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Kategorien > Fantasy > Emotionen

Elementaris 2

von Jeiy

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Die Dämonen, die nun aus allen Richtungen herangestürmt kamen, waren plötzlich von einem seltsamen, grünlichen Licht umhüllt, das die ungewöhnliche Eigenart besaß, wie ein kleiner Wirbelwind um jeden einzelnen von ihnen zu schwirren.
Dieser Wind sammelte sich vor Allem um die Schwerter der Dämonen und ließ den dunklen Stahl dabei wie einen geschliffenen Smaragd aufglühen.
Überall war dieses grüne Leuchten nun zu sehen, doch keinem erschien es in irgendeiner Weise fremd. Auch Sayn wusste schon längst, was all das zu bedeuten hatte…
Er konnte hören, wie Arya neben ihm ebenfalls ihr Schwert zog und aus dem Augenwinkel heraus sah er auch sie nun in dem dunkelgrünen Licht aufleuchten.
Diese Dämonen, zu denen auch sie gehörte – oder besser einst gehört hatte – beherrschten das Element Luft.
Jeder, egal ob Mensch oder Dämon, wurde mit der Gabe für eines der vier Elemente geboren. In jedem sterblichen Wesen steckte das Talent entweder Feuer, Wasser, Luft oder Erde kontrollieren zu können.
Dieses Talent stand von Geburt an fest, man konnte es nicht ändern oder umwandeln…man konnte es nur trainieren.
Und diese Dämonen hatten zweifelsohne die Luft und den Wind trainiert.
Sayn hatte nun ebenfalls sein Schwert gezogen. Er und Arya standen mittlerweile Rücken an Rücken.
Es war zwar ein ungeschriebenes Naturgesetz, das jedes Wesen nur ein einziges Element beherrschen konnte, doch Sayn kannte einen triftigen Beweis dafür, dass auch dieses Gesetz nicht unumstößlich war. Er wusste, dass die Natur selbst hierbei Ausnahmen machte.
Allerdings konnte er sich wirklich nicht erklären, weshalb grade er diese Ausnahme sein musste…
Er schloss für den Bruchteil einer Sekunde seine Augen und im nächsten Moment war er von einem tiefroten Glühen umgeben. Wärme breitete sich in ihm aus und es hatte fast schon den Anschein, als stehe plötzlich sein gesamter Körper in Flammen.
Feuer umhüllte die Klinge seines Schwertes und schon im nächsten Moment prallte der rot leuchtende Stahl gegen die smaragdgrüne Schneide eines Winddämons.
Sayn hatte nicht viel Zeit um zu reagieren, denn von allen Seiten wurde er angegriffen.
Schnell duckte er sich unter einem vertikalen Schwerthieb hinweg und achtete dabei besonders darauf auf keinen Fall mit dem wirbelnden Wind in Berührung zu kommen, der das Schwert seines Gegners umhüllte.
Dieser Wind war nämlich alles andere als harmlos! Ein einziger unvorsichtiger Kontakt mit ihm konnte unter Umständen schon ausreichen, um diesen Kampf und damit auch das eigene Leben zu verlieren! Und das war keineswegs übertrieben, nein, denn dieser Wirbelwind war scharf, schärfer sogar noch als es je ein Schwert gewesen war und auch jemals sein würde…
Vorsicht war also das oberste Gebot in diesem Kampf!
Wieder parierte Sayn die Attacke eines Gegners, doch dieses Mal konzentrierte er sich darauf, selbst zum Angriff überzugehen.
Er richtete seine Aufmerksamkeit auf das Feuer, das sich um sein eigenes Schwert wand und allein mit seinen Gedanken brachte er es nun dazu sich auszubreiten. Fast schon explosionsartig schoss es auf seinen Gegner zu, dem daraufhin nicht einmal mehr die Zeit blieb um auszuweichen. Erschrocken blickt der Winddämon auf die Feuerwalze, die auf ihn zukam und schon im nächsten Moment hatten ihn die Flammen verschluckt.
Sayn wagte daraufhin einen kurzen Blick zur Seite. Seine Augen suchten nach Arya.
Zu seiner Erleichterung war ihr aber anscheinend noch nichts passiert. Sie stand keine fünf Meter von ihm entfernt und parierte die Attacken mehrerer Gegner.
Zu einem Angriff würde sie so sicherlich nicht kommen können. Sie brauchte Hilfe!
Sayn machte kurz entschlossen einen Satz in ihre Richtung, doch schon stellten sich im zwei weitere Winddämonen in den Weg.
Noch einmal konzentrierte er sich daraufhin auf das Feuer seines Schwertes und ließ es erneut auf seine Gegner zuschnellen.
