anscheinend niemand.
Genau wie ich, dachte Lilly. Sie sah nun im Abstand von zwei Minuten auf ihre Uhr und wurde immer wütender. Sie hatte gar keine Lust auf das Treffen und hätte Kara sie nicht so angebettelt wäre sie auch gar nicht gekommen. Und nun? Sie war überpünktlich gekommen und die wirklich wichtigen Personen bei der ganzen Geschichte waren immer noch nicht da. Lilly verlor die Geduld. Sie winkte dem jungen Kellner ihr die Rechnung zu bringen und machte sich fertig um zu gehen.
»Sorry, hab den Bus verpasst!« Kara kam keuchend ins Café gestürzt und hechelte, als sterbe sie auf der Stelle. Lilly seufzte vorwurfsvoll, zog ihre Jacke wieder aus und setze sich. Der Kellner kam mit ihrer Rechnung und sie bestellte gleich noch zwei Gläser Cola. Kara schnaufte noch eine ganze Weile, wie ein abgestochenes Nilpferd und zog sich währenddessen die Jacke aus.
»Stell dir vor«, begann Kara, hängte ihre Jacke umständlich um den Stuhlrücken und ließ sich auf die Eckbank fallen, »meine Mutter hat heute verschlafen und wir sind erst um elf Uhr aufgestanden.«
Der Kellner kam und brachte die Cola. Kara nahm einen großen Schluck und erzählte weiter. »Und dann hatte ich nur noch vier Stunden bis zu unserer Verabredung. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sauer ich war. Mama hatte mir extra versprochen besonders pünktlich aufzustehen und mich zu wecken und dann verschläft sie.«
»Tja, der Apfel fällt nicht weit vom Birnbaum«, brummte Lilly. Sie war immer noch ein bisschen beleidigt und vor allem sauer.
»Wie meinsten das jetzt?«, Kara nahm noch einen großen Schluck Cola und verschluckte sich an der Kohlensäure. Sie hustete und hustete und wollte gar nicht mehr damit aufhören.
»Ich meinte, du bist ja auch nicht gerade pünktlich und dein Schatzi Matthias auch nicht.«
Kara röchelte und sah ihre Freundin prüfend an. »Bist du etwa sauer?«
»Und wie, ich - «, weiter kam sie gar nicht, denn Matthias und Noah schlenderten seelenruhig ins Café, als hätten sie noch ewig Zeit und stellten sich vor den Tisch. Kara begann sofort aufgeregt mit dem Fuß zu wippen und Lilly ließ nur ein ersticktes Stöhnen von sich hören. Ihre Laune war auf dem Tiefpunkt angelangt.
»Hi«, strahlte Matthias wie die Sonne.
»H-Hallo!« Kara sah wie gebannt auf ihre Cola. Anscheinend hatte sie noch nie etwas beeindruckenderes gesehen und konnte ihren Blick gar nicht mehr davon los reißen.
»Na, was macht ihr denn gerade?« Wirklich blöde Frage, dachte Lilly ärgerlich und blitzte die beiden Jungs an. Ihr Blick streifte Noah, der übers ganze Gesicht grinste. Das machte sie noch wütender.
»Rutsch mal.« Matthias setzte sich neben Kara und legte ganz lässig einen Arm auf die Lehne hinter ihr. Lilly verdrehte die Augen und brummte vor sich hin. Noah ignorierte sie. Jedenfalls versuchte sie es, doch ihr Blick wanderte immer wieder zu ihm. Er stand immer noch vor dem Tisch und grinste.
»Lillylein«, begann er zuckersüß, »kannst du mal rutschen. Ich würde mich gerne auf den Stuhl setzen und wie du siehst ist das der einzige.«
Lilly zuckte ungerührt mit den Schultern. »Na und? Selbst schuld. Wer zuerst kommt malt zuerst, also setz dich da hin wo Platz ist.«
Noah holte sich von einem Nachbartisch einen anderen Stuhl und quetschte sich neben Lilly. »Heute wieder die Freundlichkeit in Person, was?«
»Zu dir immer«, knurrte Lilly sarkastisch.
Stille. Na super, dachte Lilly und drehte nervös ihr Glas zwischen Daumen und Zeigefinger, hoffentlich geht das nicht den ganzen Nachmittag so. Sie sah zu Nara, die ihr einen hilflosen Blick zuwarf.
»Wieso seid ihr eigentlich so spät«, fragte Lilly nicht besonders interessiert.
Matthias zuckte mit den Schultern. »Ich musste eine Stunde auf Noah warten, weil der sich geweigert hat mitzugehen. Stimmt’s?«
»Nicht ganz.« Noah sah Matthias mit einem fiesen Grinsen an. »Wenn du nicht den Zugplan falsch gelesen hättest, hätten wir nicht laufen müssen und wären

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Kommentare

... schrieb am 2007-10-03 14:13:51:
Hm... ja, ganz gute Geschichte, aber nicht so gut wie "Ich & Du" ^^''
Trotzdem schön geschrieben und joah, das nächste mal einfach mehr Zeit lassen oder so, damit's wieder schön flüssig wird wie bei I&D ^^
LG, ...

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