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Kategorien > Psycho > Skuriles

Einfach nur fliegen

von Stefan

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Er sieht sie auf sich zu stürmen. Bald werden sie ihn haben. Ein Entrinnen ist nicht möglich, da er von drei Seiten von Wänden umschlossen ist. Und an der freien Stelle stürmen sie auf ihn zu. Also bleibt nur der Weg nach oben. Er breitet seine Arme aus und möchte nach oben fliegen. Einfach die Arme ausbreiten und sich darauf konzentrieren, das man nach oben fliegt.

Und sie kommen immer näher. Und er konzentriert sich, dass er jetzt nach oben schwebt. Nach oben, so wie es schon so oft funktioniert hat. Aber er steht immer noch am Boden und sie kommen immer näher. „Nicht daran denken, dass sie auf ihn zu stürmen“, sagt er sich. „Nur auf das Fliegen konzentrieren“. Und wieder streckt er die Arme aus. Vor seinen Augen sieht er sich schon nach oben schweben, aber es funktioniert nicht. Er steht immer noch am Boden und sie kommen immer näher. Er kann das Blitzen in ihren Augen schon sehen. Es überkommt ihn eine schreckliche Angst, wenn er daran denkt, dass sie ihn gleich haben werden. Eine Angst, die seinen ganzen Geist lähmt.

Wie einfach war es doch immer, wenn er fliegen wollte. Er streckte nur die Arme aus, konzentrierte sich und schon schwebte er nach oben. So einfach war es immer. Nur an das Fliegen denken und schon war er ein Stockwerk höher. Ganz einfach, ohne große Anstrengung. Und jetzt stand er hier und konnte nicht einen Zentimeter abheben. Und sie kommen immer näher. Schon fast zum Greifen nah.

„Nur ans Fliegen denken. Einfach nur fliegen“. Wieder breitet er seine Arme aus. Seine Hände lässt er leicht nach unten hängen, wie ein Flügel. „Und konzentrieren auf das Fliegen“. Und sie kommen näher. Er schließt die Augen. Er sieht sich selbst hier stehen. Und wieder sagt er sich: „ Nur an das Fliegen denken. Fliege jetzt. Fliege“. Aber er kann die Angst nicht abschütteln, weil sie ihn jeden Moment haben werden. Diese Angst lähmt seinen Willen einfach nach oben zu schweben, wie eine Feder, die durch eine kleinen Lufthauch nach oben getragen wird. Er denkt sich, wenn ich die Angst nicht los werde, werde ich nicht fliegen können. Und sie sind fast bei ihm. Und er steht immer noch am Boden, als ob er hier fest gekettet wäre.

„Ich muss mir klar machen, dass nur die Angst mich am Boden hält. Ohne die Angst wäre ich schon lange abgehoben.“ Aber wie wird er nur diese Angst los. Desto näher sie kommen, desto größer wird seine Angst und desto geringer wird seine Chance zu fliegen. Ein Teufelskreis, aber wie kann ich ihn nur durchbrechen. Und wieder breitet er die Arme aus und will an das Fliegen denken. Aber er wird den Gedanken nicht los, das sie fast da sind. Und dann?

Fliegen. Einfach nur fliegen, so wie es immer funktioniert hat. Die Arme ausbreiten, die Hände etwas nach unten hängen lassen und schon schwebt man nach oben. So einfach ging es immer. Nur daran denken und schon ging es nach oben. Einfach nach oben, ohne jede Anstrengung. Nur der Gedanke an Fliegen reichte schon aus, um nach oben zu schweben. Leicht wie eine Feder. Nur daran denken und schon ging es.

Aber jetzt! Er stand immer noch am Boden, wie mit den Füßen einbetoniert. Und sie greifen bereits nach ihm. Es kann nur noch Bruchteile von Sekunden dauern. Dann ist alles vorbei. Einfach vorbei, wo es doch immer so einfach war – mit dem Fliegen. Er schließt die Augen und denkt an das Fliegen.

Er fühlt sich auf einmal leicht. So leicht, wie er sich immer beim Fliegen gefühlt hat. Ein warmer Lufthauch berührt angenehm sein Gesicht. Er spürt eine Wärme. Und die Angst? Sie ist nicht mehr da. Einfach nicht mehr da. Ob er die Augen öffnen soll. Steht er am Boden oder fliegt er? Wie er sich fühlt, meint er zu fliegen. Er öffnet die Augen. Und er sieht, wie sie unten über ihn herfallen.

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Kommentare

http//:www.top3-suche.de schrieb am 2010-03-25 17:37:49:
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lena schrieb am 2007-01-29 09:20:54:
schon mal garnicht so schlecht
Heaven schrieb am 2007-01-25 17:01:47:
Mir gefällt die Idee der Geschichte sehr gut!!

lG Heaven

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