Diese hatten allerdings aus dem Fehler ihres Kameraden gelernt und wichen nun rechtzeitig zur Seite.
Es half nichts.
Wenn er Arya noch erreichen wollte, bevor ihr irgendetwas passierte, musste Sayn seine Taktik ändern. Und zwar schnell!
Wieder schloss er seine Augen und in weniger als einer Sekunde veränderte sich das rote Glühen, welches ihn noch immer umgab. Es wurde dunkler und änderte seine Farbe zu einem tiefen Blau.
Auch das Feuer seines Schwertes hatte sich zurückgezogen. Stattdessen floss nun klares Wasser um den noch immer glühenden Stahl.
Und auf dieses Wasser konzentrierte sich Sayn nun auch. Die Winddämonen wussten nicht, welche Macht dieses nasse Element in Wahrheit beherbergte. Fast keiner von ihnen hatte eine Ahnung, wie zerstörerisch es wirklich sein konnte und sie würden mit Sicherheit auch erst zu spät bemerken, wie sehr sie es doch unterschätzt hatten…
Ein Wasserstrahl entstand plötzlich wie aus dem Nichts heraus und bildete einen Ring um Sayn. Dieser Ring wurde größer und breiter und mit jeder Sekunde, die verging wurde die Geschwindigkeit, mit der das Wasser um ihn herum floss größer.
Das Wasser hatte sich zu einem peitschen Schutzwall gewandelt und ohne noch weiter auf die Winddämonen zu achten, ging Sayn dann auf Arya zu.
Seine Gegner schauten ihn dabei verblüfft und erschrocken zugleich an und keiner von ihnen wagte es, sich ihm in den Weg zu stellen. Sie schienen zu ahnen, dass dieser Wasserwall, der mittlerweile einen Durchmesser von fast drei Metern besaß, sie zerfetzten würde, wenn sie mit ihm auch nur in Berührung kämen.
Und mit dieser Annahme lägen sie noch nicht einmal einen Millimeter daneben…
Dann jedoch erschien vor ihm plötzlich Aurion.
Der Anführer der Winddämonen war ebenfalls von dem grünen Wirbelwind des luftigen Elementes umgeben und noch immer konnte man keinerlei Emotionen von seinem Gesicht ablesen.
„Dass du unfair kämpfen würdest, hätte ich mir ja denken können, Sayn!“
„Unfair?“, Sayn war stehen geblieben, „Wer von uns ist denn hier unfair?! Du jagst uns drei Wochen lang durch die Gegend und hetzt gleich dreißig oder vierzig Dämonen auf uns! Vierzig gegen zwei! Nennst du das etwa fair?“
Der schützende Wall wurde noch größer und das Wasser peitschte immer wütende um Sayn herum, doch Aurion regte sich noch immer nicht.
„Dein Verhalten verstößt gegen alle Gesetzte. Es gibt kein Wesen auf dieser Welt, das alle Elemente kontrollieren kann und auch du bildest da keine Ausnahme!“, der Wind um Aurion herum wurde stärker und begann plötzlich damit ihn auf dieselbe Art und Weise zu umkreise, wie es auch das Wasser bei Sayn tat, „Ich weiß nicht, wie du das anstellst, Sayn. Ich habe keine Ahnung, wie du es schaffst, unsere Elemente so sehr zu manipulieren, dass sie sich dir scheinbar alle unterwerfen. Nein, ich gebe zu, das weiß ich wirklich nicht, aber…das ist nun sowieso egal. Wenn ich dicht töte, hier und jetzt, werde ich damit jedem einen Gefallen tun. Die ganze Welt müsste mir dafür eigentlich dankbar sein, denn du bist in den Augen aller nicht mehr als ein Gift. Ein Wesen wie dich dürfte es eigentlich überhaupt nicht

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Kommentare

Jeiy schrieb am 2008-02-10 13:05:23:
Wieder einmal hallo Anariel ^^,
Nun, was das deine Anmerkung angeht: Der Zeitraum in dem Sayn die Augen schließt ist wirklich sehr klein, kaum mehr als ein Zwinkern oder Blinzeln. Er schließt wirklich nur für den Bruchteil einer Sekunde die Augen, um die Kontrolle über die Elemente zu beeinflussen! Alles andere wäre ja auch, wie du schon gesagt hast, sehr unklug ^^

Mfg
Jeiy
Anariel schrieb am 2008-02-09 13:04:18:
Hallo jeiy,

ja ich schon wieder.-lach-
Stimmt hätte hier nicht reingepasst.

Wie immer schön geschrieben und weiterhin schön spannend.
Eine Sache ist mir aufgefallen, ist aber Geschmackssache. Mitten in einem Kampf, bei dem es nicht nur mit magisch kontrollierten Elementen, sondern zudem mit spitzen, scharfen Klingen zugeht...nun da scheint es mir unklug die Augen zu schließen.

Mit liebem Gruße
Anariel

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